USA HINTER CHINA 21.06.2016, 14:34 Uhr

China hat die meisten und schnellsten Supercomputer der Welt

And the winner ist … China! Mit dem Sunway TaihuLight führen die Chinesen die Weltrangliste der Supercomputer an. Der bisherige Spitzenreiter, der Tianhe-2, steht auch in China und belegt nun Rang 2. Erstmals hat China die USA in der TOP500-Liste der schnellsten Supercomputer der Welt überholt. Und wo stehen die Deutschen?

Der schnellste Supercomputer Deutschlands ist der Hazel Hen im Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS). Er steht international auf Rang 9.

Der schnellste Supercomputer Deutschlands ist der Hazel Hen im Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS). Er steht international auf Rang 9.

Foto: Boris Lehner/HLRS

Mit einer Spitzenleistung von rund 93 Petaflops ist der Supercomputer Sunway TaihuLight fast dreimal so schnell wie der Tianhe-2, der seit Juni 2013 mit einer Spitzenleistung von 33,86 Petaflops die TOP500-Liste der schnellsten Supercomputer der Welt anführte. Das bedeutet, dass die schnellste Rechneranlage der Welt in jeder Sekunde rund 93 Billiarden Rechenoperationen durchführen kann – eine Zahl mit 15 Nullen!

„FLOPS“ steht für „Floating Point Operations Per Second“, also für die Zahl der Gleitkommaoperationen pro Sekunde. Anhand dieser Einheit wird die Geschwindigkeit der Supercomputer dieser Welt verglichen, ermittelt wird sie mit dem so genannten Linpack-Programm.

Intel-Prozessoren durch chinesische Chips ersetzt

Die Sunway TaihuLight-Anlage hat das chinesische National Research Center of Parallel Computer Engineering & Technology (NRCPC) entwickelt und arbeitet im National Supercomputing Center im chinesischen Wuxi. Während beim bisherigen Spitzenreiter, dem Tianhe-2, noch Prozessoren von Intel zum Einsatz kommen, entwickelten die Chinesen für ihre Sunway TaihuLight-Anlage Prozessoren im eigenen Land.

China hat die schnellsten Computer der Welt: Mit einer Spitzenleistung von rund 93 Petaflops ist der Supercomputer Sunway TaihuLight fast dreimal so schnell wie der bisherige Spitzenreiter Tianhe-2.

China hat die schnellsten Computer der Welt: Mit einer Spitzenleistung von rund 93 Petaflops ist der Supercomputer Sunway TaihuLight fast dreimal so schnell wie der bisherige Spitzenreiter Tianhe-2.

Foto: National Supercomputing Center China/dpa

Und noch einen Wendepunkt markiert die aktuelle TOP500-Liste: Erstmals stehen mehr Supercomputer in China als in den USA: Unter den 500 Supercomputern, die weltweit in Industrie und Wissenschaft zum Einsatz kommen, liegt China mit insgesamt 167 Systemen erstmals knapp vor den USA mit 165 Systemen.

Die 5 besten Supercomputer der Welt

1.  Sunway TaihuLight

Als Neueinsteiger schiebt das TaihuLight-System die bisherigen Top-Platzierten um einen Platz nach hinten. Dabei verbraucht der neue Spitzenreiter mit 15,37 MW auch noch weniger Energie als der zweitplatzierte Tianhe-2 mit 17,8 MW. Damit ist dem Sunway TaihuLight auch ein führender Platz auf der Liste der „Green500“ sicher, die gerade mit dem TOP500-Projekt vereint wurde.

2. Tianhe-2 oder MilkyWay-2

Der bisherige Spitzenreiter der TOP500, der Tiahne-2, steht im National Super Computer Center im chinesischen Guangzhoun und führte die Liste der TOP500 drei Jahre lang an.

3. Titan

Den dritten Platz belegen die USA mit Titan. Das System des Supercomputer-Herstellers Cray wird im Oak Ridge National Laboratory in Tennessee betrieben und erreicht Spitzenleistungen von 17,59 Petaflops.

