Astronauten

Illustration eines Astronauten auf dem Mars

Foto: panthermedia.net/adrenalina (YAYMicro)

Seit einigen Jahrzehnten schicken wir Menschen auf ihre Mission ins All. Astronauten gelten bei Jung und Alt als Vorbild und stehen für Mut und Innovation. Nicht umsonst ist das Astronauten Kostüm eines der beliebtesten zur Karnevalszeit. Hier finden Sie eine Übersicht zur deutschen Raumfahrt und spannenden Fakten über das Weltall.

Deutsche Astronauten

Sigmund Jähn flog als erster Deutscher in den Weltraum. Der ehemalige Jagdflieger und Generalmajor der NVA der DDR flog am 26. August 1978 in der sowjetischen Raumkapsel Sojus 31 gemeinsam mit Waleri Fjodorowitsch Bykowski zur Raumstation Saljut 6. Der Flug dauerte 7 Tage; Jähn umkreiste die Erde 125 mal. Währenddessen führte der zahlreiche Experimente durch. Dazu zählte unter anderem eine Züchtung eines Monokristalls.

Am 28. November 1983 folgte Ulf Merbold als erster Bundesbürger. Merbold nahm am Jungfernflug des europäischen Raumlabors Spacelab teil und war Mitglied der ersten ESA-Astronautengruppe. Seit dieser Zeit waren insgesamt 11 deutsche Astronauten im All.

Der nächste deutsche Astronaut – nach Alexander Gerst – wird wohl Matthias Maurer sein. Nach seiner Grundausbildung bereitet sich Maurer nun 2 Jahre auf die künftigen Raumflüge vor. Zuletzt war Gerst 2014 und 2018 auf der ISS.

50 Jahre Mondfahrt 2019

Die Sowjetunion und USA wetteiferten vor 50 Jahren, wer zuerst auf dem Mond landet. Nach dem Ende der Apollo-Missionen wurde es etwas ruhiger um den Erdtrabanten. Heute ist das Interesse wieder größer denn je.

Am 4. Oktober 1957 wurde eine kleine Kugel mit 58 Zentimetern Durchmesser und dem Namen Sputnik vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur aus in die Erdumlaufbahn geschossen. Das war der Startschuss für den Wettlauf zum Mond. Die Russen hatten es tatsächlich geschafft, vor den Amerikanern einen Satelliten ins Erdorbit zu schicken. Längere Zeit war der Mond nicht mehr erklärtes Ziel der Raumfahrt. Mittlerweile ist der Mond wieder zum Ziel geworden. Die Amerikaner können die nächste Mondlandung gar nicht schnell genug erwarten. Im März 2019 postulierte US-Vizepräsident Mike Pence in einer raumfahrtpolitischen Rede vor dem National Space Council die Rückkehr zum Mond für 2024. Seitdem US-Präsident Donald Trump die Nasa im Dezember 2017 angewiesen hatte, Astronauten zum Mond zu schicken, ist der politische Druck auf die Raumfahrtagentur deutlich gestiegen.

Wer war die erste Astronautin im All?

1963 flog die Russin Walentina Tereschkowa als erste Frau in den Weltraum. Die USA, England, Frankreich und Italien schickten noch Frauen ins All. Den ersten Raumflug für die USA absolvierte Sally Ride im Juni 1983 als Mitglied der Mission STS-7. Sie wurde die erste Amerikanerin, die die Erdumlaufbahn erreichte. Nach den Kosmonautinnen Walentina Tereschkowa und Swetlana Sawizkaja war sie die dritte Frau, die ins All flog. Und wie sieht es in Deutschland aus? Insa Thiele-Eich will als erste deutsche Astronautin in den Weltraum. Ihr Ziel: 2020 abheben. Die Meteorologin wird derzeit darauf vorbereitet, auf die internationale Raumstation ISS zu fliegen. Dass Deutschland als eine der großen Raumfahrtnationen noch keine Astronautin auf Raumfahrt geschickt hat, konnte die Luft- und Raumfahrtingenieurin Claudia Kessler nicht so stehen lassen und rief die private Initiative „Die Astronautin“ ins Leben. Mehr als 400 Bewerberinnen hatten sich bei der Initiative beworben. Insa Thiele-Eich und Suzanna Randall setzten sich durch. Wer nun die erste deutsche Frau im All wird, werden wir noch erfahren.

Kosmonaut versus Astronaut

Die Begriffe Astronaut und Kosmonaut sind bedeutungsgleich mit dem deutschen Raumfahrer. Doch es gibt einen Unterschied: Die Herkunft der Begriffe. Ein Kosmonaut ist ursprünglich ein Raumfahrer aus der Sowjet Union, das heißt aus dem heutigen Russland. Ein Astronaut hingegen ist ein Raumfahrer der Vereinigten Staaten.

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