Ranking 18.10.2021, 14:41 Uhr

Windkraft: Das sind die größten Windradhersteller der Welt

Die Windkraft erfährt bereits seit Jahrzehnten stetigen Aufwind. Auf dem globalen Markt mischen gleich mehrere gigantische Windkrafthersteller mit, die jährlich Leistungen im Gigawattbereich installieren. Bühne frei für die größten Windradhersteller der Welt.

Windräder Himmel

Platz 10 des Rankings geht an die Windräder von Sany.

Foto: SANY Group

Windparks entstehen überall auf der Welt und ermöglichen eine relativ CO2-neutrale Energiegewinnung. Global betrachtet, gehört Deutschland gleich nach der Volksrepublik China und den Vereinigten Staaten von Amerika zu den drei bedeutsamsten Windenergieproduzenten. Im Vergleich zum Jahr 2010 hat sich die weltweit installierte Leistung von knapp 200 auf über 740 Gigawatt beinahe vervierfacht. Das demonstriert unmissverständlich, dass Windkraft nicht nur im vergangenen Jahrzehnt maßgeblich an Bedeutung gewonnen hat, sondern auch in Zukunft ein wichtiger Baustein der grünen Energieerzeugung sein wird. Allerdings gibt es bezüglich der Speicherung überschüssiger Energie noch ein paar Hürden zu nehmen, sodass das Potenzial der Windkraft noch effizienter genutzt werden kann.

Windkraft: Erneuerbare Energien im Vormarsch

Trotz des Fehlens einer Möglichkeit, überschüssige Energie sinnvoll und vor allem kosteneffizient zu speichern, geht der Trend zur Windkraft steil nach oben. Den Markt für die Herstellung von Windturbinen und ganzen Windparks teilen sich dabei gleich mehrere große Unternehmen. Hier ist bemerkenswert, dass bei den meisten Herstellern ein beachtlicher Teil der Mitarbeiter in Forschung und Entwicklung tätig ist. Diese Tatsache lässt hoffen, dass Windenergie zukünftig nicht nur noch grüner, sondern vor allem eines wird: regelbar und grundlastfähig. Unser Ranking richtet sich nach der Meldung über den globalen Markt 2020 für Windkraftanlagen des IWR-Instituts für Regenerative Energiewirtschaft (Abk. für IWR: Internationales Wirtschaftsforum für Regenerative Energiewirtschaft). Das sind die größten Windradhersteller der Welt, sortiert nach installierter Leistung.

 

Platz Hersteller Installierte Leistung 2020 (GW) Unternehmenssitz Mitarbeiter
1 GE Wind Energy 13,53 Salzbergen (Deutschland) 1.100
2 Goldwind 13,06 Peking (China) 9.000
3 Vestas 12,4 Aarhus (Dänemark) 29.000
4 Envision 10,35 Jiangyin (China) 1.700
5 Siemens Gamesa Renewable Energy 7,65 Zamudio (Spanien) 25.000
6 Mingyang Smart Energy 5,64 Zhongshan (China) 5.000
7 Shanghai Electric Wind Power Group 4,77 Shanghai (China) 2.000
8 Zhejiang Windey 3,98 Hangzhou (China) 1.600
9 CRRC 3,84 Jinan (China) 1.400
10 Sany (Ralls Corp.) 3,72 Changsha (China) 300

Platz 10: Windkraft von Sany (Ralls Corp.)

Seit 1989 beschäftigt sich die chinesische Sany Group mit Hauptsitz in Changsha mit der Herstellung von Baumaschinen, Baggern und Kränen. Seit 2008 ist der Konzern in Deutschland vertreten und verwaltet vom Standort Bedburg Projekte in ganz Europa. Mit der Tochtergesellschaft Ralls Corp. fasste das Unternehmen außerdem in der Windparkentwicklung Fuß und entwickelt seit 2002 diverse Projekte, vor allem in Nordamerika. Der Hauptsitz von Ralls Corp. mit rund 300 Mitarbeitern liegt im US-amerikanischen Peachtree, Georgia. Umgesetzt werden die Windparkprojekte von einer weiteren Tochtergesellschaft, der Sany Heavy Energy Equipment Corporation. Diese errichtet und wartet On- und Offshore-Windturbinen. Mit einer neu in Betrieb genommenen Windkraft-Leistung von 3,72 GW im Jahr 2020 landet der chinesische Multikonzern auf unserem 10. Platz des Rankings.

