Beratung 04.05.2012, 00:00 Uhr

Arbeiten im Ausland: Pluspunkt im Lebenslauf

Arbeiten im Ausland kann viele positive Effekte haben: Auslandsaufenthalte helfen, Sprachkenntnisse und fachliche Fähigkeiten zu erweitern und gleichzeitig fremde Länder kennenzulernen. Auch im Lebenslauf sind sie ein Pluspunkt.

Arbeiten im Ausland hat viele Aspekte.

Arbeiten im Ausland hat viele Aspekte.

Foto: panthermedia.net/photonphoto

Viele deutsche Unternehmen agieren auf internationalen Märkten und sind auf gute Beziehungen zu ausländischen Partnern angewiesen. Zeitweises Arbeiten im Ausland ist dabei hilfreich, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Sitten und Denkweisen der Geschäftspartner kennen und deren Sprache sprechen.

Doch eine gute Vorbereitung ist unumgänglich, soll das Arbeiten im Ausland zum Erfolg werden, insbesondere wenn man sich direkt im Ausland bewirbt. Denn Bewerbungen laufen von Land zu Land anders ab. Was soll in einem Anschreiben stehen? Wie wird der Lebenslauf strukturiert? Welche Unterlagen werden dem Bewerbungsschreiben beigefügt, welche erst zum Vorstellungsgespräch mitgebracht? In Ländern mit strengen Anti-Diskriminierungsgesetzen ist es außerdem unüblich oder sogar nachteilig, ein Foto beizulegen. Unter Umständen müssen Bewerbungen sogar vollständig anonymisiert eingereicht werden.

Arbeiten im Ausland: Arbeitsvertrag gründlich lesen

Ist eine Stelle für das Arbeiten im Ausland gefunden, gilt wie in Deutschland, sich den Arbeitsvertrag gründlich durchzulesen. Vor allem Gehalt, Arbeitszeit und Urlaubsansprüche sollten den Regeln und Gesetzen des Ziellandes entsprechen. Bei Unsicherheiten empfiehlt es sich, Kontakt mit örtlichen Experten aufzunehmen. Innerhalb Europas stehen in jedem Land der Europäischen Union sowie des Europäischen Wirtschaftsraum und der Schweiz spezielle EURES-Berater (www.europa.eu/eures) mit Rat und Tat zur Seite. Bei längerfristigen Aufenthalten lohnt es sich eventuell auch, einer Gewerkschaft beizutreten.

Beim Gehalt ist es wichtig, nicht nur auf die bloße Gehaltsangabe zu schauen, sondern Lebenshaltungskosten, Steuern und Sozialabgaben, die das Arbeiten im Ausland mit sich bringt, genauso zu beachten. So kann man mit einem scheinbar geringen Gehalt in einem Land mit niedrigen Lebenshaltungskosten eventuell besser auskommen als mit einem relativ hohen Gehalt, von dem ein Großteil gleich für die Miete abgezweigt werden muss.

Arbeiten im Ausland: Achtung bei den Sozialleistungen

Unterschiede gibt es auch bei den Sozialleistungen. Nur in wenigen Fällen ist das deutsche System beim Arbeiten im Ausland eins zu eins übertragbar. In einigen Ländern ist zum Beispiel die Arbeitslosenversicherung nicht in den gesetzlichen Sozialversicherungen enthalten oder deckt nur eine geringe Grundsicherung ab. Hier empfiehlt es sich, eine private Arbeitslosenversicherung abzuschließen.

Auch die Leistungen der Krankenversicherung können sich beim Arbeiten im Ausland stark unterscheiden. Das ist vor allem wichtig, wenn man regelmäßig auf bestimmte Medikamente oder Behandlungen angewiesen ist. Bleibt die Familie in Deutschland, sollte gewährleistet sein, dass Kinder und gegebenenfalls Ehepartner über Sie weiterversichert bleiben. Im Zweifel gilt auch hier: Fragen Sie bei dem entsprechenden Sozialversicherungsträger nach, um Überraschungen im Zielland oder bei der Rückkehr auszuschließen.

Arbeiten im Ausland in verschiedenen Ländern

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die im Laufe ihrer Karriere in verschiedenen Ländern tätig waren, hat innerhalb der EU bereits eine gewisse Harmonisierung stattgefunden. So ist es zum Beispiel möglich, in einem Land der EU, des EWR oder in der Schweiz erwirtschaftete Ansprüche in der Arbeitslosenversicherung unter bestimmten Voraussetzungen auch in Deutschland geltend zu machen. Ebenfalls angerechnet werden können beim Arbeiten im Ausland erworbene Rentenansprüche.

Nicht zu unterschätzen ist die Bedeutung von Sprachkenntnissen beim Arbeiten im Ausland. Zwar sind Englischkenntnisse weit verbreitet und gerade in international ausgerichteten Unternehmen ist Englisch unter Umständen sogar Arbeitssprache. Dennoch ist nicht davon auszugehen, dass die Kolleginnen und Kollegen dauerhaft auf den Gebrauch ihrer Muttersprache verzichten werden. Das kann in den Pausengesprächen beginnen, wird aber spätestens nach Feierabend – in bereits bestehenden Freundeskreisen, Vereinen oder anderen Gruppen – zu einem Problem.

Auch wenn beim Arbeiten im Ausland zunächst Englischkenntnisse ausreichend sind, empfiehlt es sich daher, zumindest bei längeren Aufenthalten spätestens vor Ort die Landessprache zu lernen, um am gesellschaftlichen Leben in einem Land teilnehmen zu können. Je größer die Sprachkenntnisse bereits vor der Einreise sind, desto leichter fällt allerdings der Einstieg.

 

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