Ticker zum Coronavirus 30.03.2020, 13:36 Uhr

Corona-Liveticker – Erste Medikamente in den USA zugelassen ++ Bayern verlängert Ausgangsbeschränkungen

Die Coronakrise hält die Welt in Atem – auch mit Folgen für Wirtschaft, Forschung und Lehre. Die Zahl der Infizierten in Deutschland steigt weiter an, Millionen arbeiten im Homeoffice. Jetzt gilt ein bundesweites Kontaktverbot im Kampf gegen Corona. Wir halten Sie im Liveticker auf dem Laufenden.

In Deutschland gilt wegen der Coronakrise ein Kontaktverbot. Foto:  panthermedia.net/AntonioGuillem

In Deutschland gilt wegen der Coronakrise ein Kontaktverbot.

Foto: panthermedia.net/AntonioGuillem

Corona bringt das öffentliche Leben in Deutschland zum Erliegen. Immer mehr Menschen arbeiten im Home Office, Veranstaltungen sind abgesagt. Experten raten dringend dazu, Zuhause zu bleiben. Derweil steigt die Zahl der Infizierten weltweit weiter an. In Deutschland sind derzeit mehr als 40.000 Menschen infiziert. (Stand: 30. März, 8 Uhr)

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Corona – Zahlen in Kürze (Stand: 30. März, 8 Uhr):

  • Weltweit:
  • 723.328 bestätigte Infektionen
  • 32.005 Todesfälle
  • 151.991 Genesungen
  • Deutschland:
  • Zwischen 52.547 und 62.435 bestätigte Corona-Infektionen
  • Zwischen 389 und 541 Todesfälle
  • 9.211 Genesungen
  • (Quellen: Robert Koch-Institut, Johns Hopkins University, eigene Recherchen. Die Zahlen variieren derzeit je nach Quelle. Lesen Sie dazu auch: Deshalb unterscheiden sich die Zahlen zu Infizierten so stark )

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Alle aktuellen Infos zur Coronakrise in unserem Newsblog:

Montag, 30. März

13.30 Uhr – Markus Söder: „Die Lage ist sehr ernst“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat angekündigt, dass die Ausgangsbeschränkungen in Bayern bis zum 19. April verlängert werden sollen.

„Die Lage ist weiter sehr, sehr ernst“, sagte Markus Söder am Montag auf einer Pressekonferenz.

Verschärfungen der Maßnahmen im Kampf gegen Corona werde es aber nicht geben. Mitte April soll dann bundesweit beraten werden, wie mit den einschränkenden Maßnahmen wie etwa der Kontaktsperre weiter vorgegangen werden soll.

13.18 Uhr – USA erlauben Nutzung von Malaria-Medikamenten im Kampf gegen Corona

Die US-Arzneimittelbehörde FDA  hat jetzt die Nutzung von zwei Malaria-Medikamenten in Notfällen erlaubt, wie verschiedene Nachrichtenagenturen berichten. Damit sei die Herausgabe oder Verschreibung von Chloroquin und Hydroxychloroquin „durch Ärzte an im Krankenhaus liegende jugendliche und erwachsene Patienten mit Covid-19“ genehmigt, teilte das US-Gesundheitsministerium mit. Das sei angebracht, wenn kein klinischer Test verfügbar oder machbar sei.

Der nationale Medikamentenvorrat sei demnach um die beiden Mittel Chloroquin und Hydroxychloroquin aufgestockt worden. Die beiden Medikamente gelten als mögliche Mittel gegen die Lungenkrankheit Covid-19, die vom neuartigen Coronavirus ausgelöst werden kann.

US-Präsident Donald Trump hatte das Malaria-Medikament Cloroquin als mögliches „Geschenk Gottes“ bezeichnet – obwohl zahlreiche Wissenschaftler vor den Gefahren des Mittels waren. Denn das Medikament ist nach Expertenansicht als Corona-Mittel noch nicht ausreichend geprüft worden. Auch Trumps Berater medizinischer Anthony Fauci mahnte zur Vorsicht.

11 Uhr – Intensivmediziner fordern Verteilung von Covid-19-Patienten

Intensivmediziner fordern jetzt, dass Covid-19-Patienten zentral auf die Kliniken in Deutschland verteilt werden. Denn die Krankenhäuser seien derzeit sehr unterschiedlich stark ausgelastet.

In „zwei bis vier Wochen“ könnte womöglich der Höhepunkt der Infektionszahlen erreicht werden. Dann seien die Belastungsgrenzen für Kliniken in einigen Regionen überschritten, heißt es vom Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).

Die Bundesregierung solle deshalb so schnell wie möglich eine zentrale Stelle einrichten, die Patienten bundesweit auf weniger ausgelastete Kliniken verteile.

Freitag, 27. März

12.28 Uhr – Boris Johnson ist mit Corona infiziert

Großbritanniens Premierminister Boris Johnson wurde positiv auf Corona getestet. Das erklärte Johnson in einem Video auf Twitter.

„In den vergangenen 24 Stunden habe ich milde Symptome festgestellt und bin positiv auf das Coronavirus getestet worden“, so Boris Johnson.

Seine Körpertemperatur sei angestiegen, zusätzlich habe viel gehustet: „Ich werde mich jetzt in Selbstisolation begeben. Den Kampf der Regierung gegen das Coronavirus werde ich aber weiter per Videokonferenz steuern.“

11.14 Uhr – Forscher entwerfen Worst-Case-Szenario

Wissenschaftler sollen im Auftrag des Bundesinnenministeriums untersucht haben, welche Szenarien bei der Ausbreitung der Corona-Epidemie möglich sind. Das berichtet der „Spiegel.“

Demnach geht es in der vertraulichen Studie auch um ein Worst-Case-Szenario: Darin wird die Ausbreitung von Corona für den Fall skizziert, das der Staat nicht genug gegen die Epidemie unternimmt.

Konkret: Wie entwickelt sich die Corona-Ausbreitung, wenn der Staat etwa nur Großveranstaltungen verbietet und Reisetätigkeiten einschränkt. Laut der Studie wären dann bald 70 % der Bevölkerung infiziert, mehr als 80 % der Intensivpatienten müssten von den Kliniken abgewiesen werden, die Todeszahlen in Deutschland überstiegen die Millionengrenze, heißt es im „Spiegel“.

„Um das Testen schneller und effizienter zu machen ist längerfristig der Einsatz von Big Data und Location Tracking unumgänglich“, heißt es laut dem Magazin in der Studie.

Bei strenger Isolation von Infizierten und besseren Testbedingungen hingegen würden sich etwa eine Million Menschen in Deutschland anstecken. Aber nur ein sehr kleiner Teil davon würde sterben. Die strengen Maßnahmen müssten zwei Monate durchgehalten werden. Allerdings wäre nur ein Bruchteil der Bevölkerung gegen Covid-19 immun, weshalb weiterhin „kontinuierlich hohe Wachsamkeit bestehen bleiben“ solle, zitiert der „Spiegel“ aus der Studie.

8.30 Uhr – USA hat die meisten Corona-Fälle weltweit

In den USA gibt es jetzt die meisten Corona-Infektionen weltweit. Die Zahl der Fälle liegt am Freitagmorgen bei 85.991. In China, wo die Corona-Pandemie ausgebrochen war, gibt es 81.782 Infizierte. Das meistbetroffene europäische Land ist Italien mit 80.589 Fällen.

Die Zahl der Infektionen steigt in den USA sprunghaft an, im Vergleich zum Wochenstart hat sie sich beinahe verdoppelt. Die Dunkelziffer dürfte ungleich höher sein – das gilt weltweit: Bei den offiziell gemeldeten Infektions- und Todesfällen handelt es sich nach Einschätzung der meisten Experten lediglich um einen Bruchteil der tatsächlichen Corona-Fälle.

Gerade in den USA fehlte es jüngst an Testkapazitäten. Das soll sich in den nächsten Tagen ändern. Am schlimmsten ist die Lage dort in New York. Der Bundesstaat hat die meisten Corona-Fälle in den USA zu verzeichnen, vor allem in der Millionenmetropole New York stecken sich immer mehr Menschen an. Die Lage in den überfüllten Krankenhäusern ist bereits jetzt dramatisch.

US-Präsident Donald Trump spielte die Coronakrise zuletzt dennoch herunter und sprach davon, dass man bald zum normalen Alltag zurückkehren müsse.

„Unser Volk will zurück an die Arbeit. Unser Land muss zurück an die Arbeit“, so Trump. Die Todesrate bei Corona-Erkrankten sei „deutlich niedriger sei als ich anfangs vermutet habe“.

Derweil will das weiße Haus die USA nun in Risikozonen einteilen, um Maßnahmen entsprechend auf die Lage vor Ort anpassen zu können.

7.30 Uhr – Lockerung der Maßnahmen nach Ostern? Kanzlerin Angela Merkel erteilt Absage

Ostern schien die magische Grenze zu sein. Zuletzt hatte Gesundheitsminsiter Jens Spahn (CDU) von der Zeit nach Corona gesprochen und ein Konzept gefordert, wie man mit den einschränkenden Maßnahmen im Kampf gegen Corona nach Ostern umgehen muss.

Nicht nur bei Spahn: Immer wieder wurden Überlegungen laut, möglicherweise schon nach Ostern die stengen Maßnahmen wie die Kontaktsperre und vielleicht auch die Zwangspause für zahlreiche Geschäfte zu lockern. Düsseldorfs Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) etwa hatte mit der Idee, nur Kranke und Risikopatienten zu isolieren, für Debatten gesorgt.  Lange werde das Land den Shutdown sonst nicht überstehen, so Geisel.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat der Oster-Idee jetzt eine deutliche Absage erteilt.

