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Tipps für eine gelungene Bewerbung

Bewerbung ist mehr als „Anschreiben, Lebenslauf, Zeugniskopien“. Wer erfolgreich sein will, muss sich gut vermarkten können: Wie hebe ich mich von der Masse ab? Was sollte ich vermeiden? Wie wichtig ist die Optik?

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Foto: panthermedia.net/maxkabakov

Eine Bewerbung – kein einfaches Unterfangen. Ob Print oder Online: Sie sitzen am PC vor einem leeren Blatt und fragen sich, wo Sie anfangen sollen: Wie vermeide ich die Standardfloskeln im Anschreiben? Was muss alles im Lebenslauf stehen und wie ziehe ich es auf? Und was will ich überhaupt genau erreichen?

Wir haben diese Woche Nikos Kanonis interviewt, der während seiner Tätigkeit als Personalvermittler für Unternehmen aus der Ingenieur- und IT-Branche aus zahlreichen Bewerbungen die zum Kunden passenden Bewerber auswählen musste. Er empfiehlt Bewerbern sich vor einer Bewerbung genau zu hinterfragen, berichtet von den Tücken und Fehlerfallen und schildert Eindrücke von der Personalerseite.

Nikos Kanonis

Nikos Kanonis

Guten Tag Herr Kanonis, fangen wir erst einmal ganz von vorne an. Ich sitze am PC und möchte meine Bewerbung zusammenstellen. Mit welchem Teil sollte ich beginnen? Lebenslauf, Anschreiben, Foto, Zeugnisse?

Nikos Kanonis: Weder noch. Beginnen Sie immer bei sich selbst. Machen Sie zuerst eine Selbstanalyse und finden Sie heraus, was Sie überhaupt wollen. Was sind Ihre Stärken? Wo liegt Ihr Potential? Welche Stellen und welche Unternehmen sind für Sie interessant? Stellensuchende bewerben sich mangels richtiger Selbstanalyse oft auf Stellen, für die sie laut Anzeige gar nicht qualifiziert (genug) sind oder mit denen sie sich wahrscheinlich nicht wohl fühlen würden. Daher sollte sich jeder Bewerber vorher gut überlegen: 1.) Was tue ich gerne?, 2.) Was kann ich gut? und 3.) Unter welchen Bedingungen möchte ich gern arbeiten?

Viele Bewerber haben mit einer ehrlichen Selbstanalyse nachweislich Schwierigkeiten, „träumen“ gleichzeitig aber von einer Top-Stelle. Was raten Sie solchen Kandidaten?

Insbesondere Berufseinsteiger lechzen nahezu nach einer Anstellung bei einem namhaften Konzern, einfach weil „es sich gut im Lebenslauf“ macht. Da mag durchaus etwas dran sein, aber in erster Linie sollten Bewerber, Stelle und Unternehmen gut zueinander passen und dann erst bspw. der Name des Unternehmens eine Rolle spielen.Wer Schwierigkeiten bei der Selbstanalyse hat, sollte sich die Meinung eines Dritten einholen: das kann die Familie sein, aber auch ehrliche Gespräche mit Freunden oder Arbeitskollegen helfen oftmals weiter. Professioneller Rat wie der eines Karriereberaters kann ebenfalls zielführend sein. Auf den VDI nachrichten Recruiting Tagen bieten Sie Ihren Besuchern so etwas ja kostenlos an.

Gut, jetzt weiß ich also, was ich will, kann und habe auch tatsächlich ein Unternehmen und die passende Stellenanzeige auf jobs.ingenieur.de gefunden. Was nun? Worauf lege ich den Fokus bei meiner Bewerbung?

Fangen Sie mit dem Dokument an, was am meisten interessiert – auch wenn es in der Anordnung erst nach dem Anschreiben steht: Ihr Lebenslauf. Hierauf schaut ein Personaler als erstes, ganz gleich, ob davor ein pfiffig formuliertes Anschreiben steht oder Sie gute Zeugnisse haben. Er scannt innerhalb von Sekunden die 2-3 Seiten Ihres Lebenslaufs nach Schlagwörtern ab. Wo haben Sie gearbeitet? Mit welchen Aufgaben waren Sie betraut? In welchen Projekten sind Sie eingesetzt gewesen und mit welchen Programmen sind Sie in Kontakt gekommen? Findet er keinen fachlichen Bezug zur Stelle, keine Schlüsselbegriffe, haben Sie eigentlich schon verloren. Findet er aber welche, so schaut er sich Zeugnisse, Anschreiben usw. auch noch an. Ihr Lebenslauf ist also der Türöffner!

