Sprach- und Gestensteuerung 04.04.2016, 07:55 Uhr

Intelligenter Gabelstapler gehorcht aufs Wort

Ein Forscherteam hat einen intelligenten Gabelstapler entwickelt, der ähnlich wie ein Hund auf Sprache und Gesten seines Herrchens gehorcht. Zudem kann sich der Schubmaststapler völlig frei ohne führende Technik im Hallenboden in der Lagerhalle bewegen. Zu sehen ist der Stapler im April auf der Hannover Messe.

Der intelligente und fahrerlose Gabelstapler könnte schon bald Realität sein: Das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) und Jungheinrich präsentieren ein entsprechendes Modell auf der Hannover Messe.

Der intelligente und fahrerlose Gabelstapler könnte schon bald Realität sein: Das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) und Jungheinrich präsentieren ein entsprechendes Modell auf der Hannover Messe.

Foto: Jungheinrich

Schon viel ist über die auf den Straßen im kalifornischen Mountain View autonom herumfahrenden Googlehupfs berichtet worden. Nun sind die Gabelstapler in den Lagerhallen der weltweiten Logistik an der Reihe. Sie sollen in Zukunft nicht nur autonom durch die Hallen rollen, sondern auf Sprache und Gesten reagieren. Eine entsprechende Technologiestudie wird auf der Hannover Messe 2016 zu bestaunen sein.

Wenn der Staplerführer beispielsweise zu seinem Stapler sagt: „Lagere diese Palette in Regal 3“, dann versteht das Gefährt nicht nur die deutlichen Worte, sondern auch die dazugehörigen Gesten. Es erkennt souverän, auf welche der vielen Paletten sein Staplerführer gerade beim Sprechen zeigt.

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Stapler orientiert sich im Raum wie ein Mensch

Und dann erledigt der Stapler die ihm übertragene Aufgabe völlig selbständig. Der intelligente Gabelstapler erfasst mit Hilfe von 3D-Kameras seine Umgebung und orientiert sich in der Lagerhalle im Prinzip wie ein Mensch: Er merkt sich markante Punkte im Raum. Wenn sich die Umgebung verändert, weil beispielsweise ein Regal zur Seite verschoben wurde, erkennt der Stapler dies und passt sein Handeln daran an. So ist er in der Lage, sich frei im Raum der Lagerhalle zu bewegen.

Investitionen in Führungstechnologie entfallen

Im Unterschied zu bisherigen fahrerlosen Transportsystemen, benötigt der auf der Hannover Messe vorgestellt Schubmaststapler keinerlei vorgegeben Wege, etwa in Form von Magnetsensoren oder Führungslinien auf dem Boden.

Fahrerlose Transportsysteme sollen künftig auch für kleine und mittlere Unternehmen eine lohnende Investition sein.   

Fahrerlose Transportsysteme sollen künftig auch für kleine und mittlere Unternehmen eine lohnende Investition sein.

Quelle: MLR

Und das macht einen großen Unterschied: Denn die Investitionen in die Führungstechnologie entfallen. So wird die neue Technologie auch für kleine und mittlere Unternehmen interessant.

Den intelligenten Schubmaststapler gibt es noch nicht zu kaufen

Die Technologiestudie zur Zukunft der Lagerlogistik ist ein gemeinsames Forschungsprojekt des Instituts für integrierte Produktion Hannover (iPH) und der Jungheinrich AG mit der Basler AG, der Götting KG und dem Institut für technische Informatik der Universität zu Lübeck (ITI). Vorgestellt werden die Forschungsergebnisse zur Gesten- und Sprachsteuerung von Staplerfahrzeugen am Gemeinschaftsstand des Landes Niedersachsen in Halle 2, Stand A08. Zu kaufen gibt es den intelligenten Schubmaststapler noch nicht.

Der Gabelstapler der Zukunft merkt sich markante Punkte im Raum. Wenn sich die Umgebung verändert, erkennt der Stapler dies und reagiert entsprechend darauf an. 

Der Gabelstapler der Zukunft merkt sich markante Punkte im Raum. Wenn sich die Umgebung verändert, erkennt der Stapler dies und reagiert entsprechend darauf an.

Quelle: Ralf Büchler/IPH

Die Automation in der Logistik zielt darauf ab, die Prozesse in der Lagerhaltung und Kommissionierung von Waren erheblich zu beschleunigen. Bisher arbeitet der Greifer nach dem Schema, Anhalten, Absteigen, Paket holen und auf die Palette legen, wieder Aufsteigen und zur nächsten Halteposition fahren. Detaillierte Analysen dieses Arbeitsschemas haben gezeigt: Die Hälfte der Zeit entfällt auf das Gehen und auf die Positionierung des Staplers.

Ein Greifer geht 25 km pro Schicht

Und hier können die Abläufe durch Automation deutlich verbessert werden. Die Untersuchungen haben gezeigt: Im Durchschnitt kommen je Schicht 25.000 Schritte zusammen – bei einer Geschwindigkeit von 5 km/h geht der Greifer 25 km an den Regalen ab. Das soll sich durch Automation ändern, denn in der globalisierten Welt gewinnen Logistik und Lagerhaltung immer mehr an Bedeutung.

 

Ein Beitrag von:

  • Detlef Stoller

    Detlef Stoller ist Diplom-Photoingenieur. Er ist Fachjournalist für Umweltfragen und schreibt für verschiedene Printmagazine, Online-Medien und TV-Formate.

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