„Ich möchte sehr klar sagen, dass im Augenblick nicht der Zeitpunkt ist, über die Lockerung dieser Maßnahmen zu sprechen“, so Merkel.

Es dauere zurzeit noch nur 4 bis 5 Tage, bis sich die Zahl der Infizierten verdoppele. Diese Zeitspanne müsse gestreckt werden, „in Richtung von 10 Tagen“. Zudem erstrecke sich die Inkubationszeit über mindestens fünf Tage und könne bis 14 Tage dauern. Das Ziel der Maßnahmen sei es, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet werde.

Die Maßnahmen seien erst am Montag in weiten Teilen Deutschlands in Kraft getreten seien. Man könne jetzt noch nicht sagen, ob sie überhaupt wirkten. Merkel bat deshalb „die Menschen in Deutschland um Geduld“:

„Es war immer klar, dass wir erst dann, wenn wir Effekte sehen, darüber nachdenken können, die Maßnahmen zurückzufahren“. Davon sei man leider „noch ein ganzes Stück entfernt“, so Angela Merkel.

Donnerstag, 26. März

15.57 Uhr – Vergleichsweise wenige Todesfälle in Deutschland – Drosten äußert sich zu möglichen Gründen

Die Todesrate in Deutschland ist verglichen mit anderen Staaten vergleichsweise gering. Zu den möglichen Gründen äußerte sich jetzt Virologe Christian Drosten:

„Wir haben so wenige Todesfälle, weil wir extrem viel Labordiagnostik machen“, sagt Drosten am Donnerstag.

In Deutschland würden derzeit pro Woche über eine halbe Million Corona-Tests durchgeführt. Charité-Vorstandschef Heyo Kroemer erklärte zudem, Deutschland habe auch früher als andere von der Pandemie betroffene Länder angefangen zu testen.

Der neuartige Corona-Schnelltest, den Bosch Anfang April zur Verfügung stellen will, könnte die Zahl der Tests noch einmal erhöhen.

14.03 Uhr – Hannover Messe wird abgesagt

Die Hannover Messe 2020 wird nun komplett wegen der Coronakrise abgesagt. Zunächst hatte die Deutsche Messe AG das Event auf die Woche vom 13. bis zum 17. Juli verschieben wollen – ursprünglich hätte die größte Industrieschau der Welt vom 20. bis zum 24. April stattfinden sollen.

„Angesichts der dynamischen Entwicklung rund um Covid-19 und der umfassenden Einschränkungen des öffentlichen und wirtschaftlichen Lebens kann die Hannover Messe in diesem Jahr nicht stattfinden“, sagte Jochen Köckler, Chef der Deutschen Messe AG.

„Unsere Aussteller und Partner sowie das gesamte Team haben mit allen Kräften für die Durchführung gekämpft. Heute müssen wir aber einsehen, dass die Ausrichtung der weltweit wichtigsten Industriemesse in diesem Jahr nicht möglich sein wird“, so Köckler.

Seit 73 Jahren gibt es die Hannover – es ist das erste Mal, dass die Veranstaltung nicht ausgerichtet wird. Aber: Komplett ausfallen soll die Messe nicht. „Der Bedarf an Orientierung und Austausch ist besonders in Krisenzeiten wichtig“, erklärte Köckler. Deshalb arbeite man mit Hochdruck an einer digitalen Netzwerkplattform, die in Kürze für unsere Kunden geöffnen werden solle.

12.59 Uhr – Gesundheitsminister Jens Spahn will Konzepte für Zeit nach Corona

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn will bis Ostern ein Konzept vorlegen, wie das öffentliche Leben in Deutschland zumindest teilweise wieder hergestellt werden kann.

„Es wird eine Zeit nach Corona geben“, sagte Spahn am Donnerstag in einer Pressekonferenz.

Es brauche jetzt Konzepte, wie die das Leben nach der Krise wieder in normale Bahnen gelenkt werden und  wie die aktuellen Maßnahmen im Kampf gegen Corona nach Ostern weitergeführt werden sollen.

Kassenarzt-Chef Andreas Gassen betonte, die Lage in Deutschland sei im Vergleich zu anderen Ländern angesichts der Coronakrise gut im Griff. „Wir gewährleisten medizinische Versorgung für 83 Millionen Menschen, und nicht nur für Teile davon.“

11.19 Uhr – Große Sorge in den USA: New York wird zum Corona-Brandherd

New York entwickelt sich zum Corona-Brandherd in den USA: 20.000 Menschen sind dort mit dem Coronavirus infiziert, die Zahl der Toten liegt bei 2.80. Die Behörden versuchen, einen Zusammenbruch des Gesundheitssystems zu verhindern.

„New York ist das Epizentrum der Krise“, sagte New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio. „Kein Ort leidet mehr Schmerzen. Kein Ort braucht dringender Hilfe.“

Die Krankenhäuser kommen allmählich an ihre Grenzen: Knapp 3.000 Corona-Patienten werden zurzeit betreut, im Stundentakt kommen neue Erkrankte hinzu.

10.04 Uhr – Bosch entwickelt Corona-Schnelltest

Der Autozulieferer Bosch hat in seiner Medizinsparte jetzt einen Covid-19-Schnelltest entwickelt, der eine echte Veränderung in der Coronakrise bedeuten könnte.

Die Medizinsparte des Autozuliefereres Bosch hat einen neuen Corona-Schnelltest entwickelt. Foto: Bosch

Die Medizinsparte des Autozuliefereres Bosch hat einen neuen Corona-Schnelltest entwickelt.

Foto: Bosch

Denn der Test soll Ergebnisse bereits in zweieinhalb Stunden liefern statt wie bislang innerhalb von mehreren Tagen. Und das direkt vor Ort beim Patienten, ohne riskante und teure Transportwege, die zudem Zeit kosten. Die neuen Tests könnten unter Umständen zu valideren Erkenntnissen über die aktuelle Ausbreitung von Covid-19 und damit zu gezielteren Maßnahmen beitragen.

„Im Kampf gegen das Coronavirus ist Zeit einer der entscheidenden Faktoren. Eine zuverlässige, schnelle Diagnose direkt vor Ort ohne Umwege – das ist der große Vorteil unserer Lösung, die für uns auch ein Beispiel von Technik fürs Leben ist“, so Bosch-Chef Volkmar Denner.

Sechs Wochen hat Bosch an dem Corona-Schnelltest getüftelt, heißt es aus dem Unternehmen. Ab April soll er zur Verfügung stehen. Die Testdurchführung funktioniert so: Mittels Abstrichtupfer wird eine Probe aus der Nase oder dem Rachen eines Patienten entnommen. Die Kartusche wird dann für die Analyse in das Vivalytic-Gerät, so der Name des Analysegeräts, eingeführt. Bosch verspricht, dass das Gerät auch von nicht speziell geschultem Medizinpersonal bedient werden könne.

>> Lesen Sie mehr dazu hier: Bosch hat automatisierten Corona-Schnelltest entwickelt

Der Corina-Schnelltest sei einer der weltweit ersten vollautomatisierten, molekulardiagnostischen Tests, der direkt von allen medizinischen Einrichtungen genutzt werden könne, teilt Bosch mit. Mediziner können demnach zudem mit derselben Probe neben Covid-19 gleichzeitig neun weitere Atemwegserkrankungen wie Influenza A und B untersuchen. „Durch die Differenzialdiagnostik ersparen sich die Ärzte zusätzlich die Zeit für weitere Tests, erhalten rasch eine fundierte Diagnose und können daraus schneller eine geeignete Therapie einleiten“, so Marc Meier, Geschäftsführer der hauseigenen Medizinsparte Bosch Healthcare Solutions.

8.10 Uhr – Autobauer wollen in Coronakrise Medizintechnik liefern: Experten skeptisch

VW und andere Autokonzerne hatten zuletzt angekündigt, in der Coronakrise statt Autos Teile für Beatmungsgeräte und anderes medizintechnisches Zubehör zu bauen.

Die Idee ist gut – doch die Industrie noch nicht bereit, wie manche Vertreter von Branchenverbänden glauben. So sagte etwa Niklas Kuczaty, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Medizintechnik beim Maschinenbauverband VDMA: „Bei komplexeren Produkten wie einem Beatmungsgerät halte ich das für nicht realistisch – zumindest nicht in den nächsten Wochen und Monaten.“

Und auch Jean Haeffs, Geschäftsführer der Fachgesellschaft Produktion und Logistik beim Verein Deutscher Ingenieure (VDI) zeigt sich skeptisch:

„Auf einer Produktionslinie, die Autos herstellt, kann ich nicht einfach Beatmungsgeräte herstellen.“

Zentrale Probleme seien dabei den Experten zufolge unter anderem die aufwendige Zertifizierung, die Versorgung mit Teilen sowie Wissen um die Produktionsabläufe sowie die Frage der Sicherheit. Gerade bei einem Produkt wie einem Beatmungsgerät sei das wichtig, sagte Kuczaty. „Wenn das ausfällt, ist der Patient tot.“

Dennoch sehen die Experten Möglichkeiten, wie branchenfremde Betriebe helfen können, allerdings eben in niedrigeren Risikoklassen. Ein Unternehmen wie der Textilhersteller Trigema, das jetzt auch einfache Mundschutze herstelle, sei ein Paradebeispiel. Auch der Würzburger Matratzenhersteller „Schaumstoffe Wegerich“ produziert inzwischen Mundschutze – wenn auch ohne Zertifizierung.

