Erstes Smartphone der Welt 21.08.2014, 08:07 Uhr

IBM Simon kommt mit 20 Jahren ins London Science Museum

Simon feierte dieser Tage seinen 20. Geburtstag. Auf die Welt gebracht hat ihn IBM. Simon gilt als das erste Smartphone der Welt. Auf dem Gerät konnte man schreiben, zeichnen, die eigenen Kontakte und den Kalender verwalten, auch Faxe verschicken und telefonieren. Selbst über die ersten Apps verfügte es. Jetzt soll  Simon in das Londoner Science Museum. 

Vor 20 Jahren kam der IBM Simon auf den Markt. Das Gerät gilt als erstes Smartphone der Welt. Mit ihm konnte man nicht nur mobil telefonieren, sondern auch schreiben, zeichnen, Kontakte und Kalender verwalten sowie Faxe verschicken.  

Vor 20 Jahren kam der IBM Simon auf den Markt. Das Gerät gilt als erstes Smartphone der Welt. Mit ihm konnte man nicht nur mobil telefonieren, sondern auch schreiben, zeichnen, Kontakte und Kalender verwalten sowie Faxe verschicken.  

Foto: Screenshot ingenieur.de

Kaum einer hat schon mal von IBM Simon gehört und noch viel weniger Menschen haben das erste Smartphone der Welt benutzt. Dabei war es das erste Handy, das das Mobiltelefon mit einem Computer verbunden hat. Gut sah das Smartphone nach heutigem Verständnis nicht aus. Aber als IBM Simon, kurz „The Simon“ genannt, am 16. August 1994 auf den Markt kam, markierte es den Beginn einer innovativen technologischen Ära.

Die Batterie hielt nur eine Stunde

The Simon ging dem iPhone 13 Jahre und dem Blackberry neun Jahre voraus und war gerade mal zwei Jahre auf dem Markt. Das Gerät war seiner Zeit weit voraus. Bei seinem Debüt gab es keinen einzigen Webbrowser und zwangsläufig kein mobiles Internet. Das Mobiltelefon mutete äußerlich wie ein grauer Backstein an: Es wog 500 Gramm und hatte alles andere als Taschenformat. Die Batterie hielt nur für eine Stunde und das erste Gerät kostete über 1000 Dollar. Bei Abschluss eines Zwei-Jahresvertrags kostete Simon allerdings nur die Hälfte. Der Vertrieb blieb zunächst auf den amerikanischen Markt beschränkt. Das Gerät war auch dort anfangs nur in 15 Bundesstaaten erhältlich. Insgesamt wurden 50.000 Einheiten verkauft.

Seiner Zeit weit voraus

„The Simon nannte sich damals noch nicht ein Smartphone“, erläutert Charlotte Connelly, Kuratorin des London Science Museums. Auch wenn The Simon wie ein simpler grauer Block aussieht, hatte das Gerät es durchaus in sich. Es verfügte über einen Taststift und einen grünen LCD-Bildschirm, der eine ähnliche Größe wie das iPhone4 hat.

Das Science Museum eröffent am 25. Oktober seine neue Dauerausstellung Information Art. Mehr als 800 Objekte sollen zeigen, wie sich die Kommunikation in den vergangenen 200 Jahren verändert hat. 

Das Science Museum eröffent am 25. Oktober seine neue Dauerausstellung Information Art. Mehr als 800 Objekte sollen zeigen, wie sich die Kommunikation in den vergangenen 200 Jahren verändert hat. 

Foto: Science Museum

Gerade die Geschäftswelt in Amerika, die sich nach einem tragbaren Telefon sehnte, das sich als eine Art Mini-Computer benutzen liess, interessierte sich stark für das neuartige Smartphone. Die geringe Nutzungsdauer der Batterie und der hohe Preis wurden The Simon aber schon bald zum Verhängnis und so verschwand es ziemlich schnell vom Markt.

Reif fürs Museum

Vom Oktober dieses Jahres an wird The Simon im Londoner Science Museum in der Ausstellung Information Age gezeigt. Dabei handelt es sich um die erste Dauerveranstaltung in England, die sich auf die Geschichte der Kommunikations- und Informationstechnik konzentriert.  Mehr als 800 Objekte, die zeigen sollen wie sich die Kommunikation in den vergangenen 200 Jahren verändert hat, werden dabei präsentiert. Nach Aussagen von Connelly erinnert die Ausstellung an eine andere Ära – ohne ununterbrochene Verbindung zum Internet.

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