30 % weniger Verbrauch 28.05.2014, 10:55 Uhr

Toyota, Honda und Co. forschen jetzt gemeinsam an sparsamen Motoren

Um den Kraftstoffverbrauch der Otto- und Dieselmotoren bis 2020 um 30 Prozent zu senken, sind die acht größten japanischen Autobauer eine Forschungsallianz eingegangen – unter ihnen Toyota, Honda und Mitsubishi Motors. Hinter ihrem Schritt steht die Annahme, dass 2020 immer noch 80 bis 90 Prozent der verkauften Neuwagen einen Verbrennungsmotor haben.

Toyota arbeitet daran, konventionelle Motoren durch hohe Verdichtung effizienter zu machen. Bis 2020 will der größte japanische Autobauer der Wärmewirkungsgrad auf 50 Prozent anheben. 

Toyota arbeitet daran, konventionelle Motoren durch hohe Verdichtung effizienter zu machen. Bis 2020 will der größte japanische Autobauer der Wärmewirkungsgrad auf 50 Prozent anheben. 

Foto: Toyota

Die neue japanische Allianz F&E für Verbrennungsmotoren bringt die Ressourcen von Toyota, Nissan, Honda, Mazda, Mitsubishi Motors, Daihatsu, Suzuki und Fuji Heavy zusammen. An der „Research Association of Automotive Internal Combustion Engines“ (AICE) sind außerdem die Universität Tokio, die Universität Kyoto und die Waseda-Universität beteiligt.

Wärmewirkungsgrad der Motoren soll auf 50 Prozent steigen

Der größte japanische Autobauer Toyota arbeitet daran, konventionelle Motoren durch hohe Verdichtung effizienter zu machen. Die bisher nur in Hybridfahrzeugen verwendeten Verbrennungsmotoren wurden so weiterentwickelt, dass sie bereits einen thermischen Wirkungsgrad von bis zu 38 Prozent ermöglichen. Auch der Fahrzeugbauer Mazda, der nach wie vor gegen den Hybridtrend schwimmt, arbeitet intensiv an sparsamen Benzinmotoren und hält in Zukunft einen Verbrennungsmotor für möglich, der so sparsam fährt wie Toyotas Hybridmodell Prius.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
FH Münster-Firmenlogo
Mitarbeiter/in (w/m/d) zur Koordination der Schulkontakte FH Münster
Steinfurt Zum Job 
über ifp l Personalberatung Managementdiagnostik-Firmenlogo
Stellvertretende Leitung Bau- und Gebäudetechnik (m/w/d) über ifp l Personalberatung Managementdiagnostik
Rhein-Main-Gebiet Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Bauingenieur (w/m/d) Brückenprüfung Die Autobahn GmbH des Bundes
TAUW GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur:in (m/w/d) Hydro(geo)logische Modellierungen TAUW GmbH
verschiedene Standorte Zum Job 
PNE AG-Firmenlogo
Experte Technischer Einkauf für Windenergieanlagen (m/w/d) PNE AG
Hamburg, Husum, Cuxhaven Zum Job 
Stadtwerke München GmbH-Firmenlogo
Instandhaltungsmanager*in (m/w/d) Stadtwerke München GmbH
München Zum Job 
Rittal GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Maschinenbauingenieur / Prüfingenieur (m/w/d) Dynamik / Schwingungstechnik Rittal GmbH & Co. KG
Herborn Zum Job 
Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF-Firmenlogo
Wissenschaftler (m/w/d) - angewandte NV-Magnetometrie und Laserschwellen-Magnetometer Fraunhofer-Institut für Angewandte Festkörperphysik IAF
Freiburg im Breisgau Zum Job 
Deutsche Rentenversicherung Bund-Firmenlogo
Teamleiter*in Bauprojekte Elektrotechnik (m/w/div) Deutsche Rentenversicherung Bund
Vita Zahnfabrik H. Rauter GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Konstrukteurin / Konstrukteur Maschinen und Anlagen Vita Zahnfabrik H. Rauter GmbH & Co. KG
Bad Säckingen Zum Job 
Griesemann Gruppe-Firmenlogo
Lead Ingenieur Elektrotechnik / MSR (m/w/d) Griesemann Gruppe
Köln, Wesseling Zum Job 
Stadtwerke Frankenthal GmbH-Firmenlogo
Energieberater (m/w/d) Stadtwerke Frankenthal GmbH
Frankenthal Zum Job 
PARI Pharma GmbH-Firmenlogo
Senior Projekt-/Entwicklungsingenieur (m/w/d) in der Konstruktion von Medizingeräten PARI Pharma GmbH
Gräfelfing Zum Job 
ABO Wind AG-Firmenlogo
Projektleiter (m/w/d) Umspannwerke 110kV für erneuerbare Energien ABO Wind AG
verschiedene Standorte Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Abteilungsleitung (m/w/d) Umweltmanagement und Landschaftspflege Die Autobahn GmbH des Bundes
Berliner Wasserbetriebe-Firmenlogo
Bauingenieur:in Maßnahmenentwicklung Netze (w/m/d) Berliner Wasserbetriebe
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Ingenieur (w/m/d) Verkehrsbeeinflussungsanlagen Die Autobahn GmbH des Bundes
Hamburg Zum Job 
Die Autobahn GmbH des Bundes-Firmenlogo
Projektingenieur (w/m/d) Telematik-Infrastruktur Die Autobahn GmbH des Bundes
Frankfurt am Main Zum Job 
Residenzstadt Celle-Firmenlogo
Abteilungsleitung (d/m/w) für die Stadtplanung im Fachdienst Bauordnung Residenzstadt Celle
Stadt Nordenham-Firmenlogo
Ingenieur (m/w/d) der Richtung Bauingenieurwesen (Tiefbau, Siedlungswasserwirtschaft, Wasserwirtschaft, Wasserbau) oder Umweltingenieurwesen oder staatlich geprüften Techniker (m/w/d) der Siedlungswasserwirtschaft Stadt Nordenham
Nordenham Zum Job 