Mittwoch, 25. März

16 Uhr – Sorge in Spanien

Große Sorge in Spanien: 3.434 Menschen sind dort bis Mittwochmittag an den Folgen von Corona-Infektionen gestorben. Am Vortag lag die Zahl der Meldungen noch bei 2.700. Die Behörden in Madrid hoffen jetzt, dass der Höhepunkt der Epidemie bald erreicht ist.

Obwohl es weitreichende Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus gibt, hat Spanien damit mehr Todesfälle als China gemeldet. Dort lag die Zahl der Corona-Todesopfer am Mittwoch bei etwa 3.150.

Allerindgs: Unklar ist, ob die offizielle Statistik des kommunistisch regierten Landes die tatsächliche Lage widerspiegelt – und wie hoch die Dunkelziffer ist.

11.43 Uhr – Prinz Charles positiv auf Corona getestet

Britischen Medien zufolge ist Prinz Charles positiv auf das Coronavirus getestet worden. Der 71-Jährige ist demnach jetzt in Isolation. Er habe nur leichte Symptome und sei bei guter Gesundheit, meldet BBC.

10.54 Uhr – Robert Koch-Institut empfiehlt mehr Tests

Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt nun Corona-Tests für viel mehr Menschen:

  • Künftig sollen demnach Ärzte, Pflegekräfte und andere Mitarbeiter von entsprechenden Einrichtungen grundsätzlich auf Corona getestet werden, wenn sie akute Symptome einer Atemwegserkrankung haben.
  • Auch Risikopatienten sollen getestet werden.
  • Sogar Menschen, die zu keiner Risikogruppe gehören, sollten getestet werden, sofern eine „hinreichende Testkapazität“ gegeben sei, was derzeit indes noch nicht der Fall ist.
  • Außerdem hat das RKI seine „Orientierungshilfe für Ärztinnen und Ärzte“ angepasst: Demnach ist es nicht mehr ausschlaggebend für einen Coronatest, ob ein Patient Kontakt zu einem Covid-19-Erkrankten hatte oder innerhalb der Inkubationszeit in einem Risikogebiet war.

„Es ist eine Pandemie“, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler. „Es macht keinen Sinn mehr, nach einzelnen Gebieten zu unterscheiden.“

9.28 Uhr – Immer mehr Menschen kaufen jetzt Haarschneider

Corona bringt das bislang gewohnte Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf teils kuriose Weise durcheinander. Beim Versandhändler Otto steigt aktuell der Absatz von Haar- und Bartschneidemaschinen. Das sagte Otto-Chef Marc Opelt gegenüber der „Bild“:

„Von einem Bartschneider verkaufen wir normalerweise 30 Stück am Tag, aktuell sind es zwischen 250 und 300“.

Grund ist mutmaßlich das aktuelle Kontaktverbot in Deutschland: Friseursalons sind geschlossen. „Die Friseure haben zu, da wird die Körperpflege zeitweise nach drinnen verlagert“, so Opelt. Auch Sportartikel wie Hanteln verkaufen sich besser als sonst: Die Bestellungen versechsfachten sich. Drucker und Drehstühle, die viele Menschen jetzt im Homeoffice benötigen, wurden doppelt so oft verkauft wie sonst.

8.17 Uhr – Supermärkte ziehen Konsequenzen

Bestimmte Lebensmittel sind in einigen Supermärkten vorübergehend ausverkauft. Grund sind Lieferengpässe.  Die erste Supermarkt-Kette streicht deshalb jetzt bis auf Weiteres alle Sonderangebote. Das berichtet die „Bild“.

Demnach hat der Edeka-Verbund Hessenring alle Werbeprospekte mit Sonderangeboten gestoppt.

„Wir wollen zu Corona-Zeiten keine zusätzlichen Einkaufsaktivitäten auslösen“, so Geschäftsführer Hans-Richard Schneeweiß gegenüber der „Bild“.

8 Uhr – New York wird zum Corona-Brandherd

Die Lage in New York spitzt sich in der Coronakrise allmählich zu. 60 % aller neuen Corona-Fälle in den USA kommen aus dem Großraum New York, wie US-Vizepräsident Mike Pence am Dienstagabend erklärte.

Die Infektionsrate in der Ostküstenmetropole liegt demnach bei 1 zu 1.000. Das ist fast zehn Mal höher als im Bundesstaat Washington an der Westküste der USA. Pence appellierte an New Yorker, die die Stadt verlassen haben, sich in eine 14-tägige Quarantäne zu begeben.

„Wir müssen den Großraum New York City als Hochrisikogebiet betrachten“, so Pence.

Dienstag, 24. März 

16.03 Uhr – Umstrittener Vorschlag aus den USA

Der texanische Vizegouverneur Dan Patrick hat einen extremen Vorschlag in der Debatte zur Coronakrise geäußert.

In einem Live-Interview mit dem TV-Sender Fox sagte Patrick, man müsse jetzt zumindest darüber diskutieren, ob nicht ältere Menschen geopfert werden könnten. „Ich denke, es gibt eine Menge Großeltern wie mich, ich habe sechs Enkel, die nichts mehr lieben als diese Kinder. Ich will nicht, dass das ganze Land jetzt geopfert wird“, sagte Patrick.

Ihn – selbst ein älterer Bürger – habe niemand gefragt, ob er sein Leben für ein stabiles Amerika riskieren würde, dass er seien Kinder und Enkeln hinterlassen könne. Er sei durchaus bereit, sein Leben dafür zu geben.

Der TV-Moderator hakte nach: „Sie sagen also, dass dieses Virus Sie das Leben kosten kann. Aber es gibt für Sie etwas, das noch schlimmer ist als der Tod?“ Patricks lapidare Antwort: „Ja“.

15.50 Uhr – VW startet Kurzarbeit

Wegen Lieferproblemen und der Absatzschwäche in der Coronakrise sollen bei Volkswagen jetzt rund 80.000 Beschäftigte in Deutschland in Kurzarbeit gehen. Das berichtet Tagesschau.de.

15.05 Uhr – Lage in Spanien und in der Schweiz wird dramatischer

Spanien ist jetzt nach Italien das am stärksten von der Corona-Pandemie betroffene Land in Europa. Die Zahl der Todesfälle durch das Coronavirus auf knapp 2700 gestiegen. Allein in den letzten 24 Stunden sind 514 weitere Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben, wie das spanische Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte. Infiziert sind derzeit etwa 40.000 Menschen. Angesichts dieser Zahlen soll die Ausgangssperre in Spanien bis zum 11. April verlängert werden.

Derweil wird die Lage in der Schweiz ebenfalls dramatischer. Weit über 8.000 Menschen sind dort mit Corona infiziert, 120 Menschen starben bislang an Covid-19 – das sind nur geringfügig weniger Menschen als in Deutschland. Relativ gesehen liegt die Zahl damit durchaus hoch, denn die Schweiz hat nur ein Zehntel der Bevölkerung von Deutschland.

14.24 Uhr – Corona-Test: ETH stellt Laborgeräte zur Verfügung

Viele Forschungseinrichtungen arbeiten in der Coronakrise an einer stärkeren Kooperation und Vernetzung. In der Schweiz etwa hat die ETH Zürich für die schnellere Umsetzung von Corona-Tests Laborgeräte zur Verfügung gestellt.

Beim Corona-​Test werden mit Teststäbchen Abstrichee aus dem Mund-​, Nasen-​ oder Rachenraum der Patienten in Labors untersucht: Mit einer sogenannten quantitativen Polymerase-​Ketten-Reaktion wird geprüft, ob der Abstrich Erbgut des Coronavirus enthält. Dazu benutzen die Labormitarbeiter ein Gerät, das Genmaterial in mehreren Zyklen vervielfältigen kann. Mithilfe fluoreszierender Stoffe werden diese Kopien dann farblich markiert. Die Forscher erkennen dann , ob die Proben Gensequenzen von SARS-​CoV-2 enthalten oder nicht.

„Um die Produktion der benötigten Teststäbchen zu unterstützen und möglichen Engpässen vorzukehren, hat die ETH Zürich am Freitag entsprechende, durch die eingeschränkte Forschung stillstehende Laborgeräte einer qualifizierten Produktionsfirma in Allschwil ausgeliehen“, heißt es in einer Mitteilung der ETH.

13.43 Uhr – Olympia wird verschoben

Die Olympischen Spiele werden wegen des Coronavirus um ein Jahr verschoben. Der japanische Ministerpräsident Shinzo Abe soll Medienberichten zufolge der Olympia-Verschiebung jetzt zugestimmt haben. Das berichteten unter anderem die japanische Nachrichtenagentur Kyodo und der Sender NHK unter Berufung auf ein Telefongespräch von Abe mit IOC-Präsident Thomas Bach am Dienstag.

10.44 Uhr – Millionen Atemschutzmasken verloren

Das ist höchst kurios: 6 Millionen Atemschutzmasken, die dringend in Krankenhäusern benötigt werden, sind spurlos verschwunden.

Das berichtet der „Spiegel“. Das Beschaffungsamt der Bundeswehr in Koblenz hatte die Aufgabe übernommen, Sanitätsmaterial „so schnell wie möglich“ zu beschaffen, wie es aus der Behörde hieß.

Jetzt hat es offenbar eine gravierende Panne gegeben. Die Masken vom Typ FFP2 sind laut „Spiegel“ auf einem Flughafen in Kenia einfach verschwunden. Bereits am 20. März hätten die Schutzmasken demnach in Deutschland eintreffen sollen.

Man habe den Maskenhersteller aufgefordert, die Umstände und Vorkommnisse darzulegen, zitiert der „Spiegel“ aus einem internen Bericht der Behörde.

