26 m Spannweite, 10.000 km Reichweite: Aerodata zeigt neue Aufklärungsdrohne
Aerodata präsentiert die Aufklärungsdrohne AeroForce X: 26 Meter Spannweite, 10.000 Kilometer Reichweite und bis zu 40 Stunden Flugdauer.
Auf dem Flugplatz Strausberg in Brandenburg präsentiert Aerodata die neue Aufklärungsdrohne „AeroForce X“. Sie soll künftig unter anderem zur Überwachung kritischer Infrastruktur über Nord- und Ostsee eingesetzt werden.
Foto: picture alliance / CHROMORANGE | Markus Mainka
Das Unternehmen Aerodata stellt eine neue Aufklärungsdrohne vor. Mit der Drohne lässt sich der Luftraum über Nord- und Ostsee permanent überwachen. Sie soll frühzeitig vor Angriffen auf kritische Infrastruktur warnen.
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Den Prototypen präsentiert Aerodata am heutige Mittwoch auf dem Flugplatz Strausberg in Brandenburg, 40 km nördlich von Berlin. Dort hat der Drohnenbauer einen Fertigungsstandort. Neben dem brandenburgischen Ministerpräsidenten Dietmar Woidke wird auch der niedersächsische Ministerpräsident erwartet: Olaf Lies. Aerodata hat seinen Sitz in Braunschweig.
Große Spannweite und lange Flugdauer
Nur wenige technische Daten der Aufklärungsdrohne mit Namen „AeroForce X“ sind öffentlich. Dazu zählen:
- Spannweite: 26 m
- Höchstflugdauer: 40 Stunden. Die Drohne ist damit für besonders lange Flüge ausgelegt
- Reichweite: 10.000 km
Die „AeroForce X“ soll insgesamt 1300 kg Nutzlast tragen können. Dazu zählen neben dem Kamerasystem auch andere Sensoren, die der Aufklärung dienen. Aerodate ist Medienberichten zufolge mit der Bundeswehr im Gespräch.
Zu den Entwicklungskosten und den Kosten der Drohne ist nichts öffentlich bekannt.
Ablösung der israelischen Drohne „Heron“?
Die Bundeswehr nutzt bislang ein israelisches Fabrikat – „Heron“ -, um zum Beispiel Küstengewässer zu überwachen. Aerodata könnte einen Beitrag zur technologischen Souveränität Deutschlands und Europas leisten, teilt das Unternehmen mit. Demnach ist die „AeroForce X“ ITAR-frei, sie unterliegt also nicht der Exportkontrolle nach US-Gesetzgebung. Das bedeutet, dass die Drohne ohne US-amerikanische Restriktionen eingesetzt werden kann.
Der Schutz kritischer Infrastruktur gewinnt ständig an Bedeutung. So wurde vor zwei Wochen am Flughafen Leipzig/Halle zwischen ukrainischen Frachtflugzeugen eine Drohne mit einem Sprengsatz gefunden. Immer wieder kommt es auch zu Sabotageaktionen und -versuchen auf See, zum Beispiel bei den Nordstream-Pipelines.
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