Microsofts Updateserver ausgetrickst 27.05.2014, 11:37 Uhr

Computertrick macht Updates für Windows XP wieder verfügbar

Mit einem kleinen Eingriff in die Systemdatenbank von Windows XP ist es möglich, das Supportende des Betriebssystems weiter hinauszuschieben. Microsofts Updateserver denken dann, man betreibe eine Spezialversion, die noch bis April 2019 Recht auf Updates hat. Doch der Trick, der aktuell auf diversen Portalen kursiert, ist illegal und kann das System beschädigen. 

Nur wenige Handgriffe sind nötig und die Updateserver bei Microsoft denken, man betreibe POSReady – eine Variante des Betriebssystems, die vor allem in Geldautomaten und Kassen zum Einsatz kommt. Der Trick funktioniert allerdings nur bei der 32-Bit-Version von XP. 

Nur wenige Handgriffe sind nötig und die Updateserver bei Microsoft denken, man betreibe POSReady – eine Variante des Betriebssystems, die vor allem in Geldautomaten und Kassen zum Einsatz kommt. Der Trick funktioniert allerdings nur bei der 32-Bit-Version von XP. 

Foto: dpa/Jens Büttner

Nach einer Änderung in der Windows-Systemdatenbank gibt sich Windows XP als Embedded POSReady 2009 aus – eine Variante, die vor allem in Kassen, Fahrkartenautomaten und Bankautomaten zum Einsatz kommt und noch bis 2019 mit Updates versorgt wird. Die Updates sind mit der Standardversion kompatibel.

32-Bit-Version und Servicepack 3 sind Voraussetzung

Der Trick mit der Registryänderung klappt allerdings nicht bei allen Versionen: Bei den Betriebssystemen Windows XP Professional und Windows XP Home funktioniert es, wenn es sich um 32-Bit-Versionen handelt. Eine weitere Voraussetzung für das Gelingen ist das installierte Servicepack 3. Wer eine 64-Bit-Version des Betriebssystems benutzt, bleibt also bei diesem Registryhack außen vor. Allerdings werden im Internet mittlerweile auch komplexere Alternativen für die Installation der Sicherheitsupdates auf 64-Bit-Versionen von Windows XP aufgezeigt.

Hack ist illegal und kann System beschädigen

Jeder Eingriff in die Registry kann gefährliche Folgen für das gesamte System haben – bis hin zur irreparablen Beschädigung. Gerade unerfahrene Benutzer des mächtigen Registry-Editors sollten deshalb Vorsorge treffen: Sinnvoll ist es, vor jedem Eingriff in die Registry eine Datensicherung durchzuführen, zumindest aber eine Sicherung der Registry-Dateien.

Außerdem sollte man den Hack nicht wirklich als dauerhaften Ausweg aus dem XP-Supportende betrachten. Es ist anzunehmen, dass die Patches nicht für XP-Desktop-Rechner getestet wurden. POSReady ist ohnehin auf ein viel schmaleres Anwendungsfeld hin ausgerichtet. Darüber hinaus könnten sich durch die Nutzung der Updates gegen den Willen des Herstellers auch rechtliche Probleme ergeben.

Statt des Registryhacks sollte man deshalb zur sauberen Lösung des Updateproblems besser so schnell wie möglich auf eines der neueren Betriebssysteme Windows 7 oder Windows 8 oder ein kostenloses Linux-Betriebssystem wie beispielsweise Ubuntu umsteigen.

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