Smartphones & Tablets 23.12.2011, 12:02 Uhr

Displays von der Schott AG sind die Härtesten

Mit dem Produkt „Xensation Cover“ will Schott den Markt für Displayglas von Smartphones und Tablet-PCs erobern. Das Besondere an diesem Produkt laut Hersteller: Es ist „das derzeit härteste am Markt verfügbare Glas“.

Schott will den Markt für Displayglas von Smartphones und Tablet-PCs erobern.

Schott will den Markt für Displayglas von Smartphones und Tablet-PCs erobern.

Foto: Schottglas

Die Anforderungen sind hoch: Gläser für Smartphones und Tablet-PCs müssen extrem leicht, aber zugleich auch extrem kratz-, schlag- und druckfest sein. Bisher erfüllten nur Gläser aus US-amerikanischer und japanischer Produktion die Kriterien.

Im Oktober lud die Schott AG Hersteller ein, das neue Glas zu testen. Die Jenaer haben – nach eigenen Angaben – das neue Glas bei allen großen Anbietern von Smartphones und Tablet-PCs in Asien und den USA vorgestellt.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Stadtwerke München GmbH-Firmenlogo
Baukoordination Neubauprojekte der Gleisanlagen der Münchner Straßenbahn (m/w/d) Stadtwerke München GmbH
München Zum Job 
RHEINMETALL AG-Firmenlogo
Verstärkung für unsere technischen Projekte im Bereich Engineering und IT (m/w/d) RHEINMETALL AG
deutschlandweit Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur (w/m/d) für den Konstruktiven Ingenieurbau Die Autobahn GmbH des Bundes
Nürnberg Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Baurevisor (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
Nash - Zweigniederlassung der Gardner Denver Deutschland GmbH-Firmenlogo
Product Engineer (m/w/d) für den Bereich Order Processing / Project Management Nash - Zweigniederlassung der Gardner Denver Deutschland GmbH
Nürnberg Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Projektingenieur im Brückenbau für Neubau-, Ausbau- und Erhaltungsmaßnahmen (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
München Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
BIM-Manager (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
München Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Projektingenieur Ingenieurbau (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
München Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur (w/m/d) für die Projektleitung Konstruktiver Ingenieurbau Die Autobahn GmbH des Bundes
Nürnberg Zum Job 
Richard Wolf GmbH-Firmenlogo
Head of Project Management Office (PMO) (m/w/d) Richard Wolf GmbH
Knittlingen bei Pforzheim und Karlsruhe Zum Job 
TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH-Firmenlogo
Sachverständiger (m/w/d) Fördertechnik TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Projektingenieur für Brückenbau / Tunnelbau / Ingenieurbau (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
München Zum Job 
Stadtwerke München GmbH-Firmenlogo
Claim Manager*in (m/w/d) Stadtwerke München GmbH
München Zum Job 
Stadtwerke Tübingen GmbH-Firmenlogo
Ingenieur (m/w/d) Netzleitwarte Stadtwerke Tübingen GmbH
Tübingen Zum Job 
Stadtwerke Tübingen GmbH-Firmenlogo
Meister der Elektrotechnik (m/w/d) als Bauaufsicht und Netzführung Stadtwerke Tübingen GmbH
Tübingen Zum Job 
Stadtwerke Tübingen GmbH-Firmenlogo
Elektromonteure (m/w/d) Stadtwerke Tübingen GmbH
Tübingen Zum Job 
Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises Ludwigsburg mbH-Firmenlogo
Bauingenieur / Umweltingenieur als Projektmanager (m/w/d) Abfallverwertungsgesellschaft des Landkreises Ludwigsburg mbH
Ludwigsburg Zum Job 
Forschungszentrum Jülich GmbH-Firmenlogo
Sicherheitsingenieur (w/m/d) Forschungszentrum Jülich GmbH
Jülich Zum Job 
Schluchseewerk AG-Firmenlogo
Maschinenbauingenieur (m/w/d) Schwerpunkt Korrosionsschutz Schluchseewerk AG
Laufenburg Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Projektingenieur Planung (w/m/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
Oldenburg Zum Job 

Die Resonanz sei positiv, heißt es bei Schott. Das Unternehmen hält einen Jahresumsatz in dreistelliger Millionenhöhe ($) für realistisch. Anfang 2012 soll die Serienproduktion bei der Schott Technical Glass Solutions GmbH in Jena beginnen.