Windenergie: Offshore gewinnt an Bedeutung

Ein kleines Kuriosum am Rande

Die Ralls Corp. verklagte bereits US-Präsident Barack Obama sowie den US-Finanzminister (Secretary of the Treasury) und das CFUS (Committee on Foreign Investment). Grund dafür war die ungünstige Lage eines übernommenen Windparks nahe eines Test- und Trainingsgeländes der US-Marine. Die Übernahme wurde aufgrund von Sicherheitsbedenken seitens der US-Regierung blockiert. Ralls Corp. musste daraufhin bereits gegossene Fundamente für die Windturbinen wieder ausgraben und alle Gerätschaften entfernen.

Platz 9: CRRC Wind Power

Den 9. Platz erhält die China Railway Rolling Stock Corporation, kurz CRRC, mit ihrem Sitz in Jinan (China). Im Jahr 2020 lag die installierte Leistung bei rund 3,84 GW, trotz dessen, dass das Unternehmen ursprünglich nichts mit Windenergie zu tun hatte. CRRC wurde 1910 gegründet und war zu Beginn lediglich ein Reparaturwerk für die Jinpu-Eisenbahn in China. Später wurden Dampflokomotiven hergestellt und in Stand gehalten.

Windenergie: Boom in Asien lockt deutsche Unternehmen

2009 gründete die CRRC die Tochtergesellschaft CRRC Wind Power für den Bau von Windkraftwerken und errichtete eine Anlage mit einer Produktionskapazität von bis zu 1.000 Windturbinen pro Jahr. Dabei lag der Fokus auf einer 1,5-MW-Turbine, die ab Mitte 2010 im Windpark Shandong Dongying eingesetzt wurde. Rund zwei Jahre später war die Entwicklung einer 2-MW-Turbine abgeschlossen. Als mittlerweile einer der größten Windkraftanlagenhersteller Chinas mit rund 1.400 Mitarbeitern expandierte das Unternehmen auch bereits nach Europa. Eine Niederlassung im Großraum Kopenhagen (København) beschäftigt sich in erster Linie mit der Entwicklung neuer Produkte im Bereich Windenergie.

Platz 8: Zhejiang Windey ist auch der älteste Windkraftanlagenhersteller Chinas

Ein weiterer Windkraftanlagenhersteller aus dem Reich der Mitte ist Zhejiang Windey. Platz 8 unseres Rankings installierte 2020 Windkraftanlagen in der Größenordnung von etwa 3,98 GW. Erwähnenswert sind dabei die verschiedenen Größenordnungen, die der Hersteller produziert und wartet. Die Anlagen reichen nämlich von kleinen 250-kW-Anlagen mit einem Rotordurchmesser von 25 Metern bis hin zu stattlichen 5-MW-Windkraftwerken mit einem Durchmesser von 139 Metern. Der Unternehmenssitz befindet sich in Hangzhou, China mit weiteren Produktionsstandorten in Linping, Zhangbei und Wuzhong. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 1.600 Mitarbeiter, von denen rund ein Drittel für Forschung und technische Entwicklung zuständig ist. Zhejiang Windey zählt zu den ältesten Windkraftherstellern in China und errichtete bereits 1972 erste Windkraftanlagen. Weltweit beziffert sich die Anzahl der bisher installierten Anlagen auf mehr als 10.000.

In Hangzhou, China, befindet sich einer der größten Windradhersteller der Welt. Foto: panthermedia.net/chungking

In Hangzhou, China, befindet sich einer der größten Windradhersteller der Welt.

Foto: panthermedia.net/chungking

Platz 7: Shanghai Electric Wind Power Group

Der chinesische Hersteller Shanghai Electric mit Hauptsitz in der gleichnamigen Stadt wurde 2004 gegründet und zählt daher zu den etwas jüngeren Unternehmen in der Windenergiebranche. Die Wurzeln reichen mit seinen Tochtergesellschaften jedoch zurück bis ins Jahr 1880. Eine davon ist die Shanghai Electric Wind Power Group mit rund 2.000 Mitarbeitern. Das Tochterunternehmen beschäftigt sich mit der Entwicklung und dem Bau von Windturbinen.