Nicole Lücke und Thomas Kresser haben hierzu ja auch einen Beitrag geschrieben, wie Arbeitgeber den Lebenslauf lesen und worauf Bewerber achten sollten. Abgesehen von den wichtigen Schlüsselbegriffen – wie hebe ich mich denn sonst noch von der Masse ab?

Denken Sie dran: Der Personaler kennt Sie nicht, er hat lediglich ein paar Seiten vor sich liegen und muss sich ein Bild davon machen, ob die Bewerbung passt oder nicht. Versetzen Sie sich also in ihn hinein und zeigen Sie ihm die einzelnen Stationen Ihres Lebens so auf, dass er sie versteht. Ich finde, dass es den meisten Bewerbungen genau daran mangelt. Wenn Sie sich von der Masse abheben wollen, müssen Sie individuell sein. Das bedeutet nicht, dass Sie alles komplett anders machen können oder sollten als andere. Dann fallen Sie zwar auf – in der Regel aber auch durch. Trotzdem gibt es Dinge, die Sie besser machen können als ein Großteil Ihrer Konkurrenten.

Na, da schieben Sie jetzt aber hoffentlich einen „heißen Tipp“ hinterher… 

Jeder Bewerber hat schon einmal gehört, dass er sein Anschreiben individualisieren und keine Massenanschreiben verschicken soll, die pauschal auf viele Unternehmen und Stellen passen. Aber fast kein Bewerber individualisiert seinen Lebenslauf. Schließlich bleibt das, was man gemacht hat, ja immer gleich. Prinzipiell stimmt das. Aber Sie können es ja trotzdem von Bewerbung zu Bewerbung individuell präsentieren! Da sich Personaler, wie bereits gesagt, als erstes Ihren Lebenslauf „vorknöpfen“, sollten Sie auch und vor allem diesen in jeder Bewerbung mit Blick auf die ausgeschriebene Stelle anpassen. Was wird in der Stellenanzeige verlangt? Was sollen Sie mitbringen? Heben Sie die passenden Erfahrungen hervor, betonen Sie die entsprechenden Kenntnisse, ändern Sie wenn nötig die Schwerpunkte, optimieren Sie die entscheidenden Stellen. Vermarkten Sie sich! Bringen Sie Ihre eigene Persönlichkeit ein!

Wo wir schon mal beim Thema Selbstvermarktung sind. Was sind denn klassische Fehler, die mir da einen Strich durch die Rechnungen machen könnten?

Es ist zwar kein Fehler im eigentlichen Sinn, aber ein chronologischer Lebenslauf wird heutzutage nicht mehr gern gesehen. Beginnen Sie lieber immer mit der aktuellen bzw. letzten Stelle. Diese interessiert den neuen Arbeitgeber am meisten. Achten Sie also darauf, dass Ihr Lebenslauf umgekehrt chronologisch angelegt ist.

Vermeiden Sie, dass Lücken bereits beim Lesen des Lebenslaufs Fragezeichen beim Personaler verursachen. Einzelne Zeiträume ohne Beschäftigung sollten klar sein. Erwähnen Sie also, dass Sie im Ausland oder arbeitssuchend waren etc. Im Übrigen: wenn Sie beim Zeitformat nur den Monat und das Jahr angeben (MM/JJJJ), hilft Ihnen das beim Kaschieren kleinerer Lücken. Das hat auch nichts mit Schummeln zu tun – so etwas nennt man clever!

Sie haben die fachliche/inhaltliche Seite angesprochen. Ist es denn wirklich so, dass Personaler nur auf den Lebenslauf achten und es oftmals nur Sekunden und Kleinigkeiten sind, die darüber entscheiden, ob meine Bewerbung eine wirkliche Chance hat?

Von der Vorstellung, dass sich ein Personaler lang und ausführlich mit einer Bewerbung auseinandersetzt sollten Sie sich verabschieden. Das geht tatsächlich innerhalb von Sekunden.

