Berufsprofile

Logistik

Einführung

Allgemeines zur Logistik

Die Logistik im Sinne des Supply Chain Managements verantwortet den gesamten Materialfluss im Unternehmen, vom Auftragseingang über die Beschaffung und die Produktbereitstellung bis hin zum Versand. Teilweise kommt die Betreuung externer Materialflüsse von den Lieferanten bzw. zu den Kunden hinzu. Die Logistik bildet das Bindeglied zwischen Lieferanten, Einkauf, Produktion, Versand und Kunden. Letztlich soll die Liefer- und Produktionsbereitschaft gesichert und die von den Kunden geforderte Termintreue erfüllt werden.Die Logistik spielte lange Zeit keine wesentliche Rolle im Unternehmen. Als notwendiges Übel unterstützte sie die großen betrieblichen Funktionen. Mit steigenden Kosten für Arbeit, Material, Betriebsmittel, Transport einerseits und fortschreitenden Automatisierungsmöglichkeiten auf der anderen Seite, zeigten sich jedoch erhebliche Einsparpotenziale, zieht man in Betracht, dass die Logistikkosten häufig zwischen 15 % und 30 % der Umsätze verschlangen. Zudem forderte der Markt einen anderen Stellenwert. Gerade, wenn es darum geht, Just-in-time zu liefern, spielt die Logistik eine wichtige Rolle.

Stellenanzeigen zum Thema Logistik und Produktion

Ingenieure in der Logistik

Für Ingenieure zeigen sich Einsatzgebiete innerhalb der Logistik. Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei die Produktionslogistik ein. Die Fertigung muss optimal versorgt werden, wozu die qualifizierte Disposition von Einzelteilen, Baugruppen, Werkzeugen usw. erforderlich ist. Die Produktion ist hinsichtlich Ausbringung und Terminen zu überwachen. Logistiker arbeiten eng mit der Fertigungsplanung zusammen.Ein weiteres wichtiges Gebiet der Logistik ist die kostenoptimale und effektive Lagerwirtschaft für Rohmaterialien, Halbfertigteile und Fertigprodukte. Je nach Markterfordernissen sind aber auch Kunden und Lieferanten in sämtlichen Logistikfragen zu betreuen und in gewünschter oder geforderter Weise in den Logistikprozess zu integrieren. Die Aufgabenschwerpunkte der Logistik liegen darin, Prozesse, Materialflüsse und Bestände unter Kosten-, Qualitäts- und Terminaspekten zu optimieren.

Projektarbeit in der Logistik

Konzepte für Logistik werden mit den beteiligten Funktionsbereichen ausgearbeitet und umgesetzt. Prozessdenken, analytische und konzeptionelle Fähigkeiten sind dabei gefragt. Es sind stets technische und betriebswirtschaftliche Aspekte zu berücksichtigen. Zudem ist ein intensiver Informationsaustausch zwischen allen Beteiligten der Prozesskette notwendig, was ein entsprechendes Kommunikationsvermögen voraussetzt. Häufig werden Logistiker bereits in den Produktneuentwicklungsprozess eingebunden, um rechtzeitig logistische Vorkehrungen treffen bzw. Bedenken einbringen zu können.Logistiker wirken an interdisziplinären Projekten mit, die von der Planung der Logistik über Supply Chain Management bis hin zur Lieferanten- und Kundenintegration bei der Ausgestaltung der zukünftigen Logistik reichen. Erfahrungen in der Projektarbeit und im Projektmanagement können daher nicht schaden. Häufig werden Anbieter der Intralogistikbranche (Lieferanten von Maschinen und Anlagen, Logistikberater u. ä.) in die Projekte eingebunden, um einen Quantensprung in der Logistik zu vollziehen.

In welchen Branchen die Logistik boomt

Branchen, in denen für den Funktionsbereich „Logistik (Produktion, Vertrieb, Einkauf)“ neue Arbeitskräfte (Ingenieure, Techniker) gesucht werden (alphabetisch geordnet):

  • Anlagenbau
  • Chemische-/pharmazeutische Industrie / Raffinerien
  • Consulting und Beratung
  • Elektronik / Mess- und Regeltechnik / Halbleiter
  • Elektrotechnik / Automatisierungstechnik
  • Fahrzeugbau
  • Geräte- und Apparatebau
  • Ingenieurbüros
  • Luft- und Raumfahrttechnik
  • Maschinenbau
  • Technische Dienstleistungen

