Google Lens 16.04.2014, 10:15 Uhr

Google lässt sich Kontaktlinse mit eingebauter Kamera patentieren

IT-Gigant Google hat eine Kontaktlinse zum Patent angemeldet, die über eine eingebaute Kamera verfügt. Sie kommuniziert mit dem Smartphone und soll unter anderem Blinde vor Autos warnen und beim Erkennen von Personen unterstützen. Die Komponenten sind winzig klein und unterhalb der Pupille platziert. 

Laut Patentschrift besteht Google Lens aus einer Kamerakomponente, einem Kontrollschaltkreis und einem Sensor, der auf Blinzel-Gesten reagiert. Die Komponenten sitzen unterhalb der Pupille und sollen die Sicht nicht behindern. 

Laut Patentschrift besteht Google Lens aus einer Kamerakomponente, einem Kontrollschaltkreis und einem Sensor, der auf Blinzel-Gesten reagiert. Die Komponenten sitzen unterhalb der Pupille und sollen die Sicht nicht behindern. 

Foto: Google

Gestern hat Google den freien Verkauf seiner Computerbrille Google Glass in den USA gestartet. Diese Datenbrille könnte schon bald Schnee von gestern sein, wenn Google seine zum Patent angemeldete Kontaktlinse Google Lens mit eingebauter Kamera auf den Markt bringt.

Kamera, Kontrollschaltkreis und Sensor sitzen unterhalb der Pupille

Schon im Januar wurde bekannt, dass Google elektronische Kontaktlinsen entwickelt, die Blutzuckerwerte messen sollen. Die jetzt zum Patent angemeldete Kontaktlinse mit Kamera soll hingegen die Umgebung visuell analysieren und sowohl blinden als auch sehenden Trägern behilflich sein.

Google Lens besteht laut Patentschrift aus einer Kontaktlinse mit der Kamerakomponente, einem Kontrollschaltkreis und einem Sensor, der auf Blinzeln reagieren und so beispielsweise als Auslöser dienen kann. Die Komponenten sind dabei sehr klein und unterhalb der Pupille platziert, so dass sie die Sicht des Trägers nicht behindern.

Google Lens kommuniziert mit dem Smartphone

Blinde könnten mit Google Lens beispielsweise vor herannahenden Fahrzeugen gewarnt werden. Durch Bildanalyse wird ein Fahrzeug erkannt, die Kontaktlinse kommuniziert mit dem Smartphone und das Smartphone gibt eine akustische Warnmeldung weiter. Eine Gesichtserkennung soll ebenfalls möglich sein. 

Auch die bei Google Glass entscheidende Komponente fehlt bei der Kontaktlinsenkamera nicht: Ein Display zum Anzeigen von Daten im Gesichtsfeld ist ebenfalls vorgesehen. Allerdings kann diese Funktion auch vom Smartphone des Anwenders übernommen werden. Anders als bei der Datenbrille Google Glass, die jedermann sehen kann, wenn man sie auf der Nase sitzen hat, sollen die Kontaktlinsen Google Lens kaum zu erkennen sein.

Bislang ist es Wissenschaftlern am Ulsan National Institute of Science and Technology in Südkorea gelungen, mit Hilfe eines Geflechts aus Graphen und Silbernanodraht eine normale, weiche Kontaktlinse mit einer Leuchtdiode zu versehen. Im November 2012 hatten amerikanische Wissenschaftler erstmals ein Display, das drahtlos mit Strom versorgt wird, in eine Kontaktlinse integriert. Bis zu einem Mikrodisplay direkt auf der Kontaktlinse ist es aber wohl noch ein weiter Weg.

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