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Bereits 2006 wurde eine Lizenz zur Herstellung einer 1,25-MW-Windturbine erworben. Erworben deshalb, weil das eigene Know-how noch fehlte. Eine vollständig eigene Entwicklung inklusive Patenten folgt erst 6 Jahre später. Dabei handelt es sich um eine 3,6-MW-Turbine, die durch einen Rotor mit einem Durchmesser von 116 Metern angetrieben wird. Chinas öffentliche Ausschreibung für Offshore-Windparks nährt dabei den Erfolg von Shanghai Electric. Mit einer neu errichteten Kapazität von 4,77 GW im Jahr 2020 landet das Unternehmen deshalb auf unserem 7. Platz.

Platz 6: Mingyang Smart Energy – Entwickler der größten Offshore-Turbine

Mingyang Smart Energy ist ein relativ junger Windturbinenhersteller mit Unternehmenssitz in Zhongshan, China. Im Jahr 2006 gegründet wurde bereits ein Jahr darauf mit dem Bau eines 1,5-MW-Prototypen begonnen. Entworfen wurde dieser jedoch nicht selbst, sondern vom deutschen Entwickler Aerodyn Energiesysteme (aktuell Aerovide GmbH). Es folgten in den Jahren darauf einige 2,75- und 3,0-MW-Modelle, die sich einer Zweiblattturbine bedienten. Die Entwicklungsarbeit lag auch hier wieder bei Aerodyn.

Im August 2021 wurde die bislang größte Offshore-Windturbine weltweit vorgestellt, welche sich allerdings nach wie vor in Entwicklung befindet. Das neue Modell soll 264 m hoch sein und bis zu 16 MW Leistung liefern. Erreicht werden soll dieser Wert durch den enorm hohen Rotordurchmesser von 242 Metern, welcher eine Fläche von 46.000 m² abdeckt. Mingyang Smart Energy beschäftigt rund 5.000 Mitarbeiter und ist der größte private Windturbinenhersteller der Volksrepublik. Mit einer installierten Kapazität von 5,64 GW belegt Mingyang das Unternehmen unseren 6. Platz.

Offshore: Windkraft auf dem Meer.<br />Foto: panthermedia.net/MIROXXXX

Offshore: Windkraft auf dem Meer.

Foto: panthermedia.net/MIROXXXX

Platz 5: Windkraft von Siemens Gamesa Renewable Energy

Der international tätige und börsennotierte Hersteller Siemens Gamesa Renewable Energy ist eine Fusion des spanischen Windanlagenherstellers mit Siemens Wind Power. Der Hauptsitz befindet sich im spanischen Zamudio. Mit einem Windkraftanlagen-Potenzial von 7,65 GW im Jahr 2020 erhält der Zusammenschluss den 5. Platz unserer Rangliste, ist aber in Sachen Offshore-Leistung weltweit an der Spitze. Insgesamt arbeiten in Forschung und Entwicklung, Wartung sowie in der Fertigung an mehreren Produktionsstandorten rund 25.000 Mitarbeiter für Siemens Gamesa.

Die größte Onshore-Plattform des Herstellers misst eine Nabenhöhe von bis zu 165 Metern bei einem Rotordurchmesser von 142 Metern. Dabei liefert der Generator bis zu 4,1 MW. Offshore geht es aber noch größer, wie der Typ SG 14-222 DD in der Entwurfsphase zeigt: 222 m Rotordurchmesser ergeben rund 39.000 m² überstrichene Fläche für den Wind und sollen eine Nennleistung von etwa 15 MW ergeben. Diese Serie der Superlative soll aber erst 2024 in Serienproduktion gehen.

Die neue Onshore-Windturbine SG 5.X. Bild: Siemens Gamesa

Die neue Onshore-Windturbine SG 5.X. Bild: Siemens Gamesa

Platz 4: Envision

Nicht nur für Windturbinen, sondern auch für Energiemanagement-Software bekannt, ist der chinesische Hersteller Envision. Gegründet wurde dieser 2007 in Jiangyin (China) und nur wenige Jahre darauf folgten weitere Niederlassungen in London (2015) und Hamburg (2016). Zudem betreibt das Unternehmen zahlreiche Forschungseinrichtungen überall auf dem Globus, wie zum Beispiel in den USA und Japan. Insgesamt beschäftigt Envision rund 1.700 Angestellte, von denen allein 70% in Forschung und Entwicklung tätig sind.

