04.07.2016, 07:23 Uhr | 2 |

Letztes Manöver Adieu Rosetta: Abschied mit einer Landung auf Tschuri

Kann die Raumsonde Rosetta noch ein letztes Mal spektakuläre Bilder vom Kometen Tschuri liefern? Die Antwort kommt Ende September, wenn die Sonde auf der Kometenoberfläche gelandet ist. Dann fällt der Vorhang für eine erfolgreiche Mission und wir sagen „Adieu Rosetta, Tschüss Tschuri“.

Die Sonde Rosetta vor dem Kometen Tschuri
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Die Sonde Rosetta vor dem Kometen Tschuri: Am 30. September wird Rosetta auf Tschuri landen und mit dem Kometen ins Weltall fliegen.

Foto: ESA/ATG medialab

Der kleine Komet mit dem großen Namen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko, auch bekannt als Tschuri, ist auf dem Weg Richtung Jupiter. Im Schlepptau, beziehungsweise seinem Orbit, befindet sich immer noch die Raumsonde Rosetta. Seit sie vor gut anderthalb Jahren aus einem knapp dreijährigen „Winterschlaf“ geweckt wurde, kreist die Sonde um ihr Forschungsobjekt und schickt Daten und Bilder zur Erde.

Bald aber werden Rosetta und Tschuri sich so weit von der Sonne entfernt haben, nämlich mehr als 850 Millionen km, dass die Solarenergie nicht mehr ausreicht, um die Instrumente von Rosetta in Gang zu halten.

Nach Ende der Raumsonde beginnt wissenschaftliche Auswertung der Daten

Rosetta wird deshalb dem Minilabor Philae folgen, das am 12. November 2014 auf Tschuri gelandet war und von dem wir uns schon im Februar diesen Jahres mangels Energie und Funkkontakt verabschieden mussten. Rosetta wird wie Philae langsam auf die Oberfläche von Tschuri absteigen. Das könnte noch einmal spannend werden, denn in ihren letzten Stunden am 30. September soll die Sonde spektakuläre hochauflösende Bilder und andere Daten liefern.

„Wir werden so viele Beobachtungen wie möglich herausquetschen, bevor uns die Sonnenenergie ausgeht“, sagt Matt Taylor, einer der Wissenschaftler im Rosetta-Projekt. „Der 30. September wird zwar das Ende der Raumsonde sein, aber dann beginnt die wissenschaftliche Phase und wir werden noch Jahre mit der Analyse der Daten beschäftigt sein.“

Rosetta wechselt auf elliptische Umlaufbahnen

Das große Finale von Rosetta beginnt bereits sechs Wochen bevor der Schlussvorhang fällt. Um den endgültigen Abstieg vorzubereiten, wird Rosetta auf eine Reihe von elliptischen Umlaufbahnen gelenkt, die die Sonde nahe an den Kometen heranbringt. Diese exzentrischen Orbits zu fliegen sei ziemlich riskant, meint Sylvain Lodiot, einer der Projekt-Manager für Rosetta bei der ESA.

„Je näher wir herankommen, desto größer wird der Einfluss der ungleichförmigen Gravitation und wir müssen die Umlaufbahn immer stärker durch Manöver kontrollieren.“ Hinzu kommt, dass die staubige Atmosphäre des Kometen die Sonde in Gefahr bringt. Im vergangenen Monat war es schon einmal kritisch geworden, als Rosetta bis auf fünf Kilometer an Tschuri herankam. Der Staub beeinträchtigte das Navigationssystem der Sonde.

Nach der Landung schalten sich alle Instrumente und Sender automatisch ab

In den letzten zwölf Stunden wird sich Rosetta etwa 20 km oberhalb der Kometenoberfläche befinden. Über die genaue Region, in der Rosetta landen soll, werde noch beratschlagt, ließ die ESA wissen. Der Abstieg selbst soll mit 50 cm pro Sekunde ungefähr halb so schnell sein wie der des Labors Philae, das nach seiner Landung auf Tschuri spektakuläre Daten zur Erde schickte. Dazu gehörten zum Beispiel Hinweise auf Leben auf Tschuri und spektakuläre Bilder des Kometen.

Ist Rosetta dann gelandet, schalten sich alle Instrumente und Sender automatisch ab. Die entsprechenden Befehle dazu werden von der Bodenkontrolle schon Tage vorher an Rosetta gesendet; so sehen es die Bestimmungen für aufgegebene Sonden vor.

