480 Milliarden Euro 30.12.2016, 14:20 Uhr

China baut 11.000 km Highspeed-Bahnstrecke in nur vier Jahren

Das ist ein Wort: In den nächsten vier Jahren will China 480 Milliarden Euro investieren, um sein Schienennetz für Schnellzüge um 11.000 km auf dann 30.000 km zu erweitern. 80 Prozent aller Großstädte sollen dann per Schnellzug erreichbar sein. Gleichzeitig baut China eine Magnetschwebebahn in Peking.

China will bis 2020 sein Schienennetz für Schnellzüge um 11.000 km erweitern. Die Kosten betragen 480 Milliarden Euro.

China will bis 2020 sein Schienennetz für Schnellzüge um 11.000 km erweitern. Die Kosten betragen 480 Milliarden Euro.

Foto: CRRC

Diese Zahlen aus dem Reich der Mitte lassen einen schwindeln: China will bis 2020 480 Milliarden Euro in die Hand nehmen und sein Schienennetz für Schnellzüge um 11.000 km erweitern. Das bereits heute längste Schnellzugnetz der Welt wird dann 30.000 Schienenkilometer aufweisen.

Das selbst gesetzte Ziel ist mehr als ehrgeizig: 80 Prozent aller chinesischen Großstädte sollen in vier Jahren per Schnellzug erreichbar sein. Das ist die wichtigste Botschaft eines gestern veröffentlichten Weißbuchs des chinesischen Transportministeriums.

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Eine der längsten Schnellzugstrecken der Welt eingeweiht

China belässt es nicht bei solchen Ankündigungen. Erst am Mittwoch wurde eine der längsten Schnellzugstrecken der Welt eingeweiht. Sie verbindet Shanghai mit der 2.250 km entfernten Hauptstadt der Provinz Yunnan und durchquert fünf Provinzen. Eine Zugreise aus der 6,8-Millionen-Einwohner-Metropole Kunming in die 23-Millionen-Einwohner-Region Shanghai verkürzt sich von über 35 Stunden auf rund zehneinhalb Stunden. Zum Vergleich: In Europa braucht die Bahn für die vergleichbare Distanz zwischen Köln und Moskau 31 Stunden, von Köln nach Palermo geht es in 25 Stunden.

In den chinesischen Hochgeschwindigkeitszügen gibt es sehr gute Arbeitsbedingungen für Geschäftsleute.

In den chinesischen Hochgeschwindigkeitszügen gibt es sehr gute Arbeitsbedingungen für Geschäftsleute.

Quelle: CRRC

Der chinesischen Führung geht es mit dem gewaltigen Infrastrukturausbau auch darum, in den betroffenen Regionen und damit im ganzen Land das Wirtschaftswachstum anzukurbeln. Dieses schwächelt derzeit mit einem Plus von rund 6,7 Prozent pro Jahr, das ist der niedrigste Stand seit einem Vierteljahrhundert.

Mobilität als Motor für das Wirtschaftswachstum

Mobilität ist einer der wichtigsten Motoren für das Wirtschaftswachstum, weil dafür Waren und Personen bewegt werden müssen. Schon im kommenden Jahr wird Chinas Hauptstadt Peking seine erste Magnetschwebebahn auf der Linie S1 eröffnen. Der Pekinger Schienenfahrzeughersteller CRRC Tangshan hat die Fahrzeuge produziert. Der erste von zehn Zügen ist am vergangenen Sonntag in der Shimenying-Station im westlichen Außenbezirk Mentougou eingetroffen und wird dort auf Herz und Nieren geprüft.

Ein S1-Zug besteht aus sechs eigenständig motorisierten Wagen und besitzt eine Gesamtlänge von 89,6 m. Jeder Zug kann über 1.000 Personen transportieren. Die Spitzengeschwindigkeit der S1 liegt bei 80 km/h. Diese recht niedrige Fahrtgeschwindigkeit reduziert den Lärm der Fahrzeuge. Durch die elektromagnetische Wechselwirkung kann die Magnetschwebebahn berührungslose Zugkraft und elektomotorische Bremsen nutzen.

