Aus Teilen des Model 3 07.04.2020, 10:20 Uhr

Tesla: Ingenieure bauen Beatmungsgerät aus Autoteilen

Beatmungsgeräte sind in vielen Ländern knapp. Aufgrund des starken Anstiegs von Covid-19-Infektionen bieten zunehmend Autohersteller ihre Hilfe an. Teslas Ingenieure haben nun einen Prototypen aus Autoteilen vorgestellt.

Der Tesla Roadster soll 2020 auf den Markt kommen. Ob die Coronakrise den Launch verzögert?

Der Tesla Roadster soll 2020 auf den Markt kommen. Ob die Coronakrise den Launch verzögert?

Foto: Tesla

Wie Technik aus dem Tesla 3 gegen Corona helfen soll

Der Touchscreen vom Tesla Model 3 findet in der aktuellen Coronakrise nicht nur im E-Auto Anwendung: Das Beatmungsgerät aus der Tesla-Schmiede bedient sich vieler Teile aus der ursprünglichen Fertigung. In einem Video präsentieren die Ingenieure den Prototyp eines Beatmungsgeräts.

Hier wird Ihnen ein externer Inhalt von youtube.com angezeigt.

Mit der Nutzung des Inhalts stimmen Sie der Datenschutzerklärung von youtube.com zu.

Das Ziel des Unternehmens ist es, mit möglichst vielen Teilen aus seiner Autoproduktion Beatmungsgeräte herzustellen, um schnell eine Fertigung ans Laufen zu bekommen. Denn viele Krankenhäuser haben zu wenige Beatmungsgeräte. Grund sind die Unterbrechungen in den Lieferketten, so dass Krankenhäuser dringend auf weitere Beatmungsgeräte warten.
Das Coronavirus stellt die Intensivstationen vor eine gewaltige Herausforderung, Intensivmediziner Christian Karagiannidis erklärt im Interview, wie sich die Kliniken vorbereiten – und was sich jetzt dringend ändern muss. Denn in New York ist es mittlerweile so, dass teilweise 2 Patienten an einem Beatmungsgerät hängen.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Infineon-Firmenlogo
Senior Manager IT MES (w/m/div)* Infineon
Warstein Zum Job 
Infineon-Firmenlogo
Ingenieur Prüftechnik Leistungshalbleitermodule (w/m/div)* Infineon
Warstein Zum Job 
Infineon-Firmenlogo
Entwicklungsingenieur Elektrotechnik (w/m/div)* Infineon
Warstein Zum Job 
THOST Projektmanagement GmbH-Firmenlogo
Ingenieur*in / Bauleiter*in (m/w/d) für Großprojekte der Bereiche Infrastruktur (Freileitung, Kabeltiefbau, Bahn) THOST Projektmanagement GmbH
Nürnberg,Hannover,Hamburg Zum Job 
CARVEX Verfahrenstechnologie für Lebensmittel und Pharma GmbH-Firmenlogo
Ingenieur Verfahrenstechnik (m/w/d) CARVEX Verfahrenstechnologie für Lebensmittel und Pharma GmbH
Bad Hönningen Zum Job 
ABL GmbH-Firmenlogo
Senior Software Developer (m/w/d) eMobility ABL GmbH
Lauf a. d. Pegnitz Zum Job 
Albert Handtmann Maschinenfabrik GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Versuchsingenieur (m/w/d) Albert Handtmann Maschinenfabrik GmbH & Co. KG
Biberach Zum Job 
Brunel-Firmenlogo
Java Entwickler / Informatiker (w/m/d) Brunel
Dortmund Zum Job 
Brunel-Firmenlogo
Elektrokonstrukteur EPLAN P8/ELCAD (w/m/d) Brunel
Dortmund Zum Job 
Brunel-Firmenlogo
Elektroniker/Elektrotechniker (w/m/d) Brunel
Dortmund Zum Job 
Triathlon Batterien GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur (m/w/d) Arbeitsvorbereitung Batteriemontage / Batteriefertigung für Lithium-Ionen-Batterien Triathlon Batterien GmbH
Glauchau Zum Job 
Murrelektronik-Firmenlogo
Embedded Software Funktionstester / Applikationstester (m/w/d) Murrelektronik
Oppenweiler, Kirchheim unter Teck (Home-Office) Zum Job 
Airbus-Firmenlogo
Sales Manager - Deployable Solutions (d/m/w) Airbus
Raum Friedrichshafen Zum Job 
Airbus-Firmenlogo
Synthetic Imagery & Sensor Simulation System Engineer Airbus
Raum Toulouse (Frankreich) Zum Job 
Airbus-Firmenlogo
Synthetic Imagery & Sensor Simulation System Engineer Airbus
Raum Toulouse (Frankreich) Zum Job 
Collins Aerospace-Firmenlogo
Produktionsplaner (m/w/d) Collins Aerospace
Nördlingen Zum Job 
Collins Aerospace-Firmenlogo
Strategischer Einkäufer (m/w/d) Collins Aerospace
Nördlingen Zum Job 
Deutsche Aircraft GmbH-Firmenlogo
Systems Engineer - Cooling Systems Power Electronics (f/m/d) Deutsche Aircraft GmbH
Weßling Zum Job 
TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH-Firmenlogo
Sachverständiger (m/w/d) Anlagensicherheit TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH
Darmstadt Zum Job 
TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH-Firmenlogo
Sachverständiger Elektrotechnik (m/w/d) TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH

Hier geht es zum gesamten Interview.

