Skyline wächst weiter 07.05.2014, 16:15 Uhr

In Frankfurt entsteht Deutschlands höchster Wohnturm

Zur imposanten Skyline Frankfurts gesellt sich bald der Tower 2. Der höchste Wohnturm Deutschlands im neuen Europaviertel soll 160 Meter in den Himmel schießen und Platz für 340 Wohnungen bieten. 

Die Frankfurter Skyline: In der Stadt stehen fünf Wolkenkratzer, die höher als 200 Meter sind. Hinzu kommen 95 Hochhäuser, die über 50 Meter in den Himmel ragen. Den Höhenrekord hält der Commerzbank Tower mit einer Höhe von 259 Metern. 

Die Frankfurter Skyline: In der Stadt stehen fünf Wolkenkratzer, die höher als 200 Meter sind. Hinzu kommen 95 Hochhäuser, die über 50 Meter in den Himmel ragen. Den Höhenrekord hält der Commerzbank Tower mit einer Höhe von 259 Metern. 

Foto: dpa/Marc Tirl

Er soll den Auftakt für das neue Europaviertel in Frankfurt bilden und direkt neben dem großen Einkaufszentrum Skyline Plaza gebaut werden – der Tower 2. Der Baubeginn für das 160 Meter hohe Gebäude ist zwar noch ungewiss, aber seit letzter Woche steht fest, wie das höchste Wohngebäude in Deutschland wahrscheinlich aussehen wird. Die Architekturgesellschaft Magnus Kaminiarz aus Frankfurt hat den Wettbewerb gewonnen, zu dem die Berliner Projektentwicklungsfirma gsp sechs Architekturbüros eingeladen hatte. 

Der Turm entsteht über einem rautenförmigen Grundriss und verjüngt sich nach oben. Diese Form hatte die Jury überzeugt, weil sich dadurch eine optimale Belichtung der Wohnungen ergebe. Außerdem gefielen den Preisrichtern die Balkonelemente, die sich als panoramaartige Glasfassade rings um das Hochhaus ziehen und wertvolle Außenflächen in großzügigen Loggien schaffen. 

340 Eigentumswohnung auf 44.000 Quadratmetern

Auf einer Bruttogeschossfläche von 44.000 Quadratmetern sind 340 Eigentumswohnungen geplant. Über die Hälfte des neuen Wohnraumes sollen Drei- bis Vier-Zimmer-Wohnungen sein, ein Drittel hat kleinere Grundrisse und in einigen wenigen Luxus-Unterkünften in den oberen Etagen können sich die künftigen Bewohner auf bis zu 280 Quadratmetern ausbreiten. 

Entwurf des Wohnturms Tower 2: Für das Design zeichnet Magnus Kaminiarz & CIE verantwortlich. Die Architekturgesellschaft aus Frankfurt gewann den Wettbewerb der Berliner Projektentwicklungsfirma gsp. 

Entwurf des Wohnturms Tower 2: Für das Design zeichnet Magnus Kaminiarz & CIE verantwortlich. Die Architekturgesellschaft aus Frankfurt gewann den Wettbewerb der Berliner Projektentwicklungsfirma gsp. 

Foto: Magnus Kaminiarz & CIE

Urbanes Wohnen zwischen Bürohochhäusern steht in Frankfurt derzeit hoch im Kurs. Allein im Europaviertel wäre der neue Tower 2 bereits der vierte Wohnturm, die anderen drei Wohntürme sollen 2016 fertiggestellt werden. Und das sind nicht die einzigen Hochhäuser, die in den nächsten Jahren in Frankfurt entstehen werden. Im Hochhausrahmenplan der Stadt sind insgesamt 23 Hochhausprojekte an 16 Standorten geplant. 

Mit Spannung erwartet wird zum Beispiel die Eröffnung des Neubaus der Europäischen Zentralbank (EZB) in der zweiten Jahreshälfte. Das neue Domizil der EZB wurde vom renommierten Wiener Architekturbüro Coop Himmelb(l)au entworfen und ist auf dem Gelände der früheren Großmarkthalle in Ostend entstanden. In den zwei Türmen – der größere davon ist 185 Meter hoch – sollen 2300 Arbeitsplätze untergebracht werden. 

Fünf echte Wolkenkratzer stehen in Frankfurt

Rund 100 Hochhäuser ab 50 Meter stehen zurzeit in Frankfurt. Mit 259 Metern hält der 1997 eröffnete Commerzbank Tower den Höhenrekord in der Stadt – sieht man einmal vom Fernsehturm ab, der 1979 mit einer Höhe von 337,5 Metern gebaut wurde und nach dem Berliner Fernsehturm das zweithöchste Gebäude Deutschlands ist. Zudem ist der Commerzbank Tower das höchste Hochhaus Deutschlands. 

Grundriss des Towers 2: Auf einer Bruttogeschossfläche von 44.000 Quadratmetern sind 340 Wohnungen geplant. 

Grundriss des Towers 2: Auf einer Bruttogeschossfläche von 44.000 Quadratmetern sind 340 Wohnungen geplant. 

Foto: Magnus Kaminiarz & CIE

Zugleich stehen in Frankfurt die zehn höchsten Wolkenkratzer Deutschlands. Erst auf Rang 11 schiebt sich mit dem Bonner Post Tower ein Hochhaus außerhalb von Mainhattan. Im internationalen Vergleich ist die Frankfurter Skyline allerdings nicht rekordverdächtig. An echten Wolkenkratzern, von denen ab einer Höhe von 200 Metern gesprochen wird, besitzt die Stadt gerade mal fünf. Von den weltweit 73 sogenannten supertall buidlings, den superhohen Gebäuden ab 300 Metern, steht in Deutschland kein einziges. 

Der derzeit höchste Wolkenkratzer der Welt, der Burj Khalifa ragt in Dubai stolze 828 Meter in die Höhe. Den Rekord soll er aber schon bald an den 1007 Meter hohen Kingdom Tower in Saudi-Arabien abgeben. In Deutschland gilt ein Gebäude übrigens schon ab 23 Meter Höhe als Hochhaus – denn eine Feuerwehrleiter reicht nur bis 22 Meter.

Von Gudrun von Schoenebeck

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