Airbus startet Serienproduktion 09.08.2018, 12:31 Uhr

Rekord: Unbemannter Solarflieger 26 Tage im Dauereinsatz

Fast vier Wochen lang war ein solarbetriebenes Fluggerät von Airbus in der Luft. Ein Weltrekord, der den alten pulverisiert. Und nicht nur Militärs erhoffen sich von „Zephyr“ ganz neue Qualitäten.

Der Zephyr, neuer Weltrekordhalter für Dauerflüge.

Der Zephyr, neuer Weltrekordhalter für Dauerflüge.

Foto: Airbus Space and Defence

Ist das jetzt ein Flugzeug? Eine Drohne? Ein Spielzeug für Militärs? Airbus nennt seinen Zephyr S einen „Pseudo-Satelliten“. Das klingt zwar nach Vortäuschung falscher Tatsachen, soll aber heißen: Der kann was. Zephyr vereint Fähigkeiten von kleinen Satelliten, Drohnen und bemannten Flugzeugen, ist dabei viel besser und noch dazu billiger.

Die Raumfahrt- und Rüstungsabteilung von Airbus will mit dem ersten Modell des Zephyr, genannt „S“, nun in die Serienproduktion gehen. Potenzielle Kunden umwirbt man mit einem taufrischen Weltrekord: 25 Tage, 23 Stunden und 57 Minuten war das Fluggerät ununterbrochen in der Luft, angetrieben nur von Solarenergie. Damit hat es einen neuen Ausdauer-Weltrekord aufgestellt – der alte lag bei gerade mal 14 Tagen.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Airbus-Firmenlogo
Program Certification Engineering (d/m/f) Airbus
Manching Zum Job 
Max Bögl Bauservice GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Gruppenleiter (m/w/d) Konstruktion Stahlbrücken Max Bögl Bauservice GmbH & Co. KG
Sengenthal Zum Job 
Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung-Firmenlogo
Projektmanager (m/w/d) Infrastrukturprojekte Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung
Stuttgart Zum Job 
Hamburger Hochbahn AG-Firmenlogo
IT-Systemingenieur*in Leitsysteme Busbetrieb Hamburger Hochbahn AG
Hamburg Zum Job 
Allbau Managementgesellschaft mbH-Firmenlogo
Bauprojektleitung (m/w/d) "Technische Projekte" Allbau Managementgesellschaft mbH
THOST Projektmanagement GmbH-Firmenlogo
Ingenieur*in (m/w/d) im Projektmanagement Bereich Mobilität / Verkehr THOST Projektmanagement GmbH
Nürnberg,Hannover Zum Job 
Berliner Wasserbetriebe-Firmenlogo
Projektleiter:in für große Investitionsprojekte (w/m/d) Berliner Wasserbetriebe
Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung-Firmenlogo
Planungskoordinator (m/w/d) im Projekt Zukunftsquelle Zweckverband Bodensee-Wasserversorgung
Stuttgart Zum Job 
Airbus-Firmenlogo
FCAS2023 Flight Simulation Architect (d/f/m) Airbus
Manching Zum Job 
Berliner Wasserbetriebe-Firmenlogo
Leitende:r Ingenieur:in der technischen Betriebsführung / Klärwerk Wansdorf (w/m/d) Berliner Wasserbetriebe
Schönwalde-Glien Zum Job 
Airbus-Firmenlogo
FCAS2023 Flight Simulation Integration Engineer (d/f/m) Airbus
Manching Zum Job 
Cycle GmbH-Firmenlogo
Entwicklungsingenieur für Elektronik (m/f/d) Cycle GmbH
Hamburg Zum Job 
THOST Projektmanagement GmbH-Firmenlogo
Ingenieur*in (m/w/d) im Projektmanagement Bereich verfahrenstechnischer Anlagenbau (Chemie und Pharma) THOST Projektmanagement GmbH
Nürnberg,Hannover,Berlin,Leipzig,Hamburg Zum Job 
Mitscherlich PartmbB-Firmenlogo
Patentingenieur (w/m/d) Fachrichtung Elektrotechnik, Nachrichtentechnik, Maschinenbau oder vergleichbar Mitscherlich PartmbB
München Zum Job 
VTA Verfahrenstechnik und Automatisierung GmbH-Firmenlogo
Ingenieur:in Elektrotechnik (w/m/d) VTA Verfahrenstechnik und Automatisierung GmbH
Gelsenkirchen,Lingen (Ems) Zum Job 
newboxes GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur Produktentwicklung (m/w/d) newboxes GmbH
Deutschlandweit Zum Job 
VTA Verfahrenstechnik und Automatisierung GmbH-Firmenlogo
Ingenieur:in Mess-, Steuer- und Regelungstechnik (MSR) (w/m/d) VTA Verfahrenstechnik und Automatisierung GmbH
Gelsenkirchen Zum Job 
VTA Verfahrenstechnik und Automatisierung GmbH-Firmenlogo
Ingenieur:in Automatisierungstechnik (w/m/d) VTA Verfahrenstechnik und Automatisierung GmbH
Gelsenkirchen Zum Job 
Leviat GmbH-Firmenlogo
Bauingenieur (m/w/d) Leviat GmbH
Langenfeld (NRW) Zum Job 
ILF Beratende Ingenieure GmbH-Firmenlogo
Projekt- und technischer Angebotsingenieur (m/w/d) ILF Beratende Ingenieure GmbH
München, Bremen, Hamburg, Essen, Berlin Zum Job 

