Eine effiziente Kombination 01.12.2025, 17:45 Uhr

Audis Antwort auf Europas Elektrifizierung: ein neuer Dieselmotor mit elektrischer Komponente

Zahlreiche Automobilhersteller setzen in Europa konsequent auf den Elektroantrieb. Audi meldet sich nun mit einem neuen Diesel-Aggregat für den Audi Q5 und A6. Der Dreiliter-Diesel kombiniert moderne Elektrifizierung mit hoher Reichweite.

Der Audi Q5 und A6 stehen nebeneinander auf einer Straße.

Effiziente Leistung dank Mild-Hybrid-Technologie für den Q5 und A6.

Foto: Audi AG

Audi integriert in die Baureihen Q5 und A6 einen überarbeiteten Dreiliter‑V6‑Diesel, der 220 Kilowatt (kW) und ein maximales Drehmoment von 580 Newtonmeter (Nm) bereitstellt und damit kräftige Reserven für unterschiedliche Fahrsituationen bietet. Als technischer Rahmen dienen bekannte Verbrauchs- und Emissionswerte der Baureihen. Neu ist der Fokus auf Effizienzsteigerung durch Teil‑Elektrifizierung bei gleichzeitig ausgeprägtem Fahrspaß.

Als Basis der Weiterentwicklung dient die Audi-eigene MHEV plus-Technologie. MHEV steht für das Mild-Hybrid-System. Es besteht aus einem Triebstrandgenerator (TSG), einem Riemenstartergenerator (RSG) und einer Lithium-Eisenphosphat-Batterie. Der Riemenstartergenerator übernimmt Startvorgänge und speist Strom in die Batterie ein, während der Triebstranggenerator rein elektrische Fahranteile sowie zusätzliche Schubkraft beim Anfahren und Überholen ermöglicht.

Elektrifizierte Komponenten im Antriebsstrang des Audi-Dieselmotors

Das System unterstützt den Verbrennungsmotor mit zusätzlich elektrischer Energie und sorgt ebenfalls für die Energierückgewinnung. Das Ziel dieser Kombination: CO2-Emissionen zu senken und zugleich Agilität und Performance zu steigern.

Der Triebstranggenerator kann im Stadtverkehr, beim Rangieren oder auf Landstraßen rein elektrisches Gleiten ermöglichen, wodurch der Verbrenner vorübergehend entlastet wird. Beim Verzögern speist er bis zu 25 kW Energie zurück in den Speicher und liefert bei Bedarf ein zusätzliches Drehmoment von bis zu 230 Newtonmetern sowie bis zu 18 kW Leistung.

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Aufbau des elektrisch angetriebenen Verdichters im neuen Dieselmotor von Audi
Der elektrisch angetriebene Verdichter im Aufbau.

Foto: Audi AG

Beschleunigungsvergleich des aktuellen Audi Q5 V6 TDI mit MHEV plus EAV und dem Vorgängermodell mit MHEV.
Der Beschleunigungsvergleich des aktuellen Audi Q5 V6 TDI zeigt ihn im Vorteil gegenüber dem Vorgängermodell.

Foto: Audi AG

Motoransicht des neuen effizienten Dieselmotors von Audi
Audis neuer Dieselmotor V6 TDI mit 220 kW.

Foto: Audi AG

Audi verbessert den Dieselmotor im hybriden Antriebsstrang

Im aktuellen V6‑TDI wurde die MHEV plus‑Technologie um eine weitere Komponente ergänzt, den elektrisch angetriebenen Verdichter. Er fungiert als zusätzlicher Baustein des hybriden Antriebsstrangs. Diese Erweiterung schafft eine Balance zwischen dynamischer Beschleunigung und reduziertem Verbrauch, was den Diesel für Fahrerinnen und Fahrer attraktiv hält, die Langstreckenreichweite schätzen.