10.26 Uhr – BASF liefert Desinfektionsmittel an Kliniken

Der Chemiekonzern BASF hat in der Coronakrise jetzt erste Kliniken mit Hand-Desinfektionsmittel beliefert. Darunter seien Krankenhäuser in Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen, wie ein Konzernsprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

„Heute und in den kommenden Tagen setzen wir die Lieferungen fort, und es gehen Sendungen mit Hand-Desinfektionsmitteln an weitere Krankenhäuser in der Metropolregion Rhein-Neckar“, so der BASF-Sprecher.

Der Chemie-Riese hatte eine Ausnahmegenehmigung des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums für dei Herstellung des Produkts erhalten.

9.56 Uhr – Zwei Medikamente machen jetzt Hoffnung

Fast 70 Medikamente werden derzeit als mögliche Corona-Mittel diskutiert. Die Präparate, darunter Malaria-Medikamente, oder Ebola-Mittel, sind bereits bekannt und gegen andere Krankheiten zugelassen und könnten im Fall der Wirksamkeit gegen Covid-19 sehr viel schneller verfügbar sein als ein neu entwickeltes Medikament oder gar ein Impfstoff.

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft hält vor allem zwei Medikamente für besonders aussichtsreich. Gegenüber dem WDR nannte der Kommissionsvorsutzende Wolf-Dieter Ludwig den Wirkstoff Remdesivir und das Mittel Chloroquin.

Remdesivir war eigentlich gegen Ebola entwickelt worden – mit mäßigem Erfolg. Gegen Corona könnte das Mittel aber nach Ansicht von Experten helfen.

Chloroquin ist ein sehr bekanntes Malaria-Medikament. Ihm wird zudem eine antivirale Wirksamkeit zugeschrieben.

„Diese beiden Wirkstoffe stehen in unserem Bericht an das Gesundheitsministerium eindeutig an erster und zweiter Stelle“, so Ludwig.

9.34 Uhr – Corona-Ansteckung im Freien? Virologe beruhigt

Der Virologe Christian Drosten beschäftigte sich in der aktuellen Folge seines NDR-Podcasts unter anderem mit der Frage, ob Coronaviren auch im Freien gewissermaßen über die Luft übertragbar sind. Corona sorgt für Unsicherheit und viele Menschen haben Angst davor, zum Beispiel von einem Jogger oder anderen Passanten angesteckt zu werden.

„Draußen verdünnt sich das, was man ausatmet, rasch – und somit auch das Virus. Zudem geht ja fast immer ein kleines bisschen Wind, weshalb man sich da schon mehr auf die Situation in geschlossenen Räumen konzentrieren sollte“, so Drosten.

8.50 Uhr – Flugverkehr stark eingeschränkt

De Auswirkungen der Coronakrise machen sich beim Flughafenbetreiber Fraport immer stärker bemerkbar. Die Passagierzahl bricht massiv ein: Am Frankfurter Flughafen sank die Zahl der Passagiere in der vergangenen Woche um 73,5 Prozent auf 331.353 ein, wie Fraport mitteilt. Das Unternehmen hatte erst kürzlich für viele seiner Beschäftigten Kurzarbeit eingeführt.

8.30 Uhr – Gute Nachrichten aus China

Hoffnungsvolle Nachrichten aus China: Drei Monate Ausbruch der Corona-Epidemie ist die Abriegelung der Provinz Hubei jetzt weitgehend aufgehoben. Gesunde Menschen dürfen die Provinz ab Mittwoch verlassen. Ausgenommen ist vorerst Millionenstadt Wuhan.

8 Uhr – Weltärztebund-Chef: „Corona wird uns bis zum Ende des Jahres begleiten“

Frank Ulrich Montgomery, der Präsident des Weltärztebundes, rechnet nicht mit einem schnellen Ende der Coronakrise.

„Diese Problematik wird uns mit Sicherheit bis zum Ende des Jahres begleiten“, so Montgomery gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Bis ein Impfstoff verfügbar sei, „werden wir unser gesamtes soziales Leben und unser Arbeitsleben umstellen müssen“. Das bundesweite Kontaktverbot begrüßte Montgomery. Gegen eine echte Ausgangssperre hatte er sich zuvor ausgesprochen.

Montag, 23. März 

16.45 Uhr – Corona-Test von Merkel negativ

Ein erster Corona-Test von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist negativ, wie Regierungssprecher Steffen Seibert mitteilte. Merkel hatte bei einer Schutzimpfung am Freitag Kontakt zu einem Arzt, der mit Corona infiziert war, wie sich später herausstellte.

In den nächsten Tagen sollen weitere Corona-Tests durchgeführt werden.

16.19 Uhr – Bitkom warnt vor Startup-Sterben wegen Corona

Der Digitalverband Bitkom warnt vor einem „Startup-Sterben“ in Deutschland.

„Es muss jetzt alles getan werden, um ein großes Startup-Sterben zu verhindern“, so Bitkom-Präsident Achim Berg.

Junge Startups hätten in aller Regel wenige bis gar keine Rücklagen. „Viele leben von der Hand in den Mund und haben nicht den langen Atem, um diese Krise ohne Unterstützung durchzustehen“, so Berg.

Der Verband fordert jetzt Hilfsmaßnahmen, die gezielt auf junge, innovative Technologie-Firmen zugeschnitten sind.

15.44 Uhr – Historische Maßnahme im Kampf gegen Corona geplant

Das geplante Hilfspaket zur Abmilderung der Folgen aus der Coronakrise hat historische Dimensionen. „Die Bundesregierung nimmt so viel Geld wie noch nie in die Hand, um die Wirtschaft zu stabilisieren und Arbeitsplätze zu schützen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert.

Eine Kabinettssitzung , in der ein derart riesiges Finanzpaket mit einem Volumen von deutlich mehr als einer halben Billion Euro beschlossen wurde, habe es so „in der Geschichte der Bundesrepublik wohl noch nicht gegeben“, so Seibert.

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Auch die Geschwindigkeit ist beispiellos: Die Kabinettsbeschlüsse sollen am Mittwoch die Zustimmung im Bundestag erhalten und schon Freitag Gesetzeskraft bekommen. Aus das gab es der Bundesrepublik Deutschland so noch nie.

14 Uhr – Regierung plant großes Maßnahmenpaket

Das Bundeskabinett hat ein weitreichendes Maßnahmenpaket beschlossen, um die wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise für Unternehmen, Arbeitnehmer, Kliniken und Selbstständige zu mildern.

Dabei geht um große finanzielle Schutzschirme sowie umfangreiche Rechtsänderungen. Am Mittwoch soll der Bundestag den Maßnahmen dann im Schnellverfahren zustimmen, der Bundesrat folgt dann am Freitag.

„Die umfassenden Maßnahmen, die heute im Kabinett auf den Weg gebracht werden, unterstützen Familien, Mieter, Arbeitnehmer, Selbstständige und Unternehmen ganz praktisch, schnell und unbürokratisch“, hatte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil im Vorfeld gegenüber der Deutschen Presse-Agentur gesagt.

Die Bundesregierung plant einen Nachtragshaushalt von 156 Milliarden Euro für 2020 und will dafür die Notfallregel bei der Schuldenbremse ziehen, um mehr finanziellen Spielraum zu haben. Die „schwarze Null“ ist damit passé.

Für Solo-Selbstständige und kleinere Unternehmen mit maximal 10 Mitarbeitern sollen insgesamt 50 Milliarden Euro bereitgestellt werden. 10 Milliarden gehen dann als direkte Zuschüsse an Betroffene.

13.32 Uhr – Jens Spahn äußert sich zu Corona

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn äußert sich am Montagmittag zu neuen Maßnahmen im Kampf gegen die Coronakrise.  „Wir sind dankbar für Ihren Einsatz“, so Spahn in Richtung aller Mitarbeiter in Heil- und Pflegeberufe.

„Wir spannen einen Rettungsschirm für Krankenhäuser auf“, kündigte Spahn an.

Konkret bedeutet das unter anderem eine mögliche Tagespauschale von 560 Euro pro Krankenbett, das frei wird, weil nicht notwendige Operationen verschoben werden. Zudem soll es einen Zuschlag von 50 Euro für neues Material pro Patient geben.

Mehraufwand von Vertragsärzten will die Regierung ebenfalls ausgleichen.

„Sie sind der erste Schutzwall im Kampf gegen das Coronavirus“, so Spahn.

Außerdem sollen Bafög-Empfänger entlastet werden: Zusätzliches Einkommen, das Studierende jetzt im Kampf gegen Corona erhalten, soll nicht auf das Bafög angerechnet werden.

13 Uhr – Coronakrise in den USA: 15.000 Infizierte in New York

Corona wird aktuell zur Krise in den USA: Die Zahl der Infizierten ist um den Faktor 20 in die Höhe geschnellt. Der Bundesstaat New York ist bislang mit mehr als 16.916 Corona-Infektionen (Quelle: Johns-Hopkins-University) am schlimmsten betroffen, die Zahlen sind hier besonders hoch. Dort gab es bislang 153 Todesopfer.

Washington ist am zweitstärksten betroffen (1.996), gefolgt von New Jersey (1.914) und Kalifornien (1.812)

In der Stadt New York sind die meisten Geschäfte und viele Restaurants geschlossen. Krankenhäuser sagen derweil alle Eingriffe ab, die nicht zwingend notwendig sin.

Ein Lazarettschiff des US-Militärs mit 1.000 Betten soll bald vor Ort eintreffen, zudem soll das Militär unter anderem in einem Messezentrum in Manhattan ein Notlazarett mit nochmals bis zu 1.000 Betten einrichten.