Rosetta war zwölf Jahre im All unterwegs

Wenn der Schlussvorhang für Rosetta fällt, wird die Sonde zwölf Jahre lang im All unterwegs gewesen sein, die Planungen für die Mission begannen schon vor knapp 20 Jahren. Mit der ersten kontrollierten Landung auf einem Kometen wollten die Wissenschaftler Informationen sammeln, die in die Anfänge unseres Sonnensystems zurückführen.

Auch wenn nicht alles geklappt hat wie geplant – die Landung von Philae verlief ziemlich holprig und der Kontakt zum Lander brach nach wenigen Tagen ab – darf die Mission insgesamt als großer Erfolg gewertet werden. Welche Erkenntnisse die Astronomen in den kommenden Jahren aus der Datenauswertung gewinnen können, bleibt abzuwarten. Wir werden ganz sicher darüber berichten.

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Von Gudrun von Schoenebeck
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kommentare
10.07.2016, 21:36 Uhr Siegie
Philea konnte niemals auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko gelandet sein!
Philea konnte niemals auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko gelandet sein! Laut NASA- Angaben befand sich der Komet 67P/Tschurjumow-Gerassimenko in einer Entfernung von 5,1 Millionen km von der Erde zwischen Mars und Jupiter. Der besagte (25 km³) Komet soll eine Ausdehnung von ca. 4 km besitzen mit einem Volumen von 25 km³ und eine Masse von 10 hoch 10 t besitzen. Die Gravitationsbeschleunigung des Kometen könnte damit maximal in Relation zur Erde
gKomet= gErde* MKomet: MErde= 9,81m/s* 10 hoch 10: 6*10hoch 24 ≈
1,6 *10 hoch-14 m/s² (1)
betragen. Die Gravitationsbeschleunigung zum Jupiter in einer Entfernung von 1,2 Millionen km vom Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko 67P/Tschurjumow-Gerassimenko ist aber bedeutend höher und beträgt
gJupiter= 25 m/s²*70.000²km²: 120.000.000² km²≈ 1,5 10hoch-6. (2)
Damit ist der astrophysikalische Beweis erbracht, dass eine Landung auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko von Philea niemals stattgefunden haben kann, weil die Sonde Rosseta bedeutend mehr vom Jupiter angezogen wurde, als vom Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko! Die NASA scheint keine Raumfahrtinstitution zu sein, sondern ein gigantisches Lügenfilmstudio!
Siegfried Marquardt, Königs Wusterhausen

11.07.2016, 20:00 Uhr Siegie
Philae konnte niemals auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko gelandet sein!
Philae konnte niemals auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko gelandet sein! Laut NASA- Angaben befand sich der Komet 67P/Tschurjumow-Gerassimenko in einer Entfernung von 5,1 Millionen km von der Erde zwischen Mars und Jupiter. Der besagte Komet soll eine Ausdehnung von ca. 4 km haben und eine Masse von 10 hoch 10 t (Volumen 25 km³) besitzen. Die Gravitationsbeschleunigung des Kometen könnte damit rein rechnerisch und theoretisch maximal
gKomet= Mkomet*λ:r²= 6,5 *10hoch-11*10hoch-13: 4* 10 hoch6 m/s²≈
1,6 *10 hoch-4 m/s² (1)
betragen. Der Komet soll aber praktisch 10-5 m/s² besitzen. In einer Entfernung von 100 km, der Einmündung von Rosetta in den mittelbaren Kometenbereich, betrug die Gravitationsbeschleunigung
r100km=10hoch-5 m/s*4:100²=4*10hoch-9 m/s². (2)
Im unmittelbaren Bereich des Kometen von 10 km wirkte auf Rosetta die Gravitationsbeschleunigung von g= 4*10hoch-7 m/s². Die Gravitationsbeschleunigung zum Jupiter in einer Entfernung von 120 Millionen km vom Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko 67P/Tschurjumow-Gerassimenko ist aber bedeutend höher und beträgt
gJupiter= 25 m/s²*70.000²km²: 120.000.000² km²≈ 1,5 10hoch-6. (3)
Die Gravitationsbeschleunigung vom Jupiter auf die Raumsonde Rosetta ist in jedem Falle wesentlich größer, als das Gravitationsfeld des besagten Kometen auf die Raumsonde Rosetta. Damit ist der astrophysikalische Beweis erbracht, dass eine Landung auf dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko von Philae niemals stattgefunden haben kann, weil die Sonde Rosetta bedeutend mehr vom Jupiter angezogen wurde, als vom Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko!
Siegfried Marquardt, Königs Wusterhausen

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