Der Funktionsbereich Logistik wird bei ingenieurkarriere.de nicht gesondert ausgewertet. Ein Ranking wurde daher an dieser Stelle nicht erstellt. Positionen der Querschnittsfunktion Logistik finden sich in den Positionen zum Einkauf, zur Produktion und zum Vertrieb wieder.Positionsbezeichnungen für dieses Berufsfeld werden oftmals durch den Begriff „Logistik“ geprägt. Der Begriff tritt sowohl alleinstehend als auch kombiniert auf. Beliebte Kombinationen sind Logistik und Prozessmanagement oder Logistik kombiniert mit den betrieblichen Funktionen Einkauf, Produktion, Montage, Distribution, Lagerwirtschaft, Qualitätssicherung.

Die Basisdaten für die Branche „Logistik“

Die Datenbasis für die nachstehenden Ausführungen lieferten Auswertungen zum Online-Stellenmarkt in Sachen Logistik und zur Bewerberdatenbank von ingenieurkarriere.de.

  • Aufgaben, Anforderungen, Positionsbezeichnungen, Branchenschwerpunkte stammen aus einer Auswertung von Stellenanzeigen zum jeweiligen Berufsfeld des Online-Stellenmarktes von ingenierkarriere.de. Es wurden sehr umfangreich Stellenanzeigen zu dem Funktionsbereich ausgewertet.
  • Aussagen über Bewerberpräferenzen ergeben sich aus der Auswertung der Zielvorstellungen von über 20.000 Ingenieuren aus der Bewerberdatenbank von ingenieurkarriere.de zum 01.01.2013. Um Aussagen zum Stellenmarkt treffen zu können, wurden Stellenangebote, die vom 30.06.2009 bis 01.01.2013 auf ingenieurkarriere.de geschaltet wurden, herangezogen.

Die eingetragenen Ingenieure setzen sich dabei aus Professionals, Young Professionals und Hochschulabsolventen aus allen ingenieurwissenschaftlichen Disziplinen, Branchen, Funktionsbereichen und Hierarchieebenen zusammen.

Fach- und Führungsaufgaben

Aufgabenschwerpunkte in der Logistik

Analyse, Planung, Implementierung

  • Realisierung von technischen Logistikkonzepten von Entwicklungs- bis Anlaufphase
  • Planung/Weiterentwicklung/Umsetzung ganzheitlicher Logistikkonzepte (Lieferant, Fertigung, Versand)
  • Konzeption, Auslegung, Auswahl Transport-/Umschlag-/Lagersysteme
  • Planung innerbetrieblicher Materialflussstrukturen und Layoutplanungen von Werken/Produktionen
  • Neuplanung von Maschinen, Anlagen bis zur Übergabe an die Produktion
  • Erstellen von logistischen Basisdaten für die Fabrikkalkulation
  • Integration neuer Produkte in bestehende Produktions-/Logistiksysteme
  • Implementierung von Just-In-Time- und Just-in-Sequence-Abläufen
  • Festlegen von Dispositionsverfahren, Bestellmengen usw.
  • Entwickeln logistischer Kennzahlen (Umsatz, Logistikkosten, Flächenbedarf usw.)
  • Konzepte für Intralogistiklösungen entwickeln (automatische Lagersysteme inkl. Fördertechnik, Regalbediengeräte, fahrerlose Transportsysteme, WMS)

Stellenanzeigen zum Thema Logistik und Produktion

Kontrolle in der Logistik

Steuerung und Kontrolle

  • Management des gesamten, ggf. weltweiten, Materialflusses (intern und extern)
  • Steuern der Logistik-Prozesskette von der Auftragsabwicklung bis zum Reklamationsmanagement
  • Koordination/Steuerung der zur Leistungserstellung benötigten Sachmittel
  • Bereitstellung hinreichender Transportmöglichkeiten (intern, extern), Inhouse-Logistik, Versand
  • Überwachung der Produktion bezüglich Termin, Ausbringung und Qualität
  • Erreichung einer produktionssynchronen Logistik
  • Terminliche Koordination der Produktion und der zuarbeitenden Bereiche
  • Überwachung der Arbeits-, Sicherheits- und Umweltvorschriften
  • Controlling von Beständen, Logistikkosten, Durchlaufzeiten, Planungsgenauigkeit, Lieferservice, Umschlag, Kapitalbindung
  • Warenbestandsmanagement, Lagerhaltung, Disposition von Rohmaterialien, Halbfertigfabrikaten und Fertigprodukten, teilweise auch in ausländischen Werken
  • Betreuung und Weiterentwicklung des PPS-Systems/ERP-Systems

