ISS wieder komplett 29.03.2014, 09:02 Uhr

Eine defekte Düse war der Grund für einen Umweg rund um die Welt

Es war eine kleine defekte Korrekturdüse, die den drei Astronauten, die eigentlich am Mittwoch an die ISS andocken wollten, einen riesigen Umweg abverlangte. 34-mal mussten die zwei Russen und der Amerikaner zusätzlich um die Erde fliegen, um nach dem gescheiterten Andockversuch nun beim zweiten Mal die richtige Andock-Position zu finden.  

Kurz vor dem Andocken: Die Sojus-Kapsel ist nur noch einige Meter von der ISS entfernt. 

Kurz vor dem Andocken: Die Sojus-Kapsel ist nur noch einige Meter von der ISS entfernt. 

Foto: NASA TV

Die neue Crew für die Internationale Raumstation ISS startete am Dienstag Abend in der kasachischen Steppe. Laut Plan sollte sie am Mittwoch morgen an der ISS andocken, nach einem nur sechsstündigen Flug. Durch einen technischen Fehler – nämlich durch den Defekt einer Korrekturdüse – kam die Sojus-Raumkapsel jedoch vom richtigen Weg ab – sie schwenkte nicht wie geplant auf die korrekte Flugbahn. Ein kleiner Fehler mit großer Wirkung. Denn nun musste die Kapsel erst mehrfach um die Erde kreisen, um sich in die richtige Position zu bringen, um an die ISS andocken zu können. Statt vier mal umkreiste die Kapsel 34 Mal die Erde. Bis vor rund einem Jahr war das der gewöhnliche Weg von der Erde zur ISS.

Drei Stunden vom Andocken bis zum Aussteigen

Die Sojus-Kapsel mit den russischen Kosmonauten Alexander Skworzow und Oleg Artemjew sowie dem US-Amerikaner Steve Swanson an Bord machte in der Nacht zum Freitag um 00.53 Uhr Mitteleuropäischer Zeit über Brasilien an der ISS fest. Vom Andocken bis zum Öffnen der Luke dauerte es wegen der aufwendigen Sicherheitsprüfung noch einmal knapp drei Stunden. Erst danach öffneten die drei Raumfahrer die Luken und kletterten in die ISS. Dort wurden sie von ihren Kollegen Koichi Wakata aus Japan, Michail Tjurin aus Russland und Rick Mastracchio aus den USA empfangen. Diese werden im Mai auf die Erde zurückkehren und unter anderem durch den deutschen Astronauten Alexander Gerst ersetzt.

Wieder komplett: Drei Stunden nach dem Andocken öffnete sich die Tür zur ISS. 

Wieder komplett: Drei Stunden nach dem Andocken öffnete sich die Tür zur ISS.

