Neuer Hochhaustypus 22.04.2016, 11:15 Uhr

Vision für Berlin: Pyramidenhaus mit Mischnutzung

Der Berliner Architekt Christoph Langhof hat mit seinem Vorschlag „Epsilon“ einen exemplarischen Typenbau für großstädtisches Wohnen und Arbeiten vorgestellt. Und verzichtet dabei auf eine riesige Baugrube: Denn das eher niedrig gehaltene Hochhaus in Pyramidenform verbirgt die Gebäudetechnik und Parkplätze nicht im Keller sondern im Gebäudekern. 

Moderne Pyramide: Das von dem Berliner Architekten Christoph Langhof entworfene Hochhaus „Epsilon“ ist ein exemplarischer Typenbau für großstädtisches Wohnen und Arbeiten. 

Moderne Pyramide: Das von dem Berliner Architekten Christoph Langhof entworfene Hochhaus „Epsilon“ ist ein exemplarischer Typenbau für großstädtisches Wohnen und Arbeiten. 

Foto: Christoph Langhof

Foto: Christoph Langhof

Foto: Christoph Langhof

Foto: Christoph Langhof

Foto: Christoph Langhof

Besonders revolutionär wirkt das Hochhaus, das der Berliner Architekt Christoph Langhof als seine Vision vom Wohnen in der Stadt vorschlägt, auf den ersten Blick zwar nicht. Allerdings können auch mehrere einfache oder bereits vorhandene Ideen, die gebündelt werden, große Veränderungen bewirken. Geht es nach Christoph Langhof, könnte sein Hochhaustyp „Epsilon“ zukünftig das Stadtbild moderner Großstädte nachhaltig prägen.

Mischnutzung im Hochhaus: Wohnen und Arbeiten auf verschiedenen Ebenen

Deutsche Städte tun sich oft schwer mit Hochhäusern, aber Stadtplaner wissen, dass das Bauen in die Höhe in Zukunft unvermeidlich werden wird. Der Bedarf nach Wohn- und Büroraum in den rasant wachsenden Städten ist riesig und kann bei ebenfalls steigenden Grundstückspreisen vor allem mit Zuwachs an Stockwerken abgefangen werden. Monokulturen von reinen Wohn- oder Arbeitstürmen können allerdings auch nicht die Antwort sein. Das sieht Langhof ähnlich und hat deshalb das „Epsilon“ für eine Hybridnutzung entworfen. Die unteren Geschosse bieten große Flächen für Bürolandschaften, Bibliotheken oder Werkstätten – auf den oberen Etagen wird gewohnt.

Licht und Sonne durchfluten das Innere des Pyramidenhochhauses Epsilon.

Licht und Sonne durchfluten das Innere des Pyramidenhochhauses Epsilon.

Foto: Christoph Langhof

Das Gebäude in der Form einer sich nach oben verjüngenden Pyramide wäre idealerweise, so der Architekt, rund 65 Meter und 18 Etagen hoch. Damit würden die nötigen Abstandsflächen gewahrt und die Bewohner hätten genügend Licht und Sonne. Außerdem müsse bei dieser Höhe nur ein Fluchttreppenhaus und nicht wie bei höheren Gebäuden mindestens zwei Fluchttreppenhäuser eingeplant werden. Kosten will der Architekt ebenfalls drastisch einsparen, indem er wichtige Infrastrukturen im Haus nicht in den Keller sondern in das Gebäudeinnere verlagert.

Infrastruktur liegt im Kern des Gebäudes

Die gesamte Gebäudetechnik, Parkplätze für Elektroauto und Fahrrad sowie Lagerflächen und Hobbyräume, befinden sich nicht mehr in den Untergeschossen, sondern sind über das ganze Gebäude verteilt. Zweiräder oder auch der eigene Elektrowagen befinden sich direkt an der nächsten Tür, auf der gleichen Etage. Die bei Hochhäusern üblicherweise tiefen Baugruben entfallen beim Epsilon. Höchstens ein Untergeschoss ist notwendig, so bleibt auch die Grundwasserschicht unberührt.

Am Computer hat Christoph Langhof sein Pyramidenhochhaus Epsilon schon an seinen Wunschstandort in Berlin platziert – in Kreuzberg zwischen Landwehrkanal und Flutgraben.

Am Computer hat Christoph Langhof sein Pyramidenhochhaus Epsilon schon an seinen Wunschstandort in Berlin platziert – in Kreuzberg zwischen Landwehrkanal und Flutgraben.

Foto: Christoph Langhof

Was die Energieeffizienz betrifft, will Langhof „einen Meilenstein auf dem Weg zum Nullenergiehochhaus“ setzen. Heizung, Klimatisierung und Strom sollen weitgehend in Eigenversorgung und mit Solar- und Windenergie bewältigt werden. Einen potenziellen Standort hat der Architekt auch bereits. „Ein idealer Standort wäre direkt an der Spree, in Kreuzberg zwischen Landwehrkanal und Flutgraben. Besser geht es nicht, denn das Epsilon fügt sich dort in ein Ensemble von mehreren Hochhäusern ein. Die Himmelsausrichtung ist perfekt – mit den Terrassen nach Süden und dem Blick auf den Fluss nach Norden.“ 

Von Gudrun von Schoenebeck

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