Konzeptentwicklung in der Logistik

Prozessoptimierung und -konzeption

  • Erstellen von Systemanalysen und Bewertung der Ergebnisse
  • Optimierung von Logistikprozessen, Materialflüssen, Systemen
  • Erarbeitung komplexer Prozesslösungen (Lager- und Materialflussprozesse)
  • Berücksichtigung von Kosten-, Qualitäts-, Termingrößen
  • Konzeption pilotieren, implementieren, optimieren der Supply Chains
  • Entwickeln und bewerten alternativer Materialflusskonzepte
  • Erfassen der Problemstellung und Umsetzung in ein Simulationswerkzeug
  • Interpretation sowie überzeugende Präsentation der Ergebnisse
  • Analyse des Zeitverhaltens komplexer Logistiksysteme
  • Simulationsgestützte Prüfung von Funktions-/Leistungsanforderungen
  • Minimieren der Kapitalbindungskosten der Reparaturprozesse
  • Entwicklung von Lager- und Materialflussstandards sowie Best in Class Prozessen
  • Anwendung von Wertstromanalysen Wertstromdesign, System-und Punkt-Kaizen, Lean Management Methoden

Interdisziplinarität in der Logistik

Zusammenarbeit

  • Nahtstelle zwischen Lieferanten, Einkauf, Produktion und Kunden
  • Beratung der Produktions-/Distributionszentren im In- und Ausland
  • Enge Zusammenarbeit mit Werken und Speditionen
  • Betreuung und Beratung der Kunden in Logistikfragen
  • Einbindung in den Produktneuentwicklungs- und Fertigungsprozess
  • Weiterentwicklung des PPS-Systems mit der Datenverarbeitung
  • Betreuung der strategischen Lieferanten (Supply Chain Manager)
  • Zuständig für Supplierqualifikationen und Suppliermanagement
  • Betreuung der Vertriebspartner und Ausbau des Vertriebsnetzwerkes (Distributionsmanager)
  • Abstimmen mit dem Engineering hinsichtlich Geräte-, Maschinen-, Anlagenverfügbarkeit
  • Zusammenarbeit mit den Lieferanten/Beratern der Intralogistikbranche

Führungsaufgaben in der Logistik

Managementaufgaben

  • Entwickeln und umsetzen der Logistikstrategie
  • Management bei Berücksichtigung aller kaufmännischen und technischen Aspekte
  • Verantwortung für Liefer-/Produktionsbereitschaft, Lieferein/ausgang
  • Neugestaltung der Logistik, Einführung der neuen Distributionspolitik unter starker Beachtung von Wirtschaftlichkeit, Qualitätszielen und (Kunden)Terminen
  • Projektleitung: Logistikplanung, Supply Chain, Lieferantenintegration, Umsetzung technischer Lösungen (Anlagen)
  • Auswahl neuer externer Logistikpartner und Lieferanten logistischer Lösungen
  • Netzwerkdesign und -optimierung
  • Führung der Mitarbeiter und crossfunktionaler Projektteams
  • Auswahl, Qualifizierung/Einarbeitung und Schulung von Mitarbeitern
  • Repräsentation im Außenverhältnis zu Lieferanten und Dienstleistern

Voraussetzungen

Welche Voraussetzungen für Jobs in der Logistik?

Im Bereich Logistik ist es unbedeutend, an welcher Institution ein Ingenieurabschluss erreicht wurde. Fachhochschulabschlüsse sind eher stärker begehrt als Universitätsabschlüsse. Aus dem gleichen Grunde dürften Absolventen der Berufsakademien bei Bewerbungen gute Chancen haben, obwohl sie in den Anzeigentexten kaum in Erscheinung treten. Aber auch Fachleute ohne Hochschulabschluss, insbesondere Techniker, haben in der Logistik durchaus ihre Möglichkeiten. Promovierte Ingenieure werden dagegen in den Stellenanzeigen für diesen Funktionsbereich nicht ausdrücklich nachgefragt. So gut wie noch nicht vertreten sind in den Anzeigen zu diesem Berufsfeld die Bachelor- und Masterabschlüsse.

