Sehender Blindenstock 14.05.2015, 06:55 Uhr

Britische Ingenieure entwickeln einen Blindenstock, der Gesichter erkennt

Dieser Blindenstock hat es in sich: Er kann Gesichter erkennen, aber auch Hindernisse in Hüft- und Kopfhöhe. Und wen die eingebaute Kamera erkannt hat, das meldet der XploR-Blindenstock per Bluetooth an einen Ohrstick. 

Blindenstock der Birmingham City University: Der Stock verfügt über eine Kamera, die auch Hindernisse in Kopfhöhe und befreundete Personen erkennt.

Blindenstock der Birmingham City University: Der Stock verfügt über eine Kamera, die auch Hindernisse in Kopfhöhe und befreundete Personen erkennt.

Foto: Birmingham City University

Für Blinde und Sehbehinderte ist es schwer genug, sich zu orientieren. Die üblichen Langstöcke helfen zwar dabei, Hindernisse bis zu einem Meter zu erkennen. Da der Stock sich jedoch auf dem Fußboden bewegt, kann es zu Kollisionen in Kopf-, Brust- oder Kniehöhe kommen.

Der neu entwickelte smarte Blindenstock XploR sieht auf den ersten Blick wie ein üblicher Blindenstock aus. Doch im Inneren befindet sich eine Technologie mit Gesichtserkennung, GPS und Bluetooth – wie in Smartphones.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Tagueri AG-Firmenlogo
(Junior) Consultant Funktionale Sicherheit (m/w/d) Tagueri AG
Hamburg Zum Job 
Tagueri AG-Firmenlogo
Consultant Systems Engineering (m/w/d) Tagueri AG
Hamburg Zum Job 
Funkwerk AG-Firmenlogo
Techniker / Ingenieur im Engineering Vertrieb (m/w/d) Funkwerk AG
deutschlandweit Zum Job 
ITW Fastener Products GmbH-Firmenlogo
Technische:r Vertriebsingenieur:in für VW ITW Fastener Products GmbH
Creglingen-Münster Zum Job 
Framatome GmbH-Firmenlogo
Senior Project Quality & OPEX Manager (m/w/d) Framatome GmbH
Erlangen Zum Job 
Tagueri AG-Firmenlogo
Teamleitung im Bereich Diagnose (m/w/d) Tagueri AG
Hamburg Zum Job 
Rheinmetall Electronics GmbH-Firmenlogo
Elektronikentwickler (m/w/d) Rheinmetall Electronics GmbH
Rheinmetall Electronics GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur Kältemittelverdichter (m/w/d) Rheinmetall Electronics GmbH
Forschungszentrum Jülich GmbH-Firmenlogo
Ingenieur für Gebäudeausrüstung / Versorgungstechnik (w/m/d) Forschungszentrum Jülich GmbH
Jülich bei Köln Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieure - Schwerpunkt konstruktiver Ingenieurbau für die Bauwerksprüfung nach DIN 1076 (m/w/d) Die Autobahn GmbH des Bundes
Hamburg Zum Job 
Riedel Bau-Firmenlogo
Energieberater / Auditor (m/w/d) Riedel Bau
Schweinfurt Zum Job 
Rheinmetall Electronics GmbH-Firmenlogo
Projektmanager technische Entwicklungsaktivitäten (m/w/d) Rheinmetall Electronics GmbH
Neckarsulm Zum Job 
Diehl Aerospace GmbH-Firmenlogo
Ingenieur / Entwicklungsingenieur (m/w/d) Avionik (System) Diehl Aerospace GmbH
Nürnberg, Überlingen, Frankfurt am Main, Rostock Zum Job 
Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH-Firmenlogo
Teamleitung Haltestellen und Stationen (d/m/w) Stadtwerke Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main mbH
Frankfurt am Main Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Ingenieur (w/m/d) Elektro- / Kommunikationstechnik Die Autobahn GmbH des Bundes
Frankfurt am Main Zum Job 
RENOLIT SE-Firmenlogo
Ingenieur / Techniker (m/w/d) für Automatisierungstechnik RENOLIT SE
Frankenthal Zum Job 
Lahnpaper GmbH-Firmenlogo
Leitung Entwicklungslabor (m/w/d) Lahnpaper GmbH
Lahnstein Zum Job 
Energieversorgung Halle Netz GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur - Fernsteuerung Energienetze (m/w/d) Energieversorgung Halle Netz GmbH
Halle (Saale) Zum Job 
BREMER Hamburg GmbH-Firmenlogo
Bauleiter Schlüsselfertigbau (m/w/d) BREMER Hamburg GmbH
Hamburg Zum Job 
IPH Institut "Prüffeld für elektrische Hochleistungstechnik" GmbH-Firmenlogo
Ingenieur Instandhaltung (m/w/d) IPH Institut "Prüffeld für elektrische Hochleistungstechnik" GmbH

Objekte und Gesichter werden aus bis zu 10 Metern erkannt

Mit dem Blindenstock können Dinge und Menschen bis zu 10 Meter Entfernung erkannt werden. Dabei hilft eine elektronische Orientierungshilfe, bestehend aus einer 3D-Kamera und einer haptisch-akustischen Schnittstelle zum Benutzer. Diese Funktion hilft Blinden und Sehbehinderten, sich ein besseres Bild der Umgebung zu machen und den Weg einfacher zu finden.

Die 3D-Kamera misst dazu einen schmalen Raumbereich in der Gehrichtung aus und nimmt dabei die biometrischen Daten auf. Zusätzlich gibt es einen Sensor, der den Kopfbereich berücksichtigt. Die Daten werden auf eine SD-Karte geladen, die sich im Blindenstock befindet. Gesichter von Menschen werden mit den dort befindlichen Daten durch die Pendelbewegung des Langstocks abgeglichen. Kommt ein Verwandter oder ein Freund des Weges, beginnt der Blindenstock zu vibrieren. Über Bluetooth erhält der Blinde zudem eine Meldung aufs Headset im Ohr, um welche Person es sich handelt.

Markteinführung des Blindenstocks geplant

Die Idee für den intelligenten Blindenstock stammt von den Forschern Steve Adigbo, Waheed Rafiq und Richard Howlett von der Birmingham City University. Steve Adigbo hat selbst einen blinden Großvater. „Mein Großvater ist blind, und ich weiß, wie nützlich diese Vorrichtung für ihn sein könnte“, so Adigbo.

Das Entwicklerteam präsentierte den XploR-Blindenstock bereits Wissenschaftlern und Medizinern in Frankreich und Luxemburg. Dieses Jahr noch sollen deutsche Organisationen den XploR-Blindenstock kennenlernen. Es folgen eine Studie und die Markteinführung.

 

Ein Beitrag von:

  • Petra Funk

Themen im Artikel

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.