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Bewerbung auf Messen: So wird der Besuch zum Erfolg

Egal, ob es sich um einen Absolventenkongress, eine Praktikumsbörse, eine Firmenkontaktmesse oder Recruiting Tage handelt. Messen sind der ideale Ort für eine erfolgreiche Bewerbung. Wo sonst haben Ingenieure die Möglichkeit, sich derart einfach über interessante Unternehmen zu informieren und zugleich Job- und Praktikumsangebote auszuloten?

Messen sind der ideale Ort für eine erfolgreiche Bewerbung.

Messen sind der ideale Ort für eine erfolgreiche Bewerbung.

Foto: panthermedia.net/ViewApart

Außerdem kommen Sie mit potenziellen, künftigen Arbeitgebern persönlich ins Gespräch. Wer den Jobwechsel also aktiv und strategisch angehen möchte, der sollte sofort in die Planung für die nächste Jobmesse einsteigen. Eine gute und fundierte Vorbereitung ist für die erfolgreiche Bewerbung eines Ingenieurs auf Messen unabdingbar. Sonst heißt es am Ende des Besuchs allzu schnell: „Außer Spesen nichts gewesen“. Grundsätzlich lassen sich zwei Formen von Jobmessen unterscheiden. Da gibt es die klassischen Job- und Karrieremessen in unterschiedlicher Größe und Ausprägung, wie zum Beispiel die VDI nachrichten Recruiting Tage. Sie sind öffentlich und für alle potenziellen Bewerber und Interessenten frei zugänglich. Alternativ dazu bieten sich Branchentreffen an, die allerdings nicht frei zugänglich sind. Sie sind kleiner als öffentliche Jobmessen. Die Teilnehmer müssen vorab ein Bewerbungsverfahren erfolgreich absolvieren und erhalten ebenfalls schon vor Beginn der Messe die Einladung zu einem oder mehreren Vorstellungsgesprächen bei potenziellen Arbeitgebern. Ein gezieltes Vorgehen und das Beherzigen einiger Empfehlungen und Tipps sind so oder so für den Erfolg notwendig.

Bewerbung auf Messen: Weniger ist mehr

Bei teilweise mehr als 200 Unternehmen nebst Firmenvertretern auf Messen macht es wenig Sinn, wenn Sie als Ingenieur für die erfolgreiche Bewerbung wahllos von Stand zu Stand hetzen. Sehen Sie sich besser vorab das Messeprogramm im Internet an und wählen Sie diejenigen Unternehmen aus, die für Sie interessant sind. Pro Messebesuchstag empfiehlt es sich, nicht mehr als sechs Gespräche einzuplanen. Pro Gespräch sollten Sie etwa 45 Minuten veranschlagen und zwischen den Gesprächen bewusst Pausen einlegen. Wer es ganz professionell machen möchte, der priorisiert die Unternehmen folgendermaßen: Führen Sie die ersten Gespräche mit weniger interessanten Arbeitgebern, um „warmzulaufen“. Etwa an dritter Stelle der Gesprächsreihenfolge platzieren Sie den Wunscharbeitgeber, bei dem Sie in der Gesprächsführung dann zu Hochform auflaufen.

Bewerbung auf Messen: Termine vorab vereinbaren

Ohne Termin kein Gespräch. Zur richtigen Vorbereitung für die erfolgreiche Bewerbung auf Messen zählt also die Terminvereinbarung, nach Möglichkeit vorab. Das ist nicht immer leicht, denn insbesondere renommierte und große Unternehmen sind nicht selten hoffnungslos überlaufen. Spontan-Termine vor Ort sind eher die Ausnahme als die Regel. Für Vorabtermine empfiehlt es sich, den Unternehmensvertreter vor Ort zu ermitteln. Diesem können Sie zum Beispiel via LinkedIn oder Xing eine kurze, freundliche und seriöse Nachricht schicken. ALternativ können Sie sich telefonisch bei Ihrem Wunschunternehmen melden und um einen Termin bitten. Wer es dann noch schafft, einen Vormittagstermin zu ergattern, der ist sich der erhöhten Aufmerksamkeit des Personalers (fast) sicher. Denn auch der ist dann noch munter und entspannt.