US-Präsident Donald Trump steht derweil in der Kritik. Trump hatte das Thema Corona wochenlang kleingeredet. Vorbereitungen gab es kaum, die Reaktion in den USA auf das Virus erfolgt spät.

Jetzt vollzog Trump eine komplette Kehrtwende – und nutzt die ihm eigene martialische Rhetorik: „Wir sind im Krieg und bekämpfen einen unsichtbaren Feind“, verkündete der US-Präsident.

10.18 Uhr – Zahl der Infektionen in Italien sinkt: Doch Forscher mahnen zur Vorsicht

Man muss vorsichtig sein mit allzu euphorischen Meldungen in diesen Tagen. Doch aktuelle Zahlen aus Italien legen zumindest mal keine schlechten Nachrichten nahe: Die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle ist in den letzten Tagen deutlich Tagen dort deutlich zurückgegangen.

Franco Locatelli, Direktor des nationalen italienischen Gesundheitsrats, warnt indes davor, die Daten überzubewerten:

„Wir wollen uns selbstverständlich nicht von voreiligem Enthusiasmus packen lassen und diese Tendenz überschätzen. Aber es ist natürlich ein Signal, das wir gerne zur Kenntnis nehmen“, sagte Locatelli, wie unter anderem Tagesschau.de berichtet.

Seit ziemlich genau zwei Wochen herrscht in Italien eine weitgehende Ausgangssperre – das entspricht etwa der maximalen Inkubationszeit des Coronavirus. Vielleicht zeigen sich jetzt erste Effekte der Maßnahmen, so die große Hoffnung.

10 Uhr – Angela Merkel in Corona-Quarantäne

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist seit Sonntagabend in Corona-Quarantäne.

Merkel war am Freitag von einem Arzt gegen Pneumokokken geimpft worden. Der Mediziner war allerdings mit Corona infiziert, wie inzwischen festgestellt wurde.

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in Corona-Quarantäne. Foto: panthermedia.net/StScargo (Archiv)

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in Corona-Quarantäne.

Foto: panthermedia.net/StScargo (Archiv)

Bei der Quarantäne handle es um eine Vorsichtsmaßnahme, wie Kanzleramtschef Helge Braun betonte. Angela Merkel werde sich am heutigen Montag via Telefon zur Kabinettssitzung schalten.

Sonntag, 22. März

18.50 Uhr – Angela Merkel in häuslicher Quarantäne

Bundeskanzlerin Merkel begibt sich ab sofort in häusliche Quarantäne. Ein Arzt, der sie am Freitag behandelt hatte, sei positiv auf das Coronavirus getestet worden. Darüber wurde Merkel nach ihrem Presseauftritt unterrichtet.

17.41 Uhr – Angela Merkel äußert sich zu Kontaktverbot

Angela Merkel hat sich in einer Ansprache zum Kontaktverbot geäußert. Demnach gelten ab sofort diese 8 Regeln:

  1. Die Bürgerinnen und Bürger werden angehalten, den Kontakt zu anderen Menschen auf ein absolutes Minimum zu reduzieren.
  2. Zu anderen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern, besser noch 2 Metern, einzuhalten.
  3. Aufenthalt im öffentlichen Raum ist nur alleine oder mit einer zweiten Person gestattet sowie mit Angehörigen des eigenen Haushalts.
  4. Individueller Sport bleibt möglich. Ebenso der Gang zum Arzt, zur Arbeit oder zum Lebensmitteleinkauf.
  5. Gruppen feiernder Menschen in Wohnungen und auf Plätzen sind inakzeptabel.
  6. Gastronomiebetriebe müssen geschlossen werden. Abholung und Lieferung von Speisen ist aber weiterhin möglich.
  7. Friseurbetriebe müssen schließen.
  8. In allen Betrieben ist es wichtig, Schutzmaßnahmen für Mitarbeiter und Besucher umzusetzen.
  9. Diese Regelungen gelten für mindestens zwei Wochen.

„Es sind keine Empfehlungen, es sind Regeln“, betonte Merkel.

Zuwiderhandlungen würden entsprechend sanktioniert. In einer Demokratie habe „niemand von uns sich eine solche Situation gewünscht“, so Merkel. Doch der Ernst der Lage mache die Maßnahmen erforderlich.

17.28 Uhr – Kontaktverbot wegen Corona: Drastische Strafen

Die möglichen Sanktionen bei Zuwiderhandlungen gegen das Kontaktverbot können drastisch ausfallen: Strafen von bis zu 25.000 Euro könnten verhängt werden, sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Er sprach von einer „Null-Toleranz-Politik gegen Regelbrecher.“

„Unvernünftige bestrafen. Hart und klar“, so Laschet.

16.53 Uhr – Bund und Länder einigen sich auf Kontaktverbot

Das Ergebnis ist da: Zu zweit unterwegs sein bleibt okay, ab drei Personen gilt ein Kontaktverbot, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen. Familien und Personen eines Haushalts sollen von der Regelung ausgenommen werden.

NRW-Ministerpräsident Armin Laschet bestätigte das in einer Pressekonferenz am Sonntag. Versammlungen ab drei Personen sollen verboten werden, darauf haben sich Bund und Länder demnach geeinigt.

Laschet: „Kontaktverbote sind im Verhältnis zu einer Ausgangssperre verhältnismäßiger, zielgerichteter und besser zu vollziehen. Ich bin sicher, dass es uns durch ein Kontaktverbot gelingt, die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.“

Sozialkontakte über die Kernfamilie hinaus sollen eingestellt werden, so Laschet. Allerdings soll es regionale Ausprägungen geben, die in Details von der grundsätzlichen Regel abweichen können.

15 Uhr – Ausgangssperre oder nicht? Am Sonntag soll die Entscheidung kommen

Am Sonntagnachmittag will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten über mögliche Ausgangsbeschränkungen beraten. Ab 14 Uhr wird es dann wohl vor allem um die Frage gehen, ob bundesweit einheitliche Regelungen für eine Art Ausgangssperre gelten werden.

Nach Angaben von Regierungssprecher Steffen Seibert wollen die Kanzlerin und die Länderchefs eine „sehr ernste, schonungslose Analyse der Lageentwicklung“ der vergangenen Tage vornehmen. Ob es weitere Einschränkungen für die Bürger geben wird, soll vor allem von deren Verhalten an diesem Wochenende abhängig gemacht werden.

In vielen Städten ist es am Sonntag auf den Straßen sehr ruhig – trotz Frühlingswetter. In NRWs Landeshauptstadt etwa sind an der sonst gut besuchten Rheinpromenade nur vereinzelt Menschen allein oder in Zweiergruppen unterwegs.

Der Medienhafen im Düsseldorf: Leere, wo bei Frühlingswetter normalerweise Hochbetrieb in den Cafés herrscht. Foto: Peter Sieben

Der Medienhafen im Düsseldorf: Leere, wo bei Frühlingswetter normalerweise Hochbetrieb in den Cafés herrscht.

Foto: Peter Sieben

Nichts los auf den Wiesen an der Rheinpromenade: Bei Sonne und Frühlingswetter sonst voller Menschen. An diesem Wochenende mitten in der Coronakrise sitzt hier kaum jemand. Foto: Peter Sieben

Nichts los auf den Wiesen an der Rheinpromenade: Bei Sonne und Frühlingswetter sonst voller Menschen. An diesem Wochenende mitten in der Coronakrise sitzt hier kaum jemand.

Foto: Peter Sieben

Samstag, 21. März 

17.45 Uhr – Epidemiologen fordern Einschränkungen wegen Corona

Die Deutsche Gesellschaft für Epidemiologie hat jetzt auf die steigenden Corona-Infektionszahlen in Deutschland reagiert. In einem Statement finden die Wissenschaftler deutliche Worte:

„Aktuell liegt ein kurzes Zeitfenster vor, in dem die Entscheidung zwischen Eindämmung und Verlangsamung der Infektionsausbreitung noch ohne Überlastung des Gesundheitssystems erfolgen kann.“

In der gesamten Bevölkerung müsse nun schnell eine Einschränkung der sozialen Kontakte auf das Notwendigste erreicht werden. Weiter heißt es in der Stellungnahme: „Wir unterstützen die Maßnahmen, die bereits von der Bundesregierung umgesetzt wurden, und wir mahnen an, kritisch die Umsetzung weiterer Maßnahmen zu prüfen.“

Klar sei, „dass diese Einschränkungen der Bürgerrechte menschlich, sozial, wirtschaftlich und auch gesundheitlich eine erhebliche Belastung für die Menschen und Unternehmen unseres Landes darstellen. Es ist daher notwendig, dass zu diesen Themen eine öffentliche Diskussion geführt wird – in der Kenntnis der unterschiedlichen Szenarien, der bevorstehenden Gefahren und der eigenen Möglichkeiten.“

14.15 Uhr – Zahl der Corona-Toten in Spanien steigt extrem an

In Spanien ist die Zahl von Menschen, die am Coronavirus gestorben sind, innerhalb eines Tages um mehr als 300 auf jetzt 1.326 gestiegen.

Die Zahl der Infektionen liegt jetzt in Spanien bei 24.926. Am Freitag waren es noch 19.980.

13 Uhr – Ausgangssperre: Merkel berät sich am Sonntag

In mehreren Bundesländern, darunter Bayern, Rheinland-Pfalz, Hamburg, Niedersachsen, Hessen und das Saarland, gelten verschärfte Regelungen im Umgang mit Corona. Bislang halten sich die Menschen an die Ausgangsbeschränkungen, die unter anderem auch in Freiburg gelten.