4. Sequoia

Auf Platz vier der TOP500 steht ein IBM-System, das ebenfalls in den USA betrieben wird: Sequoia schafft rund 17,17 Petflop in der Sekunde.

5. Fujitsu K Computer

Auf Platz fünf tauchen erstmals die Japaner auf: Der K Computer von Fujitsu wird im RIKEN Advanced Institute for Computational Science (AICS) betrieben und schafft 10,51 Petaflops.

Bester Europäer auf Platz 8

Als schnellste Anlage Europas steht der „Piz Daint“ im Schweizer Hochleistungsrechenzentrum „Centro Svizzero di Calcolo Scientifico“ (CSCS) in Lugano und in der Weltrangliste auf Platz 8. Die Anlage des Supercomputer-Herstellers Cray schafft 6,27 Petaflops. „Piz Daint kann an einem Tag mehr berechnen als ein modernes Laptop in 900 Jahren berechnen könnte“, ist auf den Webseiten des CSCS nachzulesen.

Ebenfalls aus dem Hause Cray stammt der schnellste Supercomputer in Deutschland: Der Hazel Hen steht im Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart (HLRS) und schafft im Linpack-Benchmark 5,64 Petaflops, also mehr als 5,6 Billiarden Rechenoperationen pro Sekunde.

Der Supercomputer Tianhe-2 (MilkyWay-2) im chinesischen National Super Computer Center in Guangzhou war bisher der schnellste Computer der Welt. Jetzt wurde er vom chinesischen Sunway TaihuLight, ebenfalls aus China, abgelöst.

Der Supercomputer Tianhe-2 (MilkyWay-2) im chinesischen National Super Computer Center in Guangzhou war bisher der schnellste Computer der Welt. Jetzt wurde er vom chinesischen Sunway TaihuLight, ebenfalls aus China, abgelöst.

Foto: dpa

Die 5 besten Supercomputer in Deutschland

1. Hazel Hen

Mit Hazel Hen haben die Deutschen noch immer einen Supercomputer unter den weltweiten TOP10. Durch den neu eingestiegenen Spitzenreiter rutschten die Stuttgarter von Platz 8 auf 9 der Weltrangliste.

2. JuQueen

Im Forschungszentrum Jülich steht die so genannte JuQueen (abgeleitet von „Jülicher Königin“). Der Supercomputer schafft 5 Petaflops und rangiert auf der Weltrangliste TOP500 aktuell auf Platz 13.

3. SuperMUC

Im Leibniz Rechenzentrum (LRZ) in Garching bei München arbeitet die aktuelle Nummer 27 der TOP 500: Der SuperMUC der Hersteller IBM/Levono erreicht Spitzenleistungen von 2,89 Petaflops. Damit liegt der Rechner nur knapp vor Deutschlands Nummer 4.

4. SuperMUC Phase2

Der in „Phase 2“ ausgebaute „SuperMUC“ am LRZ schafft laut TOP500-Liste 2,81 Petaflops und damit weniger als sein Vorgänger. Damit liegt er genau einen Platz dahinter der Weltrangliste: Platz 28.

5. Mistral

Der fünftschnellste Supercomputer Deutschlands heißt Mistral und steht – wo sonst – im Deutschen Klimarechenzentrum (DKRZ) in Hamburg und auf Platz 33 der Weltrangliste. Er schafft 2,54 Petaflops.

Die TOP500-Liste ist die Liste der 500 schnellsten Supercomputer der Welt und wird zweimal im Jahr veröffentlicht. Sie geht auf ein Projekt von Hans-Werner Meuer zurück, einem deutschen Hochschullehrers an der Universität Mannheim, der auch Mitbegründer der „International Supercomputing Conference“ (ISC) war. Auf dieser jährlich in Deutschland stattfindenden Konferenz wird traditionell auch die erste TOP500-Liste des Jahres veröffentlicht. Gestern wurde sie auf der ISC in Frankfurt vorgestellt.

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