Gesprächsstrategie: Planen, konzipieren und durchspielen

Für Ingenieure ist die richtige Gesprächsstrategie von zentraler Bedeutung für die erfolgreiche Bewerbung auf Messen. Beantworten Sie sich dazu vorab folgende Fragen und notieren Sie sich die Antworten – zumindest in Schlagworten: Wie will ich mich darstellen? Was zeichnet mich aus? Welche meiner Eigenschaften und Kompetenzen passen gut zum ausgeschriebenen Jobprofil? Ziel ist es, das Interesse des Personalers zu wecken, indem Sie Ihre Stärken auf das Jobprofil ausrichten. Wer sich im Vorfeld ein detailliertes Bild vom Unternehmen, der Branche, den Produkten und der Marktsituation macht, der sammelt zusätzliche Pluspunkte.

Packen, Anziehen, Anreisen – wichtiger Bestandteil für die Bewerbung auf Messen

Wichtigster Bestandteil Ihres Reisepacks für eine Bewerbung auf Messen sind die Bewerbungsunterlagen in entsprechender Zahl sowie steckbriefartige Kurzbewerbungen oder Kurzprofile. Auf Visitenkarten sollten Ingenieure verzichten, egal ob es die des derzeitigen Arbeitgebers oder private Visitenkarten sind. Beides macht in der Regel keinen guten Eindruck. Apropos Eindruck: Der erste Eindruck zählt. Und der ist vor allem vom Äußeren geprägt. Er oder sie sollten für ihren Messeauftritt auf ein gepflegtes und seriöses Auftreten achten. In der Regel sind also bei Männern Anzug oder wahlweise Sakko, Hemd und Hose sowie bei Frauen das Kostüm angesagt.

Tabu sind Freizeitkleidung wie Jeans, T-Shirt, Minirock oder Sportschuhe. Dabei sollte das Outfit zur avisierten Branche passen. Erscheinen Sie bei der Messe am besten so, wie Sie im späteren Job auch am Arbeitsplatz auftauchen würden. Wer sich zudem noch ein paar Hygieneartikel und Kosmetika mitbringt, der kann sich zwischendurch in den Waschräumen frisch machen. Auf der Messe selbst sollten Sie nur Bewerbungsmappen, Stift und Notizblock (oder Smartphone) mit sich tragen. Die lassen sich in einer handlichen Aktentasche oder einer Ledermappe unterbringen. Alles andere verstauen Sie besser an der Garderobe.

Bewerbung auf Messen: Vorgehen vor Ort

Am Stand Ihres Unternehmens sprechen Sie dann zielstrebig, aber freundlich einen der Mitarbeiter an, stellen sich mit Vor- und Zunamen vor und fragen nach Ihrem Gesprächspartner. Dabei empfiehlt es sich selbstverständlich, alle Mitarbeiter am Stand höflich und respektvoll zu behandeln, auch die Hostess, die den Kaffee serviert. Das sagt im positiven Sinne viel über Ihre Sozialkompetenz aus. Das eigentliche Bewerbungsgespräch ist dann ein Selbstläufer. Denn schließlich haben Sie die Gesprächsstrategie vorab konzipiert und mehrere Male eingeübt, auch mit Testpersonen wie dem Partner oder der Partnerin, Freunden oder Familienmitgliedern. Bleiben Sie während des Gesprächs freundlich, aufmerksam sowie authentisch und schauspielern Sie nicht.

Bewerbung: Nach dem Gespräch ist vor dem Job

Für die erfolgreiche Bewerbung auf Messen fragen Ingenieure zum Ende des Gesprächs nach der Visitenkarte ihres Gesprächspartners. Binnen zwei Tagen melden Sie sich dann per E-Mail oder über Businessnetzwerke wie Xing oder LinkedIn. Bedanken Sie sich und bekunden Sie erneut Ihr Interesse am avisierten Job. Übrigens sollte man sich auch dann bedanken, wenn kein Interesse mehr am Job besteht – getreu dem Sprichwort: Man begegnet sich immer zweimal im Leben. Ohnehin sollten Sie alle geknüpften Kontakte über die sozialen Netzwerke pflegen und ihr eigenes Businessprofil stets aktuell halten. Finden Sie Ihre Gesprächspartner auf den bekannten Plattformen und stellen Sie eine Kontaktanfrage. Ganz wichtig: Nicht einfach den Button klicken, sondern eine kurze Nachricht hinzufügen. Ab dann heißt es nur noch: Abwarten, wie sich der potenzielle Arbeitgeber entscheidet.

Tipp:
Die sieben „Todsünden“ im Vorstellungsgespräch

 

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