Größere Version in der Entwicklung

Der Zephyr ist rund 70 Kilogramm leicht, er verfügt über 25 Meter Spannweite, seine schmalen Tragflächen sind mit Solarzellen bedeckt. Weil er in 21 Kilometern Höhe in der Stratosphäre fliegt und damit weit über allen Wolken, ist dauerhafte Sonneneinstrahlung garantiert. Nach dem Rekordflug zeigt sich Airbus Space and Defence zuversichtlich, dass im Normalbetrieb bis zu drei Monate Dauerflug möglich sein werden.

Der Zephyr trägt dabei Kameras, Radar oder andere Geräte im Gesamtgewicht von bis zu fünf Kilogramm mit sich. Noch in der Entwicklung ist derzeit eine größere Version namens „T“, die sogar 33 Meter Spannweite haben und noch höhere Zuladung verkraften soll. Wann diese Variante verfügbar sein wird, ist allerdings noch unklar.

Überwachung von Grenzen oder Waldbränden

Ursprünglich entwickelt wurde das Fluggerät für militärische Zwecke. Vor einigen Jahren übernahm Airbus das Entwicklungsprogramm von einer britischen Firma, die im Auftrag des britischen Verteidigungsministeriums arbeitete. Der Zephyr soll etwa zur Überwachung von Grenzgebieten und von umkämpften Regionen dienen. Im Vergleich zu Satelliten soll er deutlich klarere Aufnahmen liefern. Und gegenüber gewöhnlichen Drohnen hat er eben den Vorteil, sehr lange in der Luft bleiben zu können. Außerdem kann er große Höhen erreichen, daher auch das putzige Kürzel für die Technologie: Airbus nenn sie HAPS, das steht für High Altitude Pseudo Satellite.

Relaisstation fürs Internet

Laut Airbus kann der Pseudo-Satellit aber auch humanitären und ökologischen Zwecken dienen, etwa bei der Beobachtung von Klimaveränderungen oder bei der Entdeckung von Waldbränden. Benannt sind die Flieger nicht von ungefähr nach einer Figur aus der griechischen Mythologie, die den milden Westwind verkörpert und als Frühlingsbote verehrt wurde. Heute soll Zephyr zudem als Relaisstation dienen und das Internet in die entlegensten Ecken der Erde bringen. Auch eine Art Frühling.

 

Das bemannte Solarflugzeug „Solar Impulse 2“ umrundete 2016 einmal die Welt.

Ein Solarflugzeug des DLR soll Internet aus der Stratosphäre liefern

Ein Beitrag von:

  • Werner Grosch

    Werner Grosch ist Journalist und schreibt vor allem über Technik. Seine Fachgebiete sind unter anderem Elektromobilität, Energie, Robotik und Raumfahrt.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.