Beförderung

Was bedeutet befördert?

Ein Karrieresprung, eine Beförderung ist ein wichtiger Bestandteil einer Karriere. Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen erhalten durch diese Aufstufung neue Aufgaben und Herausforderungen im Unternehmen und mehr Projektverantwortung. Nachfolgend ein Blick auf die Gründe für die Beförderung, den richtigen Zeitpunkt und die unterschiede zwischen Arbeitnehmern in der freien Wirtschaft und im öffentlichen Dienst.

Gründe für eine Beförderung

Die erste Frage, die sich im Zusammenhang mit Beförderungen stellt, ist die nach dem Warum. Schließlich kann es viele Gründe geben, die Unternehmen dazu bringen, sich dazu zu entscheiden, einem Arbeitnehmer neue Möglichkeiten zu eröffnen. Das Eröffnen von neuen Möglichkeiten ist gleichzeitig die Basis für den ersten Grund einer Beförderung: der Chef möchte seinen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ermöglichen, sich weiterzuentwickeln. Eine Stelle im Unternehmen bietet nur eine begrenzte Zahl von Entwicklungsmöglichkeiten. Mit einer neuen Stelle bieten sich neue Herausforderungen, an denen die Angestellten zu wachsen in der Lage sind. Neue Stellen oder offene Stellen im Unternehmen sind ein weiterer Grund für die Hochstufung von bereits bestehenden Angestellten. Schließlich haben diese bereits Erfahrung bei der Arbeit im Unternehmen und müssen nicht eingelernt werden. Wirtschaftlich ergibt es dementsprechend Sinn, nicht etwa neue Mitarbeiter einzustellen, sondern neue Stellen intern zu besetzen und dies über eine Beförderung zu erreichen. Ein weiterer Grund kann eine feste Planung sein. Mitarbeitern wird bereits bei der Einstellung ein Plan zugesichert, wie ihre Karriere im Unternehmen abläuft. Regelmäßige Aufstiege erhöhen die Sicherheit und bieten gleichzeitig Motivation für besonders gute Leistungen. Außerdem zeigt der Arbeitgeber mit einer umfassenden Karriereplanung, dass das Unternehmen in die Arbeitskräfte zu investieren bereit ist. Auf die Gründe für eine Beförderung folgt die nächste und nächstwichtige Frage: wann ist die richtige Zeit für eine Beförderung?

Wann wird man befördert?

Wann eine Beförderung stattfindet, hängt nicht nur von den zuvor genannten Gründen ab. Hinzu kommt die Eigenleistung des Arbeitnehmers, der sich für eine Beförderung ins Gespräch bringen kann. So macht die eigene Leistung nur einen Bruchteil der Faktoren aus, die bestimmen, wann es zu einer Beförderung kommt. Stattdessen handelt es sich um einen Mix unterschiedlicher Faktoren, die dazu führen, dass Arbeitnehmer eine neue und bessere Stelle bekommen. So ist dies unter anderem auch stark davon abhängig, wie es um die Beziehung zu den Kollegen steht. Es ist wichtig, einen guten Eindruck zu hinterlassen, um auf sich aufmerksam zu machen. Wer bei den Kollegen bekannt ist, hat gute Chancen, dass sich diese positive Bekanntschaft herumspricht.

Mehr Aufmerksamkeit und Projektverantwortung

Es ist darüber hinaus wichtig, die eigene Verantwortung herauszustellen. Konkret bedeutet dies, dass es wichtig ist, sich mit herausfordernden Projekten zu beschäftigen. Herausfordernd bedeutet, dass die eigenen Fähigkeiten genutzt werden, ohne sich jedoch zu übernehmen, was den gegenteiligen Eindruck erzeugt. Hierbei besteht die Möglichkeit, sich mit eigenständiger Projektplanung und Ideen hervorzutun.

Wie läuft eine Beförderung bei Beamten ab?

Wie bei Angestellten in der freien Wirtschaft gibt es auch bei Beamten Beförderungen, die neue Tätigkeitsbereiche und Herausforderungen eröffnen. Allerdings handelt es sich im engeren Sinn nicht um eine Beförderung, sondern die Zuweisung eines neuen Amtes. Ein Recht auf einen solchen Aufstieg für Beamte gibt es währenddessen nicht. Stattdessen besteht bei der Auswahl von geeigneten Kandidaten ein Recht auf eine Auswahl ohne Diskriminierung. Herkunft, Geschlecht, Religion, sexuelle Identität und politische Anschauung dürfen bei der Bestimmung keine Rolle spielen. Stattdessen soll die Person ausgewählt werden, die am besten für das Amt geeignet ist. Zwischen zwei Beförderungen ist eine vorgeschriebene Wartezeit bei Beamten

Welche Voraussetzungen gibt es bei der Beförderung von Beamten?

Bei der Beförderung von Beamten gilt das Leistungsprinzip. Die Arbeitsleistung der betroffenen Person entscheidet dementsprechend maßgeblich darüber, ob sie für ein neues Amt vorgesehen werden können. Um die Leistung eines Mitarbeiters bemessen zu können, findet mindestens alle drei Jahre eine Beurteilung statt. Ist der Anlass gegeben, findet eine Beurteilung früher statt. Beispielsweise, wenn der Wunsch nach einem Aufstieg besteht. Hierbei gilt jedoch eine äußere Problematik zu beachten: eine entsprechende Stelle muss vorhanden sein, um diese besetzen zu können. Um die Beförderung herum haben die Beamten vielerorts Möglichkeiten zur Weiterbildung, um die eigenen Kompetenzen zu schärfen. Neben dem Wechsel des Amtes steht auch der Aufstieg von Beamten in die nächsthöhere Laufbahnstufe zur Verfügung.  Dazu steht ein Aufstiegsverfahren an, welches unterschiedliche Möglichkeiten der Qualifizierung bietet. Neben einem Studium oder anderen fachspezifischen Qualifizierungen besteht die Möglichkeit des Vorbereitungsdienstes.

Vorbereitungsdienst für Aufstiegsverfahren

Bei einem Aufstiegsverfahren handelt es sich streng genommen nicht um eine Beförderung (siehe oben für die Beförderung bei Beamten). Stattdessen handelt es sich um den Wechsel in die nächsthöhere Laufbahn. Mit dem Vorbereitungsdienst wird sichergestellt, dass die betroffenen Beamten die Qualifikationen besitzen, die für die höhere Laufbahn erforderlich sind. Bei der Vorbereitung für den höheren Dienst kommt die Berufsbezeichnung Referent zum Einsatz (diese kann je nach Behörde variieren).

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