Erde liegt in Laniakea 05.09.2014, 13:51 Uhr

Astronomen kartieren das Universum neu

Forscher konnten erstmals die Außengrenzen der Galaxien ermitteln, in denen sich die Milchstraße befindet. Sie kartierten die kosmische Umgebung und stellten dabei die unglaubliche Größe des Supergalaxienhaufens fest, in dem sich auch die Erde befindet. Sie gaben ihm den Namen „Laniakea“ – auf hawaiianisch „unmessbarer Himmel“. 

Laniakea ist ein Super-Galaxienhaufens von 500 Millionen Lichtjahren Größe. Ein Lichtjahr ist die Strecke, die das Licht in einem Jahr zurücklegt, und entspricht etwa 9,5 Billionen Kilometern. In Laniakea versammeln sich rund 100.000 Galaxien. In diesem Superhaufen befindet sich auch die Milchstraße mit unserer Heimat der Erde.

„Der Begriff Superhaufen wurde bislang ohne präzise Definition verwendet“, erläutert Brent Tully von der Universität von Hawaii. Wie auch – die tatsächlichen Ausmaße der Galaxien mit unserer Milchstraße waren bisher nie so deutlich bekannt. Erst mit einer völlig neuen Methode konnte ein internationales Forscherteam jetzt die Grenzen der heimatlichen Galaxien erkunden und das Universum neu kartieren.

Milchstraße liegt in einer größeren Struktur als dem Virgohaufen

Die Milchstraße gehört zum Galaxiehaufen Virgo. Er ist Teil einer noch größeren Struktur, bestehend aus 13 Galaxiehaufen – nämlich Laniakea. Virgo liegt am äußersten Rand von Laniakea. Aber die Wissenschaftler legten nicht nur die Abmessungen von Laniakea fest, sondern ermittelten auch Daten zum Perseus-Pisces – dem Supergalaxiehaufen, der an Laniakea angrenzt.

Bewegungen von 8000 Galaxien ausgewertet

Tully und sein Team werteten für diese Erkenntnisse Daten zur Eigenbewegung von insgesamt 8000 Galaxien aus. Dabei ermittelten sie die übergeordneten Fließrichtungen der Galaxienhaufen und der Galaxien.

So stellten sie fest, dass sich Laniakea in die Richtung des Großen Attraktors bewegt, eine der massereichsten bekannten Strukturen im Universium mit entsprechender Anziehungskraft. Galaxien, die weit von ihm entfernt liegen, werden von der Gravitation der Nachbar-Supergalaxien angezogen.

Vergleichbar mit kosmischer Wasserscheide

Neben der räumlichen Verteilung der Sternsysteme untersuchten die Astronomen erstmals auch deren Bewegung im Raum. So konnten sie die Grenzen der Supergalaxienhaufen ermitteln, da sie ähnlich wie bei einer kosmischen Wasserscheide Galaxien und Galaxienhaufen in unterschiedliche Richtungen bewegen.  „Wir sind auf Regionen im All gestoßen, die eine Divergenz der Geschwindigkeiten zeigen. Relativ eng benachbarte Galaxien bewegen sich dort in entgegengesetzte Richtungen“, sagte Physiker Tully . Über die Geschwindigkeiten der Galaxien konnten die Forscher dann die Außengrenzen von Laniakea festlegen.

 

Von Petra Funk

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