Nachschub bei der ISS angekommen 06.02.2014, 16:36 Uhr

Goldfische für Experimente zur Schwerelosigkeit an Bord

Die Internationale Raumstation ISS hat planmäßig Nachschub erhalten. Neben Nahrungsmitteln, Sauerstoff und Ausrüstung sind auch neue Bewohner angekommen: Goldfische und Regenwürmer. Mit ihnen sollen Experimente zur Schwerelosigkeit im All durchgeführt werden. 

Auf der Internationalen Raumstation ISS leben jetzt auch Goldfische und Würmer. Mit ihnen werden Experimente zur Schwerelosigkeit durchgeführt. 

Auf der Internationalen Raumstation ISS leben jetzt auch Goldfische und Würmer. Mit ihnen werden Experimente zur Schwerelosigkeit durchgeführt. 

Foto: NASA

Geliefert wurde die Fracht von dem unbemannten Raumfahrzeug „Progress M-22M“. Geschickt hat es die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos. Pünktlich erreichte die Lieferung in der Nacht zum Donnerstag die derzeit sechs auf der Raumstation lebenden Astronauten.

Der Progress-Raumfrachter beförderte 2,5 Tonnen Material zur ISS. Neben Sauerstoff, Trinkwasser, Nahrungsmitteln und Treibstoff war auch ein Container mit schwimmenden Goldfischen an Bord. In einem russisch-japanischen Versuchsprojekt wollen die Kosmonauten geschlossene Ökosysteme im All beobachten und Experimente zu Muskelschwund und Knochenverlust in der Schwerelosigkeit durchführen.

Minisatellit Chaski ebenfalls auf der ISS angekommen

Mit an Bord des Raumfahrzeugs befand sich auch der von russischen Studenten gebaute und von peruanischen Fachleuten entwickelte Minisatellit „Chaski“. Im Frühling wollen die Astronauten ihn per Hand in den Orbit heraus schicken.

Der Transporter dockte in einer Höhe von exakt 417,2 Kilometer über dem Atlantik an, sechs Stunden nachdem er an Bord einer Sojus-Trägerrakete vom kasachischen Weltraumbahnhof Baikonur aus gestartet war. Das Manöver verlief problemlos.Die Besatzungsmitglieder mussten nicht in den Vorgang eingreifen. Zur Zeit befinden sich drei russische Kosmonauten, zwei US-amerikanische und ein japanischer Kosmonaut an Bord der ISS.

Flugbahnveränderungen für ein optimales Ankopplungsmanöver

Speziell für dieses Nachschubmanöver war die ISS vor einer Woche auf eine etwa 1940 Meter höhere Umlaufbahn gebracht worden. Das Triebwerk des russischen Raumfrachters Progress M-21M lief neun Minuten lang, bis die Flugbahn korrigiert war. Diese Korrektur der Flugbahn war notwendig gewesen, um das Ankopplungsmanöver durchzuführen. Der Zeitpunkt der Flugbahnveränderung musste wegen herumfliegenden Weltraumschrotts verschoben werden. 

  • Petra Funk

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