Umfrage 27.05.2025, 07:07 Uhr

Überrascht selbst Experten: Käufer lieben deutsche E-Autos

Eine aktuelle Umfrage zeigt: Deutsche E-Autos genießen weltweit großes Vertrauen – auch in China und den USA.

VW ID.3

Laut einer aktuellen Umfrage sind deutsche E-Autos auch im Ausland sehr beliebt. Insbesondere Volkswagen (hier ein ID.3) ist aktuell im Aufschwung.

Foto: Volkswagen AG

Deutsche Automarken wie Mercedes, BMW oder VW gelten weltweit als besonders zuverlässig – auch bei E-Autos. Eine neue Umfrage belegt: Konsumentinnen und Konsumenten in den wichtigsten Märkten vertrauen der Qualität deutscher Elektroautos stärker als Fahrzeugen aus China oder den USA. Auch die Verkaufszahlen in Europa spiegeln das Vertrauen wider. Tesla verliert, VW legt zu. Chinesische Hersteller wie BYD tun sich vor allem in Deutschland noch schwer.

Qualität „Made in Germany“ überzeugt – auch bei Elektroautos

Die Elektromobilität nimmt weltweit Fahrt auf. Und deutsche Autobauer scheinen gut darauf vorbereitet zu sein. Eine aktuelle Umfrage im Auftrag der Unternehmensberatung Bearingpoint zeigt: Kundinnen und Kunden in den vier wichtigsten Automärkten – USA, China, Frankreich und Deutschland – vertrauen deutschen E-Automarken stärker als jeder anderen Herkunftsregion.

„Wir waren selbst überrascht, dass die deutschen Hersteller in Summe so deutlich vorne lagen“, sagt Manuel Schuler, globaler Leiter Automotive bei Bearingpoint. Je nach Markt beträgt der Vorsprung beim Vertrauen zwischen drei und sieben Prozentpunkten gegenüber dem jeweils Zweitplatzierten.

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Die Untersuchung basiert auf Onlinebefragungen mit jeweils über 2.000 Teilnehmenden pro Land. Abgefragt wurde, wie stark das Vertrauen in die Qualität der Elektroautos einzelner Marken ist – von „vertraue ich voll und ganz“ bis „vertraue ich eher“. Alles in diesem Spektrum wurde als Vertrauen gewertet.

Unterschiede zwischen den Märkten – aber deutsche Marken immer stark

Ein genauerer Blick auf die Ergebnisse zeigt: Zwar gibt es je nach Markt leichte Unterschiede in der Markenwahrnehmung, doch deutsche Hersteller schneiden durchweg gut ab.

In China etwa führt BYD das Ranking an – allerdings nur knapp. Direkt dahinter folgen Mercedes-Benz, BMW, Volkswagen und Porsche. Diese Marken liegen dort deutlich vor anderen chinesischen Herstellern oder Tesla.

In den USA belegt Honda den ersten Platz. Auch hier sind deutsche Marken mit Mercedes und BMW stark vertreten. In Frankreich und Deutschland selbst liegen Mercedes und BMW beziehungsweise Mercedes und Audi an der Spitze.

Chinesische Marken: Technisch stark, Vertrauen fehlt

Der chinesische Hersteller BYD genießt im Heimatmarkt großes Vertrauen – in Europa sieht das anders aus. In Frankreich landet BYD in der Umfrage auf dem letzten Platz von zwölf bewerteten Marken. In Deutschland reicht es nur für Platz 10.

Warum tun sich chinesische Anbieter hierzulande so schwer? Schuler sieht mehrere Gründe: „Die chinesischen Hersteller sind technisch stark, aber es fehlt ihnen außerhalb ihres Heimatmarkts an Vertrauen in die Qualität.“ Hinzu komme die Unsicherheit, ob die Hersteller langfristig am Markt bestehen. Auch die Frage, ob Service und Reparaturen dauerhaft gewährleistet sind, spielt eine Rolle.

Datenschutzbedenken könnten ebenfalls eine Rolle spielen. Zwar sind diese Themen formal nicht direkt Teil des Qualitätsbegriffs, aber: „Die Kunden betrachten das nicht so trennscharf“, sagt Schuler.

