C2C-Kommunikation 13.08.2021, 13:02 Uhr

Mercedes Benz: Neue Entwicklung verhindert Unfälle

Car-to-X heißt das Prinzip: Autos kommunizieren mit der Umwelt und warnen ihre Fahrer vor Gefahren. Jetzt hat Daimler zwei neue Funktionen vorgestellt, die Unfälle verhindern könnten.

Die neue Car-to-X-Funktion von Mercedes warnt andere Autos vor Schlaglöchern. Foto: panthermedia.net/beshtanya@gmail.com

Die neue Car-to-X-Funktion von Mercedes warnt andere Autos vor Schlaglöchern.

Foto: panthermedia.net/beshtanya@gmail.com

Kennen Sie noch KITT? Das intelligente sprechende Auto von David Hasselhoff (alias Michael Knight) aus dem Hause Knight Industries? Damals, in der 80er-Jahre-Serie Knight Rider, war so ein Wundervehikel reinste Zukunftsmusik. Heute sprechen sich unsere Autos tatsächlich untereinander ab, noch bevor wir als Autofahrer überhaupt etwas mitbekommen. Car-to-X heißt das Prinzip, bei dem moderne Autos mittels Sensoren mit ihrer Umwelt und anderen Autos (Car-to-Car oder C2C, im englischen meist Vehicle-to-Vehicle) interagieren, um ihre Fahrer vor Gefahren zu warnen. Daimler hat jetzt für diverse Mercedes-Benz-Modelle ein Car-to-X-System auf den Markt gebracht, das Schlaglöcher und Fahrbahnschwellen erkennen kann – und rechtzeitig warnen soll.

Via Icons im Navigationssystem warnt Car-to-X andere Fahrzeuge vor potenziellen Gefahren. Foto: Mercedes-Benz/Daimler

Via Icons im Navigationssystem warnt Car-to-X andere Fahrzeuge vor potenziellen Gefahren.

Foto: Mercedes-Benz/Daimler

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Tatsächlich können Schlaglöcher nicht nur den Sitzkomfort vorübergehend unangenehm beeinflussen, sondern durchaus ein ernsthaftes Sicherheitsrisiko sein. Wer ungebremst in ein großes Schlagloch fährt, etwa weil er es schlichtweg zu spät bemerkt, riskiert Schäden an Reifen, Felgen und Radaufhängungen und im schlimmsten Fall einen schweren Unfall. Die neuen Car-to-X-Funktionen sollen hier ansetzen und die Sicherheit bei Mercedes-Benz-Fahrzeugen erhöhen, verspricht der Autobauer.

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Daimler: Mercedes Benz mit Car-to-X-Systemen warnen andere Fahrzeuge

Neue Modelle der C- und S-Klasse sowie der EQS1 können demnach Schlaglöcher oder Fahrbahnschwellen erkennen. Wenn das Fahrwerks-Steuergerät ein solches Hindernis erkennt, wird es bei aktiviertem „Car-to-X Kommunikation“-Dienst samt Positionsdaten über das Mobilfunknetz in Echtzeit in die Mercedes-Benz-Cloud gesendet. Andere Fahrzeuge von Mercedes-Benz in der Nähe werden dann sofort informiert und die potenziell gefährlichen Ereignisse mit Icons auf der Navigationskarte angezeigt. Etwa zehn Sekunden, bevor der Fahrer die relevante Stelle erreicht, ertönt eine akustische Warnung und das Icon wird optisch noch einmal hervorgehoben.

Die neuen Car-to-X-Funktionen sind u.a. im EQS nutzbar. Foto: Mercedes Benz/Daimler

Die neuen Car-to-X-Funktionen sind u.a. im EQS nutzbar.

Foto: Mercedes Benz/Daimler

Mercedes-Benz-Modelle ab 2016 können die Warnung empfangen

Modelle ab Baujahr 2016 können laut Mercedes-Benz die Warninfos empfangen – das sind laut dem Autobauer weltweit mehr als drei Millionen Fahrzeuge. Voraussetzungen für die Nutzung der Funktionen sind ein „Mercedes me“-Account sowie die Aktivierung und Online-Verfügbarkeit des Dienstes „Car-to-X Kommunikation“. „Mercedes Me“ nennt sich das App-System, über das Mercedes-Fahrer verschiedene Fernsteuer-Funktionen nutzen können.

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In diesen Fahrzeugen wird mit der bekannten Sprachausgabe „Verkehrsereignis voraus“ gewarnt. Die neuen Modelle der C- und S-Klasse sowie der EQS bekommen es etwas konkreter hin: Dort lautet die akustische Warnung „Achtung, Schlagloch“ oder „Achtung, Fahrbahnschwelle“. Die neuen Warnmeldungen erfolgen laut Hersteller ab sofort in ausgewählten Märkten weltweit und in allen 36 Sprachen, die das Infotainmentsystem kennt.

C- und S-Klasse sowie EQS erkennen Hindernisse mittels Sensoren

Mercedes-Benz hat die eigens entwickelte Technologie nach eigenen Angaben auf mehr als 30 verschiedenen Test- und Prüfstrecken auf einer Fläche von 520 Hektar getestet. Die Technik hinter dem System beruht auf einem Algorithmus: Die C- und S-Klasse-Modelle der neuen Generationen und der EQS können Schlaglöcher erkennen, wenn beim plötzlichen Aus- und Einfedern ein bestimmter Schwellenwert erreicht wird und dies nach der Vorderachse mit einer bestimmten zeitlichen Verzögerung auch an der Hinterachse der Fall ist.

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Seitenwind-Assistent von Mercedes Benz warnt andere Fahrer vor Böen

Eine weitere „Car-to-X“ Funktion verwendet überdies Infos und Daten des Seitenwind-Assistenten.  Das Assistenzsystem wird mithilfe von Sensoren bei starkem Seitenwind aktiv und soll über gezielte Brems- oder Lenkeingriffe den Fahrer unterstützen. Infos darüber sendet das System ebenfalls an die Mercedes-Benz-Cloud, andere Mercedes-Fahrer in der Nähe werden dann vor Böen gewarnt.

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Ein Beitrag von:

  • Peter Sieben

    Peter Sieben schreibt über Forschung, Politik und Karrierethemen. Nach einem Volontariat bei der Funke Mediengruppe war er mehrere Jahre als Redakteur und Politik-Reporter in verschiedenen Ressorts von Tageszeitungen und Online-Medien unterwegs.

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