Stellenanzeigen zum Thema Logistik und Produktion

Die Studienfächer bzw. Studienrichtungen spielen in der Logistik nicht die herausragende Rolle. Viel wichtiger ist die einschlägige Berufserfahrung. Werden Studienfächer und Studienrichtungen genannt, rangieren Logistik, Maschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen und Produktionstechnik ganz oben. Vielfach werden aber in den Stellenangeboten Studienfach oder Studienrichtung offen gelassen und somit alle Ingenieure angesprochen. Bei vielen Stellenausschreibungen für den Bereich Logistik stehen Ingenieure in direkter Konkurrenz zu Betriebswirtschaftlern und Informatikern bzw. Wirtschaftsinformatikern. In keiner analysierten Stellenanzeige zu diesem Berufsfeld tauchte bislang die Forderung bzw. der Wunsch nach einem MBA-Studium auf.

Logistik: Gefragte Erfahrungen

Neben dem Hochschulstudium sind in den Stellenanzeigen für die Logistik allerdings fast immer vorausgehende Berufserfahrungen gefordert. Bei rund 70 % der ausgeschriebenen Fachpositionen werden erste oder mehrjährige Berufserfahrungen verlangt. Generelle Berufserfahrungen reichen dabei häufig aus. In den anderen Fällen wird betont, dass ausschließlich (einschlägige) Berufserfahrungen in der gleichen Branche und/oder im gleichen Funktionsbereich und/oder auf der gleichen Hierarchieebene erwartet werden.Dennoch werden in den Anzeigen öfter Hochschulabsolventen ausdrücklich angesprochen. Bei den Führungskräften geht es meist ohne einschlägige Erfahrung im Funktionsbereich Logistik nicht. Trotzdem wird im Bewerbungsprozess öfter auf „Quereinsteiger“ unter den Führungskräften zurückgegriffen, wenn sie in der Vergangenheit eng mit der Logistik zusammengearbeitet haben.

Logistik: Hilfreiches Zusatzwissen

Gefragte Zusatzqualifikationen sind in den Stellenanzeigen zur Logistik weit gestreut, wobei sie in erster Linie davon abhängen, ob die Logistiker eher einkaufs-, produktions- oder vertriebsnah arbeiten sollen. Unabhängig von der Ausrichtung sind Erfahrungen in Projektarbeit und/oder Projektmanagement, in den unternehmerischen Geschäftsprozessen sowie deren Optimierung und Kenntnisse des Just-in-time-Prinzips stärker gefragt. Je nach Schwerpunkt kommt spezifisches Wissen aus Einkauf, Produktion und Vertrieb dazu. Eine wichtige Rolle spielen zudem bei Ingenieuren, die in der Logistik eingesetzt werden sollen, die betriebswirtschaftlichen Kenntnisse.In der Logistik werden überdurchschnittlich stark SAP R/3-Kenntnisse nachgefragt. Ansonsten reichen fundierte PC-Anwenderkenntnisse aus. Geht es um die Optimierung von Abläufen, kann es nicht schaden, wenn die Ingenieure bzw. Techniker Simulationstools und Prozessoptimierungssoftware beherrschen. Je stärker die Funktion in Richtung Produktion geht, desto mehr sind in den Stellenanzeigen Kenntnisse in PPS gefragt. Generell können Kenntnisse in Supply Chain Software für Unternehmen und Kandidaten hilfreich sein.

Softskills in der Logistik

Gerade die Logistik zeigt viele Verbindungen nach außen. Produktion, Einkauf, Vertrieb finden heute oft weltumspannend statt. Englischkenntnisse sind daher unabdingbar, aber auch die Beherrschung einer zweiten Fremdsprache, insbesondere Französisch, dürfte für den praktischen Einsatz in der Logistik Pluspunkte bringen. In Ausnahmefällen kommen andere landesspezifische Sprachen dazu.Wer seine berufliche Zukunft im Bereich Logistik sieht, sollte in hohem Maße über die folgenden Persönlichkeitsmerkmale verfügen: In Querschnittsfunktion Logistik steht Teamgeist an oberster Stelle. Logistiker sollen über einen selbständigen Arbeitsstil verfügen und wirtschaftlich Denken und Handeln. Neben analytischem und konzeptionellem Denkvermögen sind Kommunikationsstärke, Flexibilität und Engagement gefragt, ergänzt um ein sicheres Auftreten. Bei Führungskräften kommen Überzeugungs- und Durchsetzungsvermögen sowie die Fähigkeit, Mitarbeiter motivieren zu können, dazu.