Mit einer Kombination aus fortschrittlichen Messmethoden, smarter Steuerung, aktiver Leistungsregelung sowie einem Datenanalysesystem stellt Envision sogenannte intelligente Windturbinen her. Laut Hersteller sind diese in der Lage, ihre Umgebung in Echtzeit zu analysieren und diverse Parameter so aufeinander abzustimmen, dass die durchschnittliche Energieausbeute um bis zu 15% gesteigert werden kann. Vor allem soll sich diese Methode für Standorte mit niedrigen Windgeschwindigkeiten eignen. Mit einer installierten Leistung von rund 10,35 GW im Jahr 2020 erntet Envision die Lorbeeren für den 4. Platz.

Premiere für den supraleitenden Generator

Envision ist der kleinste der vier großen chinesischen Hersteller von Windkraftanlagen. Foto: Envision

Envision ist der kleinste der vier großen chinesischen Hersteller von Windkraftanlagen.

Foto: Envision

Platz 3: Vestas

Die Bronzemedaille unseres Rankings geht an den dänischen Windkraftanlagenhersteller Vestas, der im Jahr 2020 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 12,4 GW errichtete. Insgesamt lässt sich die installierte Leistung des dänischen Unternehmens mit etwa 140 GW beziffern, die sich aus rund 66.000 Windturbinen in 85 Ländern addiert. Das Unternehmen aus Aarhus existiert seit 1945 und beschäftigt mittlerweile über 29.000 Mitarbeiter in aller Welt.

Vestas setzt beim Wetter auf Big Data

Bevor Vestas Windturbinen fertigte, lag der Schwerpunkt des Herstellers in der Produktion von Haushaltsgeräten, später Landmaschinen, danach Kühlsystemen und Hydraulikkränen für Klein-Lkw. Erst durch die Ölkrise 1970 richtete sich das Unternehmen neu aus und lenkte seinen Blick in Richtung erneuerbare Energien, sodass allmählich die Serienproduktion kleinerer Windkraftanlagen anlief. Ab der Jahrtausendwende expandierte Vestas und errichtete neue Fabriken u. a. in China, den USA und in Spanien. Inzwischen bietet Vestas eine breite Palette verschiedener On- und Offshore-Windturbinen an, die bis zu einer Leistung von 15 MW reichen.

Platz 2: Goldwind – Hersteller stützt sich auf deutsche Technologie

Der 2. Platz unserer Rangliste ist dem chinesischen Windkraftanlagenhersteller Goldwind mit einer installierten Leistung von 13,06 GW im Jahr 2020 gewiss. Die 1998 gegründete Gesellschaft hat ihren Hauptsitz in Peking und beschäftigt rund 9.000 Mitarbeiter. Ein weiterer essenzieller Sitz befindet sich in Hamburg mit der Goldwind Windenergy GmbH, welche außerdem eine Lizenzpartnerschaft mit dem deutschen Hersteller Vensys hält. Dadurch ist es dem chinesischen Windanlagenbauer möglich, getriebelose Generatoren zu verbauen.

Die Geschichte des Unternehmens geht jedoch bis ins Jahr 1982 zurück. Zu Beginn widmete sich das Xinjiang Institute of Water Resources and Hydropower noch vermehrt der Wasserkraft. Erst sporadisch wurden netzunabhängige Kleinwindräder in abgelegenen Gebieten errichtet. Im Rahmen eines Entwicklungsplans seitens der chinesischen Regierung wurde schließlich das heute bekannte Goldwind gegründet und finanziert. Im Portfolio befinden sich Modelle zwischen 1,5 MW und 10 MW, wobei die leistungsstärkeren Varianten nur offshore zur Verfügung stehen.

Windrad Detail

Platz 2 geht an die Windräder von Goldwind.

