Was wurde eigentlich aus…? 03.01.2019, 07:00 Uhr

Elektroauto e.Go Life kommt wegen des Dieselskandals erst 2019

Ursprünglich wollte das Aachener Unternehmen e.Go Mobile sein Elektroauto e.Go Life noch in 2018 ausliefern. Doch der Start verschiebt sich bis weit ins Jahr 2019 hinein: eine überraschende Folge des Dieselskandals.

Man sieht verschiedene e.Go-Life-Modelle nebeneinander aufgereiht.

Die Auslieferung des e.Go Life wird sich deutlich verzögern. Wer bereits vorreserviert hat, der kann zwischen April und September 2019 mit dem Elektroauto rechnen.

Foto: e.Go Mobile

Wie ingenieur.de berichtete, rechneten Brancheninsider noch im Jahr 2018 mit einem Durchbruch bei der Elektromobilität. Das Aachener Start-up e.Go Mobile wollte ein preisgünstiges Elektroauto auf den Markt bringen. Doch Günther Schuh, Professor für Produktionssystematik an der RWTH Aachen und CEO von e.Go Mobile, informierte seine Kunden jetzt über größere Verzögerungen. Sein e.GO Life wird später als erwartet vom Band rollen.

Zulieferer kontrollieren Autohersteller

Das liegt vor allem an Zulieferbetrieben. „Leider haben sich – ausgelöst durch den Dieselskandal – die Corporate-Governance-Regeln vieler Zulieferer geändert“, schreibt Schuh an seine Kunden. „Uns betreffen jetzt die neuen Freigaberegeln: Einige Zulieferer nehmen neuerdings eigene Anwendungs- und Sicherheitseinstufungen vor und akzeptieren nicht mehr die Einstufung seitens des OEMs.“ Das heißt: Partnerfirmen geben sich nicht mit der Zertifizierung ihrer Produkte zufrieden. Vielmehr wollen sie auch sicherstellen, dass ihre Komponenten nicht unsachgemäß verbaut werden. Sie werfen einen Blick auf das Endprodukt. Das kostet Zeit – und bleibt nicht ohne Folgen für e.Go Mobile.

e.GO-Zeitplan gerät wegen neuer Freigaberegeln ins Wanken

Vier Zulieferer des Aachener Autobauers haben angekündigt, erst im April 2019 die Abnahme durchzuführen. Schuh zufolge könnten es sich Unternehmen nicht leisten, 2.000 Elektroautos auf Halde zu bauen. Deshalb soll die Serienfertigung erst im März 2019 starten und zum Ausgleich ab Juni im Zweischichtbetrieb laufen. Trotz dieser Maßnahmen muss Schuh seine Interessenten vertrösten. Sie werden noch einige Monate auf ihr Elektroauto warten müssen. Wer bereits ein e.Go Life reserviert hat, kann zwischen April und September 2019 mit dem Elektromobil rechnen – Details zum Zeitplan sollen ab Februar folgen. Wer auf den Umweltbonus des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle spekuliert, muss allerdings bis 30. Juni einen Kaufvertrag unterzeichnen.

Für Kunden ist die Verzögerung ärgerlich. Schuhs Idee, ein bezahlbares, solides Elektroauto auf den Markt zu bringen, wird dadurch aber nicht gefährdet. Das zeigt ein Blick in die Vergangenheit: Im Juni 2010 gründete Schuh zusammen mit Achim Kampker die Street Scooter GmbH. Ihr Ziel war, elektrische Lieferwagen, bzw. elektrische Lastenräder herzustellen. Die Deutsche Post AG hat Kampkers und Schuhs frühere Firma kurzerhand erworben.

e.GO verspricht Konkurrenz zu großen Marken

Doch zurück zum Kleinfahrzeug. Mit dem e.GO Life will Schuh laut seiner Website „Elektromobilität ohne jegliche Abstriche oder Aufpreise“ ermöglichen. Je nach Ausstattungsvariante liegt der Preis bei knapp 16.000 bis knapp 20.000 Euro: eine klare Kampfansage an etablierte Konkurrenten. Das Fahrzeug ist 3,3 Meter lang, bzw. 1,7 Meter breit und passt damit auch in kleine Parklücken. Es hat 4 Sitzplätze und wiegt mit Batterie 880 bis 850 Kilogramm. Weitere 350 bis 420 Kilogramm an Gewicht können transportiert werden. Als elektrische Reichweite im realen Stadtbetrieb gibt der Hersteller 104 Kilometer (mit 14,9-kWh-Batterie) bis maximal 158 Kilometer (mit 23,9-kWh-Batterie) an. Wer das maximal Mögliche ausreizen will, kommt auf 114 bis 135 Kilometer pro Stunde. Von null auf 50 Stundenkilometer braucht der e.GO Life 7,7 bzw. 3,4 Sekunden. Zum Laden an der Haushaltssteckdose sollte man 5,4 bis 9,4 Stunden einkalkulieren. Mit einem Typ 2-Stecker sind es 3,8 bis 6,9 Stunden.

 

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