Höchstgeschwindigkeit 20 km/h 06.09.2018, 13:19 Uhr

Eine Million Steine – Lego baut Bugatti in Originalgröße nach

Der Bugatti Chiron gilt als schnellster Sportwagen der Welt, aber in einer ganz speziellen Version bringt er es nur auf 20 km/h. Und beeindruckt trotzdem. Denn der Flitzer im Maßstab 1:1 besteht aus über einer Million gesteckter Lego-Steinchen. Angetrieben wird er von mehreren Tausend kleiner Motoren.

Eine Million Steine – Lego baut Bugatti in Originalgröße nach

Nachgebauter Bugatti Chiron: Das Modell ist mit einem Heckspoiler, einem Tachometer, Front- und Rückleuchten, einem abnehmbaren Lenkrad und einem Bremspedal ausgestattet, die alle voll funktionsfähig sind und aus Lego-Elementen bestehen.

Foto: Lego

Eine Million Steine – Lego baut Bugatti in Originalgröße nach

Echte Hingucker sind sie beide: Links steht der Original Bugatti Chiron, rechts der Lego-Nachbau.

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Eine Million Steine – Lego baut Bugatti in Originalgröße nach

Auch das Heck besteht aus Lego. Insgesamt wurden mehr als eine Million Steine verbaut.

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Eine Million Steine – Lego baut Bugatti in Originalgröße nach

Rund 13.000 Arbeitsstunden wurden bei Lego in den Nachbau des Bugatti Chiron in Originalgröße investiert.

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Eine Million Steine – Lego baut Bugatti in Originalgröße nach

Auch die funktionstüchtige Bremse des Bugatti Chiron besteht aus Lego-Elementen.

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Eine Million Steine – Lego baut Bugatti in Originalgröße nach

Detailaufnahme von einem Scheinwerfer des Lego-Nachbaus.

Foto: Lego

Eine Million Steine – Lego baut Bugatti in Originalgröße nach

Bugatti-Pilot Andy Wallace war beeindruckt von dem Lego-Nachbau. Auch wenn er nicht schneller als gut 20/km in der Spitze schafft.

Foto: Lego

Lego, der unkaputtbare Spielzeugklassiker, der Kinder (und deren Eltern) seit über 80 Jahren zu kreativen Baumeistern werden lässt, meldet jetzt eine neue bauliche Höchstleistung: 16 Lego-Konstrukteure haben den Sportwagen Bugatti Chiron in Originalgröße mit Elementen von Lego Technic zusammengebaut. Der himmelblaue Rennwagen sieht nicht nur aus wie sein Vorbild – er fährt sogar.

Klebstoff tabu

Die Idee sei Designer Aurelien Rouffiange und seinem Team gekommen, als sie am Lego-Bausatz des Bugatti Chiron arbeiteten, heißt es auf der Lego-Website. Das Chiron-Modell im Maßstab 1:8 war gerade fertiggestellt, als die Diskussion darüber begann, ob man dieses Modell auch in Originalgröße und mit eigenem Antrieb bauen könne. Ein voll funktionstüchtiges Lego Technic Auto in dieser Dimension hatte es bis dato noch nicht gegeben. Ein Fall also für das Lego-Werk im tschechischen Kladno, wo Lego-Designer komplexe Modelle für die Läden und Parks der Marke bauen. Ein Team aus 16 Spezialisten, einschließlich Experten für Design, Mechanik und Elektronik wurde zusammengestellt. Sie arbeiteten über 13.000 Stunden an dem Großprojekt.

Klebstoff war – das gebietet die Lego-Ehre – tabu. Alle Teile, insgesamt waren es über eine Million und 339 verschiedene Arten von Elementen, wurden nach bewährter Vorgehensweise gesteckt. Etliche Bauteile wurden eigens für das Projekt maßgefertigt. Das Modell ist mit einem ausfahrbaren Heckspoiler mit Pneumatikteilen, einem Tachometer, Front- und Rückleuchten, einem abnehmbaren Lenkrad und einem Bremspedal ausgestattet – alles voll funktionsfähig. Der Motor dieses 1,5 Tonnen schweren Wagens, der mit 2.304 Motoren und 4.032 Lego Technic Getriebe-/Zahnrädern bestückt ist, erzeugt 5,3 PS und ein geschätztes Drehmoment von 92 Nm.

Rennfahrer Wallace bringt Lego-Bugatti auf gut 20km/h

Im Vergleich zu den 1.500 PS und 1.600 Nm Drehmoment eines echten Bugatti Chiron fällt die Power der Lego-Version natürlich mehr als dürftig aus. Eine Höchstgeschwindigkeit von 420 km/h – bei der Kopie undenkbar. Aber darauf kam es den Lego-Technikern auch nicht an. Sondern darauf, dass das Lego-Auto überhaupt auf Testfahrt geschickt werden konnte. Der geeignete Ort dafür war schnell gefunden: Auf dem Testgelände Ehra-Lessien in Deutschland war auch der echte Chiron zum ersten Mal auf die Probe gestellt worden.

Die Fahrt selbst wurde von Andy Wallace, dem mehrfachen Sieger der 24-Stunden-Rennen von Le Mans und Dytona und offiziellem Bugatti-Piloten, übernommen. „Als ich den Lego Technic Chiron zum ersten Mal sah, war ich sofort von der Präzision des Modells und der Authentizität beeindruckt. Tatsächlich ist es aus einer Entfernung von ungefähr 20 Metern noch nicht offensichtlich, dass ein Lego Auto vor einem steht“, sagte Wallace. Es sei ein großartiges Erlebnis gewesen, den Lego Chiron zu fahren. Einmal in einem Lego Auto zu sitzen, habe er sich vor einigen Jahren nicht vorstellen können, sagte der Rennfahrer. Wallace schaffte es, den Lego Bugatti mit den echten Bugatti Chiron-Rädern auf etwas mehr als 20 km/h zu beschleunigen.

Ebenfalls mehr als eine Million Steine wurden beim weltgrößten Lego-Schiff verbaut. Bericht und Bilder dazu finden Sie hier.

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