07.07.2015, 08:51 Uhr | 0 |

Multifunktionsgerät Ares Easy Arts bringt 3D-Drucker für jedermann

Einen 3D-Drucker für 400 US-Dollar: Mit diesem Preis will Easy Arts die Drucktechnologie massentauglich machen. Das chinesische Unternehmen sucht derzeit auf Indiegogo nach Unterstützern für den Drucker Ares, der sogar mit einem Laser gravieren kann.

Ares von Easy Arts
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Ares von Easy Arts: Der 3D-Drucker soll zum Kampfpreis auf den Markt kommen.

Foto: Easy Arts

Kunst herstellen für jedermann. Mit diesem Anspruch hat eine Firma aus China einen All-in-One-3D-Drucker entwickelt, der derzeit auf der Crowdfundingplattform Indiegogo beworben wird. Das Unternehmen mit dem passenden Namen Easy Arts hat es sich auf die Fahnen geschrieben, den 3D-Druck massentauglich zu machen. Für 400 $ soll der Otto-Normalverbraucher ab Oktober plastische Gegenstände ausdrucken können. Das verwendete Material ist das synthetische Polymer PLA – ein Biokunststoff, der zu den Polyestern zählt und aus chemisch aneinandergebundenen Milchsäuremolekülen besteht.

Auch ein Laser-Gravur-Werkzeug wird mitgeliefert

An den dreieckigen Kasten aus schwarzem Metall kann eine spezielle Kamera angeschlossen werden, die es ermöglicht, von diversen Gegenständen ein 3D-Modell zu erzeugen. Anschließend kann diese Vorlage ausgedruckt werden. Der Reproduzierung von x-beliebigen Dingen sind also theoretisch keine Grenzen gesetzt. Außer: Die Vorlage muss in den Drucker hineinpassen.

Ebenfalls im Lieferumgang des Ares genannten Druckers: ein einsetzbares CNC-Modul. Damit wird der 3D-Drucker quasi zur Fräse, mit der der Nutzer im PC kreierte Zeichen oder Logos zum Beispiel auf Holz verewigen kann. Auch für die Gravur per Laser wird ein eigenes Werkzeug mitgeliefert. Das Werbevideo auf Indiegogo zeigt, wie eine Küchenkachel mit einem Schriftzug verziert wird. Die Lasergravur lässt sich aber wohl auch auf Leder oder Plastik durchführen.

Was den klassischen 3D-Druck angeht, so heißt es von Herstellerseite, kommen die ausgedruckten Gegenstände recht naturgetreu daher. Dank der auf ein Minimum verkleinerten Lücke zwischen den für den Druck zuständigen Bauteile werde auch der ungeliebte Treppenstufen-Effekt stark reduziert, der Gegenständen oftmals unschöne Kanten verleiht.

Nutzer sind zur Weiterentwicklung aufgerufen

Gesteuert und sogar aus der Ferne beim Arbeitsprozess beobachtet werden kann der Ares per Smartphone und zugehöriger App. Der Hersteller betont, dass Software und Firmware des Ares quelloffen sind (open source) und von den Nutzern weiterentwickelt werden dürfen. Mit ein bisschen Unterstützung von Easy Arts könnten die Nutzer sogar auch eigene Hardwarekomponenten herstellen, wie neue Fräsen-Varianten. Schließlich werde der Aufbau der Modul-Anschlüsse und -adapter im Handbuch genau erklärt.

Erheblich teurer ist der 3D-Drucker Moonray von Sprintray, dem die Crowdfundingplattform Kickstarter zur Serienproduktion verholfen hat. Er soll 3500 $ kosten.

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Von Jan-Martin Altgeld
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