Projekt für Royal Australian Air Force 07.05.2020, 07:00 Uhr

Boeing stellt Prototypen der Kampfdrohne Loyal Wingman vor

Es ist mehr als 50 Jahre her, dass in Australien ein Flugzeug entwickelt und produziert wurde. Jetzt hat Boeing den Protoypen Loyal Wingmann vorgestellt, an dessen Entwicklung auch die australische Industrie beteiligt ist. Der erste Testflug soll noch in diesem Jahr stattfinden.

Loyal Wingman

Noch steht der Loyal Wingman am Boden, aber bis Ende des Jahres soll er abheben.

Foto: Boeing Australia

Der US-Flugzeugbauer Boeing kämpft sich durch Turbulenzen und bringt eine Erfolgsmeldung heraus: Der Prototyp Loyal Wingman ist ein gutes Stück vorangekommen und soll noch in diesem Jahr abheben. Für Boeing ist das ein wichtiges Signal. Denn in der neuen Kampfdrohne steckt viel Geld. Noch nie hat das Unternehmen außerhalb der USA so viel in ein unbemanntes Flugzeug investiert.

35 australische Industriepartner sind involviert

Die Kampfdrohne für die Royal Australian Air Force ist das erste Modell von drei geplanten Prototypen, die im Rahmen des australischen Loyal Wingman Advanced Development Programs entstehen sollen. Gleichzeitig ist sie die Basis für das Boeing Airpower Teaming System (ATS), das für den globalen Verteidigungsmarkt entwickelt wird.

Boeing macht die Arbeit aber keineswegs allein. Die Amerikaner arbeiten Hand in Hand mit mehr als 35 Industrieunternehmen aus vier australischen Bundesstaaten. „Dieses Projekt ist ein hervorragendes Beispiel dafür, dass Zusammenarbeit Innovationen fördern kann – und was sich durch eine enge Kooperation mit der Verteidigungsindustrie erreichen lässt“, sagt Air Marshal Mel Hupfeld, Chef der Royal Australian Air Force.

Die Drohnen haben künstliche Intelligenz an Bord

Die Kampfdrohne Loyal Wingman ist 11,6 Meter lang und schafft eine Reichweite von rund 3.700 Kilometern. Übersetzt heißt der Name so viel wie „loyaler Begleiter“, womit die wichtigste Funktion benannt ist. Die Drohnen sollen bemannte Flugzeuge begleiten, als Schutz und eventuell als zusätzliche Transporteinheiten. Das Airpower Teaming System (ATS) ist dabei ein wichtiger Schlüssel. Ausgestattet mit künstlicher Intelligenz soll es die Kommunikation zwischen mehreren Flugdrohnen ermöglichen, die quasi als intelligentes Team mit anderen Militärflugzeugen kooperieren und Missionen in der Luft ergänzen. ATS soll zahlreiche Funktionen mitbringen, unter anderem ist ein taktisches Frühwarnsystem verfügbar.

Die Unternehmensführung von Boeing ist davon überzeugt, dass dieser Prototyp auf eine Marktlücke stößt. Denn die globale Nachfrage nach hochleistungsfähigen, aber günstigen unbemannten Flugzeugen sei hoch. Für die Konstruktion hat Boeing einen digitalen Zwilling verwendet, also eine bestimmte Art der Simulationssoftware, um die Strukturen, Systeme und Funktionsweisen zu entwickeln und an die Anforderungen anzupassen – ohne dass die Entwicklungskosten zu stark in die Höhe schießen. Aktuell wird der Loyal Wingman bereits am Boden getestet.

