01.04.2016, 13:24 Uhr | 1 |

Model 3 Nur 31.000 €: Tesla präsentiert Elektroauto für den Massenmarkt

Ein Elektroauto für nur 31.000 €? Das macht Tesla mit dem neuen Model 3 möglich. Firmenchef Elon Musk will mit dem Auto den Massenmarkt aufmischen. VW und BMW mit E-Golf und i3 müssen sich warm anziehen. Ihre Autos sind teurer und fahren nicht so weit.

Der neue Tesla Model 3
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Der neue Tesla Model 3 soll 2017 auf den Markt kommen. Zum Kampfpreis von 31.000 €. 

Foto: TESLA/dpa

In der Nacht zum 1. April wurde es um 5.30 Uhr deutscher Zeit spannend in Los Angeles. Visionär und Tesla-Chef Elon Musk präsentierte in den Tesla-Designstudios in Hawthorne das neue Model 3 – ein Elektroauto, das für 31.000 € auf den Markt kommen wird. 

Eine Kampfansage an VW und BMW: Ein E-Golf steht derzeit mit einem Basispreis von 34.900 € in der Liste, bei einer offiziellen Reichweite von 190 km, die der E-Golf aber auch nicht annähernd erreicht. Der BMW i3 kostet in der Basisausstattung 35.900 Euro, bei einer Reichweite von ebenfalls offiziell 190 km. 

Größere Reichweite bei niedrigerem Preis: Damit dürfte der Tesla Model 3 den Platzhirschen arg zusetzen. Zumal das Model 3 von der Größe her eine Klasse höher spielt, etwa so groß wie ein A4 von Audi. Das Basismodell der 4,7 m langen Tesla-Limousine mit Panorama-Glasdach soll in sechs Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen, selbstständig die Spur wechseln können und eine Reichweite von 345 km haben. Teurere Varianten sollen es auf rund 480 km bringen.

Wahnsinn: 115.000 Vorbestellungen in 24 Stunden

Musk will mit dem Model 3 den Massenmarkt aufmischen. Und die E-Auto-Fans scheinen es ihm zu danken. Nur 24 Stunden nach Öffnung der Auftragsbücher sind laut Musk schon 115.000 Vorbestellungen eingegangen – der gesamte Bestellwert liegt somit bei rund 4 Milliarden $. In vielen Städten kampierten die Fans sogar in bester Apple-Manier vor Tesla-Stores, um 1000 $ anzahlen zu dürfen.

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Diese Szene kennt man sonst nur von Apple: E-Auto-Fans kampieren vor einem Tesla-Store, um sich mit einer Anzahlung von 1000 $ einen Platz auf der Warteliste zu sichern. Tesla will die ersten Autos 2017 ausliefern. 

Foto: Eugene Garcia/dpa

„Mir gefällt die Herangehensweise von Tesla an das Thema Mobilität“, zitiert das Manager Magazin Timo Richter, der im Hamburger Tesla-Store ein Exemplar des Modell 3 reserviert hat. „Es reicht nicht, einfach den Motor auszutauschen und einen Akkupack rein zu klemmen wie es andere Hersteller machen. Deshalb stehe ich heute hier.“ Er muss sich auf sein Auto allerdings noch gedulden. Die ersten Wagen wird Tesla nämlich frühestens 2017 ausliefern.

Musk will Produktion auf 500.000 Autos pro Jahr ankurbeln

Und was macht Tesla mit den 115 Millionen $, die durch Anzahlungen in die Kasse geflossen sind? Antwort: den Roll-Out des Model 3 beschleunigen. Musk will nicht wie bislang 50.000 Autos im Jahr herstellen, sondern in wenigen Jahren schon 500.000. „Unsere Fabrik in Fremont hat früher – als sie noch zu Toyota gehörte – 500.000 Autos im Jahr produziert“, sagt Musk. „Das ist machbar.“

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Die Basisversion des Model 3 bringt es auf eine Reichweite von 345 km und beschleunigt in sechs Sekunden von 0 auf 100 km/h. 

Foto: Tesla Motors/dpa

Zudem will Tesla die Zahl seiner Läden und die Zahl der Ladesäulen verdoppeln. Bald soll es 441 Tesla-Shops und 7200 Ladesäulen geben. Für ein schnelles Aufladen hat Tesla das neue Elektroauto zudem serienmäßig mit dem Schnellladeadapter Supercharger ausgerüstet.

Gelingt dem Elektroantrieb jetzt der Sprung in den Massenmarkt?

Bislang konzentrierte sich Tesla mit der Oberklasse-Limousine Model S und dem Luxus-SUV Modell X, die mehr als doppelt so teuer wie das Model 3 sind, nur auf den Premiummarkt. Könnte es dem Unternehmen mit dem neuen Auto nun gelingen, den Elektroantrieb in den Massenmarkt zu bringen?

Der deutsche Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom CAR-Institut der Uni Duisburg Essen hält das für möglich. „Die Verkaufszahlen dürften deutlich besser sein als beim BMW i3“, sagt Dudenhöffer dem Spiegel. „Das Preis-Leistungs-Verhältnis spricht für den Tesla 3.“ 

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Von Patrick Schroeder
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kommentare
02.04.2016, 16:21 Uhr Progetti
Es fehlt noch die Möglichkeit zur induktiven Aufladung in Garagen und auf Straßenparkplätzen!

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