Konzeptfahrzeug 14.07.2020, 07:00 Uhr

So wird der erste kompakte E-SUV-Coupé von Audi aussehen

Audi hat das zweite Modell der Baureihe Q4 e-tron vorgestellt: ein elektrisches SUV-Coupé. Technisch wird dieses sogenannte Q4 Sportback e-tron concept identisch sein, mit dem Q4-Konzeptfahrzeug, das Audi auf dem Genfer Automobilsalon gezeigt hat. Neu ist das Design der Studie.

Audi Q4 Sportback

Das SUV-Coupé aus der Q4-e-tron-Reihe sieht anders aus, gleicht technisch aber dem normalen Q4.

Foto: Audi AG

Audi hat sich bewusst, dazu entschieden, auch das zweite Q4-Model so früh zu zeigen, um potenziellen Kunden die Möglichkeit zu geben, in Ruhe eine Entscheidung zu treffen. Denn die ersten SUVs dieser Reihe werden erst in über einem Jahr ausgeliefert. Zur Wahl stehen aktuell also das Q4 e-tron concept und das Q4 Sportback e-tron concept.

Zwei Elektromotoren mit bedarfsgerechtem Antriebskonzept

Beide Modelle bauen auf der gleichen Technik auf: Audi setzt zwei Elektromotoren ein, die eine Systemleistung von 225 Kilowatt (KW) erreichen sollen, wobei der Allradantrieb es von null auf 100 Stundenkilometern (km/h) in 6,3 Sekunden schafft. Die Höchstgeschwindigkeit wird allerdings schon bei 180 km/h begrenzt. Die großformatige Batterie ist zwischen den Achsen untergebracht und hat eine Kapazität von 83 Kilowattstunden. Die maximale Reichweite (WLTP-Standard) soll bei über 450 Kilometern liegen. Die Ladezeit ist natürlich abhängig von der Art der Säule, die bis zu 125 Kilowatt haben darf. Dann hätte der Akku in einer guten halben Stunde wieder 80% seiner Kapazität erreicht.

Interessant ist das Antriebskonzept. Der Q4 Sportback e-tron concept wird im Normalfall von seiner hinteren E-Maschine angetrieben, einen permanent erregten Synchronmotor. Die Antriebsmomente sind hecklastig verteilt. Wird weitere Leistung benötigt, verschiebt der Allradantrieb die Momente Richtung Vorderachse. Dafür wird der vordere Asynchronmotor verwendet.

Typische Audi-Merkmale beim Design

Bei den Abmessungen der beiden Modelle ist es mit bloßem Auge ebenfalls kaum möglich, einen Unterschied zu erkennen. Das Sportback ist gerade mal einen Zentimeter länger (4,60 Meter) und einen Zentimeter flacher (1,60 Meter) als der normale Q4. Auffälliger ist die nach hinten abfallende Silhouette des Coupés, die optisch durch die Dachlinie betont wird. Den sie geht in geneigte D-Säulen über und endet erst auf Höhe der unteren Fensterkante in einem horizontalen Spoiler. Das verstärkt den Eindruck einer gestreckten Silhouette.

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Audi-typisch sind die markanten Kotflügel aller vier Räder, was Audi als ein „klassisches Audi-Designmerkmal seit dem legendären Ur-quattro 1980“ bezeichnet. Bei den Q4-Modellen wirken die breiteren Bereiche weniger technisch als organisch, weil die Formen einen eher fließenden Eindruck machen. Die Räder passen im Format 22 Zoll zu den übrigen Abmessungen der Konzeptfahrzeuge.

Hoher Wiedererkennungswert für den E-tron

Das Heck des Sportbacks wird dominiert von einem breiten Lichtband, das die beiden Leuchteinheiten verbindet und bereits dem Q5 Wiedererkennungswert auf der Straße verliehen hat. Die Pfeilung der LED-Elemente ist ebenfalls an die größere Modell-Variante angelehnt.

Die Frontansicht ist Audi-typisch, wobei der Kühlergrill durch ein Designelement ersetzt wurde.

Foto: Audi AG

Das markante Heck ist mit einer durchgehenden Lichtleiste ausgestattet, wie schon der Q5.

Foto: Audi AG

Von der Seite wirkt das Auto aerodynamischer, als es nach den Abmessungen tatsächlich ist.

Foto: Audi AG

Im Innenraum ist viel Platz, und die Bedienelemente sind benutzerfreundlich angebracht.

Foto: Audi AG

Im Vergleich: Links der Audi Q4 e-tron concept und rechts der Audi Q4 Sportback e-tron concept.

Foto: Audi AG

Vor allem der optische Eindruck des Hecks unterscheidet den Q4 e-tron (links) vom Q4 Sportback e-tron.

Foto: Audi AG

Die Stoßfänger-Diffusoreinheit fällt durch die horizontalen Lamellen und das beleuchtete E-tron-Logo bei beiden Q4-Konzeptfahrzeugen auf. Hinzu kommt eine Konsequenz aus dem modernen Eletroantrieb: Der herkömmliche Kühlergrill ist überflüssig geworden und wurde durch eine strukturierte und geschlossene Fläche ersetzt, die von einem Achteck-Rahmen umgeben ist.

Viel Platz im Innenraum beim Q4 Sportback

Ein Radstand von 2,77 und ein Innenraum ohne Kardantunnel: Im Q4 Sportback haben die Passagiere viel Platz, was sich vor allem auf die Beinfreiheit auswirkt. Das Haupt-Display ist direkt hinter dem Lenkrad angebracht, um den Blick des Fahrers möglichst wenig zur Seite zu dirigieren. Auf dem Display werden zum einen wie gewohnt Geschwindigkeit und Ladezustand angezeigt, zum anderen ist hier die Anzeige für die Navigation untergebracht. Auffällig ist das Head-up-Display mit Augmented Reality-Funktion, also virtueller Realität. Wichtige grafische Informationen, zum Beispiele Pfeile zum Abbiegen bei der Navigation, können direkt in den Straßenverlauf eingeblendet werden.

Ein Touchscreen für die Bedienung der Infotainment- und Fahrzeugfunktionen wurde oberhalb der Mittelkonsole angebracht, in einer leicht geneigten Position Richtung Fahrer. Darunter ist die Tastenleiste für die Klimaanlage platziert. Weitere Touch-Bedienfelder für besonders häufig genutzte Funktionen befinden sich auf den Lenkradspeichen.

Große Elektrifizierungspläne bei Audi

Der Audi Q4 Sportback e-tron soll 2021 über die Straßen rollen. Bis zum Jahr 2025 will Audi die Modellpallette auf 20 Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb ausbauen. Dann sollen im Idealfall mehr als 40 % des Absatzes mit elektrifizierten Modellen erzielt werden.

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Ein Beitrag von:

  • Nicole Lücke

    Nicole Lücke macht Wissenschaftsjournalismus für Forschungszentren und Hochschulen, berichtet von medizinischen Fachkongressen und betreut Kundenmagazine für Energieversorger. Sie ist Gesellschafterin von Content Qualitäten. Ihre Themen: Energie, Technik, Nachhaltigkeit, Medizin/Medizintechnik.

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