Pariser Autosalon 2016 07.10.2016, 14:37 Uhr

E-Auto von Renault: Dieser Sportwagen ist wie gemacht für James Bond

An diesem Auto wollen wir uns die Nase platt drücken: Dach und Motorhaube aus Karbon schweben zum Einstieg hydraulisch in einem Stück nach oben, die 360°-Panoramafenster erlauben grandiose Ein- und Ausblicke, der Elektromotor schnurrt in vier Sekunden von 0 auf 100. Die GT-Studie Trezor hätten nur wenige Renault zugetraut. Das Auto hat das Zeug zum James-Bond-Wagen.

E-Auto von Renault: Dieser Sportwagen ist wie gemacht für James Bond

Was für ein Auto: Die Studie Trezor von Renault zeigt ein grandioses Elektroauto – nur bauen will Renault den Trezor nicht. Warum nicht?

Foto: Renault

E-Auto von Renault: Dieser Sportwagen ist wie gemacht für James Bond

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Foto: Renault

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Trezor on the road. Leider plant Renault keine Serienproduktion. Das E-Auto soll lediglich einen Ausblick geben, wie Renault Autos zukünftig aussehen könnten.

Foto: Renault

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Cockpit des Trezor: In das eckige Lenkrad sind Displays mit Touchfunktion integriert. Drücken beide Passagiere den Doppelring-Knopf in der Mitte, fährt der Wagen autonom.

Foto: Renault

E-Auto von Renault: Dieser Sportwagen ist wie gemacht für James Bond

Daniel Craig spielt seit Jahren die Rolle des James Bond. Was würde er wohl zum Trezor als neuen Dienstwagen sagen?

Foto: Andy Rain/dpa

Von Tauchfunktion bis hin zu Raketen im Heck: James Bond ist in puncto Mobilität Einiges gewohnt und nicht so schnell hinter dem Ofen hervorzulocken. Doch auf dem Pariser Autosalon zeigt Renault eine GT-Studie namens Trezor, die vielleicht auch beim Geheimagenten ein anerkennendes Lächeln auslösen würde. Denn es gibt keine Tür mehr, die er seiner Bond-Lady aufhalten könnte. Stattdessen heben sich auf Knopfdruck Motorhaube, Windschutzscheibe und 360°-Panoramadach als ein Verbundstück. Sehr cool.

Zukunft pur im Cockpit

Im Inneren des Elektroautos hat die Zukunft begonnen. Alles schimmert rot, schließlich sind Windschutzscheibe und Panoramadach sowie die Lesersitze rot getönt. In rotem Licht erscheint auch das eckige Lenkrad, in das drei Bildschirme mit Touchfunktion integriert sind. So kann der Fahrer bequem Tempomat, Lautstärke und Telefonie steuern. Rückspiegel gibt es keine, stattdessen einen Monitor und Kameralinsen.

Aber mal ehrlich: Diese Features sind für Studien doch längst Standard. Interessanter ist da schon, dass Trezor auch autonom fahren kann. Diese Funktion könnte Bond allerdings nicht allein starten. Denn in den Selbstfahrmodus geht der Wagen nur dann, wenn beide Passagiere gleichzeitig den Doppelring-Knopf in der Mittelkonsole drücken. Das wird nicht leicht, wenn Bond seine Lady zum amourösen Spiel bittet.

Elektromotor bringt 350 PS auf die Straße

Auf der Straße macht Trezor für einen Elektrowagen eine ausgesprochen sportliche Figur. Der Elektromotor leistet 260 kW (350 PS) und beschleunigt das 1,6 t leichte Auto in 4,7 Sekunden auf 100 km/h – die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 200 km/h. Nach 300 km Sausespaß auf den riesigen 22-Zoll-Rädern müssen die Akkus, die im Front und im Heck sitzen, dann an die Steckdose. Dank Schnellladetechnik sind die Batterien nach zwei Stunden zu 80 Prozent gefüllt.

Leider ist nicht geplant, dass Trezor der Sprung von der Studie in die Serienfertigung macht. Aber: „Die neue Studie ermöglicht einen Ausblick darauf, wie die zukünftigen Renault Fahrzeuge aussehen könnten“, sagt Renault-Chefdesigner Laurens van den Acker. Schön wäre es, wenn Renault sich einige Scheiben vom Trezor abschneiden würde. Aber noch schöner wäre es, wenn der Trezor Wirklichkeit würde.

Einen ebenfalls spektakulären Ausblick auf die elektromobile Zukunft gibt auch Volkswagen. Der Konzern präsentiert auf dem Autosalon ein Elektroauto für die Massen, das 2020 für rund 30.000 Euro auf den Markt kommen wird. Für James Bond wäre der Volksstromer aber zu langweilig.

Einen Überblick über die neuen Elektroautos auf dem Pariser Autosalon finden Sie hier.

 

Ein Beitrag von:

  • Patrick Schroeder

    Patrick Schroeder arbeitet als freiberuflicher Journalist für Zeitschriften und Onlinemagazine wie die VDI Nachrichten und Ingenieur.de.

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