Ziele in Nordkorea 24.07.2017, 09:29 Uhr

USA planen Lenkwaffen mit fünffacher Schallgeschwindigkeit

Die USA planen kurzfristig die Entwicklung besonders schneller Lenkwaffen, um beispielsweise den Abschuss atomarer Interkontinentalraketen in Nordkorea verhindern zu können. Diese Lenkwaffen sollen bis zu fünffache Schallgeschwindigkeit erreichen und können auch von Flugzeugen aus starten.

Transportflugzeug C-130J Super Hercules von Lockheed Martin über Südkorea: Das Flugzeug soll künftig mit besonders schnellen Lenkflugkörpern bestückt werden, die fünffache Schallgeschwindigkeit erreichen sollen. 

Transportflugzeug C-130J Super Hercules von Lockheed Martin über Südkorea: Das Flugzeug soll künftig mit besonders schnellen Lenkflugkörpern bestückt werden, die fünffache Schallgeschwindigkeit erreichen sollen. 

Foto: Lockheed Martin

Das amerikanische Verteidigungsministerium hat Rüstungsunternehmen in den USA aufgefordert, „binnen zwei Wochen“ Vorschläge für neue Lenkwaffen vorzulegen. Diese sollen von verschiedenen Typen von Militärflugzeugen aus gestartet werden können und mehrfache Schallgeschwindigkeit erreichen. In einer Erklärung der US Air Force heißt es: „Dieses neue Waffensystem muss mit großem Tempo entwickelt, erprobt und für den Truppeneinsatz gefertigt werden.”

Als Antrieb sind so genannte Ramjet-Triebwerke im Gespräch, die Luft ansaugen und wieder ausstoßen. Zugelassen für die neue Waffe sind ausschließlich feststoffgetriebene Raketenmotoren. Erst in einer späteren Entwicklungsstufe dürfe dann auch mit Ramjet-Motoren experimentiert werden, da letztere erhebliche technische Risiken für die Flugzeuge und deren Piloten mit sich bringen könnten.

USA wollen mit neuer Waffe Nordkorea in Schach halten

Mit den neuen Lenkwaffen wollen die USA verhindern, dass Nordkorea in Asien einen Atomkrieg auslösen kann. Dazu wollen die USA in der Lage sein, durch besonders schnelle Lenkwaffen eine Atomrakete zu zerstören, bevor sie abhebt. Wenn Satelliten melden, dass Nordkorea auf seinen Startrampen Interkontinentalraketen für den Flug nach Japan, den USA oder Drittländer vorbereitet, sollen diese Startrampen durch die neuen Lenkwaffen innerhalb weniger Minuten vernichtet werden.

Abschuss einer Rakete von einer F-35 von Lockheed Martin: Die USA wollen neue Lenkwaffen entwickeln, die so schnell ihr Ziel erreichen sollen, dass beispielsweise Atomraketen in Nordkorea noch vor dem Abschuss auf der Startrampe zerstört werden. 

Abschuss einer Rakete von einer F-35 von Lockheed Martin: Die USA wollen neue Lenkwaffen entwickeln, die so schnell ihr Ziel erreichen sollen, dass beispielsweise Atomraketen in Nordkorea noch vor dem Abschuss auf der Startrampe zerstört werden.