Die Hersteller wollen in der Allianz den Wärmewirkungsgrad ihrer Otto- und Dieselmotoren von derzeit 39 bis 42 Prozent bis 2020 auf etwa 50 Prozent steigern. Dazu sollen Verbrennungszyklus und Zündung unter Verringerung des Klopfens beim Otto-Motor verbessert werden. Beim Dieselantrieb will sich die Allianz vor allem auf die Beseitigung von Partikeln und Stickstoffoxiden konzentrieren.

Toyota forscht parallel an alternativen Antrieben: Herzstück des neuen Brennstoffzellenautos sind neuartige Wasserstofftanks und eine besonders effektive Brennstoffzelle für die Stromproduktion an Bord.

Toyota forscht parallel an alternativen Antrieben: Herzstück des neuen Brennstoffzellenautos sind neuartige Wasserstofftanks und eine besonders effektive Brennstoffzelle für die Stromproduktion an Bord.

Quelle: Toyota

Finanziert wird das Projekt in der ersten Stufe mit sieben Millionen Euro, wobei die Hälfte vom japanischen Steuerzahler übernommen wird.

Dieselmotor ist Schwachstelle der japanischen Autoindustrie

Die Japaner führen nach eigener Einschätzung derzeit weltweit in der Entwicklung von Hybridmotoren, Plug-in-Hybrid-Antrieben sowie Elektroautos. Gleichzeitig aber gehört der Dieselmotor zu den Schwachstellen der japanischen Autoindustrie. Dabei werden Standard-Dieselmotoren aufgrund des niedrigen Herstellungspreises und des Wartungsaufwands das Fahrzeuggeschäft gerade in den Schwellenländern beherrschen. Verfügt in Europa jedes zweite Auto über einen Dieselmotor, haben die Japaner bisher kaum eigene Motoren im Angebot. Das hat inzwischen zu einer gewissen Krisenstimmung in der Branche geführt. Ziel ist es auch, bis 2020 gemeinsam die Kohlendioxidemissionen des Dieselmotors um 30 Prozent zu senken.

Sparsame Verbrennungsmotoren beherrschen nach wie vor den Markt

Die größten Autobauer weltweit investieren trotz der Euphorie für alternative Antriebe nach wie vor vornehmlich in sparsame Verbrennungsmotoren, wie aus einer Studie der Consultinggesellschaft KPMG vom Anfang dieses Jahres hervorgeht. Drei von vier Herstellern aus Europa, den USA und Japan planen bis 2019, das meiste Geld für die Entwicklung von sparsameren Verbrennungsmotoren auszugeben, während Batterie- und Hybridantriebe nur eine Nebenrolle spielen. Das liegt daran, dass die größte Nachfrage auf dem Weltmarkt weiterhin den abgasarmen und sparsamen Verbrennungsmotoren gilt. So sollen 2020 zwischen 80 und 90 Prozent aller verkauften Autos noch einen Otto- oder Dieselmotor haben.

 

Ein Beitrag von:

  • Peter Odrich

    Peter Odrich studierte Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Verkehrsbetriebe. Nach 28 Jahren als Wirtschaftsredakteur einer deutschen überregionalen Tageszeitung mit langer Tätigkeit in Ostasien kehrte er ins heimatliche Grossbritannien zurück. Seitdem berichtet er freiberuflich für Zeitungen und Technische Informationsdienste in verschiedenen Ländern. Dabei stehen Verkehrsthemen, Metalle und ostasiatische Themen im Vordergrund.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.