Schon 2017 wird Chinas Hauptstadt Peking seine erste Magnetschwebebahn auf der Linie S1 eröffnen. Der Pekinger Schienenfahrzeughersteller CRRC Tangshan hat gerade den ersten Zug ausgeliefert, der jetzt getestet wird.

Schon 2017 wird Chinas Hauptstadt Peking seine erste Magnetschwebebahn auf der Linie S1 eröffnen. Der Pekinger Schienenfahrzeughersteller CRRC Tangshan hat gerade den ersten Zug ausgeliefert, der jetzt getestet wird.

Quelle: CRRC

Die Züge schweben in einem Abstand von knapp 1 cm über den Gleisen. Die Magnetschwebebahn zeichnet sich durch enge Kurvenradien und einer hohen Antriebsleistung bei Steigungen aus.

S1 bedient acht Stationen

Im Regelbetrieb ab 2017 werden die zehn Züge zwischen Shimenying und der Station Pingguoyuan im Stadtbezirk Shijingshan pendeln und dabei auf der 10 km langen Strecke acht Stationen bedienen. Die Fahrgäste steigen an der Station Pingguoyuan im Westen Pekings auf das Rad-Schiene-System der U-Bahnlinie U1 um, die eine der wichtigsten U-Bahnlinien Pekings ist. Damit gelangen sie dann quer durch die Stadt in den Pekinger Osten.

Traumgeschwindigkeit von bis zu 600 km/h

Es ist also eine Kombination aus Schnellzugnetz und Magnetschwebebahn-Technologie, auf die China seine schienengebundene Verkehrsinfrastruktur aufbaut. Die Linie S1 ist Chinas drittes Magnetbahnsystem. Fast auf dem Tag genau vor 14 Jahren nahm in Shanghai der Transrapid Shanghai auf einer Strecke von 30 km seinen Betrieb auf.

Transrapid in Shanghai: Auf Wohlwollen bei der Bevölkerungen stoßen die Züge besonders wegen ihres geringen Geräuschpegels. Die unklaren gesundheitlichen Auswirkungen der elektromagnetischen Strahlung sind allerdings Grund zum Streit. 

Transrapid in Shanghai: Auf Wohlwollen bei der Bevölkerungen stoßen die Züge besonders wegen ihres geringen Geräuschpegels. Die unklaren gesundheitlichen Auswirkungen der elektromagnetischen Strahlung sind allerdings Grund zum Streit. 

Quelle: Imaginechina

Mitte 2016 wurde ein Magnetbahnsystem in der 7-Millionen-Einwohner-Metropole Changsha in der chinesischen Provinz Hunan als ÖPNV-System eröffnet. Und im Oktober hat der S1-Hersteller CRRC angekündigt, eine eigene Magnetschwebebahn zu entwickeln, die eine Traumgeschwindigkeit von bis zu 600 km/h erreichen soll. Auch wieder so eine Zahl, die einen schwindeln lässt.

Auf der Teststrecke erreichte die Maglevbahn eine Rekordgeschwindigkeit von 581 km/h. Möglich macht das ein elektromagnetisches Schwebesystem. 

Auf der Teststrecke erreichte die Maglevbahn eine Rekordgeschwindigkeit von 581 km/h. Möglich macht das ein elektromagnetisches Schwebesystem. 

Quelle: JR Central

Doch nicht nur China glaubt an die Technik. Auch Japan experimentiert mit der ultraschnellen Magnetschwebetechnik.

Ein Beitrag von:

  • Detlef Stoller

    Detlef Stoller ist Diplom-Photoingenieur. Er ist Fachjournalist für Umweltfragen und schreibt für verschiedene Printmagazine, Online-Medien und TV-Formate.

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