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Bewerbung: Frauen können modisch richtig auftrumpfen

Klassisch geht immer, aber bei Frauen darf es gern ein bisschen mutiger sein. Wer zum Vorstellungsgespräch im individuellen Outfit kommt, kann punkten. Tipps von einer Expertin.

Beim Bewerbungsgespräch gilt: Dezent, aber eigen sollte der Kleidungsstil sein.

Beim Bewerbungsgespräch gilt: Dezent, aber eigen sollte der Kleidungsstil sein.

Foto: panthermedia.net/alebloshka

Das Motto lautet: „Je dezenter, desto besser.“

Das Motto lautet: „Je dezenter, desto besser.“

Quelle: Ulrich Zillmann

Die Klassiker

„Ich liebe Weiß“, bekennt Catalina Cleve. Die ehemalige Bauingenieurin ist Leiterin zweier Stores von Gerry Weber in Köln und Düsseldorf. Energisch zupft sie den Blusenkragen zurecht: „Mit einer weißen Bluse zum schwarzen Blazer kann man nichts falsch machen.“ Obwohl sie sich selbst gerne auffälliger stylt, rät sie Ingenieurinnen in Bewerbungsgesprächen zu einem dezenten Auftreten. Das muss aber nicht immer der Hosenanzug sein. „Im Vorstellungsgespräch geht es um alles oder nichts, da sollten sich Frauen auch was trauen.“

Modebewusste junge Frauen können das klassische Kostüm modern interpretieren – mit Steppnähten oder einem Mix an Materialien. Dazu eine lockere Bluse und fertig ist ein frisches und dennoch professionelles Outfit. Cleve findet den Auftritt unseres Models im grauschwarzen Kostüm jedenfalls „feminin und trotzdem nicht spießig. Das ist für mich perfekt“, attestiert die Expertin. Sogar eine Lederjacke kann gehen. „Die sollte allerdings schlicht sein – sowohl von den Farben her, als auch von der Aufmachung.“ Zu viel Glitzer, Nieten oder Reißverschlüsse sind tabu.

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Der lässigere Stil

Unser Model kombiniert auch eine braune Lederjacke mit einem herbstlich gemusterten Jersey-Rock und einer dunkelblauen Shirtbluse. Für das Bewerbungsgespräch bei einem Start-up oder einem IT-Unternehmen eine gelungene Kombination, eher ungeeignet dagegen für ein Maschinenbauunternehmen oder einen Automobilhersteller. Fest steht: Unser Model fühlt sich wohl darin. Cleve nickt anerkennend: „Ob sportlich oder elegant, wir Frauen können so viel variieren.“

Die Gerry-Weber-Managerin hat ihre Leidenschaft für Mode zum Beruf gemacht. Heute führt sie 60 Mitarbeiterinnen. „Eine gute Beratung ist für mein Team und mich das A & O. Wir zeigen den Kundinnen typgerechte Stylingmöglichkeiten“, sagt Cleve. Und sie weiß: „Kleidung ist immer der erste Eindruck, aber natürlich nicht alles.“ Körperhaltung, Ausstrahlung – das ist für sie in einer Bewerbungssituation mindestens ebenso wichtig. „Ich mag Entschlossenheit, Offenheit, ein Lächeln bei Menschen.“

Allzu lässig sollten sich jedoch insbesondere Ingenieurinnen nicht geben. „Das ist immer noch eine Männerdomäne mit starken Vorurteilen.“ Da brechen sich die Erfahrungswerte einer Frau Bahn, die sechs Jahre als Bauingenieurin gearbeitet hat.

Die No-Gos im Vorstellungsgespräch

Modische Tabus sind für Cleve vor allem zu viel Haut. Das geht weder am Blusenausschnitt, noch beim Rock. Blickdurchlässig sollte beim Vorstellungsgespräch nichts sein. „Unter einer weißen Bluse würde ich zu einem wichtigen Termin immer ein hautfarbenes Top tragen.“ Und auch das reicht Cleve noch nicht. Mit Blick auf unser Model attestiert die Expertin: „Nur mit der Bluse ist sie nicht fertig angezogen.“ Ihr fehle einfach etwas.

Einige No-Gos im Vorstellungsgespräch können im Büroalltag später völlig akzeptabel sein: So rät Cleve von einer Jeans, egal wie chic, ob blau, ob schwarz, energisch ab. Ebenso wie von knalligen Farben und Schriftzügen jeglicher Art. „Das vermittelt immer eine Botschaft.“

Auch vor zu viel Accessoires warnt die Managerin: „Eine Uhr und vielleicht ein paar kleine Ohrstecker – das muss reichen.“ Ob die neue Sommerkollektion ebenso passende Businesskleider bereithält? Cleve und ihre Kollegen haben sie kürzlich in der Gerry-Weber-Zentrale in Halle (Westfalen) besichtigt und bestellt. Zwinkernd verrät sie: „Weiße Sachen sind auf jeden Fall dabei.“

Tipp:
Die richtige Kleidung im Vorstellungsgespräch für den Herrn

 

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