Touchscreen des Tesla 3 für Beatmungsgerät verwendet

Tesla hat für sein Beatmungsgerät unter anderem den Touchscreen und Teile der Steuerung aus dem Model 3 entnommen. Für die Sauerstoffmischkammer wurde ein Luftfedertank aus den Fahrzeugen verwendet. Ob das für eine Serienproduktion reicht, lässt sich noch nicht sagen. Tesla spricht auch selbst von einem Prototyp.

Tesla und viele andere Autohersteller unterstützen aktuell das Gesundheitswesen. Masken werden gespendet, die Autohersteller für den Arbeitsschutz verwenden. Auch andere Marken wie Ford wollen in ihrem Werk in Michigan gemeinsam mit General Electrics Healthcare 50.000 Beatmungsgeräte für Covid-19-Patienten herstellen. Ford baut jedoch ein Beatmungsgerät nach, anstatt Teile aus der eigenen Produktion zu verwenden.

Cuomo sieht Unterbrechung der Lieferkette als größte Hürde

Laut dem New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo stellt die Unterbrechung der Lieferkette die größte Hürde für alle Hersteller dar. „Ihr Zeitrahmen funktioniert offen gesagt nicht für unseren unmittelbaren Höhepunkt“, sagte er auf einer Pressekonferenz. „Niemand kann Ihnen jetzt in zwei Wochen ein Beatmungsgerät herstellen.“

Teslas Gigafactory stellte die Produktion im Gegensatz zu den meisten anderen Autoherstellern nicht ein. Die Produktion wurde aber auf ¼ zurückgefahren. Musk hatte sich laut der Agentur Bloomberg nur widerwillig bereit erklärt, Beatmungsgeräte in die Produktion aufzunehmen. Der CEO von Tesla war in der letzten Zeit in die Kritik geraten, weil er in einem Tweet die Schwere der Covid-19-Pandemie angezweifelt hatte. Kürzlich machte Musk eine Kehrtwende und relativierte seine Aussage, wies aber daraufhin, dass Panikmache schlimmer sei als das Virus.

Das Unternehmen Tesla hat die Automobilbranche in den letzten Jahren mit innovativen Elektroautos herausgefordert und seit seiner Gründung 2009 dafür gesorgt, dass Elektroautos zu einer ernstzunehmenden Alternative zum Benziner werden konnten.

Am 01. Juli 2003 fällt in San Carlos, Kalifornien der Startschuss für Tesla. Martin Eberhard und Marc Tarpenning rufen das Unternehmen Tesla als Reaktion auf die Vernichtung fast aller EV1 ins Leben. Beide finanzierten die Firma bis zur ersten Finanzierungsrunde selbst. Im gleichen Jahr kommen Elon Musk und JB Straubel hinzu. Musk zuerst als Investor und Vorsitzender des Verwaltungsrates. Erst nach dem Weggang der beiden ursprünglichen Gründer im Jahr 2008 nimmt Elon Musk den Chefposten ein und ist maßgeblich für die aktuelle Ausrichtung des Unternehmens verantwortlich.

Heute hat das Unternehmen rund 38.000 Mitarbeiter und einen Umsatz von rund 21,5 Milliarden US-Dollar. Der Hauptsitz des Unternehmens befindet sich heute in Palo Alto. Die erste Fabrik, die „Tesla Factory“ befindet sich in Fremont, Kalifornien. Zusätzlich besitzt das Unternehmen sogenannte Gigafactories, die Akkus für die Fahrzeuge und Solarsysteme herstellen.

Lesen Sie auch:

Cybertruck von Tesla soll extrem günstig produziert werden

Muss die Batterieproduktion in Deutschland neu gedacht werden?

Corona-Ticker: Neue Zahlen aus Deutschland machen Hoffnung

Ein Beitrag von:

  • Sarah Janczura

    Sarah Janczura

    Sarah Janczura schreibt zu den Themen Technik, Forschung und Karriere. Nach einem Volontariat mit dem Schwerpunkt Social Media war sie als Online-Redakteurin in einer Digitalagentur unterwegs.

Themen im Artikel

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.