Aber natürlich sind hierbei auch noch andere Faktoren wichtig. Es gibt zahlreiche Untersuchungen, die allesamt zeigen, dass Personaler sich in der Regel unbewusst aber teilweise sehr stark von der Optik beeinflussen lassen: Hat der Bewerber eine gut lesbare Schrift gewählt? Wirkt der Lebenslauf zu gequetscht oder zu luftig? Springen mir unterschiedliche Schriftfarben und –größen entgegen? Ist der Aufbau überall stringent? Fühlt sich die Bewerbungsmappe wertig an? Ist das Bewerbungsfoto gut eingescannt bzw. hat es eine ausreichende Auflösung? All das sind vermeintliche Kleinigkeiten, die in der Summe aber eine entscheidende Rolle spielen. Das Auge isst mit – wie im richtigen Leben!

Woher weiß ich denn als Bewerber, was dem Personaler gefällt? Das sind ja schließlich ganz schön viele Faktoren, auf die ich da achten muss.

Was dem Personaler konkret gefällt, können Sie nicht wissen. Jeder tickt da anders. Daher wird es hierzu auch nie pauschale Aussagen von mir geben. Optik hat auch immer etwas mit Geschmack zu tun und der ist bekanntlich von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Bewerber wünschen sich von einem Karriereberater oder Bewerbungscoach zwar „goldene Regeln“ nach denen sie sich richten können, aber die gibt es nicht. Der eine Berater sagt so, der andere Coach sagt so, der dritte Bewerbungstrainer wiederum was ganz anderes. Entscheidend auf optischer Ebene ist, dass sie einen sauberen, klar strukturierten Aufbau haben, relevante Informationen ins Auge fallen und Layout und Format einheitlich sind. Ich persönlich z.B. mag es, wenn Bewerbungen in einer serifenlosen Schriftart aufgemacht sind. Das ist i.d.R. besser lesbar, wirkt frischer und nicht so altbacken. Ich habe aber auch schon Bewerber eingeladen bzw. eingestellt, die in ihrer Bewerbung Times New Roman verwendet hatten…

Wichtig ist, dass das Gesamtbild stimmig ist: bleiben Sie bei einer Schriftart für Anschreiben und Lebenslauf. Die Schriftgröße sollte 11 oder 12pt betragen. Bei den einzelnen Punkten Ihrer Karriere können Sie im Lebenslauf ein wenig (!) mit der Schriftgröße/-farbe bzw. mit Fett- und Kursivschrift spielen, um bestimmte Punkte etwas hervorzuheben. Aber Vorsicht: setzen Sie solche Mittel nur sehr dezent und sinnvoll ein!

Sie haben vorhin das Bewerbungsfoto angesprochen. Brauche ich dieses überhaupt noch? Welche Rolle spielt es bei der Bewertung meiner Unterlagen?

So wie ein ordentliches Layout und eine schöne Optik, hat auch ein Foto einen höheren Emotionsgehalt als die fachlichen Daten Ihrer Bewerbung. Daher sollten Sie auch hier gewisse Dinge beachten: rennen Sie nicht gleich ins erste Fotostudio in der Nachbarschaft oder gar zu einem Automaten. Informieren Sie sich, wo man in Ihrer Stadt gute Bewerbungsfotos machen lassen kann und lassen Sie sich Arbeitsproben zeigen.

Einen guten Bewerbungsfotograf erkennen Sie daran, dass er Sie nach Branche und Position fragt für die Sie sich bewerben möchten. Davon hängt z.B. ein Stück weit die Kleiderwahl ab. Auch wenn man mit pauschalen Aussagen immer vorsichtig sein sollte: Ingenieuren würde ich i.d.R. dazu raten, ein klassisch-seriöses Outfit zu wählen. Herren also Anzug, Hemd und Krawatte, Damen Bluse und Jackett – auch wenn Sie später im Arbeitsalltag andere, normale Klamotten tragen sollten.

Also lieber etwas zu konservativ als einen Tick zu locker? Welche Vorbereitungen fürs Fotoshooting muss ich denn sonst noch führen? In Zeiten von Photoshop kann der Fotograf doch sicherlich was Schönes „zaubern“ oder?

