ETH Zürich

Architektur Schweiz
Foto: panthermedia.net/happyalex

Die ETH Zürich gilt als renommiertes Institut mit weltweitem Ansehen. Die Hochschule hat seit ihrer Gründung einen entscheidenden Teil zur weltweiten Forschung beigetragen und ist maßgeblich an der österreichischen Industrialisierung beteiligt. Ein Bachelor- & Masterstudium an der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH) bildet dementsprechend eine solide Basis für eine Karriere in der Wirtschaft oder der Wissenschaft. In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Geschichte der renommierten Hochschule und geben einen Überblick über das Bildungsangebot.

Die Geschichte der ETH Zürich

Die ETH Zürich kann auf eine mehr als 150-jährige Geschichte zurückblicken. Das heutzutage angesehene Institut hatte zu Beginn seiner Geschichte mit einigen Konflikten zu kämpfen. Konkret ging es um die Konkurrenz mit katholischen Universitäten. Diese fürchteten ein intellektuelles Monopol der städtischen Universitäten. Als Kompromiss wurde, der zum 16. Oktober 1855 gegründeten Universität eine Beschränkung auferlegt. Die Lehre wurde auf technische Fächer beschränkt. Ursprünglich operierte das Institut im Übrigen unter anderem Namen. Das „Polytechnikum“ wurde in den Jahren seit der Gründung bis 1915 stetig um neue Gebäude erweitert. Es entstehen Gebäude für Chemie, Physik, Forstwirtschaft und ein Maschinenlabor. Das Gebäude beherbergt zu Beginn auf Universität Zürich, was sich erst Anfang des 20. Jahrhunderts ändert. Wenig später kann die ETH Zurück erstmals Doktortitel verleihen und wird offiziell zur Eidgenössische Technische Hochschule. Da sich das Wachstum des Instituts in großem Umfang fortsetzte, folgten Überlegungen über eine Expansion. Die Standortwahl fiel schließlich auf Hönggerberg. Der Ausbau fand unter dem Motto „Science City“ statt. Neben der kompletten Infrastruktur entstehen seit 1970 Gebäude für Physik, Molekularbiologie, Architektur und Bauwissenschaften. Neben der Anbindung an den öffentlichen Busverkehr bietet das Institut einen Shuttleservice zwischen beiden Standorten und dem Bahnhof. In jüngerer Zeit gehen Studentenwohnheime an den Start, die den Wunsch nach zentralisiertem Lernen und Wohnen erfüllen. Ein aktueller Plan sieht eine stetige Erweiterung bis zum Jahr 2040 vor.

Fächer an der ETH Zürich

Das Studienangebot der ETH Zürich besteht aus 6 unterschiedlichen Bereichen. Darunter finden sich beispielsweise Studiengänge aus dem Bereich der Ingenieurwissenschaften, Architektur, Geomatik sowie Management und Sozialwissenschaften und viele weitere. Das Angebot der Universität wird währenddessen stetig erweitert. Generell lässt sich das Angebot der Hochschule unter den Begriffen Naturwissenschaft und Technik zusammenfassen. Anstelle von Nebenfächern ist jeder Studiengang mit Inhalten aus Sozial- und Geisteswissenschaften verknüpft. Studierende der Schweizer Militärakademie sind im Übrigen auch unter den Studierenden und besuchen einen besonderen Studiengang unter dem Titel Staatswissenschaften. Die Organisation von Bachelor- und Masterstudiengängen orientiert sich währenddessen an der in Europa gängigen Praxis.

ETH Zürich Bachelor und Master

Für Bachelor- und Masterstudiengänge hält sich die ETH Zürich an die in der Bologna Deklaration definierten Standards. Das Bachelorstudium umfasst 180 Kreditpunkte und hat dementsprechend eine Länge von 6 Semestern, was 3 Jahren Studienzeit entspricht. Den Anfang dieses Bachelorstudiums macht ein Basisjahr. Dieses vermittelt grundsätzlich erforderliche Kenntnisse der Naturwissenschaften. Zu diesen auch als allgemeine Grundlagenfächer genannten Kursen zählen Mathematik, Physik, Informatik und Biologie.  Die Basisprüfung bildet hier den Abschluss und ebnet den Übergang in die Vertiefung, die in den nächsten Semestern stattfindet. Darin enthalten sind Wahlfächer und praktische Arbeiten, die das Vertiefen des gelernten Wissens ermöglichen. Prüfungen und eine Bachelorarbeit schließen den Bachelorteil des Studiums schließlich ab. An der ETH Zürich schließt ein Masterstudium allerdings an das Bachelorprogramm an, wobei keine Auflagen für eine Aufnahme bestehen. Spezielle Masterstudiengänge haben allerdings besondere Einstiegsvoraussetzungen, die je nach Studiengang variieren. Das Masterstudium an der ETH Zürich nimmt dabei eine Zeit von bis zu 4 Semestern ein. Abgeschlossen wird hier mit einer Masterarbeit, die in einem Zeitraum von bis zu acht Monaten entsteht. Außerdem wird die Leistung, ähnlich wie in den Bachelorstudiengängen in regelmäßigen Abständen mit Prüfungen abgefragt.

Die Aufnahmebedingungen der ETH Zürich

Die Aufnahmebedingung für den Bachelorstudiengang sehen mindestens das Matur eines schweizerischen Gymnasiums oder eine gleichwertige ausländische Ausbildung vor. Alternativ ist eine Aufnahmeprüfung möglich. Der Abschluss des Bachelorstudiums an der ETH Zürich oder ETH Lausanne bildet wiederrum die Grundvoraussetzung für den Beginn eines Masterstudiums. Alternativ ist auch hier die Aufnahme möglich, sofern ein gleichwertiger Abschluss aus dem Ausland vorliegt. In einigen Fällen findet ein Bewerbungsverfahren statt, welches mit zusätzlichen Auflagen verbunden sein kann. Den Studierenden erwartet eine Institution, die sich auf vielen Forschungsgebieten einen Namen gemacht hat. Beispielsweise auch mit Lösungsansätzen für die Klimaerwärmung.

ETH Zürich – Forschungsarbeit

Eines der aktuellen Projekte der ETH Zürich beschäftigt sich mit Gegenmaßnahmen für den Klimawandel. Forscher der Hochschule haben im Rahmen einer Studie ermittelt, dass die Aufforstung von Wäldern eines der effektivsten Mittel für die Abwendung des Klimawandels sei. Das liege an der Aufnahme von CO2 durch die Bäume, die so umfangreich sei, dass zwei Drittel des von Menschen ausgestoßenen CO2s aufgenommen werden könnte. Die Forscher arbeiten für das Crowther Lab der Hochschule und nehmen an, dass die Bepflanzung von Flächen mit insgesamt 900 Millionen Hektar möglich wäre. Dabei geht es konkret um ehemals bestehende Ökosysteme. Bebaute Flächen sind in der Berechnung hingegen bewusst nicht enthalten. Genereller Konsens der Ergebnisse ist ein enger zeitlicher Rahmen, der durch die Dauer des Wachstums der Bäume besteht. Beispielhaft zeigt die Klimaforschung die Vielseitigkeit und praktische Orientierung der ETH Zürich.

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