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Infineon-Firmenlogo
Senior Manager IT MES (w/m/div)* Infineon
Warstein Zum Job 
Infineon-Firmenlogo
Ingenieur Prüftechnik Leistungshalbleitermodule (w/m/div)* Infineon
Warstein Zum Job 
Infineon-Firmenlogo
Entwicklungsingenieur Elektrotechnik (w/m/div)* Infineon
Warstein Zum Job 
THOST Projektmanagement GmbH-Firmenlogo
Ingenieur*in / Bauleiter*in (m/w/d) für Großprojekte der Bereiche Infrastruktur (Freileitung, Kabeltiefbau, Bahn) THOST Projektmanagement GmbH
Nürnberg,Hannover,Hamburg Zum Job 
CARVEX Verfahrenstechnologie für Lebensmittel und Pharma GmbH-Firmenlogo
Ingenieur Verfahrenstechnik (m/w/d) CARVEX Verfahrenstechnologie für Lebensmittel und Pharma GmbH
Bad Hönningen Zum Job 
ABL GmbH-Firmenlogo
Senior Software Developer (m/w/d) eMobility ABL GmbH
Lauf a. d. Pegnitz Zum Job 
Albert Handtmann Maschinenfabrik GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Versuchsingenieur (m/w/d) Albert Handtmann Maschinenfabrik GmbH & Co. KG
Biberach Zum Job 
Brunel-Firmenlogo
Java Entwickler / Informatiker (w/m/d) Brunel
Dortmund Zum Job 
Brunel-Firmenlogo
Elektrokonstrukteur EPLAN P8/ELCAD (w/m/d) Brunel
Dortmund Zum Job 
Brunel-Firmenlogo
Elektroniker/Elektrotechniker (w/m/d) Brunel
Dortmund Zum Job 
Triathlon Batterien GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur (m/w/d) Arbeitsvorbereitung Batteriemontage / Batteriefertigung für Lithium-Ionen-Batterien Triathlon Batterien GmbH
Glauchau Zum Job 
Murrelektronik-Firmenlogo
Embedded Software Funktionstester / Applikationstester (m/w/d) Murrelektronik
Oppenweiler, Kirchheim unter Teck (Home-Office) Zum Job 
Airbus-Firmenlogo
Sales Manager - Deployable Solutions (d/m/w) Airbus
Raum Friedrichshafen Zum Job 
Airbus-Firmenlogo
Synthetic Imagery & Sensor Simulation System Engineer Airbus
Raum Toulouse (Frankreich) Zum Job 
Airbus-Firmenlogo
Synthetic Imagery & Sensor Simulation System Engineer Airbus
Raum Toulouse (Frankreich) Zum Job 
Collins Aerospace-Firmenlogo
Produktionsplaner (m/w/d) Collins Aerospace
Nördlingen Zum Job 
Collins Aerospace-Firmenlogo
Strategischer Einkäufer (m/w/d) Collins Aerospace
Nördlingen Zum Job 
Deutsche Aircraft GmbH-Firmenlogo
Systems Engineer - Cooling Systems Power Electronics (f/m/d) Deutsche Aircraft GmbH
Weßling Zum Job 
TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH-Firmenlogo
Sachverständiger (m/w/d) Anlagensicherheit TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH
Darmstadt Zum Job 
TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH-Firmenlogo
Sachverständiger Elektrotechnik (m/w/d) TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH

Boeing hat die finanziellen Engpässe vorerst beseitigt

Erst vor wenigen Tagen hatte die Boeing Corporation bekannt gegeben, dass sie auf Finanzhilfen des US-Staates verzichten will. Wie viele andere Unternehmen hat auch Boeing stark unter der Corona-Pandemie zu leiden. Das Fluggeschäft liegt nahezu brach, weswegen die Fluglinien es natürlich vermeiden, neue Maschinen zu bestellen. Entsprechend schlecht haben sich die Umsätze des Flugzeugbauers entwickelt – der Quartalsverlust liegt nach eigenen Angaben bei 641 Millionen Dollar. Das heißt, der Umsatz ist im ersten Quartal 2020 um etwa 26 % eingebrochen.

Doch Boeing ist es gelungen, sich über Anleihen 25 Milliarden Dollar am Kapitalmarkt zu beschaffen. Die Nachfrage war nach Aussage des Unternehmens so hoch, dass die Anleihen aufgestockt wurden. Ursprünglich war nur eine Summe von maximal 15 Milliarden Dollar geplant gewesen. Die Laufzeiten der Anleihen liegen zwischen drei und 40 Jahren. Gerade in der aktuellen Krise sagt dieses gute Ergebnis viel über das Vertrauen der Geldgeber in die Zukunft des Konzerns aus. Schließlich war das Ansehen nach den Sicherheitsproblemen mit der Boeing 737 MAX schwer beschädigt gewesen. Die Maschinen dieses Typs stehen nach wie am Boden. Wann sie wieder starten können, ist unklar.

Mehr lesen über Flugdrohnen:

Ein Beitrag von:

  • Nicole Lücke

    Nicole Lücke macht Wissenschaftsjournalismus für Forschungszentren und Hochschulen, berichtet von medizinischen Fachkongressen und betreut Kundenmagazine für Energieversorger. Sie ist Gesellschafterin von Content Qualitäten. Ihre Themen: Energie, Technik, Nachhaltigkeit, Medizin/Medizintechnik.

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.