Positionsbezeichnungen

Fachliche Laufbahn in der Logistik

Auf der Ebene Ingenieur/Sachbearbeiter werden in der Logistik häufiger Positionen mit den folgenden Bezeichnungen besetzt (alphabetisch geordnet): Disponent Lagerlogistik, Disponent Materialwirtschaft, Disponent Versand, EWM Consultant (Extended Warehouse Management), Ingenieur für Fabrikplanung und Logistiksysteme, Ingenieur Lagerlogistik, Junior Supply Chain Manager, Logistics Engineer, Logistikberater, Logistikingenieur, Logistikplaner, Manager Logistics & Inventory Control, Material Flow Engineer, Materials Manager, Produktionslogistiker, Projektingenieur Logistik, Supply Chain Manager, Werkslogistikplaner.

Stellenanzeigen zum Thema Logistik und Produktion

Auf den Ebenen Projektmanager, Team-, Abteilungs-, Bereichsmanager werden in der Logistik häufiger Positionen mit den Bezeichnungen besetzt (alphabetisch geordnet): Distributionsmanager, Leiter Auftragsmanagement und Logistik, Leiter Beschaffung und Logistik, Leiter Fuhrpark, Leiter innerbetriebliche Logistik, Leiter Logistik, Leiter Logistikplanung und –steuerung, Leiter Materialmanagement, Leiter Montage und Logistik, Leiter Produktionslogistik, Leiter Supply Chain Management, Leiter Werkslogistik, Projektleiter Lager- und Materialflusssysteme, Projektmanager Logistik.Die zunehmende Globalisierung schlägt sich auch in den Positionsbezeichnungen nieder, die teilweise angelsächsisch gewählt werden. Das Wort „Manager“ wird in diesem Sprachraum durchaus auch für Sachbearbeiterposition verwendet, klingt aber gewaltiger. Zum Teil suchen aber auch ausländische Unternehmen in Deutschland nach Kandidaten für die Logistik und verwenden dann internationale Stellenbezeichnungen. Häufig findet auch eine Vermischung aus deutschen und englischen Begriffen in den Bezeichnungen statt.

Bewerberkonkurrenz

Logistik: Wünsche der Bewerber

Rund 2 % aller Berufswünsche der Ingenieure aus der Bewerberdatenbank von ingenieurkarriere.de gingen zum 01.01.2013 in Richtung Logistik. Tendenz gegenüber Auswertungen früherer Jahre: Fallend. Es lässt sich damit feststellen, dass dieses spezielle Berufsfeld relativ gesehen nur schwach von den Ingenieuren gefragt ist. Der Grund für die eher schwache Nachfrage dürfte in der Tatsache liegen, dass in der Logistik eine starke Vermischung von technischen und betriebswirtschaftlichen Aufgaben stattfindet.Diese Zwitterrolle in der Logistik behagt nicht jedem überzeugten Ingenieur. Im unteren Bereich der Beliebtheitsskala (3 % und darunter) liegen Funktionsbereiche wie Verwaltung/Personal, Vereins-/Verbandsfunktionen, Controlling/Kalkulation/Projektierung, Arbeitssicherheit/Umweltschutz/Anlagensicherheit, Technischer Einkauf, EDV/IT/Informatik, Schulung/Training, Prüfung/Abnahme.

Stellenanzeigen zum Thema Logistik und Produktion

Logistik: Erfolgsaussichten bei der Stellensuche

Der niedrigen Nachfrage bei den Ingenieuren stand in den letzten drei Jahren eine eher sehr moderate Zahl an Stellenanzeigen in der Logistik gegenüber. Das Ingenieurinteresse übersteigt die Anzahl der Stellenangebote. Daher müssen sich Ingenieure bei der schriftlichen Bewerbung und im Bewerbungsprozess absolut professionell verhalten und sich auf diese Weise eine Chance bei den Unternehmen erarbeiten. Sicherlich spielen Branchensituation, Unternehmensgröße, Unternehmensimage und die Region gleichfalls eine wichtige Rolle, um hier eine endgültige Aussage treffen zu können. In Anbetracht der zunehmenden Bedeutung des Berufsfeldes in der konjunkturellen Abschwungphase sollten sich die Erfolgsaussichten von qualifizierten Bewerbern verbessern.

Von Bernd Andersch

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