Schott AG erhält positive Rückmeldung von Smartphone-Anbietern

„Wir haben nicht zu viel versprochen, die Rückmeldungen aus den Testlabors der Anwender sind positiv“, erklärt Geschäftsführer Klaus Schneider. Genauere Angaben zu dem Auftragsvolumen oder den Auftraggebern will er dennoch nicht machen, „das wäre zu früh“.

Der 64-jährige Schneider, ein erfahrener Glasingenieur und seit mehr als 40 Jahren mit der Glasherstellung beschäftigt, benennt die spezifischen Anforderungen für das Produkt: „Sie brauchen eine extreme Kratzfestigkeit – Handys oder Tablet-PCs werden ständig mitgeführt und liegen z. B. mit Schlüsseln oder Stiften in der Tasche. Außerdem ist eine hohe Schlagfestigkeit gefragt, so ein Handy fällt schon mal runter. Und als Drittes brauchen sie eine hohe Druckstabilität.“ Die sei um 20 % höher als bei den Spezialgläsern der Konkurrenz, so das Unternehmen.

Xensation Cover will den bisherigen Marktführern die Stirn bieten: Mit einer Druckstabilität von 850 Megapascal und einer hohen Biegefestigkeit übertrifft es die Konkurrenz des US-amerikanischen Anbieters Corning („Gorillaglas“) oder von Asahi Glass AGC in Japan („Dragontrail“). „Ein Marktanteil von 20 % ist durchaus realistisch – von null auf 20 % wäre ein großer Schritt“, meint Klaus Schneider.

Wettbewerbsvorteil der Schott AG: Gleiche Prozesszeiten, festeres Glas

Besonders attraktiv für die Anwender ist laut Schneider vor allem eines: „Wir liefern ein Glas, das etwa 20 % schneller verarbeitet werden kann.“ Die chemischen Eigenschaften des Werkstoffs (Alumino-Silicat) erleichterten das „Vorspannen“ der Gläser in den Geräten. Schneider: „Wir haben ein Glas entwickelt, das es den Anwendern ermöglicht, mit gleichen Prozesszeiten höhere Festigkeiten – oder mit geringeren Prozesszeiten genau die gleichen Festigkeiten wie die Konkurrenz zu erhalten. Und dadurch entsteht für uns ein Wettbewerbsvorteil.“

Neben der chemischen Formel für die Herstellung zählt auch die „Wanne“ zu den Spezialentwicklungen von Schott. Zur Formgebung des Spezialglases entwickelte das Unternehmen ein hallengroßes, glühend heißes Flachbett, das „float bath“, in dem bei Temperaturen bis zu 1400 °C der gläserne Werkstoff in unterschiedlichen Stärken ausgebreitet werden kann.

„Der Trend geht zu immer dünneren und damit leichteren Gläsern, bis hin zu 0,55 mm Dicke“, erläutert Schneider.

Schnelle Nachahmer fürchtet Geschäftsführer Schneider nicht: „Glasmachen ist Erfahrungssache. Selbst wenn Sie die Technologie nachbauen, können Sie noch lange nicht Spezialgläser in der erforderlichen Qualität herstellen.“ Weitere Verbesserungen – z. B. verbesserte Sensibilität und Bedienbarkeit – seien nur in Zusammenarbeit mit den Anwendern möglich.

Schott AG schafft neue Arbeitsplätze

Schneider: „Zurzeit befinden wir uns in einer komfortablen Situation. Die Märkte für Smartphones und Tablet-PCs wachsen, die Nachfrage ist weiterhin hoch.“

350 Mitarbeiter sind derzeit bei der Schott Technical Glass Solutions GmbH in Jena beschäftigt. 40 Arbeitsplätze sind durch die Vorbereitung und Entwicklung der Produktion bisher neu entstanden, weitere können folgen: „Auf jeden Fall ist die Erweiterung der Kapazitäten notwendig.“ 

Ein Beitrag von:

  • Hilde Weeg

Themen im Artikel

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.