Foto: Goldwind Science & Technology

Platz 1: GE Wind Energy GmbH (General Electric)

Im niedersächsischen Salzbergen liegt der Unternehmenssitz der GE Wind Energy, einem Tochterunternehmen des Weltkonzerns General Electric aus den Vereinigten Staaten. Mit rund 1.100 Beschäftigten stellt das Werk etwa 30 Anlagen pro Woche her. Weitere Produktionsstätten befinden sich in den USA und China. Bei diesem Tempo ist es wenig verwunderlich, dass unser erster Platz an General Electric geht. Die im Jahr 2020 installierte Leistung beträgt 13,53 GW, sowohl on- als auch offshore. Die Tochtergesellschaft wurde 2002 von General Electric übernommen und war ursprünglich das Ergebnis eines Zusammenschlusses der deutschen Tacke Windtechnik mit der US-amerikanischen Zond. Im Jahr 2016 wurde außerdem der dänische Rotorblatthersteller LM Wind Power übernommen.

In der Maasvlakte, einem großen Industrie- und Hafengebiet nahe Rotterdam (Niederlande) wurden außerdem weitere Rekorde aufgestellt. Die GE Wind Energy testet dort nämlich den Prototyp Haliade-X 13 mit einem Rotordurchmesser von 220 Metern und einer Leistung von bis zu 13 MW – so in der Theorie. In der Praxis sah die Energieerzeugung ebenso vielversprechend aus. Ein neuer Energieerzeugungsrekord von 312 MWh in 24 Stunden wurde aufgestellt. Im September dieses Jahres erfolgte eine weitere Leistungssteigerung auf 14 MW. Geplant ist der Einsatz dieser Generatorengeneration gleich in mehreren Offshore-Windparks, zum Beispiel vor der Küste Englands oder den USA.

Der Haliade-X-Prototyp von GE läuft jetzt mit 14 MW. Foto: GE Renewable Energy

Der Haliade-X-Prototyp von GE läuft jetzt mit 14 MW.

Foto: GE Renewable Energy

Doch auch abseits von Küstengewässern sichert sich das Unternehmen gleich mit mehreren Anlagentypen Rekorde. Zum Beispiel erhielt der Typ 2MW-127 (2 MW, 127 Meter Rotordurchmesser) als erste Turbine weltweit die Zertifizierung für einen Betrieb von 40 Jahren. Zudem entwickelte der Hersteller eine Windturbine mit integriertem Batteriespeicher mit rund 50 kWh Speicherkapazität. Auf diese Weise kann zum Beispiel Regelenergie bereitgestellt werden – was für Windkraft sehr untypisch ist. Außerdem lässt sich darin nicht benötigte Energie kurzfristig speichern, sodass eine Überproduktion nicht gleich zum Herunterfahren des Generators führt.

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Wie sieht die Zukunft der Windkraft aus?

Der Energiebedarf der Bundesrepublik wird bereits gegenwärtig an vielen Tagen im Jahr durch Windkraft gedeckt. Die Voraussetzungen sind optimal, der Wind weht vor allem in den Küstenregionen stetig und Überschüsse können exportiert werden. Das klingt bereits überaus positiv. Doch nicht zuletzt deshalb sprießen seit einigen Jahren weltweit Windkraftwerke wie Pilze aus dem Boden. Die Energiegewinnung per Windkraft trägt einen Teil zum Klimaschutz bei und begleitet viele Kraftwerksbetreiber beim Umstieg auf CO2-neutrale Alternativen (sofern Herstellung, Transport und Abbau nicht mit einfließen).

Doch genau hier kommt das große “aber”. Windkraftwerke erzeugen dann Energie, wenn der Wind weht. Bei Flaute stehen die Rotorblätter still. Ebenso bei zu großen Windgeschwindigkeiten, um Getriebe und Generator nicht zu beschädigen. Und in dem Bereich zwischen etwa 3-12 m/s lässt sich zwar Strom erzeugen, aber nicht sinnvoll speichern. Zwar existieren bereits viele Lösungsansätze, doch größere Energiespeicher sind noch Zukunftsmusik. Hier gilt es, weiter am Ball zu bleiben. Es ist mehr als wahrscheinlich, dass zukünftig auch Windenergie effizient zwischengespeichert werden kann, sodass Windkraft nicht nur eine Ergänzung zu Regelkraftwerken darstellt, sondern diesen ebenbürtig wird.

Ein Beitrag von:

  • Silvia Hühn

    Porträt Silvia Hühn

    Silvia Hühn ist freie Redakteurin mit technischem Fokus. Sie schreibt unter anderem über die Rekorde dieser Welt und verfasst Ratgeber.

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