Quelle: Lockheed Martin

Top Stellenangebote

Zur Jobbörse
Infineon-Firmenlogo
Senior Manager IT MES (w/m/div)* Infineon
Warstein Zum Job 
Infineon-Firmenlogo
Ingenieur Prüftechnik Leistungshalbleitermodule (w/m/div)* Infineon
Warstein Zum Job 
Infineon-Firmenlogo
Entwicklungsingenieur Elektrotechnik (w/m/div)* Infineon
Warstein Zum Job 
THOST Projektmanagement GmbH-Firmenlogo
Ingenieur*in / Bauleiter*in (m/w/d) für Großprojekte der Bereiche Infrastruktur (Freileitung, Kabeltiefbau, Bahn) THOST Projektmanagement GmbH
Nürnberg,Hannover,Hamburg Zum Job 
CARVEX Verfahrenstechnologie für Lebensmittel und Pharma GmbH-Firmenlogo
Ingenieur Verfahrenstechnik (m/w/d) CARVEX Verfahrenstechnologie für Lebensmittel und Pharma GmbH
Bad Hönningen Zum Job 
ABL GmbH-Firmenlogo
Senior Software Developer (m/w/d) eMobility ABL GmbH
Lauf a. d. Pegnitz Zum Job 
Albert Handtmann Maschinenfabrik GmbH & Co. KG-Firmenlogo
Versuchsingenieur (m/w/d) Albert Handtmann Maschinenfabrik GmbH & Co. KG
Biberach Zum Job 
Brunel-Firmenlogo
Java Entwickler / Informatiker (w/m/d) Brunel
Dortmund Zum Job 
Brunel-Firmenlogo
Elektrokonstrukteur EPLAN P8/ELCAD (w/m/d) Brunel
Dortmund Zum Job 
Brunel-Firmenlogo
Elektroniker/Elektrotechniker (w/m/d) Brunel
Dortmund Zum Job 
Triathlon Batterien GmbH-Firmenlogo
Projektingenieur (m/w/d) Arbeitsvorbereitung Batteriemontage / Batteriefertigung für Lithium-Ionen-Batterien Triathlon Batterien GmbH
Glauchau Zum Job 
Murrelektronik-Firmenlogo
Embedded Software Funktionstester / Applikationstester (m/w/d) Murrelektronik
Oppenweiler, Kirchheim unter Teck (Home-Office) Zum Job 
Airbus-Firmenlogo
Sales Manager - Deployable Solutions (d/m/w) Airbus
Raum Friedrichshafen Zum Job 
Airbus-Firmenlogo
Synthetic Imagery & Sensor Simulation System Engineer Airbus
Raum Toulouse (Frankreich) Zum Job 
Airbus-Firmenlogo
Synthetic Imagery & Sensor Simulation System Engineer Airbus
Raum Toulouse (Frankreich) Zum Job 
Collins Aerospace-Firmenlogo
Produktionsplaner (m/w/d) Collins Aerospace
Nördlingen Zum Job 
Collins Aerospace-Firmenlogo
Strategischer Einkäufer (m/w/d) Collins Aerospace
Nördlingen Zum Job 
Deutsche Aircraft GmbH-Firmenlogo
Systems Engineer - Cooling Systems Power Electronics (f/m/d) Deutsche Aircraft GmbH
Weßling Zum Job 
TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH-Firmenlogo
Sachverständiger (m/w/d) Anlagensicherheit TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH
Darmstadt Zum Job 
TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH-Firmenlogo
Sachverständiger Elektrotechnik (m/w/d) TÜV Technische Überwachung Hessen GmbH

Da von der Entdeckung der Interkontinentalraketen auf den Startrampen bis zu deren Abheben nur sehr wenig Zeit verstreicht, muss der amerikanische Zerstörungsschlag extrem schnell ablaufen. Deshalb sollen die neuen Lenkwaffen besonders schnell fliegen und von einer Vielzahl von Militärflugzeugen aus starten können.

In Gefahrenzeiten könnten rund um die Uhr Flugzeuge in der Nähe zu Nordkorea in der Luft sein, die auf Befehl die Lenkwaffen auf die nahen Abschussrampen abschießen könnten. Von der Entdeckung der Rakete auf der Startrampe bis zu deren Zerstörung soll weniger als einer Stunde vergehen.

Lenkwaffen sollen in der Luft starten

Die US Air Force möchte mit den neuen Lenkwaffen Kampfflugzeuge, Bomber sowie umgerüstete Transporter wie die „Gunships“ von Lockheed Martin (C130) ausrüsten. Die Lenkwaffen sollen wenigstens die fünffache Schallgeschwindigkeit (Hypersonic) erreichen, wünscht sich das Pentagon.

Wegen der Eile des Vorhabens wird in Washington derzeit erwogen, auf jegliche Ausschreibung zu verzichten. Als Favorit für die Auftragsvergabe gilt Lockheed Martin. Der Konzern arbeitet bereits für das Pentagon an überschallschnellen Bomben, so genannten Tactical Boost Glide (TBG ). Neben Lockheed sind aber auch einige kleinere Wehrtechnikunternehmen im Rennen um den Auftrag. Die amerikanischen Rüstungsunternehmen arbeiten im Rahmen eines gemeinsamen Programms mit Australien schon seit einiger Zeit an der Entwicklung von Hypersonic-Lenkwaffen.

Zudem entwickelt Lockheed Martin derzeit ein Flugzeug, das sechsfache Schallgeschwindigkeit erreichen soll.

 

Ein Beitrag von:

  • Peter Odrich

    Peter Odrich studierte Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Verkehrsbetriebe. Nach 28 Jahren als Wirtschaftsredakteur einer deutschen überregionalen Tageszeitung mit langer Tätigkeit in Ostasien kehrte er ins heimatliche Grossbritannien zurück. Seitdem berichtet er freiberuflich für Zeitungen und Technische Informationsdienste in verschiedenen Ländern. Dabei stehen Verkehrsthemen, Metalle und ostasiatische Themen im Vordergrund.

Themen im Artikel

Zu unseren Newslettern anmelden

Das Wichtigste immer im Blick: Mit unseren beiden Newslettern verpassen Sie keine News mehr aus der schönen neuen Technikwelt und erhalten Karrieretipps rund um Jobsuche & Bewerbung. Sie begeistert ein Thema mehr als das andere? Dann wählen Sie einfach Ihren kostenfreien Favoriten.