3. Platz für ESA-Team 01.10.2015, 07:45 Uhr

Ein Haus aus Eis gewinnt Nasa-Wettbewerb für beste Marsbehausung

Vielleicht werden zukünftige Marsianer, die von der Erde aus den Mars bevölkern, in einem Haus aus Eis leben. Mit dieser Idee gewann das Team Ice House im Nasa-Wettbewerb für die beste Wohnlösung auf dem Mars den ersten Platz. Wie bei allen anderen Wettbewerbsteilnehmern kommen wichtige Bausteine aus dem 3D-Drucker.

Mit einem Entwurf für ein transparentes Haus aus Eis haben acht Wissenschaftler des Ice-House-Teams aus New York den Nasa-Wettbewerb gewonnen. Ein Eishaus bietet genügend Schutz, lässt aber auch Licht durch und verbessert damit die Lebenssituation der Marsbewohner und erlaubt sogar den Anbau von Pflanzen. 

Mit einem Entwurf für ein transparentes Haus aus Eis haben acht Wissenschaftler des Ice-House-Teams aus New York den Nasa-Wettbewerb gewonnen. Ein Eishaus bietet genügend Schutz, lässt aber auch Licht durch und verbessert damit die Lebenssituation der Marsbewohner und erlaubt sogar den Anbau von Pflanzen. 

Foto: Ice House New York

So könnte eine Marsstation aussehen, in der Astronauten eine lange Zeit leben müssten.

Foto: Ice House

Foto: Ice House / Foster + Partners | ESA LavaHive

Foto: Ice House / Foster + Partners | ESA LavaHive

Foto: Ice House / Foster + Partners | ESA LavaHive

Foto: Ice House / Foster + Partners | ESA LavaHive

Foto: Ice House / Foster + Partners | ESA LavaHive

Foto: Ice House / Foster + Partners | ESA LavaHive

Foto: Ice House / Foster + Partners | ESA LavaHive

Foto: Ice House / Foster + Partners | ESA LavaHive

Für die Nasa ist der3D-Druck ein Schlüssel zum Bau von Wohnhäusern für die ersten Menschen auf dem Mars. Vor fünf Monaten hatte die amerikanische Weltraumbehörde einen Wettbewerb ausgeschrieben, um Ideen zu sammeln, wie künftige Behausungen auf dem Mars aussehen könnten. Wichtigste Bedingung war, dass alle Teilnehmer für ihre Konstruktionen die 3D-Drucktechnologie einsetzen sollten.

Über 160 Teams reichten schließlich ihre Wohnideen ein, aus denen wiederum 30 Finalisten ausgewählt wurden. Jetzt hat die Nasa die Siegerteams gekürt und den ersten Platz, der mit einem Preisgeld von 25.000 $ verbunden ist, an „Ice House“ vergeben.

Helligkeit soll für mehr Lebensqualität der Mars-Bewohner sorgen

Die acht Wissenschaftler des Ice-House-Teams aus New York, darunter Astrophysiker, Geologen, Ingenieure und Designer, machen sich das Eisvorkommen und die niedrigen Temperaturen auf dem Mars zunutze. „Mit der Eis-Architektur wollten wir Licht in die Innenräume bringen und auch eine Verbindung zur landschaftlichen Umgebung auf dem Mars schaffen“, erklärte das Team.

Siegerentwurf Ice House: Eiswände halten schädliche Strahlung ab, lassen aber genügend Tageslicht durch, um sogar Pflanzen anbauen zu können.

Siegerentwurf Ice House: Eiswände halten schädliche Strahlung ab, lassen aber genügend Tageslicht durch, um sogar Pflanzen anbauen zu können.

Foto: Ice House New York

Außerdem könnten die eisigen Wände vor der schädlichen Strahlung aus dem All schützen, ohne dass die Bewohner unterirdisch leben müssten. Das Licht soll das Wohlbefinden der Bewohner verbessern und auch den Anbau von Pflanzen zur Ernährung der Menschen ermöglichen und damit zugleich eine ähnliche Umgebung schaffen, sie sie auf der Erde herrscht.

Architekt Foster auf dem zweiten Platz

Auf dem zweiten Platz, der mit 15.000 $ dotiert ist, landete das Team Gamma des Architekturbüros Foster + Partners aus London, das auch den Publikumspreis gewann. Die Architekten, die in Deutschland durch den Bau der Glaskuppel auf dem Reichstag bekannt geworden sind, hatten bereits früher eine Mondbasis in Kuppelform entwickelt.

Das Architekturbüro Foster + Partners aus London landete mit seinem Gamma-Entwurf auf dem zweiten Platz. Roboter sollen aus dem lockeren Marsgestein Regolith die Behausungen herstellen.

Das Architekturbüro Foster + Partners aus London landete mit seinem Gamma-Entwurf auf dem zweiten Platz. Roboter sollen aus dem lockeren Marsgestein Regolith die Behausungen herstellen.

Foto: Foster + Partners

Für den Wettbewerb planten sie eine 93 qm große Behausung aus Regolith, dem lockeren Gesteinsmaterial auf der Marsoberfläche. Drei unterschiedliche Arten von Robotern sollen dann eingesetzt werden, um die Behausung zu bauen. Eine Roboterart würde kraterartige Löcher graben, um die herum andere Roboter aus dem Regolith Wände bauen, die schließlich von weiteren Maschinen mit Mikrowellen miteinander verbunden würden.

Das ESA-Team will Material aus dem Raumschiff recyceln

Der dritte Platz und 10.000 $ schließlich wurden dem Team „LavaHive“ zugesprochen. Ingenieure, Materialwissenschaftler, Astrophysiker und Produktdesigner des europäischen Astronautenzentrums in Köln hatten sich für den Wettbewerb mit der „Liquifer Systems Group GmbH“ zusammengetan. Liquifer ist ein vor zehn Jahren gegründetes österreichisches Unternehmen, das im Auftrag der ESA und der EU Design- und Ingenieurprojekte in der Raumfahrtindustrie entwickelt.

ESA-Entwurf für eine Bodenstation auf dem Mars: Die Ingenieure aus dem Astronautenzentrum in Köln wollen große Teile des Raumschiffs als Basis der Marsstation nutzen. Verbindungskorridore und weitere kleinere Behausungen sollen aus dem auf dem Mars verfügbaren Gestein Regolith produziert werden.

ESA-Entwurf für eine Bodenstation auf dem Mars: Die Ingenieure aus dem Astronautenzentrum in Köln wollen große Teile des Raumschiffs als Basis der Marsstation nutzen. Verbindungskorridore und weitere kleinere Behausungen sollen aus dem auf dem Mars verfügbaren Gestein Regolith produziert werden.

Foto: ESA/Team LavaHive

Mit LavaHive will die ESA-Gruppe eine modulare Behausung bauen, die auch Materialien und Strukturen des Raumschiffes verwendet, mit denen die Astronauten auf dem Mars gelandet sind. So würde die obere Hülle des Landesystems, in dem die Konstruktionsroboter mitgebracht werden, als Dach für den aufblasbaren, darunter liegenden Hauptwohnraum verwendet. Mit dem überall verfügbaren Regolith würden dann zwei Mars-Rover Verbindungskorridore und weitere kleinere Behausungen bauen. 

Von Gudrun von Schoenebeck Tags: , ,

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