Deutsche Marken profitieren vom Ruf der Vergangenheit

Der gute Ruf deutscher Autobauer kommt nicht von ungefähr. Über Jahrzehnte hinweg haben sie sich mit Verbrennungsmotoren einen soliden Markennamen aufgebaut. Davon profitieren sie nun auch im Wandel zur Elektromobilität.

„Die deutschen Hersteller profitieren hier sicher von einem Markenimage, das über Jahrzehnte aufgebaut ist“, erklärt Schuler. Dieses Image verschaffe ihnen aktuell einen Wettbewerbsvorteil gegenüber neuen Herausforderern aus Fernost.

Marktanteile sprechen eine klare Sprache

Die Ergebnisse der Studie spiegeln sich auch in den Marktanteilen wider. In Deutschland kommt aktuell kein chinesischer Hersteller auf mehr als 1 % Marktanteil bei den Neuzulassungen. Anders sieht es in Großbritannien, Spanien und Italien aus. Hier gelingt BYD und anderen Marken wie Nio oder Xpeng der Markteinstieg leichter – vor allem dank preisbewusster Käufergruppen und weniger heimischer Konkurrenz.

In Westeuropa war im ersten Quartal 2025 fast jedes 20. neue Auto chinesischer Herkunft – doppelt so viele wie noch zwei Jahre zuvor.

Tesla unter Druck – VW legt zu

Ein anderes Bild zeigt sich bei Tesla. Der US-Hersteller verliert in Europa an Boden. Die Neuzulassungen in der EU sanken im April um über 50 % auf nur noch rund 41.700 Fahrzeuge. Das bedeutet ein Minus von 46 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Volkswagen dagegen erlebt einen Aufschwung. Der Konzern konnte seine Auslieferungen von Elektroautos in Europa im ersten Quartal mehr als verdoppeln. Damit liegt VW in einigen Märkten deutlich vor Tesla.

Auch BYD überholte Tesla im April erstmals bei den Neuzulassungen batterieelektrischer Fahrzeuge (BEV) in Europa. Laut Jato Dynamics lag BYD mit 7.231 Fahrzeugen knapp vor Tesla mit 7.165.

BYD setzt auf Mietwagen und Eigenzulassungen

Auffällig ist: In Deutschland verkauft BYD bislang kaum an Privatpersonen. Nur etwa 12 % der in den ersten vier Monaten neu zugelassenen Fahrzeuge gingen an private Halterinnen und Halter. Zum Vergleich: Mercedes kommt auf knapp 37 %, VW auf etwa 26 %.

Der Rest der BYD-Neuzulassungen entfällt auf Autovermieter oder Eigenzulassungen der Händler – ein Indiz dafür, dass sich die Fahrzeuge im Privatkundenbereich bislang nur schwer durchsetzen.

Europäische Hürden: Zölle und Skepsis

Ein weiteres Hindernis für chinesische Anbieter sind Strafzölle der EU. Diese sollen unfair subventionierte Fahrzeuge aus China ausbremsen. Um die Zölle zu umgehen, setzen viele Hersteller auf Plug-in-Hybride. Zwei Drittel der chinesischen Fahrzeuge in Europa besitzen inzwischen einen solchen Antrieb und gelten damit nicht als reine Elektroautos.

Doch auch im Vollstromer-Segment wollen chinesische Marken angreifen. BYD präsentierte kürzlich das günstige Einstiegsmodell „Dolphin Surf“ für 19.990 Euro. Damit greift der Konzern gezielt den Markt der bezahlbaren E-Autos an – eine Nische, in der europäische Hersteller wie VW erst ab 2027 mit dem „ID.Every1“ ein Modell anbieten wollen. (mit dpa)

Ein Beitrag von:

  • Dominik Hochwarth

    Redakteur beim VDI Verlag. Nach dem Studium absolvierte er eine Ausbildung zum Online-Redakteur, es folgten ein Volontariat und jeweils 10 Jahre als Webtexter für eine Internetagentur und einen Onlineshop. Seit September 2022 schreibt er für ingenieur.de.

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