Elektromobilität 11.08.2020, 07:01 Uhr

Hyundai startet mit neuer Marke für E-Mobilität

Ioniq heißt das Markendach, unter dem sich künftig alle E-Autos aus dem Hause Hyundai vereinen. Der Name verbindet die beiden Begriffe „ion2″ und „unique“ miteinander. Erstmals kündigte der koreanische Hersteller 2016 unter diesem Namen ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt an – rund um umweltfreundliche Mobilität.

Neue Elektro-Dachmarke von Hyundai

Ioniq – so heißt im Hause Hyundai ab sofort die Dachmarke für Elektromobilität.

Foto: Hyundai

„Mit Ioniq streben wir einen Paradigmenwechsel im Hinblick auf unsere zukünftigen Elektrofahrzeuge an, und wie unsere Kunden diese erleben können“, sagt Wonhong Cho, Executive Vice President und Global Chief Marketing Officer der Hyundai Motor Company. „Indem wir über das konventionelle Denken hinausgehen, werden wir unseren Kunden individualisierte Erlebnisse mit unseren Elektrofahrzeugen bieten, passend zu einem digital vernetzten und umweltfreundlichen Lebensstil.“ Der südkoreanische Autohersteller präsentiert mit Ioniq nicht nur ein neues Markendach für Elektromobilität, sondern kündigt zugleich auch die Einführung drei neuer Elektroautos bis 2024 an.

Man reagiere damit auf die steigende Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und setze sich zudem das Ziel, den globalen Markt im Bereich der E-Mobilität anzuführen, hieß es aus dem Unternehmen. Dass die Südkoreaner es ernst meinen, unterstreicht die Planung, bis 2025 eine Million Einheiten batterieelektrischer Fahrzeuge verkaufen zu wollen und sich damit einen weltweiten Marktanteil von 10 % zu sichern. Im Rahmen der „Strategie 2025“ will man aufgrund steigender Verkäufe von batterieelektrischen Fahrzeugen und solchen mit Brennstoffzellen weltweit drittgrößter Hersteller von umweltfreundlichen Autos werden. Man wolle damit den kontinuierlichen Wandel zum Anbieter intelligenter und emissionsfreier Mobilität vorantreiben.

Mit Ioniq will Hyundai sich für innovative Mobilitätslösungen einsetzen

Neben des langfristigen Forschungs- und Entwicklungsprojektes unter dem Namen „Ioniq“ stellte Hyundai 2016 das gleichnamige erste Fahrzeug vor, dass ausschließlich für drei elektrifizierte Antriebe – Hybrid, Plug-in-Hybrid und Elektro – konzipiert wurde. Der Name steht nach Angaben des Unternehmens für das Versprechen, sich als Hersteller für Nachhaltigkeit und innovative Mobilitätslösungen einzusetzen. Es sei ebenso ein wichtiger Baustein, um Unternehmensziele im Hinblick auf eine saubere Mobilität zu erreichen. Die künftigen E-Autos heißen demnach alle Ioniq und unterscheiden sich nur durch die angefügten Zahlen. Gerade Zahlen bezeichnen Limousinen, ungerade stehen für SUVs.

Start mit dem Ioniq 5

Den Anfang soll nächstes Jahr der Ioniq 5 machen. Nach Herstellerangaben basiert er auf dem Elektrokonzept 45, das erstmals auf der Internationalen Automobilausstellung (IAA) 2019 in Frankfurt vorgestellt worden war.

In puncto Design ist das E-Auto eine Hommage an das erste Hyundai Coupé Concept von 1975. Inspiration lieferte also die Vergangenheit – neu interpretiert mit markantem äußeren Erscheinungsbild und moderner Lichtarchitektur. Auf diese Art und Weise wollen die Hyundai Designer auch künftig die Ioniq-Fahrzeuge entwickeln. Laut Herstellerangaben beruhe das Design-Motto auf „zeitloser Eleganz“, die von vergangenen Modellen inspiriert sei, und gleichzeitig in die Zukunft passe.

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Technische Details oder Preise sind bislang noch nicht veröffentlicht worden. Der Ioniq 5 gilt als mittelgroßer Crossover-SUV, bei dem wohl Aerodynamik- und Leichtbau-Ideen einflossen, die an Flugzeuge der 1920er Jahre erinnern sollen. Mittelpunkt des Cockpits ist ein breiter Infotainment-Bildschirm. Drehbare Sitze, auch in der vorderen Reihe, deuten auf mögliche autonome Fahrfähigkeiten hin, die vorab bereits eingeplant werden. 2022 soll eine Sportlimousine auf den Markt kommen: Ioniq 6. Ein großer SUV, Ioniq 7, sei für 2024 vorgesehen.

Das Ioniq-Konzept: einfache, intuitive und ergonomische Gestaltung

Als technische Basis setzt Hyundai auf eine neue sogenannte „Electric Global Modular Plattform“, kurz E-GMP. Sie soll vor allem schnelles Aufladen der Hochvoltbatterien bieten und eine große Reichweite. Diese Plattform sei die Basis, um den Fahrzeuginnenraum zu einem „intelligenten Wohnzimmer“ umzugestalten.

Die wichtigsten Veränderungen: verstellbare Sitze, drahtlose Konnektivität und eine als Schublade konzipiertes Handschuhdach, dass auf weitere, neue Designmerkmale hinweisen soll. Zum Hintergrund erklärt der Hersteller, man wolle Benutzerschnittstellen einfach, intuitiv und ergonomisch gestalten, damit Fahrer und Fahrgäste sich rundum wohlfühlen. Passend zur Submarke Ioniq hat der Hersteller auch eine Markenkampagne entwickelt – mit dem Slogan „I’m in change“. Das stehe für Nachhaltigkeit und einen vielfältigen Lebensstil.

Aktuell bietet Hyundai den Kona Elektro und den Ioniq Elektro an. Gemeinsam mit dem Kia E-Soul gehören sie zu den 10 meistverkauften E-Autos in Deutschland. Die Automarke Kia gehört ebenfalls zu Hyundai. Hinzu kommen noch weitere Hybrid- sowie Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge.

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Ein Beitrag von:

  • Nina Draese

    Nina Draese hat Geschichte und Kunstgeschichte (M.A.) studiert. Unter anderem hat sie für die dpa gearbeitet, die Presseabteilung von BMW, für die Autozeitung und den MAV-Verlag. Sie ist selbstständige Journalistin und gehört zum Team von Content Qualitäten. Ihre Themen: Automobil, Energie, Klima, KI, Technik, Umwelt.

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