852 neue Flugzeuge 24.03.2020, 09:48 Uhr

Airbus nun weltweit größter Hersteller von Flugzeugen

Airbus hat das Jahr 2019 eindrucksvoll beendet. Das europäische Unternehmen ist erstmals in einem Jahr der größte Produzent von Verkehrsflugzeugen gewesen.

Foto Airbus-Flugzeug

Leise und emissionsfrei. So könnte das Fliegen in der Zukunft aussehen.

Foto: Airbus

Der bisher “Ewig-Zweite” der Branche steigerte 2019 seinen Marktanteil gegenüber dem Vorjahr von 49 auf 62 %. Airbus lieferte insgesamt 852 Flugzeuge an die Kunden aus. Das entsprach einer Steigerung um 6 % gegenüber dem Vorjahr. Der Erfolg von Airbus geht allerdings nicht allein auf die eigenen Leistungen zurück. Eine wichtige Rolle spielte daneben, dass der bisherige Branchenführer, Boeing aus den Vereinigten Staaten, nach zwei schweren Unfällen ein weltweites Startverbot für sein meistverkauftes Produkt, die Boeing 737 Max, hinnehmen musste. Vom Frühjahr 2019 bis jetzt konnte keine “MAX”-Maschine ausgeliefert werden. Hunderte von ihnen füllen alle Abstellflächen rund um die Produktionsstätten. Als Konsequenz fiel Boeings Marktanteil von 2018 auf 2019 von 51 auf nur noch 38 %. Boeings gesamte Flugzeugauslieferungen sackten im vergangenen Jahr um 57 % auf nur noch 334 Maschinen ab. Wann in diesem Jahr die “Max” endlich die lang erhoffte neue Musterzulassung erhalten wird, ist bisher nicht abzusehen. Die Schätzungen in der Branche laufen auf den kommenden Sommer hinaus. Aber auf “Sommer” war schon im vergangenen Jahr voreilig getippt worden.

Boeing und Airbus zusammen lieferten im vergangenen Jahr 1186 Verkehrsflugzeuge aus. Das entsprach einem Rückgang um rund ein Viertel gegenüber dem Vorjahr. Dass die Zahl der ausgelieferten Flugzeuge so viel stärker als die Investitionen der Fluggesellschaften in neue Flugzeuge fielen, erklärt sich allein daraus, dass die “Max” mit rund 200 Sitzen ein vergleichsweise kleines und damit auch billigeres Flugzeug ist.

Unabhängig von “Max” ein schwieriges Jahr für die Branche

Für die gesamte Luftfahrt, nicht nur die Flugzeugproduzenten, war 2019 ein schwieriges Jahr. Das Startverbot für die “Max”-Boeings brachte alle Planungen durcheinander. Unzählige Luftfahrtgesellschaften mussten ihre Flugpläne ändern, zusätzliches Fluggerät chartern und erhebliche Mehrkosten verkraften. Im Saldo all dieser Belastungen fielen die Flugzeugkäufe der Verkehrsluftfahrt von 2018 auf 2019 von111 auf 95 Milliarden USDollar – der erste schwere Einbruch nach langen, guten Wachstumsjahren. Das meiste Geld für neue Flugzeuge gaben mit 38,5 Milliarden US-Dollar die asiatisch-pazifischen Luftfahrtgesellschaften aus. Den zweiten Rang belegte die europäische Luftfahrt mit Käufen für 20,8 Milliarden Dollar. Auf Platz Drei folgte Nordamerika mit 14,7 Milliarden Dollar, vor Nahost mit 11,9 Milliarden Dollar, Lateinamerika mit 5,5 Milliarden und Afrika mit 3,5 Milliarden Dollar. Die Rangfolge der regionalen Märkte hat sich im Jahre 2019 erstaunlicherweise trotz des “Max”-Desaster nicht geändert. Vielmehr waren durch “Max” alle Märkte betroffen.

Die größten Kunden der Flugzeugindustrie in 2019

Gemessen am Wert in Mrd.USD

Gemessen an der Stückzahl der ausgelieferten Verkehrsflugzeuge

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Rang

Fluggesellschaft: MRD USD

Rang

Fluggesellschaft: Zahl

1. Qatar Airways  4.675  1. Delta Air Lines 79
2. China Southern 4.167 2. China Southern 48
3. Delta Air Lines 3.904  3. Indigo 39
4. Singapore Airlines 3.324 4. Qatar 31
 5. Tap Air Portugal  2.324 5. China Eastern 29
 6. Etihad Airways 2.280 6. Tap Air Portugal  28
7. All Nippon 2.216  7. Turkish Airlines 24
 8. Federal Express 2.153 8. Fedex/Singapore  22
9. Indigo  2.007 9. Vietnam Airlines 21
10. Turkish Airlines 1.942 10.  Lufthansa 20

Anmerkungen: Position 8/Stückzahl Fedex und Singapore Air. je 22

Heimatländer: Soweit nicht klar erkenntlich:

Alle mit dem Namen China: Volksrepublik China

USA: Delta Air Lines und Federal Express

Nahöstliche Emirate: Qatar und Etihad

Indien: Indigo

Japan: All Nippon

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Ein Beitrag von:

  • Peter Odrich

    Peter Odrich studierte Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Verkehrsbetriebe. Nach 28 Jahren als Wirtschaftsredakteur einer deutschen überregionalen Tageszeitung mit langer Tätigkeit in Ostasien kehrte er ins heimatliche Grossbritannien zurück. Seitdem berichtet er freiberuflich für Zeitungen und Technische Informationsdienste in verschiedenen Ländern. Dabei stehen Verkehrsthemen, Metalle und ostasiatische Themen im Vordergrund.

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