Zum ersten Teil Ihrer Frage: definitiv ja. „Zu locker“ kommt eher negativ rüber als „zu konservativ“. Ausnahmen bestätigen die Regel. Gut vorbereiten sollten Sie sich unabhängig davon aber immer. Darauf wird Sie der Fotograf aber auch aufmerksam machen, wenn er gut ist. Er wird mit Ihnen über Outfit- und Farb-Kombinationen und Ihre Frisur sowie bei den Damen auch über Schminke und Schmuck sprechen. Am Ende stellen Sie dann gemeinsam auch eine kleine Auswahl der besten Motive zusammen: Mit und ohne Krawatte, Quer- und Hochformat, farbig und schwarzweiß. Das kostet Sie zwar etwas mehr, gibt Ihnen bei der Gestaltung Ihrer Bewerbung aber mehr Spielraum. Zu empfehlen sind außerdem digitale Abzüge, um sich das Einscannen zu ersparen. Merken Sie sich in diesem Zusammenhang folgenden Leitsatz: Sie werden wegen eines tollen Fotos allein nicht zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden, aber Sie können wegen eines schlechten Fotos durchfallen!

Es wird klar, dass die Zeit, die Personaler auf die Durchsicht meiner Unterlagen verwenden wesentlich geringer ist, als die Zeit, die es braucht um diese zusammenzustellen. Und da haben wir noch gar nicht über das Anschreiben gesprochen. Ist es da überhaupt noch wichtig, Standardfloskeln wie „Hiermit bewerbe ich mich…“ zu vermeiden, um den Personaler nicht zu langweilen oder brauche ich dem Anschreiben keine größere Bedeutung zu schenken?

Das Anschreiben ist definitiv der Teil einer Bewerbung, dem der Personaler die wenigste Aufmerksamkeit schenkt. Dennoch sollten Bewerber nicht den Fehler machen und sich deswegen weniger darum kümmern. Auch hier kann man sich wieder ein paar Prozentpunkte von der Masse abheben. Gehen Sie zunächst auf die Anzeige ein, erläutern Sie mit welchen Ihrer Fähigkeiten und Erfahrungen Sie die im Anzeigetext dargestellten Aufgaben bewältigen können und beschreiben Sie konkrete Beispiele hierzu aus Ihrer Berufspraxis (Qualifikation). Denken Sie daran: der Personaler hat sich vorher Ihren Lebenslauf (und Ihre Zeugnisse) angeschaut und sich ein Bild davon gemacht, ob Sie passen könnten. Bestätigen Sie ihn in seinem Eindruck, dass Sie ein geeigneter Kandidat sind, indem Sie die Brücke von sich zur Stelle schlagen.

Schreiben Sie dann, was Sie an der speziellen Aufgabe, dem Unternehmen oder seinen Produkten interessiert und führen Sie weitere Softskills auf, die für die Stelle von Interesse sein könnten. Erwähnen Sie bei einer ungekündigten Stellung unbedingt die Wechselgründe, wie z.B. die mangelnde Aussicht auf berufliche Weiterentwicklung (Motivation).

Fordern Sie abschließend das Unternehmen freundlich zur Kontaktaufnahme auf, bieten Sie an, Ihre Qualifikationen in einem persönlichen Gespräch zu überprüfen und beantworten Sie – sofern in der Anzeige danach gefragt wird – die Gehaltsfrage (Übergang).

Wenn Sie diese Punkte beachten, klar und nicht zu „gestelzt“ formulieren, dann ist es zweitrangig, ob sie mit der Standardfloskel „Hiermit bewerbe ich mich…“ beginnen oder eine andere, elegantere Lösung finden.

Im Idealfall passt Ihr Anschreiben auf eine Seite, nur in ganz wenigen Fällen sind auch 1,5 Seiten in Ordnung. Orientieren Sie sich beim Layout an der DIN 5008, legen Sie den Text linksbündig und mit Silbentrennung an und unterschreiben Sie das Anschreiben mit einem Füller. Das macht was her!

Wie sieht das denn bei Online-Bewerbungen aus? Ich kann ja schlecht mit dem Stift auf dem Bildschirm unterschreiben… Was gilt es hier zu beachten?

