Aktuelle Spritpreise 13.01.2026, 17:30 Uhr

Wo Tanken derzeit am günstigsten ist

Eine ADAC-Erhebung zeigt: Nicht überall kostet das Tanken gleich viel. Während Autofahrerinnen und Autofahrer in Berlin und im Saarland derzeit günstig wegkommen, zahlen Menschen in Bremen und Mecklenburg-Vorpommern deutlich mehr pro Liter Treibstoff.

Tanken

Die Preise für Benzin und Diesel variieren bundesweit derzeit um bis zu 8 Cent.

Foto: Smarterpix / weyo

In Berlin führt laut einer aktuellen ADAC-Erhebung ein Liter Super E10 mit durchschnittlich 1,698 Euro die Preislisten an – nirgendwo sonst ist der Sprit billiger. Anders in Bremen: Dort müssen Autofahrende im Schnitt 1,774 Euro pro Liter hinlegen – ein Unterschied von 7,6 Cent. Das überrascht, weil Stadtstaaten normalerweise durch mehr Tankstellen vom Wettbewerb profitieren. Das Saarland wiederum punktet beim Diesel. Hier zahlen Tankende derzeit im Mittel 1,650 Euro pro Liter – bundesweit der niedrigste Wert. Ganz oben auf der Preisskala steht Mecklenburg-Vorpommern: 1,731 Euro kostet dort der Liter Diesel, ganze 8,1 Cent mehr als im Südwesten.

Große Unterschiede zwischen Nord und Süd

Interessant ist, dass die teuersten Regionen bei Benzin nicht automatisch auch bei Diesel vorn liegen. Bremen landet beim Diesel nur im Mittelfeld auf Platz neun. Mecklenburg-Vorpommern, Spitzenreiter bei Diesel, schafft es im Super-E10-Vergleich nur auf Rang sieben. Und Berlin, günstiger Benzin-Primus, kommt beim Diesel sogar nur auf Platz elf. Diese Verschiebungen zeigen, wie stark der Kraftstoffmarkt zwischen den 16 Bundesländern schwankt. Lokale Wettbewerbssituationen, unterschiedlich dichte Tankstellennetze und regionale Lieferkosten sorgen dafür, dass die Preise teils erheblich auseinandergehen.

Vorab Preise vergleichen

Der ADAC rät, nicht an der nächstgelegenen Zapfsäule zu tanken, sondern vorab Preise zu vergleichen. Etwa mit der kostenfreien App „ADAC Drive“, die in Echtzeit die aktuellen Werte zu mehr als 14.000 Tankstellen zeigt. So lässt sich bares Geld sparen und der Spritverbrauch gezielt planen. Nach wie vor gilt: Wer abends tankt, liegt im Vorteil. Aktuelle Analysen zeigen, dass Sprit am späten Tag im Durchschnitt rund 13 Cent pro Liter günstiger ist als am Morgen.

So hat der ADAC den Sprit-Vergleich berechnet

Für seine Übersicht wertete der ADAC sämtliche Preisdaten der bei der Markttransparenzstelle erfassten 14.000 Tankstellen aus. Die aktuellen Werte stammen aus einer Erhebung vom 13. Januar 2026 um 11 Uhr. Sie bilden also eine Momentaufnahme, die sich je nach Marktverlauf jederzeit verändern kann. Besonders spannend ist der langfristige Trend: Regionale Unterschiede bleiben bestehen, aber die Rangfolge der Bundesländer verschiebt sich regelmäßig.

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Winter kostet Sprit: So sparen Sie clever

Doch nicht nur der Standort, auch die Jahreszeit beeinflusst den Geldbeutel. Im Winter steigt der Spritverbrauch deutlich an. Das belastet Umwelt und Konto gleichermaßen. Der ADAC erinnert daher an fünf einfache Maßnahmen, um in der kalten Saison den Verbrauch spürbar zu senken: Kaum fällt das Thermometer unter Null, brauchen Autos mehr Energie. Heizung, Scheiben- und Sitzheizung saugen Strom, der vom Verbrennungsmotor erzeugt wird. Wer hier bewusst reduziert, schützt sowohl Motor als auch Umwelt. Ein besonders großer Spritfresser ist die Dachbox. Schon bei Tempo 80 erhöht sie den Verbrauch um etwa 11 Prozent, bei 130 km/h um bis zu zwei Liter pro 100 Kilometer. Wer sie nicht dringend benötigt, sollte sie abbauen – der Luftwiderstand ist ein schwerer Gegner jeder Sparstrategie.

Ballast vermeiden

Auch unnötiger Ballast macht sich bemerkbar: 100 Kilogramm zusätzliches Gewicht bedeuten bis zu 0,3 Liter mehr Sprit je 100 Kilometer. Deshalb gilt: Was nicht unterwegs gebraucht wird, sollte im Keller oder in der Garage bleiben. Ebenso wichtig ist es, das Fahrzeug vor Fahrtantritt gründlich von Schnee und Eis zu befreien. So bleibt nicht nur die Sicht klar, auch die Aerodynamik verbessert sich deutlich. Wer mit vereisten Flächen losfährt, riskiert dagegen unnötigen Spritverbrauch – und gefährdet andere Verkehrsteilnehmer.

Nicht den Motor warmlaufen lassen

Ein häufiger Irrtum vieler Autofahrenden: Das Warmlaufenlassen des Motors schützt angeblich die Technik. Tatsächlich aber schadet es dem Antrieb, ist verboten und kostet Sprit. Der ADAC belegt das mit einem Test: Nach vier Minuten Standgas bei minus 10 Grad hat das Motoröl erst minus 7 Grad erreicht – bei gleichzeitig 0,1 Liter vergeudetem Benzin. Die bessere Lösung: Nach dem Start einfach losfahren. Der Motor erreicht so schneller seine optimale Betriebstemperatur, während Spritverbrauch und Emissionen gering bleiben. Wer regelmäßig auf diese Details achtet, hat beim nächsten Preisvergleich an der Zapfsäule doppelt Grund zur Freude.

Ein Beitrag von:

  • Anke Benstem

    Anke Benstem ist freie Journalistin, Buchautorin und Texterin. Sie gehört zum Team von Content Qualitäten. Ihre Themen: Klima und Umwelt.

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