Am Sonntag wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder beraten, ob es bundesweit einheitliche Auflagen geben soll.

9 Uhr – Corona: Schutz für Mieter

Die Bundesregierung prüft derzeit spezielle Maßnahmen für Mieter und Eltern – wegen zu erwartender möglicher Zahlungsschwierigkeiten in der Coronakrise. Geplant sind zum Beispiel ein Kündigungsverbot bei Mietrückständen sowie ein Kinderzuschlag.

Der Kündigungsschutz gelte sowohl für Wohnungsmieter als auch für Gewerbemieter, heißt es Medienberichten zufolge.

Freitag, 20. März

16.52 Uhr – BMW stellt Atemmasken zur Verfügung

Atemschutzmasken sind seit Wochen Mangelware: Krankenhäusern und Ärzten fehlt die dringend benötigte Schutzkleidung.

Der Autobauer BMW spendete jetzt 100.000 Atemschutzmasken. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder twitterte: „BMW stellt 100.000 Atemschutzmasken aus eigenen Beständen ab heute für Bayern zur Verfügung. Großer Dank!“

16.45 Uhr – Regierungsprecher Steffen Seibert mahnt erneut

Nach der viel beachteten Rede von Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Regierungssprecher Steffen Seibert die Bürger erneut dazu aufgerufen, sich an die Corona-Schutzregeln zu halten. Er appelliere an die Minderheit, die das bislang noch nicht mache.

„Halten Sie sich an die Regeln, die nun für die nächste Zeit gelten. Nehmen Sie die Situation ernst“, so Steffen Seibert.

Es komme auf jeden einzelnen an, mahnte Seibert. „Das Mittel, das wir derzeit gegen eine weitere rapide Ausbreitung das Coronavirus haben, das sind wir selbst mit unserem Verhalten.“ Es sei nun wichtig, Abstand zu anderen Menschen zu halten und nicht in Gruppen im Park zu sein oder gedrängt in Cafés zu sitzen. Seibert dankte zudem der Mehrheit der Bürger, die sich an die Regeln halten und sich damit solidarisch zeigten.

Am Sonntag will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Landesregierungschefs eine „ernste, schonungslose Analyse“ der Lage vornehmen.

16.19 Uhr – Drohne geht mit Hund Gassi – Video sorgt für Lacher

Mal ein bisschen was zum Schmunzeln in der Krise: In den sozialen Netzwerken wird derzeit ein Video verbreitet, dass einen kleinen weißen Hund beim Gassigehen zeigt – am anderen Ende der Leine ist allerdings kein Mensch, sondern eine Drohne.

Das Video soll aus Zypern stammen, wo eine Ausgangssperre herrscht. Unter anderem der US-Nachrichtensender ABC-News hatte darüber berichtet.

16.10 Uhr – Rechtsfragen für Ingenieurbüros

Das Coronavirus trifft Unternehmen aller Branchen in Deutschland. Auch für Ingenieurbüros stellen sich jetzt rechtliche Fragen. Wie wirkt sich die Krise auf Planerverträge aus? Was bringt der geplante Rettungsschirm für Ingenieurinnen und Ingenieure?

Die Ingenieurkammer Bau hat hier einige Antworten zusammengefasst.

Mehr lesen Sie auch hier in unserem Interview mit einem Fachanwalt zum Thema: Arbeitsrecht und Corona. 

16 Uhr – Vapiano ist zahlungsunfähig

Die ohnehin angeschlagene Restaurantkette Vapiano ist durch die Coronakrise noch ärger in Bedrängnis geraten. „Aufgrund des drastischen Umsatz- und Einnahmenrückgangs ist zum heutigen Tag der Insolvenzgrund der Zahlungsunfähigkeit für die Vapiano SE eingetreten“, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Vapiano richtete jetzt „dringenden Appell an die Bundesregierung zur schnellen Umsetzung der wirtschaftlichen Hilfen in der Covid-19-Krise“. Das Unternehmen will Geld aus den angekündigten Hilfsfonds erhalten, um vielleicht doch noch den Insolvenzantrag abwenden zu können. Weltweit beschäftigt Vapiano 7.000 Mitarbeiter.

15.50 Uhr – Grillparty trotz Corona: Familienministerin mit eindringlichem Appell

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey hat sich mit einem eindringlichen Appell vor allem an junge Menschen gewandt: „Es ist mir unbegreiflich, wenn manche weiter Grillpartys feiern, als wäre nichts geschehen. Es ist ignorant, sich jetzt noch zu Corona-Partys zu verabreden“, sagte sie gegenüber der Neuen Osnabrücker Zeitung.

„Hört auf damit!“, so Giffey.

Am Mittwochabend erst hatten sich in Herten in NRW rund 150 junge Leute zu einer Grillparty getroffen. Die Polizei erteilte Platzverweise.

14.08 Uhr – Ausgangssperre in Rheinland-Pfalz und im Saarland

Auch das Saarland will im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus jetzt Gaststätten schließen und eine Ausgangsbeschränkung erlassen. Wie die Staatskanzlei in Saarbrücken mitteilte, will Saarlands Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) diesen Plan noch am Freitag dem Kabinett zum Beschluss vorschlagen.

Lesen Sie dazu auch: 

Corona und Ausgangssperre: Das sagt der Fachanwalt 

In Rheinland-Pfalz haben Landau sowie die Kreise Südliche Weinstraße und Germersheim von diesem Samstag an das Betreten öffentlicher Orte untersagt. Es handele sich nicht um eine generelle Ausgangssperre, wie die Kommunen mitteilten. Ähnlich wie auch in anderen betroffenen Kommunen in Deutschland wie etwa Freiburg, dürfen Menschen weiter für dringende Angelegenheiten das Haus verlassen. Auch Spaziergänge oder Joggen sei erlaubt, allerdings nur allein oder mit den Menschen, die im eigenen Haushalt leben. Die Regelung soll dort vorerst bis zum 3. April gelten.

13.54 Uhr – Flugverbote wegen Corona: Deutsche sitzen im Ausland fest

Etwa 144.000 Deutsche haben sich seit Dienstag beim Auswärtigen Amt gemeldet, weil sie aufgrund von Flugverboten und Reisebeschränkungen angesichts der Coronakrise im Ausland festsitzen.

Mithilfe der Lufthansa und diversen Reiseveranstaltern konnten bislang 96.000 Rückkehrer nach Deutschland gebracht werden. Dafür wurden nach Auskunft des Auswärtigen Amts etwa 100 Sonderflüge organisiert.

13:09 Uhr – Ausgangssperre für ganz Bayern

Ministerpräsident Markus Söder hat in einer Pressekonferenz verkündet, dass für Bayern eine landesweite Ausgangsbeschränkung gilt.

Ab Freitagnacht, 0 Uhr, gelten dann in ganz Bayern wegen des Coronavirus diese Beschränkungen. Das hat die Regierung des Bundeslandes einstimmig beschlossen. Die neuen Regeln gelten vorerst für zwei Wochen.

„Wir fahren das öffentliche Leben nahezu vollständig herunter“, sagte Söder.

Der Grund: In Bayern stiegen die Corona-Fallzahlen allein von Donnerstag zu Freitag um 35 %.

9.18 Uhr – Coronakrise: Autohersteller suchen Alternativen

Die Coronakrise macht auch den Automobilkonzernen wirtschaftlich zu schaffen. VW etwa hatte bereits angekündigt, die Produktion an den allermeisten Standorten nach dem kommenden Freitag zu stoppen.

Die beiden US-Autobauer General Motors (GM) und Ford prüfen derweil im Kampf gegen Corona die Herstellung von Medizin-Geräten. So plant GM, möglicherweise medizinische Ausrüstung wie zum Beispiel Beatmungsgeräte herzustellen. Auch der Ford-Konzern will prüfen, ob er auf diese Weise helfen kann.

Auch deutsche Hersteller aus der Branche gehen neue Wege. So etwa der Automobilzulieferer ZF Friedrichshafen. Das Unternehmen hat jüngst eine kleine Atemmasken-Fabrik in China gekauft, wie das Handelsblatt berichtet. Seit zwei Wochen produziert ZF dort nun 100.000 Masken am Tag.  Die waren zuletzt auch und vor allem in China Mangelware.

9.06 Uhr – Ausgangssperre in Freiburg

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus gilt in Freiburg ab Samstag eine Ausgangssperre. Ein Betretungsverbot für öffentliche Orte gilt laut Stadtverwaltung zunächst für zwei Wochen.

Menschen dürfen demnach weiterhin ihre Wohnung bei dringenden Angelegenheiten verlassen – also etwa für Arztbesuche, Lebensmitteleinkäufe oder um zur Arbeit zu gehen. Weitere Einschränkung: In Freiburg dürfen Bürgerinnen und Bürger nur noch allein, zu zweit oder nur mit Personen aus dem eigenen Haushalt vor die Tür gehen. Von allen anderen Menschen ist ein Mindestabstand von 1,5 Metern zu wahren.

Sport im Freien ist erlaubt, aber eben nur alleine oder mit Mitgliedern der Familie. Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn begründete die Maßnahme damit, dass die Stadt nur wenige Kilometer von stark betroffenen Gebieten Frankreichs und der Schweiz entfernt liegt.

8.37 Uhr – Corona stoppt möglicherweise Eröffnung des BER

Es war der 7. Versuch: Der Hauptstadtflughafen BER in Berlin stand diesmal relativ dicht vor der Eröffnung, wie die Berliner Flughäfen zuletzt immer wieder selbstgewiss versichert hatten.