Der elektrisch angetriebene Verdichter ist fester Bestandteil der neu abgestimmten Brennverfahrensstrategie und arbeitet eng mit dem Abgasturbolader zusammen, indem er das zweistufige Aufladesystem optimal unterstützt. Dadurch entfaltet der V6 TDI EA897evo4 seine Leistung besonders kraftvoll, etwa beim Anfahren, Beschleunigen am Ortsrand, Überholen oder auf der Autobahn.

Neuer Verdichter macht Audis neuen Dieselmotor noch effizienter

Der elektrisch angetriebene Verdichter wird aus dem 48‑Volt‑Netz versorgt. Positioniert ist er in der Ansaugluftstrecke hinter Turbolader und Ladeluftkühler. Bei hoher Leistungsanforderung, aber geringem Energieangebot von der Turbine, leitet ein Bypass die Luft gezielt durch den Verdichter. Dort wird sie weiter komprimiert und anschließend in den Brennraum geführt.

Gegenüber früheren Audi‑Modellen mit dieser Technik, etwa leistungsorientierten Varianten wie S4, S6 oder SQ5, wurde der Betriebsbereich erweitert und der Ladedruckaufbau verbessert. Das gelang Audi durch eine permanent erregte E‑Maschine und eine optimierte Strömungsführung. In Kombination mit einer verbesserten Luftzufuhr zu den sechs Zylindern entsteht so automatisch eine höhere Performance.

Audi bietet homogene Dynamik mit neuen Dieselmotor

Die neue Generation des elektrisch angetriebenen Verdichters bietet laut Audi einen entscheidenden Vorteil: Er wirkt nun über das gesamte Drehzahlband. So entsteht ein gleichmäßiges, spontanes Ansprechverhalten mit souveräner Durchzugskraft und direktem Pedalgefühl beim Gas geben. Zugleich verbessert das die Effizienz und Haltbarkeit des Antriebs unter Dauerbelastung.

Verdichter und Triebstranggenerator schaffen einen maximalen Ladedruck von 3,6 bar, der sich zudem in nahezu einer Sekunde schneller aufbaut. Das Ergebnis: ein turbolochfreies Anfahrverhalten auf dem Niveau eines vergleichbaren Elektroantriebs. Beim Beschleunigen erreicht das Verdichterrad innerhalb von 250 Millisekunden etwa 90.000 Umdrehungen pro Minute, was einer Steigerung der Drehzahl um fast 40 Prozent entspricht.

Audi verbessert den Dieselmotor und macht ihn HVO-fähig

Der V6 TDI EA897evo4 überträgt seine Leistung dadurch besonders kraftvoll auf die Straße und kombiniert elektrischen Boost mit der charakteristischen Langstreckentauglichkeit eines modernen Diesels. Damit zeigt Audi, dass sich mit einem verbesserten Dieselmotor in Kombination mit einer elektrischen Einheit, strenge Emissionsziele erreichen lassen. Mit dem neuen Aggregat will der Automobilhersteller eine leistungsfähige Alternative zum reinen Elektrofahrzeug platzieren.

Der neue Dieselmotor von Audi ist zudem für den sogenannten HVO‑Kraftstoff nach EN 15940 freigegeben. Er ist über die XTL‑Kennzeichnung am Tankdeckel erkennbar und basiert auf hydriertem Pflanzenöl. Je nach Beimischungsgrad lassen sich damit rund 70 bis 95 Prozent CO2 gegenüber fossilem Diesel einsparen, ohne das Antriebskonzept grundlegend zu verändern. HVO steht für Hydrotreated Vegetable Oil, was übersetzt hydriertes Pflanzenöl bedeutet. Es wird aus Rest- und Abfallstoffen aus der Lebensmittelindustrie oder Rückständen der Landwirtschaft produziert.

Ein Beitrag von:

  • Nina Draese

    Nina Draese hat unter anderem für die dpa gearbeitet, die Presseabteilung von BMW, für die Autozeitung und den MAV-Verlag. Sie ist selbstständige Journalistin und gehört zum Team von Content Qualitäten. Ihre Themen: Automobil, Energie, Klima, KI, Technik, Umwelt.

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