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Weltraumteleskop Hubble feiert 25. Geburtstag

23. April 2015

Alles Gutes zum Geburtstag, Hubble! Seit dem 24. April 1990 kreist das Weltraumteleskop in der Erdumlaufbahn und liefert spektakuläre Bilder aus dem All. Die älteste entdeckte Sternenformation ist 13 Milliarden Lichtjahre entfernt.
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Seit genau 25 Jahren umrundet Hubble in einer Höhe von 569 Kilometern mit rund 27.000 Kilometern pro Stunde stetig unsere Erde. Fernab von Wetterwolken oder der störenden irdischen Lichtverschmutzung fotografiert das Weltraumteleskop Planeten unseres Sonnensystems, aber auch Galaxien, die mehr als 13 Milliarden Lichtjahre entfernt sind. Das Teleskop hat ein Auflösungsvermögen von 0,05 Bogensekunden – damit könnte es ein Glühwürmchen in über 10.000 Kilometern Entfernung erkennen.

Produktivstes wissenschaftliche Instrument aller Zeiten

Im Archiv des etwas über 13 Meter langen Teleskops lagern über 100 Terabyte an Daten, wozu jedes Jahr rund zehn Terabyte hinzukommen. Mehr als 1,2 Millionen Beobachtungen hat Hubble seit Beginn der Mission 1990 gemacht, woraus bisher knapp 13.000 wissenschaftliche Aufsätze resultierten. Das macht Hubble zu dem produktivsten wissenschaftlichen Instrument, das jemals gebaut worden ist.

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Der große Erfolg des Weltraumteleskops, an dem die Europäische Raumfahrtagentur ESA mit 15 Prozent beteiligt ist, war der gesamten Mission nicht unbedingt in die Wiege gelegt. Zwei Monate nach dem Start stellte sich heraus, dass der 2,4 Meter große Hauptspiegel falsch geschliffen war und unscharfe Bilder lieferte. Der optische Fehler konnte zwar rechnerisch korrigiert werden, aber das machte Hubble letztlich nicht detailgenauer als erdgebundene Teleskope.

Dreieinhalb Jahre später installierten Astronauten eine Korrekturoptik und seither liefert Hubble gestochen scharfe Bilder. In vier weiteren Servicemissionen wurden außerdem wissenschaftliche Instrumente ausgetauscht und die Bordtechnik erneuert. Inzwischen ist das Observatorium sich selbst überlassen und sendet jede Woche rund 120 Gigabyte Beobachtungsdaten zur Erde.

Hubble lieferte Hinweise auf Alter des Universums, Schwarze Löcher und Exoplaneten

Aus den Daten von Hubble konnten die Astronomen die Ausdehnungsgeschwindigkeit des Weltalls recht genau bestimmen und daraus das Alter des Universums auf 13,7 Milliarden Jahre berechnen. Der Grundstein dafür war bereits von Edwin Hubble (1889-1953) gelegt worden. Der spätere Namenspatron des Teleskops hatte in den 1920er Jahren die allgemeine Ausdehnung des Universums bewiesen und damit das Fundament für die Urknalltheorie gelegt.

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Etwa fünf Jahre nachdem Hubble seine Arbeit aufgenommen hatte, begannen die ersten Langzeitbelichtungen, in denen das Teleskop den Blick auf weit entfernte Galaxien richtete. Im September 2012 wurde das Bild „Hubble Extreme Deep Field (XDF)“ veröffentlicht – das tiefste Bild des Universums, das jemals im Bereich des sichtbaren Lichts aufgenommen wurde. Die Lichtlaufzeit von einigen der rund 5500 Galaxien auf dem Bild bis zur Erde beträgt 13,2 Milliarden Jahre. Das heißt, die jüngsten auf dem Bild gezeigten Galaxien sind in einem Stadium nur einige Hundert Millionen Jahre nach dem Urknall zu sehen.

Nachfolger von Hubble heißt James Webb

Mit den Aufnahmen von Hubble, in denen die Bewegung einzelner Sterne verfolgt wird, konnten die Astronomen außerdem die Existenz supermassereicher Schwarzer Löcher in den Zentren großer Galaxien belegen. Auch die Existenz von Exoplaneten, die außerhalb unseres Planetensystems andere Sterne umkreisen, konnte mit der Detailschärfe von Hubble nachgewiesen werden. Inzwischen sind rund 2000 der nahezu unsichtbaren Exoplaneten gefunden worden. Erst jüngst entdeckte Hubble außerdem ein riesiges Salzmeer unter der Eisdecke des Jupiter-Mondes Ganymed.

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Wie lange Hubble noch Bilder aus den Tiefen des Alls liefern wird, ist ungewiss. Die ursprünglich geplanten zehn Jahre Laufzeit der Mission sind längst übertroffen. Nachfolger von Hubble soll das James Webb Space Telescope werden, das nach dem 2002 verstorbenen Leiter der NASA benannt wurde. Der Hauptspiegel des Infrarotteleskops, das NASA, ESA und die kanadische Raumfahrtagentur bauen, hat einen Durchmesser von 6,5 Metern. Nach etlichen Verzögerungen aufgrund gestiegener Kosten wird James Webb wahrscheinlich nicht vor 2018 starten.

 



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