Mini-Windturbine 31.10.2022, 08:25 Uhr

Aeromine Technologies: Mini-Windturbine statt Photovoltaik?

Mini-Windturbinen galten für Privathaushalte bisher als ineffektiv und waren auch laut und wartungsintensiv. Deshalb konnte man sie eher selten auf Dächern finden. Nun kann sich die Situation ändern.

Aeromine Technologies

Die neu entwickelten Turbinen können auf Flachdächern von Gewerbehallen installiert werden.

Foto: Aeromine Technologies

Das US-Start-up – Aeromine Technologies hat eine Mini-Windturbine ganz anderer Art entwickelt. Erste Tests sind vielversprechend: Die neue Technologie ermöglichte es, dass die Turbinen geräuschlos und ohne Rotorblätter funktionieren. Außerdem sollen sie preiswerter als Solaranlagen sein und mehr Strom – etwa 50 Prozent mehr als Solaranlagen erzeugen. Hiermit könnten diese Mini-Windturbinen eine echte Alternative zu Photovoltaik werden.

Der Große Vorteil der Windturbinen ist, dass sie auch nachts Strom erzeugen können, das schafft Photovoltaik nicht. Damit sind die längeren Betriebszeiten der Turbinen der Grund für den Kostenvorteil gegenüber einer Photovoltaikanlage.

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Mehrere Einsatzmöglichkeiten für Mini-Windturbinen möglich

Wie die Entwickler aus den USA berichten, können diese Turbinen auf Flachdächern von Gewerbehallen untergebracht werden, sie seien aber auch gut für die private Nutzung geeignet. Denn: Das System soll keine Zulassungsprobleme aufgrund von Emissionen wie Lichtreflektionen oder Geräuschen haben. Und damit wäre diese Hürde für die Installation aus dem Weg geräumt.

Denkbar ist auch eine Installation auf Dächern von Lagerhäusern, Vertriebszentren, Fabriken und Bürogebäuden. Die Aerominen könnten auch bei Mehrfamilienhäusern und großen Einzelhandelsgeschäften eingesetzt werden.

Völlig neue Technologie für Mini-Windturbinen

Das Aeromine-System ist etwa drei mal drei Meter groß und somit recht klein im Vergleich zu anderen Anlagen, die ähnlich viel oder sogar weniger Strom produzieren. Bei der Stromerzeugung beruht die Anlage auf Effekten der Aerodynamik: durch die Verengung des Luftdurchflusses wird die Strömungsgeschwindigkeit erhöht. Der Wind wird von der Anlage durch einen niedrigen Einlass und durch eine Röhre nach oben gesaugt, zwei aerodynamisch geformten Platten erzeugen dabei einen Unterdruck, so dass noch mehr Luft angesaugt wird. Im Inneren der Röhre installierte Propeller erzeugt aus dieser Bewegung Strom. So wird der Wind konzentriert und verstärkt, ähnlich wie bei den Spoilerflächen eines Rennwagens.

Außerdem braucht die Anlage viel weniger Platz auf der Dachfläche, als sie für die Installation von Solarzellen benötigt wird.

Können die Mini-Windturbinen bei der Bewältigung der Energiekrise helfen? Foto: Aeromine Technologies

Können die Mini-Windturbinen bei der Bewältigung der Energiekrise helfen?

Foto: Aeromine Technologies

Vorteile auf einen Blick

  • Die Turbinen haben keine Rotoren
  • Sie machen keinen Lärm
  • Die Turbinen sind preiswerter
  • Sie benötigen weniger Platz für die Installation
  • Sie erzeugen mehr Strom
  • Vogelfreundlich: Sie schreddern keine Vögel und Insekten
  • Sie brauchen keine zeitintensiven Zulassungen

 Kein Lärm und keine Vibrationen – nur grüne Energie

„Dies ist ein entscheidender Schritt, der dem schnell wachsenden Markt der Stromerzeugung auf Dächern einen neuen Stellenwert verleiht und Unternehmen hilft, ihre Ziele in Bezug auf Widerstandsfähigkeit und Nachhaltigkeit mit einer bisher wenig genutzten dezentralen erneuerbaren Energiequelle zu erreichen“, kommentierte David Asarnow, CEO von Aeromine in einer Pressemitteilung.

„Aeromines firmeneigene Technologie bringt die Leistung der Windenergie auf den Markt der Vor-Ort-Stromerzeugung und mildert damit die Einschränkungen, die durch sich drehende Windturbinen und weniger effiziente Solarmodule entstehen“, so Asarnow weiter.

Die neue Technologie scheint aber schon jetzt viel Resonanz bekommen. Nachdem die Firma die Informationen zu der neuen Technologie veröffentlich hatte, kamen über die Webseite mehrere Anfragen, berichtete Managing Director, Europe Aeromine Technologies Claus Lønborg in seinem LinekdIn Account.

„Die Aeromines sind für die Installation auf großen Gebäuden (Gewerbe-, Industrie- und Wohngebäude) konzipiert. Sie machen keinen Lärm und keine Vibrationen – nur grüne Energie“, freute Lønborg sich in seinem Post auf LinkedIn.

Momentan wird Aeromine-Turbine auf dem Dach einer Fabrik von BASF getestet.

„Derzeit planen wir nur für den gewerblichen/industriellen Markt. Die Anlagen sind in ihrer derzeitigen Form/Größe nicht für Einfamilienhäuser geeignet. Aber für große Mehrfamilienhäuser können sie eine gute Lösung sein“, kommentierte Claus Lønborg unsere Nachfrage, wann die Anlagen auch für die Privathaushalte zugänglich sein können.

Dann bleibt es nur noch abzuwarten, wie die Technologie sich weiter entwickelt.

 

Ein Beitrag von:

  • Alexandra Ilina

    Redakteurin beim VDI-Verlag. Nach einem Journalistik-Studium an der TU-Dortmund und Volontariat ist sie seit mehreren Jahren als Social Media Managerin, Redakteurin und Buchautorin unterwegs.  Sie schreibt über Karriere und Technik.

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