Optimal ist natürlich, wenn Sie Ihre Unterschrift digitalisieren. Das ist gar nicht so schwer: mit blauem Füller und Kugelschreiber auf einem weißen Blatt Papier unterschreiben, den Ausschnitt mit ca. 200dpi einscannen, zuschneiden und an den entsprechenden Stellen der Bewerbung einfügen: Unter das Anschreiben zwischen Grußformel („Mit freundlichen Grüßen…“) und Ihrem Namen bzw. ans Ende vom Lebenslauf samt aktuellem Datum.

Ansonsten unterscheiden sich Online- und Printbewerbung inhaltlich nicht, sondern nur in der Form. Hier sollten Sie auf folgende Dinge achten:

  • Ihre E-Mail-Adresse sollte persönlich und seriös sein, z.B. max.mustermann@ingenieur.de. Versenden Sie Ihre Bewerbung außerdem nie über Ihre geschäftliche E-Mail-Adresse oder gar über den Firmenserver.
  • Verwenden Sie einen eindeutigen Betreff, den man direkt zuordnen kann. Nennen Sie die ausgeschriebene Position ggf. mit Standort und Kennziffer aus der Anzeige und fügen Sie Ihren Nachnamen ein, z.B. „Bewerbung Mustermann, NVH-Ingenieur Stuttgart, 1000-2345-6789“.
  • Ihre Bewerbung sollte eine einzige Datei und im PDF-Format abgespeichert sein. Mit kostenloser Freeware können Sie mehrere PDF-Dateien (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse) zu einer zusammenfassen. Achten Sie darauf, dass die Datei nicht zu groß wird. 5MB plusminus sind ok. Im Zweifel sollten Sie die Zeugnisse mit einer geringeren Auflösung einscannen.
  • Benennen Sie diese Datei so, dass man sie eindeutig zuordnen kann (s. hierzu auch Betreff). Oft wird Ihre Bewerbung irgendwo zentral auf einem Server abgelegt. Da helfen schwammige Dateibezeichnungen wie „Bewerbung Bosch“ oder „Lebenslauf Siemens“ nicht weiter.
  • E-Mail, Anschreiben und Lebenslauf sollten dasselbe Tagesdatum ausweisen.
  • Kopieren Sie das Anschreiben in die E-Mail, statt nur „…anbei finden Sie meine Bewerbung…“ zu schreiben.
  • Bleiben Sie sprachlich seriös wie im normalen Schriftverkehr. Achten Sie also auf Groß- und Kleinschreibung, Rechtschreibung, Zeichensetzung und vermeiden Sie Emoticons etc., die typisch für die Online-Kommunikation sind.

Das sind doch alles eigentlich selbstverständliche Dinge. Haben Sie da andere Erfahrungen gemacht oder warum erwähnen Sie diese Punkte explizit?

Das möchte man meinen, dass diese Punkte selbstverständlich sind. In der Praxis sieht das oftmals aber anders aus. In 70-80% der Bewerbungen findet man Dinge, die man hier eigentlich nicht vermuten würde bzw. die da auch definitiv nicht hingehören:

Rechtschreibfehler, falsche Ansprache, lose oder unsortierte Blattsammlungen, fehlende Zeugnisse, Massenanschreiben, schäbige Mappen, extravagante Fotos etc. Oftmals ist es gar nicht mal die Unwissenheit des Bewerbers, sondern vielmehr fehlende Sorgfalt. Alles muss schnell gehen – dabei passieren aber leider die meisten Fehler. Ich kann daher jeden Bewerber nur dazu aufrufen, seine Unterlagen gründlich und in Ruhe zusammenzustellen. Nehmen Sie sich Zeit dafür, lassen Sie sie 1-2 Tage liegen und schauen mit ein bisschen Abstand erneut darauf.

Und falls Sie die Möglichkeit haben sollten Ihre Unterlagen einem Fachmann vorzulegen, z.B. bei der individuellen Karriereberatung auf den VDI nachrichten Recruiting Tagen, dann versuchen Sie, dieses Angebot wahrzunehmen.

Herr Kanonis, herzlichen Dank für Ihre Zeit und das ausführliche Interview.

Sie haben noch persönliche Fragen an Nikos Kanonis? Sie finden ihn auf unseren VDI nachrichten Recruiting Tagen. Der nächste findet am 20. März in Frankfurt statt. Vielen Dank für das Interview, Herr Kanonis, und viel Erfolg an alle Besucher in Frankfurt.

 

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