GRAN MEDITERRANEO 13.04.2016, 15:06 Uhr

Wie Wellen aus weißem Beton zu einem Hochhaus werden

Die Idee ist faszinierend: Wenn man Räume in Wellenform baut, dann ist jeder Raum unterschiedlich hoch. Und warum soll sich nicht gleich ein ganzes Hochhaus aus Wellen in Höhe schwingen? Diese Idee für das wohl ungewöhnlichste Hochhaus der Welt will der Architekt David Tajchman in Tel Aviv verwirklichen.

Ein Hochhaus mit völlig unterschiedlichen, geschwungenen Raumhöhen hat der belgische Architekt David Tajchman für Tel Aviv entworfen. Gebaut werden soll das „Gran Mediterraneo“ aus weißem Beton.

Foto: David Tajchman

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Foto: David Tajchman

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Das wohl ungewöhnlichste Hochhaus der Welt soll in der israelischen Metropole Tel Aviv gebaut werden. Die Fassade des Rundbaus besteht aus elegant geschwungenen grazilen Betonwellen, zwischen denen große verspiegelte Glasflächen zu sehen sind.

Im Inneren geht es nicht weniger ungewöhnlich zu. Die Fassadenwellen setzen sich dort fort, sodass Räume mit unterschiedlichen Höhen entstehen. Als Baumaterial setzt der für den Entwurf verantwortliche Architekt, der in Paris arbeitende Belgier David Tajchman, weißen Beton ein.

Das „Gran Mediterraneo“ wird 140 Meter hoch

Das „Gran Mediterraneo“ getaufte Hochhaus soll dazu beitragen, die Skyline von Tel Aviv nach Unesco-Wünschen umzugestalten. „Das Gran Mediterraneo bricht mit dem weltweit üblichen Übereinanderstapeln von Einzelgeschossen, verkleidet mit verspiegelten Scheiben“, sagt Tajchman.

Die Fassade des Rundbaus

Die Fassade des Rundbaus „Gran Mediterraneo“ besteht aus elegant geschwungenen grazilen Betonwellen, zwischen denen große verspiegelte Glasflächen zu sehen sind.

Quelle: David Tajchman

Das Gebäude hat einen Durchmesser von 40 Metern und eine Höhe von 140 Metern. Wäre es ein typisches Stapel-Hochhaus entspräche das rund 45 Etagen. Die Nutzfläche läge dann bei rund 55.000 Quadratmetern. Der Baubeginn ist noch offen.

Imitation des Toten Meeres in einem Hochhaus

Der ungewöhnliche Komplex hat viele Funktionen. Vorgesehen sind Apartments, ein Hotel, ein Wellnessbereich mit einem Becken voller Wasser, das die gleiche Zusammensetzung hat wie das im Toten Meer, Büros, Veranstaltungsräume und üppige Parkanlagen in den Außenbereichen, in denen mediterrane Pflanzen wachsen.

Für Chicago hat David Tajchman „Mushroom“ entworfen, ein Gebäude, das einer Muschel ähnelt. 

Für Chicago hat David Tajchman „Mushroom“ entworfen, ein Gebäude, das einer Muschel ähnelt.

Quelle: David Tajchman

Bewohnern und Hotelgästen sollen fahrerlose Elektroautos zur Verfügung stehen, die in einem automatischen Parkhaus abgestellt werden. Jede Box ist mit einer Stromtankstelle ausgestattet. Die Fahrzeuge parken über einer stromdurchflossenen Spule. Deren elektromagnetisches Feld fängt eine zweite Spule unter dem Fahrzeugboden auf. Der entstehende Wechselstrom wird gleichgerichtet, sodass sich die Batterien aufladen.

Tajchman hat schon viele spektakuläre Entwürfe geschaffen

Das „Gran Mediterraneo“ ist nicht der erste spektakuläre Entwurf Tajchmans. Für Chicago etwa hat er „Mushroom“ entworfen, ein Gebäude, das einer Muschel ähnelt. In Paris baute er „Top up“, ein hypermodernes kleines Penthouse, das auf einem Altbau thront.

Für den Flughafen Miami entwarf David Tajchman „Fluid Miami“, einen spektakulären Haltepunkt der Flughafen-Metro. 

Für den Flughafen Miami entwarf David Tajchman „Fluid Miami“, einen spektakulären Haltepunkt der Flughafen-Metro.

Quelle: David Tajchman

Und für den Flughafen Miami entwarf er „Fluid Miami“, einen spektakulären Haltepunkt der Flughafen-Metro. Oft blieb es allerdings bei Entwürfen.

Kennen Sie eigentlich die zehn höchsten Häuser der Welt? Hier sind sie.

 

Ein Beitrag von:

  • Wolfgang Kempkens

    Wolfgang Kempkens studierte an der RWTH Aachen Elektrotechnik und schloss mit dem Diplom ab. Er arbeitete bei einer Tageszeitung und einem Magazin, ehe er sich als freier Journalist etablierte. Er beschäftigt sich vor allem mit Umwelt-, Energie- und Technikthemen.

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