Doch jetzt könnte die Eröffnung erneut in weite Ferne gerückt sein, wie das Portal „Business-Insider“ berichtet. Demnach fehlt dem Flughafen noch ein wichtiges TÜV-Siegel im Zusammenhang mit der Verkabelung.

Jetzt hat der TÜV wegen eines Corona-Verdachtsfalls aber alle Mitarbeiter umgehend von der Baustelle abgezogen, wie das Portal berichtet. Damit wären die notwendigen Abnahmen erst einmal kaum möglich. Ein Flughafensprecher erklärte gegenüber dem „Business-Insider“ indes, dass der TÜV auch von zu Hause arbeiten könne. Man sehe derzeit keine wesentlichen Einschränkungen.

7.35 Uhr – Ärztekammer gegen Ausgangssperre wegen Corona

Corona hat zu Einschränkungen im öffentlichen Leben geführt. Der Chef der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert von der Bundesregierung, die Maßnahmen zu befristen und ein Ausstiegsszenario vorzubereiten.

„Ich glaube nicht, dass wir das, was wir jetzt tun, monatelang fortführen können. Die jetzigen Einschränkungen hält unsere Gesellschaft nicht ewig durch“, sagte Reinhardt gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Die Ängste und Sorgen würden manche Menschen psychisch überfordern. Menschen, die älter sind als 65 Jahre und weitere Risikogruppen wie etwa chronisch Kranke müssten indes darauf vorbereitet werden, „dass die jetzt geltenden Einschränkungen für sie länger gelten“. Reinhardt sprach sich deutlich gegen komplette Ausgangssperren aus.

Donnerstag, 19. März 

21.06 Uhr – Zahl der Corona-Infizierten steigt auf 15.000

Innerhalb von einem Tag ist die Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland um mehr als 4.000 Fälle gestiegen. Aktuell gibt es über 15.300 bestätigte Infektionen.  Das geht aus der Daten der Landesgesundheitsämter hervor. Das Robert Koch-Instituts wird voraussichtlich erst im Lauf des späten Abends offizielle Zahlen bekannt geben.

Die meisten Corona-Fälle gibt es laut den aktuellen Zahlen im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen (4.971). Hier verdoppelte sich die  Zahl der Infizierten beinahe.

18 Uhr – US-Forscher: Corona bleibt lange auf Edelstahl aktiv

US-Forscher haben Hinweise darauf gefunden, dass das Coronavirus auf manchen Oberflächen deutlich länger aktiv bleibt als auf anderen. Auf Edelstahl und Kunststoff bleibt das Virus demnach besonders lange ansteckend. Auf Kupfer hingegen ist Corona schon nach wenigen Stunden verschwunden. >>Hier mehr dazu lesen.

16.14 Uhr – Virologe Drosten relativiert Hoffnungen auf Medikament

Unter anderem das Tübinger Tropeninstitut forscht derzeit am Malaria-Medikament Chloroquin: Zuletzt bestand die Hoffnung, dass das Mittel gegen das neuartige Coronavirus helfen könnte.

Virologe Christian Drosten, der seit Wochen über Corona unter anderem in seinem NDR-Podcast aufklärt, musste diese Hoffnung jetzt zumindest relativieren. „Das Chloroquin ist ein altbekanntes Malaria-Medikament, eins, das nicht frei von Nebenwirkungen ist. Wir wissen schon lange, dass Chloroquin gegen das alte Sars-Coronavirus in Zellkultur wirkt.“

Aber: Nur weil Mittel im Rahmen einer Studie in einer Zellkultur gegen ein Virus wirksam ist, muss es nicht automatisch auch beim Menschen wirken.

„Das ist alles viel, viel komplizierter. Ein Medikament muss dort hinkommen, wo das Virus ist, nämlich in die Lunge“, so Drosten.

14.53 Uhr – Jens Spahn: „Corona ist da und wird bleiben“

Einen ersten Hinweis darauf, wie lange die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland andauern können, lieferte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Donnerstag in Berlin.

Spahn verwies darauf, dass die Schließung von Kitas, Schulen, Bars und Geschäften ja erst wenige Tage in Kraft seien. „Bis sich das in den Statistiken überhaupt bemerkbar machen kann, braucht es eher 10, 14 Tage, als weniger.“

Nach Ostern wolle man gemeinsam mit den Ministerien der Bundesländer überlegen, wie es mit den Einschränkungen weitergehe.

„Das Virus ist da, und das Virus wird für immer bleiben“, so Spahn.

Es gehe darum, die Ausbreitung zu verlangsamen.

12.40 Uhr – Roche testet Medikament gegen Corona

Das Schweizer Pharmaunternehmen Roche testet ein mögliches Mittel gegen das Coronavirus. Der Konzern beginnt jetzt mit klinischen Studien – in enger Abstimmung mit der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA . Das berichtet unter anderem die FAZ.

Mit den Tests soll nachgewiesen werden, dass das Mittel Actemra auch bei Infektionen mit dem neuartigen Virus Covid-19 wirksam sein kann. Das Medikament ist seit Jahren auf dem Markt, als Mittel zur Behandlung von Arthritis.

In China haben Kliniken allerdings vor Wochen damit begonnen, Actemra sehr schwer erkrankten Corona-Patienten zu verabreichen.

„Dabei konnten sie offensichtlich gewisse positive Ergebnisse erzielen“, so ein Roche-Sprecher gegenüber der FAZ.

10.37 Uhr – Netflix-Konsum wegen Corona runterschrauben?

Der gesteigerte Datenverkehr beschäftigt nun auch die EU-Kommission – und betrifft Millionen Netflix-Kunden. Die EU-Kommission treibt die Sorge um, dass die aktuell verstärkte Nutzung von Video-Streamingdiensten in der Coronavirus-Krise das Internet verstopfen könnte.

EU-Kommissar Thierry Breton sprach deshalb mit Netflix-Chef Reed Hastings über Wege, die Belastung zu senken, wie die Brüsseler Behörde am Mittwoch mitteilte. Eine Idee: Die Bildqualität könnte bei starker Auslastung automatisch von HD- auf Standard-Auflösung heruntergeschraubt werden.

8.09 Uhr – Datenverkehr steigt wegen Corona enorm an

Das Coronavirus sorgt dafür, dass der Datenverkehr extrem ansteigt. Die Datenmenge durch Videokonferenzen ist am Frankfurter Internet-Knoten innerhalb einer Woche um 50 Prozent gestiegen, wie unter anderem die Deutsche Presseagentur berichtet: Zahlreiche Arbeitnehmer sind in der Coronakrise im Home Office, Konferenzen finden online statt.

Netflix

Bingewatching auf Netflix hat in Corona-Zeiten Hochkonjunktur.
panthermedia.net/nicomaderna

Auch beim Online-Gaming gab es einen Zuwachs von 25 %, wie die Betreiber des DE-CIX-Knotens mitteilten. Ebenfalls sei die Nutzung von Social-Media-Plattformen stark gestiegen.

Insgesamt habe der durchschnittliche Datenverkehr um zehn Prozent zugelegt. Der DE-CIX betonte, für den Anstieg gerüstet zu sein. So könne die Kapazität leicht erhöht werden, man halte immer eine Reserve von 25 % vor.

An Internet-Knoten wie dem DE-CIX werden die Daten zwischen den Netzen einzelner Diensteanbieter ausgetauscht. Der DE-CIX ist der weltgrößte Knotenpunkt dieser Art. Die Internet- und Inhalteanbieter bauen ihre Kapazitäten derweil ebenfalls massiv aus: „Die Kapazitäten werden hier teilweise mehr als verdoppelt“, sagte DE-CIX-Technikchef Thomas King.

7.35 Uhr – Deutschland sichert sich mögliches Corona-Medikament

Deutschland hat „größere Mengen“ des möglichen Corona-Medikaments Chloroquin  gesichert. Das sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

„Wir haben für die Bundesrepublik Deutschland bei Bayer bereits größere Mengen Chloroquine reserviert“, so Spahn. Das Tropeninstitut in Tübingen will das Mittel, das schon lange als Malaria-Medikament auf dem Markt ist, nächste Woche an Menschen testen.

Mittwoch, 18. März

19.15 Uhr – Bundeskanzlerin dankt Ärzten, Krankenpflegern und Angestellten in Supermärkten

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat in ihrer Ansprache deutliche und warme Worte gefunden. Sie appelliert an die Solidarität der Menschen und dem damit verbundenen Einhalten der beschlossenen Maßnahmen. „Diese Situation ist ernst und sie ist offen“, sagt Merkel. Seit dem Zweiten Weltkrieg sei es nie „so sehr auf unser gemeinsames solidarisches Handeln“ angekommen.

„Jedes Leben und jeder Mensch zählt“, so Merkel.

In Ihrer 15-jährigen Amtszeit hat Angela Merkel – bis auf die Neujahrsansprachen – noch nie eine direkte Fernsehansprache an die Bevölkerung gehalten.

16.53 Uhr – Erste Ausgangssperre in Bayern verhängt

Das Landesratsamt Tirschenreuth hat für die Stadt Mitterteich eine Ausgangssperre verhängt. Es ist die erste Stadt in Bayern mit solch einer Maßnahme. Die Sperre soll bis zum 2. April anhalten. Im dortigen Landkreis gibt es über 40 bestätige Covid-19-Fälle. 7 davon müssen beatmet werden.

16.14 Uhr – Keine Stromsperren durch Energieversorger

Säumige Zahler haben aktuell Glück, denn immer mehr Energiekonzerne wollen wegen der wirtschaftlichen Folgen der Coronakrise auf die bislang üblichen Strom- und Gassperren verzichten. Das berichtet die „Welt“. „Es ist uns wichtig, dass sich unsere Kunden auch in schwierigen Zeiten wie diesen auf uns verlassen können“, sagte ein E.on-Sprecher.

