Haus wie ein Dekanter 07.06.2016, 14:00 Uhr

Cité du Vin ist wie geschwenkter Wein in Stahl und Glas

Das Mekka der Freunde des Weins war Bordeaux schon immer. Jetzt bietet Bordeaux mit der Cité du Vin auch noch einen spektakulären Themenpark mit einer Reise durch die Welt des Weins. Das 55 m hohe Gebäude spielt schon architektonisch mit dem edlen Tropfen und ist dem Strudel im geschwenkten Weinglas nachempfunden.

Das neue Weinmuseum La Cité du Vin in Bordeaux ist ein Genusstempel des Weins und ein imposanter Bau dazu. Das Pariser Architekturbüro XTU hat den Komplex direkt an der Garonne entworfen.

Das neue Weinmuseum La Cité du Vin in Bordeaux ist ein Genusstempel des Weins und ein imposanter Bau dazu. Das Pariser Architekturbüro XTU hat den Komplex direkt an der Garonne entworfen.

Foto: XTU-ANAKA-La Cité du Vin

Cité du Vin ist wie geschwenkter Wein in Stahl und Glas

Das neue Weinmuseum La Cité du Vin in Bordeaux ist ein Genusstempel des Weins und ein imposanter Bau dazu. Das Pariser Architekturbüro XTU hat den Komplex direkt an der Garonne entworfen.

Foto: XTU-ANAKA-La Cité du Vin

Cité du Vin ist wie geschwenkter Wein in Stahl und Glas

Foto: XTU-ANAKA-La Cité du Vin

Cité du Vin ist wie geschwenkter Wein in Stahl und Glas

Foto: XTU-ANAKA-La Cité du Vin

Cité du Vin ist wie geschwenkter Wein in Stahl und Glas

Foto: XTU-ANAKA-La Cité du Vin

Cité du Vin ist wie geschwenkter Wein in Stahl und Glas

Foto: XTU-ANAKA-La Cité du Vin

Cité du Vin ist wie geschwenkter Wein in Stahl und Glas

Foto: XTU-ANAKA-La Cité du Vin

Cité du Vin ist wie geschwenkter Wein in Stahl und Glas

Foto: XTU-ANAKA-La Cité du Vin

Cité du Vin ist wie geschwenkter Wein in Stahl und Glas

Foto: XTU-ANAKA-La Cité du Vin

 

Genau diese Kreisbewegung wie bei einem Strudel stand Pate hinter der Idee des ersten Wein-Themenparks der Welt, der im französischen Bordeaux entstanden ist. Dort steht jetzt im Stadtteil Bassins á Flots am Ufer der Garonne eine futuristische, bis zu 55 m hohe Konstruktion aus Aluminium, Glas und opakgoldenen Verkleidungen, die in der ansonsten eher heruntergekommenen Industrielandschaft wie ein Fremdkörper wirkt.

Auf einer Fläche von 13.000 m2 wird in der neuen „Cité du Vin“ der Geschichte und Gegenwart der Weinkultur auf spielerischer und unterhaltsamer Weise ein Denkmal gesetzt.

Gebäude verbildlicht knorrigen Rebstock

Ende Mai 2016 wurde der Wein-Themenpark mit hochrangigen Besuchern wie dem französischen Präsidenten François Hollande und dem Bürgermeister von Bordeaux, Alan Juppé, gerade noch rechtzeitig zur Fußball-EM mit ihren spektakulären Stadien eröffnet. Das 81 Millionen € teure Cité du Vin soll im Jahr 450.000 Besucher anlocken. Entworfen hat das Gebäude, das ein wenig an einen Dekanter für den Wein erinnert, das Pariser Architekturbüro XTU.

Im Foyer der Cité du Vin in Bordeaux hängen Glaskolben von der Decke.

Im Foyer der Cité du Vin in Bordeaux hängen Glaskolben von der Decke.

Quelle: XTU-ANAKA-La Cité du Vin

Die Cité ist aber viel mehr als das, die Architektur verbildlicht einen knorrigen Rebstock.

Turmspitze ist die Frucht des Rebstocks

Und dieser knorrige Rebstock soll im Inneren über Gänge aus Spiegeln und bedrucktem Glas zur „Entdeckung“ der Weinkultur beitragen. Die Entdeckung beginnt in der dunklen Tiefe des Gebäudes, die die verantwortlichen Architekten Anouk Legendre und Nicolas Denmaziéres als die Welt der Erde und der Wurzeln begreifen.

Danach führt dieser Weg an einer prägnanten Rippenkonstruktion aus Holz vorbei, die mit dem Weinanbau und den Weinhandel zwei wichtige Größen in der Welt des Weines symbolisiert: So schrauben sich die Gänge in der Ausstellung bis in die Turmspitze und enden an der Frucht des Rebstocks.

Robert Parker plaudert aus dem Nähkästchen

In acht Sprachen kann der Besucher mit einem eigens dafür konzipierten digitalen Begleiter in handlicher Smartphone-Größe die Weinberge der Welt entdecken. Winzer liefern Insider-Informationen zum Wein, der Weinjournalist Robert Parker plaudert aus dem Nähkästchen.

Die Präsentation der Informationen ist zeitlos und zeitgemäß zugleich: So wird auf Riesenleinwänden eine fiktive Begegnung zwischen Voltaire, Thomas Jefferson, Winston Churchill, Napoleon und anderen illustren Gestalten der Geschichte rund um den Wein initiiert.

Interaktives Erlebnis für alle Sinne

Konzeptionell hat die Cité du Vin die britische Agentur Casson Mann betreut, die von Idee der Architekten des Strudels überzeugt waren: „Diese Idee haben wir auch für die inhaltliche Gestaltung aufgegriffen“, sagt Projektdirektor Gary Shelly.

Cité du Vin ist wie geschwenkter Wein in Stahl und Glas

Im Inneren der Cité du Vin werden die Weinberge des Bordeaux simuliert.

Foto: XTU-Casson Mann-ANAKA-La Cité du Vin

Cité du Vin ist wie geschwenkter Wein in Stahl und Glas

Foto: XTU-Casson Mann-ANAKA-La Cité du Vin

Cité du Vin ist wie geschwenkter Wein in Stahl und Glas

Foto: XTU-Casson Mann-ANAKA-La Cité du Vin

Cité du Vin ist wie geschwenkter Wein in Stahl und Glas

Foto: XTU-Casson Mann-ANAKA-La Cité du Vin

Nun ist die Cité du Vin ein interaktives Erlebnis für alle Sinne, das den Besuchern für einen Eintrittspreis von 20 € in 20 verschiedenen Themenbereichen die Geschichte, die Tradition und die kulturelle Bedeutung des Weines in Ländern auf der ganzen Welt nahe bringt.

Vielfältigster Weinkeller der Welt

Natürlich gibt es Workshops mit Weinverkostungen, zwei Restaurants bieten über 500 verschiedene Weine und viele passende Speisen an. Im wohl vielfältigsten Weinkeller der Welt lassen sich 14.000 verschiedene Weinsorten aus 80 verschiedenen Ländern entdecken. Im Souvenir-Shop hat der Weinfreund die echte Qual der Wahl zwischen 800 Weinen aus 80 weinerzeugenden Ländern. Ganz oben in der Cité du Vin bietet sich ein magischer Blick über das weltberühmte Weinanbaugebiet von Bordeaux.

 

Ein Beitrag von:

  • Detlef Stoller

    Detlef Stoller ist Diplom-Photoingenieur. Er ist Fachjournalist für Umweltfragen und schreibt für verschiedene Printmagazine, Online-Medien und TV-Formate.

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