Quelle: NASA TV

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Experte (w/m/d) Vertrags- und Nachtragsmanagement Die Autobahn GmbH des Bundes
Fachhochschule Münster-Firmenlogo
Professur für "Antriebssysteme im Maschinenbau" (w/m/d) Fachhochschule Münster
Steinfurt Zum Job 
Pero AG-Firmenlogo
Sales Engineer (m/w/d) Pero AG
Königsbrunn, remote Zum Job 
Firmengruppe Max Bögl-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/d) Planung Ingenieurbau Firmengruppe Max Bögl
Sengenthal Zum Job 
EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH-Firmenlogo
Projektmanager (m/w/d) Anlagenbau / Umwelttechnik EGN Entsorgungsgesellschaft Niederrhein mbH
Viersen Zum Job 
INGENIEURBÜRO ZAMMIT GmbH-Firmenlogo
Senior Projektleiter/-ingenieur TGA (m/w/d) INGENIEURBÜRO ZAMMIT GmbH
Hamburg Wasser-Firmenlogo
Ingenieur Elektrotechnik als Projektleiter EMSR (m/w/d) Hamburg Wasser
Hamburg Zum Job 
Hamburg Wasser-Firmenlogo
Projektleiterin als Ingenieurin Mittel- und Niederspannungstechnik (m/w/d) Hamburg Wasser
Hamburg-Rothenburgsort Zum Job 
Stadtverwaltung Frankenthal-Firmenlogo
Ingenieur / Techniker - Technische Rechnungsprüfung (m/w/d) Stadtverwaltung Frankenthal
Frankenthal (Pfalz) Zum Job 
ETS Efficient Technical Solutions GmbH-Firmenlogo
Technischer Systemplaner / CAD-Konstrukteur TGA (m/w/d) ETS Efficient Technical Solutions GmbH
Wuppertal Zum Job 
ETS Efficient Technical Solutions GmbH-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/d) HKLS ETS Efficient Technical Solutions GmbH
Wuppertal Zum Job 
ETS Efficient Technical Solutions GmbH-Firmenlogo
Bauleiter / Obermonteur (m/w/d) HLKS ETS Efficient Technical Solutions GmbH
Wuppertal Zum Job 
Schleifring GmbH-Firmenlogo
Head of Sales für unsere Key Accounts (m/w/d) Schleifring GmbH
Fürstenfeldbruck Zum Job 
AllTerra Deutschland GmbH-Firmenlogo
Support Mitarbeiter Vermessungslösungen / Vermessungstechnik (m/w/d), 80-100 % (Wunstorf bei Hannover, Hamburg, Berlin oder Leipzig) AllTerra Deutschland GmbH
Berlin, Leipzig, Hamburg, Wunstorf bei Hannover Zum Job 
ME MOBIL ELEKTRONIK GMBH-Firmenlogo
Technischer Einkäufer (m/w/d) ME MOBIL ELEKTRONIK GMBH
Langenbrettach Zum Job 
Hamburger Hochbahn AG-Firmenlogo
Bauingenieur als Sachgebietsleiter - Betriebsservice U-Bahn, Bauprojekte (w/m/d) Hamburger Hochbahn AG
Hamburg Zum Job 
Sanofi-Aventis Deutschland GmbH-Firmenlogo
Traineeprogramm für Ingenieure (all genders) - befristet für 24 Monate Sanofi-Aventis Deutschland GmbH
Frankfurt am Main Zum Job 
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben-Firmenlogo
Ingenieurin / Ingenieur im Bereich Umwelttechnik oder Geowissenschaftlerin / Geowissenschaftler (w/m/d) Bundesanstalt für Immobilienaufgaben
Berlin, Düsseldorf, Münster, Hannover Zum Job 
TITAN Umreifungstechnik GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Mitarbeiter Montage Sondermaschinenbau - Mechanik (m/w/d) TITAN Umreifungstechnik GmbH & Co. KG
Schwelm Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur (w/m/d) für die Bauleitung und Bauüberwachung von Autobahnprojekten Die Autobahn GmbH des Bundes
Würzburg Zum Job 

Sowohl Roskosmos als auch die US-Raumfahrtbehörde NASA betonten, dass die Besatzung trotz des Fehlers stets in Sicherheit gewesen sei. Auch für den verlängerten Flug seien sie ausreichend mit Sauerstoff und Trinkwasser versorgt gewesen. Die Panne habe keine Auswirkungen auf künftige Missionen.

ISS-Besatzung ist wieder komplett

Mit der Ankunft von Skworzow, Artemjew und Swanson ist die sechsköpfige Besatzung der ISS wieder komplett. Bis Mitte September soll die Mannschaft nun auf der Station arbeiten. In dieser Zeit sind mehr als 40 russische und 170 US-Experimente geplant. Außerdem sind mehrere Außeneinsätze vorgesehen.

Der Weg zur ISS führt alle Astronauten über Russland. Seit dem Ende des amerikanischen Space-Shuttle-Programms sind auch die USA auf die Nutzung der russischen Sojus-Raketen angewiesen. Insgesamt sind 16 Staaten an der ISS beteiligt, die in erster Linie von Russland und den USA finanziert wird. Auch Deutschland beteiligt sich an dem Programm, streitet derzeit allerdings mit Frankreich über die Zukunft der europäischen Raumfahrt.

 

Ein Beitrag von:

  • Andrea Ziech

    Redakteurin Andrea Ziech schreibt über Rekorde und Techniknews. Darüber hinaus ist sie als Kommunikationsexpertin tätig.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.