15.37 Uhr – Extremer Stau auf A4 wegen Corona – THW im Einsatz

Auf der A4 sorgt ein gigantischer Stau für Chaos. Grund für den stockenden Verkehr sind Grenzkontrollen an der polnischen Grenze bei Görlitz infolge der Coronakrise. Lkw und Autos stauen sich am Mittwoch auf einer Länge von fast 60 Kilometern. Bereits seit Dienstagmittag ist auch das Technische Hilfswerk (THW) vor Ort im Einsatz.

14.10 Uhr – Corona legt Solarparks lahm

Die Corona-Pandemie könnte massive Auswirkungen auf die Entwicklung alternativer Energien haben. So kommt es bei der Planung und Fertigstellung von Photovoltaik-Solarparks in Deutschland zu Verzögerungen, wie der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) mitteilt.

Die Sorge beim BSW: Große Klimaschutzprojekte drohen zu scheitern, weil sie die gesetzlichen Fristen zur Fertigstellung nicht mehr einhalten können. Quarantänen und Grenzschließungen wegen des Coronavirus sorgen demnach für längere Lieferzeiten von Solarkomponenten. zudem gibt es Personalengpässe bei Produzenten und bei Bauämtern.

Der Branchenverband BSW sorgt sich um die Entwicklung der Solarenergie – wegen des Coronavirus.  Foto: Bioenergiegenossenschaft Mengsberg

Der Branchenverband BSW sorgt sich um die Entwicklung der Solarenergie – wegen des Coronavirus. 

Foto: Bioenergiegenossenschaft Mengsberg

Der Branchenverband appellierte deshalb an die Bundesregierung, Realisierungsfristen bei Solarparks zu verlängern. „Derartige Umstände höherer Gewalt dürfen nicht dazu führen, dass wertvolle Klimaschutzprojekte platzen und Projektierer in ihrer Existenz bedroht werden. Wir hoffen, dass der Gesetzgeber hier schnell für Abhilfe sorgen wird“, sagt BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig.

13.20 Uhr – Tübinger Forscher testen Medikament gegen Corona

Das Institut für Tropenmedizin in Tübingen will das Medikament Chloroquin im Kampf gegen Corona testen. Das berichtet unter anderem der SWR. Institutsdirektor Peter Kremsner erklärte am Mittwoch, dass nächste Woche eine Studie an Menschen begonnen werden soll.

Laut Kremsner ist Chloroquin schon sehr lange als Mittel gegen Malaria bekant und auf dem Markt. Das Medikament wirke aber auch gegen viele andere Viren – offenbar auch gegen das Coronavirus Sars-CoV-2. Das jedenfalls würden Versuche im Reagenzglas zeigen, heißt es aus dem Institut.

In China und Italien seien bereits Erkrankte mit Chloroquin behandelt worden. Es sei aber nicht ganz klar, ob die Behandlungen erfolgreich waren. Denn Erkrankten hatten Chloroquin teils in sehr hoher Dosierung und mit weiteren Medikamente verabreicht bekommen. „Es kann auch sein, dass es nicht wirkt oder sogar schadet“, so Kremsner.

11.14 Uhr – Qiagen will neuen Corona-Schnelltest produzieren

Das Gendiagnostik- und Biotechunternehmen Qiagen ist dabei, seine Kapazität für die Herstellung von Corona-Schnelltests stark auszubauen. 

Das Unternehmen stellt seit einigen Wochen Testkits für das neuartige Covid-19-Virus her. Bislang kann Qiagen etwa 1,5 Millionen Tests pro Monat produzieren. Nun will das Unternehmen bis Ende April Material für 6,5 Millionen und bis Ende Juni 2020 sogar für 10 Millionen Patienten herstellen können, wie die Deutsche Presseagentur berichtet. Der Konzern baut demnach seine Fertigung aus. Zu den Kosten äußerte sich Qiagen indes nicht. 

Lesen Sie hier: Wie funktionieren die Corona-Schnelltests?

11 Uhr – Telekom stellt RKI Daten wegen Corona zur Verfügung

Die Telekom will dem Robert Koch-Institut (RKI) einen Teil der Nutzerdaten zur Verfügung stellen. Das berichtet unter anderem der „Tagesspiegel“.

Die anonymisierten Handydaten sollen den RKI-Forschern mögliche Hinweise über die Ausbreitung des Coronavirus liefern.

Die Telekom betonte, dass es nicht darum gehe, Menschen zu tracken oder Bewegungsprofile zu erstellen – wie das etwa in China zuletzt praktiziert worden war.

„Wenn anonymisierte Massendaten zum langsameren Verlauf der Infektionskurve beitragen und Leben retten können, kommen wir der Bitte zur Unterstützung der staatlichen Stellen gerne nach“, so das Unternehmen gegenüber dem „Tagesspiegel“.

Mit den Daten könnte das RKI „Bewegungsströme modellieren – bundesweit, auf Bundesland-Ebene sowie bis auf die Kreis-Gemeinde-Ebene heruntergebrochen“, so die Telekom.

10.47 Uhr – BMW stoppt Produktion wegen Corona

VW hatte bereits angekündigt, am Freitag die vorerst letzte Schicht an den meisten Produktionsstandorten zu fahren – wegen Corona. Jetzt will auch BMW wegen der Coronavirus-Pandemie seine Automobilproduktion bis Mitte April in Europa und Südafrika lahmlegen. „Ab heute fahren wir unsere europäischen Automobilwerke und das Werk Rosslyn in Südafrika herunter“, sagte Vorstandschef Oliver Zipse am Mittwoch auf der Online-Bilanzpressekonferenz. Die Motorradproduktion in Berlin soll allerdings bis auf weiteres fortgesetzt werden.

Lesen Sie hier: Wie Sie in Zeiten von Corona auch im Home-Office produktiv bleiben

10.36 Uhr – Corona: Robert-Koch-Institut mahnt eindringlich

Das Robert Koch-Institut (RKI) rechnet mit einer schnellen Ausweitung der Corona-Pandemie. „Wir haben ein exponentielles Wachstum. Wir sind am Anfang eine Epidemie, die noch viele Wochen und Monate unterwegs sein wird“, sagt RKI-Chef Lothar Wieler auf einer Pressekonferenz am Mittwoch.

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„Pandemien verlaufen immer in Wellen. Es könnte 2 Jahre dauern, bis ein Großteil der Bevölkerung immun ist“, so Wieler. Das heiße aber keineswegs, dass die derzeitigen einschränkenden Maßnahmen über einen derart langen Zeitraum aufrecht erhalten werden müssen. „Wir werden in 2 Wochen sehen, ob sie jetzigen Maßnahmen helfen, die Verbreitung des Coronavirus zu verringern.“

Wieler mahnte eindringlich, soziale Kontakte so weit wie möglich zu meiden:

„Wenn wir es nicht schaffen, die Kontakte nachhaltig zu reduzieren, dann ist es möglich, dass wir in 1 bis 2 Monaten bis zu 10 Millionen Infizierte in Deutschland haben.“

26 Menschen sind bislang am Coronavirus in Deutschland gestorben.

10.05 Uhr – Angela Merkel will Fernsehansprache zur Coronakrise halten

Bundeskanzlerin Angela Merkel will am Mittwochabend eine Fernsehansprache zum Thema Coronavirus halten. Das berichtet unter anderem die ARD.

Bundeskanzleramt

Bundeskanzlerin Angela Merkel will am Mittwochabend erneut im Fernsehen zum Thema Corona sprechen.

Foto: panthermedia.net/phil_bird (YAYMicro)

Demnach wird es dabei wohl nicht um eine mögliche Ausgangssperre oder neue Maßnahmen gehen, sondern um den aktuellen Kenntnisstand. Die Ansprache soll nach der Tagesschau in der ARD sowie im ZDF ausgestrahlt werden.

8 Uhr – ETH Zürich schränkt Betrieb wegen Coronakrise stark ein 

Die ETH Zürich stellt wegen der Corona-Krise auf Notbetrieb um – mit Folgen für Lehre und Wisenschaft.

„Wir fahren alle unsere Aufgaben, die eine physische Präsenz an der ETH benötigen, auf das absolute Minimum herunter. Grundsätzlich müssen daher alle ETH-​Angehörigen zuhause bleiben. Damit verhindern wir, dass sich täglich 30.000 Menschen auf den Weg in unsere Gebäude machen. So leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung“, so ETH-Präsident Joël Mesot.  

Wer dennoch zwingend an die ETH kommen müsse, brauche eine Ausnahmebewilligung. „Wir arbeiten gerade am Prozess, wie diese unbürokratisch vergeben werden kann. Auch im Notbetrieb muss die zentrale Infrastruktur funktionieren. Auch müssen wir die Vorlesungs-​Aufzeichnungen durchführen, denn der gesamte Lehrbetrieb findet nun online statt.“

Zudem gebe es in der Forschung Einrichtungen, die man nicht einfach abschalten oder aus der Ferne steuern könne. „Aber klar ist, dass wir auch unsere Forschungstätigkeit massiv zurückfahren müssen“, so Mesot weiter. Keinerlei Abstriche werde es indes in allen Forschungsprojekten rund um das Coronavirus geben. „Im Gegenteil: Wir sind daran, hier das ganze ETH-​Know-how zu bündeln und mit Hochdruck an Lösungsansätzen für die aktuell grösste gesellschaftliche Herausforderung zu arbeiten.“

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Von Peter Sieben
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