e-Shower 29.12.2015, 11:23 Uhr

Energiesparende Dusche reduziert Verbrauch auf ein Zehntel

Mit 15 Litern Wasser pro Minute lässt sich komfortabel duschen. Wenn dabei allerdings nur 1,5 Liter verbraucht werden, scheint Zauber im Spiel. In Wirklichkeit ist es feine Technik, die nicht nur Wasser einspart, sondern auch Wärmeenergie. Wie die Dusche e-Shower funktioniert lesen Sie hier.

Die Dusche e-Showers von Hamwells liefert 15 l Wasser pro Minute, verbraucht aber nur 1,5 l. Die Verbrauchsdaten meldet e-Shower an ein Smartphone, auf das eine entsprechende App aufgespielt werden muss. 

Die Dusche e-Showers von Hamwells liefert 15 l Wasser pro Minute, verbraucht aber nur 1,5 l. Die Verbrauchsdaten meldet e-Shower an ein Smartphone, auf das eine entsprechende App aufgespielt werden muss. 

Foto: Hamwells

Energiesparende Dusche reduziert Verbrauch auf ein Zehntel

Foto: Hamwells

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Energiesparende Dusche reduziert Verbrauch auf ein Zehntel

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Energiesparende Dusche reduziert Verbrauch auf ein Zehntel

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Energiesparende Dusche reduziert Verbrauch auf ein Zehntel

Foto: Hamwells

 

UV-Licht und ein Mikrofilter bereiten das Wasser der Dusche e-Shower ständig wieder auf, sodass es erneut genutzt werden kann. Das recycelte Wasser wird wieder in den Kreislauf eingespeist. Damit es angenehm temperiert bleibt muss allerdings ständig eine kleine Menge warmen Frischwassers eingespeist werden. Entwickelt hat die Dusche das Unternehmen Hamwells aus dem niederländischen Arnheim.

Mikrofilter wird automatisch gereinigt

Die Wiederaufarbeitungsanlage für Duschwasser befindet sich in der Säule, an der der Duschkopf befestigt ist. In der ersten Stufe tötet UV-Licht alle Bakterien, Viren und Keime. Das vorgereinigte Wasser strömt dann durch einen Mikrofilter, der Haare, Schuppen und alle anderen Feststoffe zurückhält.

Dieser Filter wird automatisch gereinigt, wenn die Dusche eingeschaltet wird. Das anfänglich kalte Wasser spült den Dreck weg. Ein Thermofühler misst die Temperatur des gereinigten Wassers. Die Steuerung ermittelt dann die Menge an zusätzlichem warmem Wasser, die nötig ist, um die voreingestellte Temperatur einzuhalten. Nur der Überschuss, also 1,5 Liter pro Minute, gelangt ins Abwasser.

Die Verbrauchsdaten meldet e-Shower, wie die Niederländer ihre Entwicklung, nennen, an ein Smartphone, auf das eine entsprechende App aufgespielt werden muss, wenn man diesen Service nutzen will.

Ökodusche für Regionen mit Wassermangel

3218 $ kostet e-Shower. In einem privaten Haushalt mit vier Personen, so eine Musterrechnung des Unternehmens, lassen sich pro Jahr 1083 $ einsparen. Ein Fitness-Studio, das fünf e-Showers betreibt, soll sogar 8543 $ pro Jahr einsparen können. Ab Juni nächsten Jahres werden die Duschen in Europa zu einem Preis von 2950 € ausgeliefert, verspricht das Unternehmen.

Wegen des niedrigen Energie- und Wasserverbrauchs bietet sich die Ökodusche auch für Regionen an, in denen Wassermangel herrscht. Da dort die Sonneneinstrahlung meist sehr hoch ist, könnte das System mit Solarkollektoren und -zellen kombiniert werden, meint Hamwells.

Vorbild Weltraum

Die Niederländer treten in Konkurrenz zum schwedischen Unternehmen Orbital Systems, das der Designer Mehrdad Mahdjoubi gegründet hat. Nach dem Vorbild der Duschen, die Astronauten etwa auf der Internationalen Raumstation ISS nutzen, hat er mit seinen Ingenieuren eine Dusche entwickelt, die ebenfalls mit einer Recyclinganlage ausgestattet ist. Nutzer können zehn Minuten lang mit gerade mal fünf Litern Wasser duschen.

 

Ein Beitrag von:

  • Wolfgang Kempkens

    Wolfgang Kempkens studierte an der RWTH Aachen Elektrotechnik und schloss mit dem Diplom ab. Er arbeitete bei einer Tageszeitung und einem Magazin, ehe er sich als freier Journalist etablierte. Er beschäftigt sich vor allem mit Umwelt-, Energie- und Technikthemen.

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