Teleskop

Radioteleskop sehen in der nacht mit milchstraße in den himmel
Foto: panthermedia.net/ sdecoret

Mit Teleskopen haben wir die Möglichkeit, den Sternenhimmel zu betrachten. Sie bieten einen Einblick in das uns umgebende Universum und erlauben mit immer neuen technischen Möglichkeiten der Wissenschaft Einblicke in die Funktionsweise und Entstehungsgeschichte des Weltalls. Aufgrund ihrer großen wissenschaftlichen Bedeutung wollen wir uns die Geschichte und Funktionsweise von Teleskopen an dieser Stelle genauer anschauen.

Was sind Teleskope?

Im weitesten Sinn handelt es sich bei einem Teleskop um ein Fernrohr. Dieses funktioniert durch das Bündeln von elektromagnetischen Wellen durch die Verwendung von Linsen. Dadurch ist es möglich auch sehr weit entfernte Objekte (beispielsweise Himmelskörper) zu betrachten. Die Geschichte dieser Technologie reicht bis ins 17. Jahrhundert in die Zeit von Galilei.

Die Geschichte der Teleskope

Das erste Teleskop oder Fernrohr stammt von Hans Lipperthey, einem holländischen Brillenmacher. Seinen Namen gab er dem Fernrohr allerdings nicht. Diese Ehre gebührt dem Physiker Galileo Galilei der die Technik sukzessiv weiterentwickelt, als er von der Erfindung Lippertheys erfährt. Galielei konnte das Fernrohr durch die Verwendung von Linsen aus Venedig verfeinern und die Erfindung der Technik für sich beanspruchen. Statt für die Astronomie werden diese frühen Fernrohre zur Früherkennung von Kriegsschiffen am Horizont genutzt. Erst später erkennt Galilei den unschätzbaren Wert des Teleskops für die Betrachtung der Himmelskörper. Das Heliozentrische Weltbild, welches von Kopernikus beschrieben wurde, zeigt sich dadurch als haltbar.

Schärfer, weiter, besser

Der frühen Zeit in der Entwicklung geschuldet ist dieses erste Fernrohr noch nicht besonders scharf und erlaubt deswegen keine präzisen Einblicke. Das ändert sich mit einer weiteren Variante, die durch Johannes Kepler entwickelt wird und mit zahlreichen weiteren Variationen. Das auch als astronomisches Fernrohr bekannte Teleskop bietet eine größere Bildschärfe und ein besseres Sichtfeld. Nachteil der Konstruktion ist ein um 180 Grad gedrehtes Bild, welches durch die Verwendung weiterer Spiegel und Linsen ausgeglichen wird. Das Interesse für das Weltall ist durch die neuen Möglichkeiten der Betrachtung geweckt und zahlreiche neue Teleskope werden durch Erfinder auf der ganzen Welt geschaffen. Ende des 18. Jahrhunderts erreichen Linsen und damit die Teleskope eine Qualität, die eine farbechte Wiedergabe des vergrößerten Objekts ermöglichen.

Astro-Fotografie

Mit der Verbesserung von Herstellungsmethoden und Materialien für Spiegel entwickeln sich die sogenannten Spiegelteleskope bis zum Ende des 19. Jahrhunderts maßgeblich weiter und erlauben die Betrachtung von Himmelskörpern und Formationen im Detail. Mit der Erfindung der sogenannten Doppelrefraktoren kommt die fotografische Betrachtung der Himmelskörper auf. Doch was steckt genau in Teleskopen, wie funktionieren sie und wo liegen Unterschiede zwischen verschiedenen Typen von Teleskopen? Nachfolgend blicken wir auf die Funktionsweise von Teleskopen.

Wie funktionieren Teleskope?

Das Teleskop ist nicht nur ein einfaches Rohr. Im inneren des Linsenteleskops bzw. Refraktors befindet sich ein Objektiv. Dieses sammelt das einfallende Licht (und damit das Bild) ein und wirft dieses auf einen Brennpunkt. Das Verhältnis von Objektiv und Brennpunkt wird als Brennweite bezeichnet. Diese einfache Grundkonstruktion findet sich heute vielfach verfeinert. Mehrere Objektive kommen zum Einsatz, um ein möglichst realitätsgetreues Bild zu erschaffen. Außerdem sind zahlreiche Formen von Teleskopen entstanden, die dem klassischen Linsenteleskop überlegen sind.

Welche Arten von Teleskopen gibt es?

Bei den klassischen, optischen Teleskopen, die sich heute bei Hobby-Astronomen im Einsatz befinden, gibt es neben dem bereits erwähnten Linsenteleskop noch das sogenannte Spiegel- bzw. Reflektor-Teleskop. Von beiden Arten bestehen zahlreiche Bauarten, die sich jedoch nur in Details unterscheiden. Für alle gilt, dass sie wissenschaftlichen Ansprüchen nicht mehr genügen. In diesem Bereich kommen andere, präzisere Technologien wie Radioteleskope oder Infrarotteleskope zum Einsatz. Wer daheim mit dem Teleskop arbeiten möchte, der hat

Was ist bei Teleskopen zu beachten?

Wer sich ein Teleskop zulegen möchte, der sollte zuallererst auf die Qualität achten. Wirklich hochwertige Teleskope finden sich im Fachhandel und nicht im Kaufhaus. Dort spielt der gewünschte Einsatzzwecke die wichtigste Rolle bei der Wahl des passenden Teleskops. Linsenteleskope sind oft im sehr günstigen Preisbereich zu finden und bringen neben einer relativ geringen Vergrößerung das Problem einer farblichen Verzerrung mit. Schon für Anfänger eignen sich sogenannte Spiegelteleskope, die sich im Vergleich durch eine kleinere Bauform auszeichnen und dabei eine größere Farbechtheit ermöglichen. Sie sind die Grundlage für die Astrofotografie, da sie eine deutlich höhere Qualität bieten als die Linsenteleskope. Die Preisspanne im Bereich der Spiegelteleskope ist groß und hängt davon ab, wie groß das Teleskop sein soll. Doch wieso sollte man sich für ein Amateurteleskop entscheiden? Wir erklären, was sich mit den Lösungen für daheim sehen lässt.

Was kann man mit einem Teleskop sehen?

Generell lässt sich sagen, dass man mit bezahlbaren Teleskopen für den heimischen Gebrauch die Planeten des Sonnensystems sehen kann. Besonders der Mond ist mit zahlreichen Details und in Nuancen zu erkennen. Weiter entfernte Himmelskörper wie der Mars lassen sich zumindest in Nuancen und mit etwas Farbe erkennen. Weiter raus lassen sich Details von Sternen und Nebeln allerdings nur noch erahnen. Die Wissenschaft kann mit riesigen Teleskopen und moderner Technik selbstverständlich weitaus tiefer ins All schauen.

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