20.12.2013, 11:48 Uhr | 0 |

Spionage möglich Laptop-Kamera aus der Ferne manipuliert

Forschern der John-Hopkins-Universität in Washington ist es gelungen, ältere MacBooks, die vor dem Jahre 2008 gefertigt worden waren, so umzusteuern, dass sie die Kamera des Geräts benutzen konnten, ohne dass es der Laptop-Nutzer selbst bemerken konnte. Bisher ist nicht nachgewiesen, dass das Gleiche auch bei anderen Laptops möglich ist – es ist aber keineswegs auszuschließen

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Forschern der John-Hopkins-Universität in Washington ist es gelungen, ältere MacBooks so umzusteuern, dass sie die Kamera des Apple-Geräts benutzen konnten, ohne dass es der Laptop-Nutzer selbst bemerken konnte. 

Foto: dpa/Armin Weigel

Normalerweise zeigt eine grüne LED-Kontrolllampe durch ihr Aufleuchten an, dass die Kamera des Laptops gerade in Betrieb ist. Apple hat einiges unternommen, um das sicherzustellen. So ist die Apple-Kamera fest mit dem Bildsensor verbunden. Wird letzterer aktiv, so leuchtet automatisch sofort auch die LED auf. Das Problem ist allerdings, dass die Ansteuerung von der Firmware der Kamera aus geschieht – und diese lässt sich modifizieren. Genau hier sind die John-Hopkins-Forscher aktiv geworden: Sie haben zum Schutz vor Missbrauch ein neues Tool namens iSeeYou entwickelt.

Die Hacker konnten bislang über eine modifizierte Firmware die Kamera dergestalt umsteuern, dass die Leuchte trotz der festen Verbindung nicht mehr aufleuchtet wenn die Kamera in Betrieb ist. Dafür haben sie zuvor die modifizierte Firmware eingeschleust.

Es gibt mehrere Möglichkeiten der Abhilfe

Für all jene, die unter allen Umständen einen Missbrauch der Kamera ihres Laptops ausschließen wollen gibt es immerhin mehrere Möglichkeiten der Abhilfe. Das mit Abstand simpelste, sicherste und billigste Verfahren ist es, die Kamera am oberen Bildschirmrand des Laptops kurzerhand mit einem Plastikband abzukleben. Durch Entfernen des Plastikbands ist es umgekehrt möglich, die Kamerafunktion des Laptops sofort wieder zu aktivieren.

Wer allerdings dem einfachen Abkleben eine elektronische Lösung des Problems vorzieht sollte sich die kostenlose Software iSightDefender für den eigenen Laptop herunterladen. Sie steht auf auf GitHub zum Herunterladen bereit. Professor Stephen Checkoway von der John-Hopkins-Universität fordert allerdings, alle eingebauten Kameras der Laptops sollten so ausgestattet sein, dass ihr Missbrauch durch Fernsteuerung von Hackern unmöglich ist. Neuere Laptops scheinen auch – zumindest bisher – sicherer zu sein.

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Von Peter Odrich
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